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Planung einer VDI für eine Schule

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Planung einer VDI für eine Schule

Beitragvon axwild » 14.12.2010, 21:00

Hallo,
ich bin Administrator an einer Schule und plane eine VDI. Seit 2-3 Jahren habe ich mich nun mit kleineren Umgebungen (12 virtuelle Desktops, ESXI 4 Essential, VirtualCenter, Quest vWorkspace) praktisch auseinandergesetzt. Da ich mich bisher nicht allzu blöde angestellt habe :-) bin ich davon auch recht überzeugt, da die Sache wirklich gut läuft!

Nun steht die Planung für 2 Klassenzimmer mit jeweils 35 Arbeitsplätzen an. Leider habe ich aber keinen wirklichen Experten zur Hand, der über gehärtetes KnowHow verfügt. Bei dieser Größenordnung müssen wohl einige Details bedacht werden.

Deshalb nun mal eine gezieltere Frage und eine etwas offenere an die Community:

1. Momentan denke ich an 2-3 ESXi-Hosts mit jeweils ca 48 GB RAM und entsprechender Serverhardware. Drei Hosts wegen der nötigen Redundanz, falls ein Server tatsächlich mal ausfallen sollte. Benötige ich für ein Cluster mit LoadBalancing unbedingt die Enterprise-Lösung, oder gibt es eine andere praktikable Lösung, so dass ein Serverausfall innerhalb von 24 Stunden ausgeglichen werden kann? Man darf leider nicht vergessen, dass wir vom Budget natürlich nicht übermäßig betucht sind.

2. Abgesehen von obiger Frage, wie würdet ihr diese Sache genau planen? Bei meiner Suche stoße ich meist auf Mini-Umgebungen (wie meine aktuelle) oder auf tatsächliche Enterprise-Lösungen. Wäre sehr daran interessiert, andere Meinungen mal offen anzuhören, die aber auch den finanziellen Aspekt nicht unberücksichtigt lassen.

Danke für eure Hilfe,
LG

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Beitragvon PatrickW » 14.12.2010, 22:50

Moin,

sollen auf dem Cluster nur die Desktops laufen oder auch Server Systeme?

Da ich nicht genau weiß wie die Quest Geschichte arbeitet und welche Voraussetzungen es gibt, beurteile ich das mal so als wenn ich das mit VMware View umsetzen würde.

Einen ESX Cluster, 3 Server mit je 48-72GB RAM, lokalen Platten für die Installation und vier 1GBit LAN Interfaces für die Clientanbindung und dann zwei 10GB Ports für die Storageanbindung über NFS. Als Storage würde ich eine NetApp FAS2050 mit 450GB oder 600GB SAS Platten nehmen und die dann noch mit einer 10GB Karte ausstatten. Die Platten dann gleichmäßig auf beide Controller verteilen und los gehts. Auf jedem Kontroller einen NFS Datastore und dann je Datastore einen Klassenraum (sind ja gleich viele Clients/VMs).

Ich würde dann mit Hilfe des Rapid Cloning Utilitys von NetApp mit entsprechend viele Dekstops klonen und in 2 Pools aufteilen. Dadurch spare ich nochmal zusätzlich Platz und dann kann die NetApp noch Deduplication wo auch nochmal Speicher eingespart wird. Wenn man das alles berücksichtigt könnten auch 300GB Platten reichen. Aber ich würde auf jedenfall SAS bzw. FC Platten nehmen und keine SATA, sprich Platten die mit mehr als 7200 Umdrehungen drehen.

Falls die Server auch noch mit auf dem Cluster laufen sollen und ja nach Hardwareausstattung der VMs würde ich ggf. statt der 72GB Variante, einen vierten ESX nehmen, auch wenn dann die Standard Version des vCenters notwendig wird.

Ich hoffe, ich konnte dir dadurch etwas helfen.

MfG Patrick

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Beitragvon Tschoergez » 15.12.2010, 10:34

Hi Axel,

Virtuelle Desktops in der Schule sind eine sehr gute Idee. Man kann sich doch einiges an "image-verteil-arbeit" sparen, und gewinnt sehr viel flexibilität.
Allerdings unterscheiden sich die Anforderungen im Klassenzimmer meist von denen im Unternehmen (für die auch View hauptsächlich gedacht ist). Deshalb gleich mal die Ankündigung, dass es aus meiner sicht nicht unbedingt View sein muss... (zu Quest vWorkspace kann ich leider auch nix sagen, da fehlt mir die Erfahrung)

Die Features, die Du durch View gewinnst (und nicht andersweitig "nachbauen" kannst,) ist die Applikationsvirtualisierung mit Thinapp, der Connection Broker sowie PCoIP als Terminalprotokoll.
Die anderen Sachen (Deployment, automatisches an- und ausschalten, sogar die Linked Clones) lassen sich mit etwas Skripting selber bauen.
Der Connection Broker lässt sich teilweise durch geschickte Netzwerkarchitektur "überflüssig" machen. Schau Dir da auch mal www.leostream.com an...

Was für einen Verzeichnisdienst nutzt Ihr?
(Für View brauchts zwingend Active Directory)
Was läuft denn auf den Desktops (Office, Internet usw. für die "Grundausbildung", oder habt Ihr auch spezielle Programme)?

Zu Deinen Fragen:
1. 3 Hosts sind besser als 2, wie Patrick schon geschrieben hat. Dran denken, dass evtl. die Essentials Lizenz fürs vCenter dann nicht mehr ausreicht. Bei Ausstattung würde ich die 48GB pro ESX für die geplanten ca. 70 VMs als ausreichend sehen. Bei den CPUs: Viele Kerne, lieber mehr Cache als hohe Taktrate, und zwei Prozis pro Server.

Kritischer ist das Storage. Du willst auf jeden Fall "Shared Storage", d.h. FC/iSCSI/NFS (wobei letzteres v.a. bei Linked Clones einige Vorteile bringt). Auch da schließ ich mit dem Patrick an: Nicht an den Platten sparen, schnell drehende platten, lieber mehrere kleine als weniger große, viel Cache im Storage-System. Evtl. auch nen extra Switch nur fürs Storage-Netz einplanen.
Sparen könntest Du da, indem Du kein "fertiges" Storage kaufst, sondern selber baust (ala openfiler, Nexenta, Linux und NFS...). Denn stabil kriegt man das auch hin, und große Funktionen wie Replizierung, LUN-Snapshots usw. brauchst Du ja nicht. Kostet halt etwas Arbeit :-)
ABER: Da wirds natürlich schwer mit dem Support. Für Unternehmenseinsatz empfehle ich das auf keinen Fall, aber da Du kaum Anforderungen an Verfügbarkeit hast,.... (In 24 Stunden kannst Du zur Not zum Mediamarkt laufen und ne NAS-Kiste als Notfall-Lösung kaufen)

Bei den Lizenzen: Enterprise (DRS usw. ) ist natürlich schön, brauchst Du aber nicht unbedingt (genau genommen bräuchtest Du nicht mal HA). Aber VMotion will man nicht missen bei mehreren Servern und da ist HA dann mit dabei.
Sparen kannst Du hier (nach genauer Planung) evtl. mit Essentials Paketen, oder mit "normalen" ESX-Standard-Lizenzen und nem vCenter Foundation (das ist beschränkt auf 3 Hosts, da würde ich dann mehr RAM in die ESX einbauen, dann reichts noch für nen dritten Raum).
Außerdem gibts bei VMware Academic Lizenzen, die sind ne gute Ecke billiger.


Zur zweiten Frage:
Da würde ich erstmal schauen, wie weit man ohne View kommt. Mit ein bisschen scripting lässt sich viel "passgenaue" Funktionalität bauen.
Da kommts dann drauf an:
Willst Du einen Desktop pro Schülerplatz? (klassicher erster Gedanke, Du kannst aber noch mehr :grin: )
Willst Du einen Desktop pro Schüler (egal in welchem Raum, zu welcher Zeit, Zugriff von zu Hause aus, alles ist möglich)?
Willst Du einen Desktop pro Schülerplatz und Fach/Unterrichtsstunde (Die Desktops für Wirtschaft sehen anders aus als die für Informatik oder Mathe, und surf-Stationen für Recherchen im Werkunterricht wären auch ganz praktisch)?
Einen Kiosk-Desktop im Aufenthaltsraum?

Oder ne Kombination aus allem?
:grin: Es ist bald Weihnachten, wünsch Dir was :grin:
Machbar ist alles, sogar ohne spezielle Lizenzen oder drittsoftware

Viele Grüße,
Jörg

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Danke für eure Antworten!

Beitragvon axwild » 15.12.2010, 21:58

Danke! Also ich fasse mal zusammen:
Wir verwenden ein Active Directory. Als ConnectionBorker leistet Quest vWorkspace uns sehr gute Dienste, da man damit den Zugriff auf die VM sehr gut steuern kann. So können z.B. sich ältere Schüler in der Bibliothek anmelden, andere nicht. Wie gesagt ist an einer Schule manches anders als im Betrieb! Als Clients verwenden wir Wyse C10LE. Auf den Desktops läuft OpenOffice, Browser, NetBeans und sonstige Software, die aber eigentlich keine besonderen Ansprüche stellt (Blender, PovRAY...). OK, auf 3D über eine Graphikkarte muss und können wir eigentlich verzichten.

Grundsätzlich bekommt ein User immer eine VM aus einem Pool. Momentan laufen die VMs auf Windows XP und haben 10GB als System Drive. Mit max. 15GB müsste man eigentlich gut auskommen. Es können also alle VMs gleich ausgestattet sein. Die weitere Planung sieht noch die Intergration von virtuellen Linux-VMs vor, die der Benutzer nach Anmeldung am ConnectionBorker auswählen kann. Ist aber momentan(!) zweitrangig!

Eigenlich wollte ich die Server auch auf dem Cluster laufen lassen. Spricht was dagegen? Dann könnte ich diese auch bequem sichern.

Aus euren Antworten entnehm ich mal folgendes als gesichert:
- 3 ESXi mit jeweils 48 GB. Unsere VMware Essentials genügt, wenn max. 2 CPUs pro Rechner vorhanden sind. Als Promo ist die Essentials auch nicht wirklich teuer (und günstiger als die Accademic).

- Cluster kann ich wohl auch mit der Essential bilden, DRS/HA/vMotion ist nicht unbedingt nötig. Dann würd ich mal erwarten, dass zufällig eine VM aus dem Cluster zugeteilt wird. Oder? Damit hätte ich ja bereits eine Entlastung, wenn weniger User angemeldet sind.

- Nun zum Storage: Ich kenne bisher nur kleinere NAS-Systeme. Unser jetziger ESXi verfügt über eigene HDDs. Könnte man das auch machen oder spart man dann gar nichts bzw. an der falschen Stelle?
Bzgl. Storage bräuchte ich noch etwas Nachhilfe. Aber da frag ich einfach mal bei einem Händler an. Mit welchen Kosten muss ich denn bzgl. Storage in etwa rechnen?
Sehr dankbar wäre es, wenn ich über ein beispielhafte Zusammenstellung (z.B. bei ICO.de) verfügen könnte. Kann ich aber auch selber über deren Support erfragen und werd ich jetzt auch mal machen!
Aber mal konkreter:
- Anbindung über NFS und eine 10GB NIC
- Kapazität ?, 2TB? vWorkspace unterstützt auch VMware Linked Clones, habe ich aber noch nicht getestet. Muss ich mich jetzt erst mal reinlesen! Habe ehrlich gesagt von Linked Clones nur eine unpräzise Vorstellung. Werde hier wohl nicht herum kommen.

Viele Grüße, Axel

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Beitragvon GTMK » 15.12.2010, 22:41

N'abend,

eine interessante Diskussion - dazu die Frage, die ich in anderem Zusammenhang auch schon gestellt habe (und bei der ich bislang noch nicht wirklich eine Erleuchtung hatte):

Was spricht eigentlich gegen Windows Terminal Server, mit oder ohne Citrix, durchaus auch virtuell? Nach meiner Einschätzung einfacher zu managen und benötigen weniger Ressourcen.

Georg.

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Beitragvon axwild » 15.12.2010, 23:08

Auch einen schönen Abend!
Naja, so grundsätzlich spricht eigentlich nichts dagegen. Man muss sich halt irgendwann für eins entscheiden.
Zwei Aspekte die aber schon interessant sind:
1. Ein paralleler Betrieb von Windows und Linux Desktops wäre schon sinnvoll, damit die Schüler auch mal etwas anderes kennenlernen.

2. An einem eigenen Desktop kann man in der Schulinformatik doch noch so einiges mehr selber ausprobieren. Ich denke spontan an das Installieren von Software, was man mit vielen Schülern mal zusammen durchführen muss oder das Filtern und Auswerten des Netzverkehrs in der Oberstufe, wenn es um Protokolle geht, damit man nicht nur über die Theorie sprechen muss. Für die Office-Anwendungen wäre es wahrscheinlich besser, der eigentliche Informatikunterricht wäre aber sicherlich nicht mehr so interessant.

Gruß, Axel

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Beitragvon Tschoergez » 16.12.2010, 08:46

Zu den Terminalservern: Da kannst Du ja durchaus parallel fahren, die meisten Connection Broker erlauben auch eine Verbindung zu nem herkömmlichen Terminalserver. Für bestimmte Anwendungen ist das vllt. besser geeignet, wobei ich bei Schulen und Unis auch eher "volle" virtuelle Desktops kenne.

Zum Storage: Da gibts natürlich jede Menge Möglichkeiten... Von extra Storage-Systemen über billige, aber saulangsame NAS-Boxen aus dem Supermarkt hin zu exotischen Lösungen, die lokalen Platten der ESX als iSCSI/NFS-Target wieder zurück an die ESX präsentieren (such hier mal nach "Virtual Storage Appliance", Lefthand, Stormagic und Nexenta sind bekannte Anbieter)
Für nen Cluster brauchts aber auf jeden Fall ne Technologie, die die Platten gleichzeitig an alle ESX präsentiert ("Shared Storage" eben).

Wenn Du wenig Aufwand haben willst, sollte es natürlich ein offiziell supportetes System sein. Ich denke mal, preislich gehts bei 7000 los, nach oben keine Grenzen :grin:
Kapazität musst Du natülich selber ausrechnen, wenns allerdings keine großen Bild/Videodaten auf nem Fileserver sind, solltest Du da mit ca 2TB gut hinkommen.

Server und Desktops kannst Du ohne Probleme im gleichen Cluster laufen lassen (v.a. denke ich, dass die Server nur "da sein" müssen, ohne dass sie groß unter Last stehen.

grüße,
jörg

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Beitragvon PeterDA » 16.12.2010, 11:22

Hi,
beim Storage solltest du auf jeden Fall daraufachten, dass du eine Retundanz hast. Sonst macht es wenig Sinn ein Cluster aufzubauen wenn später der SPF dein Storage ist. Bezüglich der Größe des Storage muss du das selbst kalkulieren, da wir nicht so genau wissen wie die VMs konfigurierne willst. Ich würde hier wohl 2 View Pool mit Linked Clones aufbauen.

Ich denke das du mit 3 ESX mehr als genug power hast. Die Empfehlung von VMware ist ja 63 od 65 View Desktops pro 2 Quad ESX. Beim Storage solltest du bei den Platten aber mindestens auf SAS oder besser FC setzen. SATA würde ich hier nicht benutzen (es sein denn du entscheidest dich für DELL EqualLogic, die sind aber preislich eine andere Welt...)

Gruß Peter

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Beitragvon irix » 16.12.2010, 12:50

PeterDA hat geschrieben:Hi,
beim Storage solltest du auf jeden Fall daraufachten, dass du eine Retundanz hast. Sonst macht es wenig Sinn ein Cluster aufzubauen wenn später der SPF dein Storage ist.


Da hab ich eine andere Meinung zu. Bis auf extrem wenige Ausnahmen, welche noch nichtmal VMware einsetzen, haben hier die ueberwiegende Mehrzahl der Kunden welche ein SAN haben dies nur einmal bzw. haben keine Spiegelung/Replikation von LUNs. Trotzdem haben Sie natuerlich einen ESX Cluster um den ungeplante Downtimes von Hosts/VMs abzufangen. Ein Storageausfall wird kompensiert in dem kein QNAP,ALLNET, $hier_eintragen guenstig Storage vom Elektronikmarkt um die Ecke gekauft wird, sowie einem Replikationskonzept fuer auserwaehlte VMs mit Hilfe 3rd Party Software.

Das immernoch ein taegliches Backup von ALLEN VMs gemacht wird als natuerlich angesehen und die Software und Hardware schafft das auch.

Allerdings das hat durchaus seinen Preis... keine Frage. Es darf in diesem Lande jeder selbst entscheiden wie wichtig ihm seine EDV und Daten sind. Die welche einen Verlust erleiden musten haben da mittlweile auch einen realistischen Blick für.

... Beim Storage solltest du bei den Platten aber mindestens auf SAS oder besser FC setzen. SATA würde ich hier nicht benutzen (es sein denn du entscheidest dich für DELL EqualLogic, die sind aber preislich eine andere Welt...)


Warum nun eine FC Festplatte schneller sein soll als eine SAS erschliesst sich mir nicht und bei eigentlich allen Herstellern bekommt man SATA/SAS fuer deren Speicherarrays je nach Wunsch. Ein Monster wie eine IBM X14 gibts nur mit SATA... davon aber ganz viele :)

Zum Thema DELL EQL... im Moment gibts eine Weihnachtsaktion welche bis Ende Januar laeuft. Die PS4000XV oder PS6000XV zu sehr guenstigen Preisen im Vergleich zu sonst. Wer also noch Budget hat der darf sich gerne bei mir melden :). Gibts sogar ein Komplettbundle mit Hosts, Switches, SAN und VMware Lizenzen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Tschoergez » 16.12.2010, 13:25

Ich denke, dass auch der Peter bei "Redundanz beim Storage" nicht ein komplettes gespiegeltes Storage meint, sondern die "Standardausstattung" der Systeme, bei denen ja alle komponenten doppelt vorhanden sind.
Und bei den Platten hat man ja Redundanz durch RAID und hot-spare.
grüße,
jörg

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Beitragvon PeterDA » 16.12.2010, 14:33

Hallo Joerg,
ich gebe zu ich habe mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Natürlich meine ich keine zwei gespiegelten SANs. Sondern ein Storage mit mehr als einem NIC und mehr als einem Nezteil. Also das, was wir hier immer als Standard propagieren :!:

Wobei ich befürchte das das für eine Schule schon als zu extravagangt angesehen wird.

Gruß Peter

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Beitragvon PatrickW » 17.12.2010, 08:41

Also Linux Desktops gehen mit View ja leider nicht. Damit fällt View dann wohl raus.

Wir haben einen Kunden der hat ca. 30 Desktops auf einer NetApp FAS2020A mit 500GB SATA sprich 4 Daten Platten pro Kopf und das Ganze verteilt auf 2 ESX Server.
Das System hat noch eine Menge Luft nach oben.

Die FAS2020A mit 500GB SATA Platten kostet übrigens ca. 11.000€ und da wäre die NFS Lizenz schon mit drinne (eine CIFS Lizenz auch). Das Ganze Systeme wäre redundant (2 Controller, 2 Netzteile, Übernahme eines ausgefallenen Controllers durch den anderen innerhalb von Sekunden)
Mit 300GB SAS Platten wäre der Preis bei ca. 15.000€ inkl. 3 Jahren 4 Stunden Support

Die FAS2020A ist meines Wissens nach allerdings schon abgekündigt, Nachfolger wäre die FAS2040A, die liegt preislich allerdings ein Stück weiter oben. Wo genau kann ich gerade nicht sagen.

Im Bereich der virtuellen Desktops, würde ich auf jedenfall NFS einsetzen, sofern das Storage das bietet. Die Idee mit dem einen 10GB Link ist gut, reichen würden aber auch 2x 1GB. Dann solltest du aber 2 Datastores über 2 IPs vom Storage anbinden um auch beide Leitungen aktiv zunutzen.

Im Essentials Plus Bundle ist übrigens VMotion mit vorhanden. Du hast dann zwar ein VC das auf 3 Hosts beschränkt ist, aber halt auch HA und VMotion.

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Beitragvon axwild » 18.12.2010, 19:44

Hallo,
vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich versuch jetzt mal das Ganze in etwas konkretere Bahnen zu lenken:
Preislich müsste ich mit ungefähr 15.000 - 18.000 € für Server/Storage auskommen, dass ist das eigentliche Problem. Ein Storage für allein 11.000 € wird wohl nicht drin sein.
Die Frage ist nun, ob es erschwingliche Systeme gibt, die ein stabiles System ermöglichen?

Bitte sagt mir ehrlich eure Meinung, wenn ich es bleiben lassen sollte.
Wobei die Alternative die Pflege von insgesamt ca. 150 Fat-Clients für 1500 User für 5 Entlastungsstunden wäre :evil:

1. Eignet sich der Intel Modular Server mit 3 Blades prinzipiell für unser Projekt?
Der verfügt bereits über redundante Komponenten.
(Siehe: http://www.ico.de/bto/intel-modular-server.php)
Evtl. mit zusätzlichem Storage?

Danke und viele Grüße, Axel :evil:

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Beitragvon irix » 18.12.2010, 20:23

Den Intel Modular Server kannst du auch bei Krenn-Server klicken bzw. angucken. Er hat eine "Shared Storage" Option welche ihn sehr interessant machen und man kann ihn auch mit SSD+SAS bestuecken. Allerdings erreicht man da auch fix die 20k.

Gruss
Joerg

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Beitragvon e-e-e » 18.12.2010, 22:06

Hallo,

im Eröffnungspost schreibst du, dass das Budget beschränkt ist, ein Serverausfall erst binnen 24 Stunden behoben sein muss und nun 70 Arbeitsplätze anstehen. Ich würde die Anforderungen an die Umgebung gegenüber den jetzigen Vorschlägen deutlich nach unten korrigieren. Es wurde schon der Vorschlag eines Storage auf Basis von NexentaStor gemacht. Dort kannst du mit 8GB RAM, einem Core2Duo, 2x SSD 64 GB und 16x SATA3 500 GB HDDs in 2x raidz ein recht fixes und sehr preiswertes Storage zaubern, das sich sogar durch die send/receive Funktionalität des ZFS gut replizieren lässt. Damit hast du zwar keine HA, aber die wird ja nicht benötigt, bist aber sehr nahe dran (max. Ausfallzeit incl. Datenverlust von 5 Minuten bei Komplettausfall eines Storage). Klick da mal was beim Onlinehändler deines Vertrauens zusammen und vergleiche das mit einem herkömmlichen Storage. Die zusätzlichen Features eines ZFS sind auch sehr interessant.

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Beitragvon Tschoergez » 20.12.2010, 10:08

Bitte sagt mir ehrlich eure Meinung, wenn ich es bleiben lassen sollte.

Das würde ich nicht machen. Du gewinnst durch die virtuellen Desktops schon sehr viel flexibilität und machst Dir das Leben leichter...

Die "Shared Storage"-Option bei den Modular Server ist natürlich schon sehr interessant, v.a. wenn man davon ausgeht, dass die Umgebung nicht viel wächst in den nächsten Jahren.
Ansonsten sehe ich hier allerdings keinen großen Vorteil von Blades.

Wenn Du damit preislich nicht hinkommst, dann solltest Du evtl .doch auf die "Selbstbau"-Lösung fürs Storage zurückgreifen, da kann doch einiges sparen (aber nicht an Spindeln und Cache! :grin: )

Grüße,
jörg

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Beitragvon PeterDA » 20.12.2010, 14:09

Hi,
wenn du hier von max 18 TEuro redest, was muss davon alles angeschaft werden?

- Server-
- Storage
- ESX Lizenzen
- vCenter Lizenz
- View Lizenzen

Wenn du das alles noch anschaffen musst, glaube ich, dass du da deutlich drüberliegen wirst.

Gruß Peter

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Beitragvon axwild » 20.12.2010, 21:05

Hallo zusammen,

An Jörg: was meinst du mit
Das würde ich nicht machen

Es bleiben lassen oder es durchziehen? Ok, nach deinem zweiten Satz weiß ich was du meinst!

Das mit den 18.000 € ist von mir eine bisher grobe Vorstellung. Dazu kommt, dass wir als Schule und öffentlicher Auftraggeber oft ganz gute Konditionen bekommen. Davon würde ich gerne Server und Storage bekommen, falls nötig noch die VMware Essential Plus. (Essential hätten wir schon!)

Eine Frage die mich momentan auch beschäftigt ist die Datenbank:
Momentan läuft die MS SQL Express. Für 70 Clients wird es da wohl eng. Oracle kann man vergessen und wenn ich für MS SQL Server noch 70 MS SQL Cals besorge (bitte verbessert mich, falls ich die doch nicht brauche!) wirds für unser Budget wieder hart. (Ok, als normaler gewerblicher Kunde zahl man noch das zig-fache)

- Was macht eigentlich die Last aus für die DB? Momentan hat die DB nach 1/2 Jahr 110MB und nach einem Shrink nur noch 80 MB.
- Kann man die DB2 Express für den vCenter empfehlen?

Viele Grüße, Axel

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Beitragvon Tschoergez » 20.12.2010, 21:23

JA, VDI rulez :grin:

DB2 Express würd ich nicht nehmen. DB2 ist zwar inzwischen supportet, aber da gibts einige "Known issues".

MS SQL Express ist offiziell supportet für 5 ESX und 50 VMs. Wenn Du aber nicht unbedingt viele Performancedaten jahrelang aufheben musst, dann sollte das auch mit 70 VMs auf 3 ESX ohne probleme funktionieren.

Und es ist nur ein SQL Client, weil ja nur der eine vCenter-Server (bzw. darüber der vSphere Client) drauf zugreifen. Die ganzen VMs kriegen von der Datenbank ja gar nix mit (außer natürlich, Ihr programmiert irgendwelche SQL-Anwendungen, aber dann schau mal nach MSDNAA-Lizenzen)

Last erzeugen gleichzeitige vSphere client sitzungen, performance-daten einsammeln und aggregieren, und irgendwelche selbstgeschriebenen skripte.

viele grüße,
jörg

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Beitragvon axwild » 20.12.2010, 21:42

Ok, das mit MS SQL Express hört sich ganz gut an. Langfristige Performancedaten benötigen wir eigentlich keine. Wichtig sind nur ein paar Templates und die Server für die Infrastucture. Alle anderen VMs können gelöscht und neu deployt werden.

Wenn wir nur eine CAL benötigen, ist der SQL Server Standard aber auch erschwinglich. Für den Informatikunterricht verwenden wir nur kostenlose DBs, die können die Schüler dann auch selber verwenden. Nach stundenlangen Recherchen bei MS hatte ich gemeint auch für indirekte Nutzung des SQL-Servers CALs zu benötigen. Aber wahrscheinlich muss ich erst 80 Jahre alt werden, um hier den Durchblick zu bekommen!

Gruß, Axel

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Beitragvon PeterDA » 21.12.2010, 17:01

Hi,
der SQL Express wrid wohl reichen. Allerdings finde ich den immer wieder etwas ätzend zu administieren. Schau dir doch mal den SQL Workgroup Version an. Die kostet auch nicht die Welt. Zumal ihr dort dann auch einfacher andere Datenbank packen könntet für den Unterricht.

Gruß Peter

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Beitragvon Tschoergez » 22.12.2010, 22:33

Falls Du übrigens noch etwas "Munition" für die Budget-Beschaffung brauchts, hier eine interesannte Blogserie zum Thema Virtualisierung an Schulen:
http://blogs.vmware.com/view/2010/12/th ... ungle.html
Viele Grüße,
jörg

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Beitragvon PatrickW » 30.12.2010, 10:26

Für den SQL Express gibt es aber das Management Studio Express, womit man den dann wieder relativ komfortabel verwalten kann.

DB2 sind wir gerade bei uns am testen, als kostenlose Alternative zur SQL Express. Der Zeit scheitert es aber noch an den ODBC Treibern (Siehe mein Thread im vCenter Forum).

In dem Magazin Admin 03/2010 war übrigens eine Anleitung zum bau eines Storage Systemes auf Basis von Open Solaris bzw. Linux, wo dann auch zfs eingesetzt wurde.

Das Ganze gibt es aber ja auch schon in Form von FreeNAS oder OpenFiler, wenn man keine Lust/Zeit hat sich das selber zubauen.

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Da bin ich wieder

Beitragvon axwild » 17.02.2011, 22:46

An alle erstmal vielen Dank für eure Auskünfte.

Frage zum Intel Modular Server:
(zum aktuellen Zeitpunkt würde ich aus verschiedenen Gründen diesen Server favorisieren.)
Was mir Kopfzerbrechen bereitet: Kann ich evtl. Peformance-Engpässe mit
SAS-HDDs (7200 ups) bekommen? Die sind über den eigenen Storrage-Controller angebunden, habe ich dann tatsächlich 6Gb als Bandbreite zur Verfügung?

Genau in diesem Bereich fehlt mir leider das gehärtete KnowHow!

Viele Grüße, Axel

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Beitragvon Tschoergez » 21.02.2011, 09:51

Hi!
Wie viele Platten willst Du denn einbauen?
gibts die auch mit mehr umdrehungen?
Viele Grüße,
Jörg


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