Hallo!
Unser vSphere 4.0.1 läuft ansich ganz gut und auch die VMs sind recht schnell unterwegs. Nur habe ich enorme Probleme mit der Geschwindigkeit, wenns ums Klonen von VMs geht. Die zu klonende VM ist 40 GB groß und nach 30 Minuten sind gerade einmal 10% kopiert. Das ist doch nicht normal, oder? Der ESX läuft auf einem DL180 G6 mit 20 GB RAM und zwei Xeon-CPUs. Daran kann es einfach nicht liegen... Verbaut sind derzeit SATA-Platten, aber das kann es doch auch nicht so sehr drücken... Habt ihr Ideen, wo ich was machen kann oder sollte?
MfG,
Murat
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
Geschwindigkeitsprobleme mit ESX-Server (insb.beim Klonen)
Moin!
Also es sind derzeit vier Festplatten drin im RAID 5. Alle VMs (sind insg. drei 2008 R2) sind ausgeschaltet (ist noch keine Produktivumgebung, wirds aber ab dem Wochenende).
Der Controller ist der originale (HP Smart Array P212/256 MB Controller).
Ich habe mal die Performance-Ansicht auf die höchste Festplattenlatenz gestellt und dort wird mir während der Klonvorgänge eine Latzenz von bis zu 400 ms angezeigt! Ohne den ESX zu beschäftigen liegt die Latenz bei ca 30 ms.
MfG
Also es sind derzeit vier Festplatten drin im RAID 5. Alle VMs (sind insg. drei 2008 R2) sind ausgeschaltet (ist noch keine Produktivumgebung, wirds aber ab dem Wochenende).
Der Controller ist der originale (HP Smart Array P212/256 MB Controller).
Ich habe mal die Performance-Ansicht auf die höchste Festplattenlatenz gestellt und dort wird mir während der Klonvorgänge eine Latzenz von bis zu 400 ms angezeigt! Ohne den ESX zu beschäftigen liegt die Latenz bei ca 30 ms.
MfG
-
kastlr
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- Registriert: 31.03.2008, 17:26
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Hallo,
ich nehme mal an, das die VM und ihr Klon beide auf den SATA Platten liegen sollen.
Somit muß je 40 GB gelesen und geschrieben werden.
Da bei Server RAID Systemen die Parity üblicherweise nicht über mehrere Disks verteilt wird, ist die Parity Disk während des Klonens schon einmal zu 100% mit Writes beschäftigt.
Der Write IO ist aber immer erst dann abgeschlossen, wenn sowohl Daten als auch Parity Disk ihren Write beendet haben.
Das Berechnen der Parity bei 4 Disks erfordert folgende IO's, wenn z.B. ein Track auf Disk 3 und die Parity Checksum geschrieben werden sollen.
- Read Track Disk 1
- Read Track Disk 2
- Write Track Disk 3
- Berechne Parity
- Write Parity Checksum (Disk 4)
Daran kannst du erkennen, warum RAID 5 beim Schreiben deutlich langsamer ist als z.B. RAID 1oder sogar eine einzelne Disk.
Da du ja nun auch noch gleichzeitig 40 GB lesen möchtest, müssen die 3 Platten immer wieder ihre Köpfe neu positionieren, da diese Daten ja in einem anderem Bereich auf der Platte liegen.
Nachdem die Köpfe positioniert sind (Seek Time), muß die Platte noch darauf warten, bis der Beginn des Tracks wieder unter dem Kopf erscheint (Rotational delay).
Ich gehe also schon einmal davon aus, das du bei so einem Konstrukt je IO im Mittel locker <25 ms einplanen mußst.
Allerdings ist das immer noch weit weniger als die beobachteten 400ms.
Da du ja offenbar noch in der Implementierung bist, ist dein RAID denn schon vollständig aufgebaut?
Und hast du den RAID Controller gemäß den Empfehlungen von HP eingerichtet?
Vermutlich liegt der ESX Server selber auch noch auf diesen Disks und muß während des Klonevorgangs auch noch fleißig swappen?
Im schlimmsten Fall mußt du einfach warten, denn so oft wirst du ja nicht Klonen, oder?
Hoffe, das hilft dir etwas weiter.
Gruß
Ralf
ich nehme mal an, das die VM und ihr Klon beide auf den SATA Platten liegen sollen.
Somit muß je 40 GB gelesen und geschrieben werden.
Da bei Server RAID Systemen die Parity üblicherweise nicht über mehrere Disks verteilt wird, ist die Parity Disk während des Klonens schon einmal zu 100% mit Writes beschäftigt.
Der Write IO ist aber immer erst dann abgeschlossen, wenn sowohl Daten als auch Parity Disk ihren Write beendet haben.
Das Berechnen der Parity bei 4 Disks erfordert folgende IO's, wenn z.B. ein Track auf Disk 3 und die Parity Checksum geschrieben werden sollen.
- Read Track Disk 1
- Read Track Disk 2
- Write Track Disk 3
- Berechne Parity
- Write Parity Checksum (Disk 4)
Daran kannst du erkennen, warum RAID 5 beim Schreiben deutlich langsamer ist als z.B. RAID 1oder sogar eine einzelne Disk.
Da du ja nun auch noch gleichzeitig 40 GB lesen möchtest, müssen die 3 Platten immer wieder ihre Köpfe neu positionieren, da diese Daten ja in einem anderem Bereich auf der Platte liegen.
Nachdem die Köpfe positioniert sind (Seek Time), muß die Platte noch darauf warten, bis der Beginn des Tracks wieder unter dem Kopf erscheint (Rotational delay).
Ich gehe also schon einmal davon aus, das du bei so einem Konstrukt je IO im Mittel locker <25 ms einplanen mußst.
Allerdings ist das immer noch weit weniger als die beobachteten 400ms.
Da du ja offenbar noch in der Implementierung bist, ist dein RAID denn schon vollständig aufgebaut?
Und hast du den RAID Controller gemäß den Empfehlungen von HP eingerichtet?
Vermutlich liegt der ESX Server selber auch noch auf diesen Disks und muß während des Klonevorgangs auch noch fleißig swappen?
Im schlimmsten Fall mußt du einfach warten, denn so oft wirst du ja nicht Klonen, oder?
Hoffe, das hilft dir etwas weiter.
Gruß
Ralf
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