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Cluster mit zwei ESX Servern

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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Cluster mit zwei ESX Servern

Beitragvon od73 » 17.09.2004, 16:10

Hallo Leute,

ich habe vor einen Hardwarecluster mit zwei ESX Servern (DL380) mit Anbindung an ein SAN und in verbindung mit Virtual Center zu installieren. Habe zwar schon einen ESX Server in betrieb aber ich habe keine Erfahrung mit Virtual Center. Meine Fragen: Welche Dateien müssen im SAN liegen und wie installiert man die ESX Server ?
Wie verwendet man VMotion ?
Auf was sollte man achten ?
Gibt es eine praktische Anleitung zu diesem Thema ?
Wäre dankbar für Eure Hilfe !

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Cluster mit zwei ESX Servern

Beitragvon stgepopp » 18.09.2004, 20:01

Du brauchst:
1.) mindestens eine aus Sicht des Storagesystems gesharte LUN. Darauf könnten dann ca. 8-10 ESX Server parallel zugreifen.
2.) einen aus Sicht der ESX-Server identisch benannten virtuellen Switch für die VMs mit einer GBit-Verbindung im Public-LAN ( VMotion geht auch mit 100MBit -> aber langsamer )
3.) ein Server (muss hochverfügbar sein) für VCC -> extern, geht zum Spielen natürlich auch virtuell
4.) ein Client für VCC -> geht auch gemeinsam auf dem Server
5.) evtl. noch jemand der Dir's einrichtet oder eine Schulung

Deine Fragen:
Es liegen natürlich die *.dsk der VMs auf der/den gesharten LUNs im SAN die hochverfügbar sein müssen. Die Templates liegen dann lokal auf dem VCC-Server.

Der ESX wird ganz normal installiert. Zusätzlich halt SAN-Connect mit einer oder mehreren LUNs (Multipathing!)

Probiers einfach aus -> VMotion meldet sich von alleine wenn die VM nicht migrierbar ist

Ich kenne einige praktische Anleitungen. Leider werden diese nur im Rahmen von Schulungen angeboten (Die Entwicklung ist auch nicht ganz umsonst).

Wenn Du konkrete Fragen hast -> melden und fragen oder Schulung besuchen

Erich

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Beitragvon wandan » 19.09.2004, 01:52

Hallo.

praktische Kurse gibt es bei Techdata in München ESX I und ESX II Kurs. Ist sehr gut, da dort auch einiges an SAN Equipment vorhanden ist.
Ansonsten gibt es Unterstützung auch durch zertifizierte VMware Partner. :-)

Was ist mit Hardwarecluster gemeint? Die ESX Server selbst sind momentan nicht clusterfähig. Wohl aber virtuelle Maschinen die als Gast auf dem ESX laufen können geclustert werden. Sowohl auf einem System (ob das Sinn macht muss jeder selbst entscheiden) oder aber auch ein Cluster über 2 ESX Server hinweg.

Für eine Beschreibung des Clustering möchte ich auf Kapitel 10 des ESX Server Handbuches verweisen (Seite 321ff)

Die Vmotion Option, die zusätzlich zum VIrtual Center zu lizensieren ist, setzt ein SAN mit einem gemeinsamen Volume voraus. Ebenfalls benötigt man auf jedem ESX Server eine dedizierte Netzwerkkaret (Gigabit) die nur für Vmotion verwendet wird.
Eine genaue Beschreibung der Anforderungen findet man in der Virtual Center Dokumentation ab Seite 46ff.

Die Dokumente gibt es hier:
http://www.vmware.com/pdf/VC_Users_Manual_11.pdf
http://www.vmware.com/pdf/esx/esx21admin.pdf

Bei konkreten Fragen oder Problemen einfach noch mal melden.

Viele Grüße
Alex

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Beitragvon od73 » 19.09.2004, 11:58

Erst mal vielen Dank für die Antworten. Ich soll nächste Woche bei einem Kunden eine komplette ESX Umgebung mit SAN und verwendung von VCenter installieren. Ich habe zwar auch die Schulung bei Tech Data mitgemacht, aber da wurde VCenter nur kurz angesprochen. Ich habe bis jetzt wenig praktische Erfahrung mit ESX und gar keine mit VCenter ! Kann man das so überhaupt an einem Tag hinbekommen ? Wie gehe ich am besten vor ?

1. Man installiert zuerst zwei ESX Server nach Standardvorgaben
2. Die VMFS Volumes legt man im SAN an und stellt sie auf "shared"
3. VCenter wird auf dedizierten Server installiert oder in einer VM betrieben
4. Alle VMs werden mit VCenter erstellt und man kann nun mit Vmotion die VMs auf den anderen Server verschieben

Meine Fragen dazu:

1. müssen irgendwelche Mountpoints geändert werden (/home/*.vmx)
2. Wo liegen die Konfigfiles (VCenter Server) ?
3. usw.

p.s. Hab ja noch bis Dienstag Zeit !!!! :shock:

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Beitragvon wandan » 19.09.2004, 19:06

Hallo.

Mountpoints braucht man keine Ändern.
In jedem deiner 2 ESX Server sind die HBA Adapter drin. Bei der Installation der Server die Kabel abziehen! Nachdem alles installiert ist, die Kabel der HBA´s anstecken und über die Webgui ein Rescan SAN machen (Storage Konfiguration)

Jetzt hast du die entsprechenden LUNS. Dort kannst du jetzt deine VMFS Volumes anlegen.

Virtualcenter / Vmotion / Cluster sind alles Themen für sich.
Für Cluster findest du einiges in den Handbüchern. Da sind auch Beispiele dabei. Muss man sich leider durch ein paar Seiten englische Doku lesen.

1 Tag für die Anforderung.. Das geht, wenn du die HW gestellt bekommst. Hierbei schon sichergestellt ist, dass es zertifizierte HW mit Vmware zertifizierten Treibern bekommst. Wenn die SAN Konfiguration (luns definieren) auf dem Storage schon vorgenommen ist, und Hardware technisch alles vorhanden ist.
Das heist, in einem Tag kannst du die 2 ESX Server installieren und für die SAN Nutzung konfigurieren. Einen virtual Center Server installieren und auch die Konfiguration für Vmotion vornehmen.
Wenn du jetzt noch ein CLuster aufsetzen willst, und das noch nicht so oft gemacht hast.. würde ich jetzt mal sagen, da reicht ein Tag nicht für.
Soll das nur zum Testen sein? Oder wird das eine Produktionsmaschine?

Konfigfiles vom Virtualcenter Server? Was suchst du denn genau? VC hat natürlich Konfig Files auf dem VC Server wie auch Einstellungen auf dem / den ESX Server(n)

Nur noch bis Dienstag? :-))

Grüße
Alex

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Beitragvon od73 » 20.09.2004, 09:35

Es ist eigentlich nur eine Testumgebung. Ich meine die Konfigfiles von den VMs (*.vmx,nvram usw. ). Liegen die auf dem VCenter Server ? Was den Cluster angeht, ich meine eigentlich zwei ESX Server wo die .dsk Files im SAN liegen und mit VCenter verwaltet wird. Es geht nur um die Ausfallsicherheit der Hardware. Wenn ein physikalischer Server ausfällt, kann man mit VMotion die VMs auf den anderen Server verschieben. Ich möchte keinen Softwarecluster konfigurieren ! [/i]

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Cluster mit zwei ESX Servern

Beitragvon stgepopp » 20.09.2004, 19:59

Die Konfigfiles der VM's werden vom VC beim Einfügen des ESX-Servers in die Datenbank importiert ( Access oder SQL-Server ).
Wenn bei zwei ESX-Servern einer ausfällt funktioniert auch VMotion nicht mehr. Denn die Migration benötigt zu einem Zeitpunkt zwei funktionsfähige ESX-Server. Was Du beabsichtigst ist eigentlich eine Cold-Standby-Lösung: Konfig-Files auf beiden ESX-Server ( per cronjob jede Nacht kopiert) und *.dsk im SAN ( Diese LUN ist am Storage-System geshared und nicht am ESX-Server auf VMFS-Ebene).

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Beitragvon od73 » 22.09.2004, 19:44

Habe Vcenter auf einen dedizierten Server installiert. Als erstes ist mir aufgefallen daß Vcenter mit vmdk Files arbeitet. Man muss also die dsk Files mit den vmkfstools exportieren ! Habe dann einen w2k3 Server erstellt und wollte das Betriebssystem installieren. Beim installationsvorgang kam dann die Meldung "keine Festplatte vorhanden". Habe dann die gleiche VM unter der normalen ESX Oberfläche erstellt und die installation lief Problemlos. Die dsk bzw. vmdk Files habe ich im SAN abgelegt. Unter Vcenter hat er die LUN nicht gefunden. Was meints du mit Cold-Standby-Lösung ? Mir geht es um eine Ausfallsicherheit und die Möglichkeit je nach Bedarf die VMs auf einen anderen physikalischen Server zu legen. Wie erstellt man denn am besten ein redundantes System mit dieser Funktion ?

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Beitragvon stgepopp » 22.09.2004, 20:16

Das ist schon richtig was du tust.

Cold-Stand-By meint, dass z.B. auf beiden ESX-Servern das Konfig-File einer VM vorhanden ist, also zweimal. Die Konfig-Files werden z.B. automatisch per cronjob immer vom primären zum sekundären ESX-Server kopiert. D.h. die Konfig-Files stehen immer zur Verfügung. Wenn nun ein ESX-Server ausfällt, wird manuell am zweiten ESX-Server das Konfig-File ausgeführt, d.h. die VM startet wieder neu ggf. mit chkdsk oder fsck. Das ganze dauert vielleicht 5-10 Min. Lässt sich auch noch weiter automatisieren durch Heartbeat-Erkennung/Abfrage der VM. Falls der Heartbeat für 1-2 min nicht mehr beantwortet wird schaltet ein Überwachungsskript die VM auf dem primären ESX aus und fährt diesselbe VM auf dem sekundären ESX wieder hoch.

Wie gesagt, VMotion ist keine HV-Lösung, sondern eher eine Zero-Downtime-Lösung.D.h. wenn Du die Anforderung hast, dass eine VM zu 100% zur Verfügung stehen muss, dass geht es halt eben nur mit VMotion. Wenn der ESX-Server auf dem die VM läuft ausfällt hat VMotion keine Chance.


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