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Exchange virtualisieren?

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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Exchange virtualisieren?

Beitragvon TheDonMiguel » 15.02.2006, 17:53

Hallo zusammen,

wir evaluiren aktuell gerade VMware ESX für den produktiv Einsatz. Ich frage mich nun, ob eine Virtualisierung von Exchange empfehlenswert ist, oder ob dies zu grossen Problemen führen kann/wird. Ein paar Infos zu unseren Systemen und Anforderungen:

System
- Windows 2003 Std. / Exchange 2003 Ent.
- ca. 4-500 Mailboxen / 30-40GB Daten Volumen
- Back-End, Front-End konstelation
- zusätzlich zu VM kommt ein SAN

Anforderung
- Einfaches MGMT (Virtual Center)
- Hochverfügbarkeit, Pseudo Cluster (VMotion)


Was würdet ihr vorschlagen? Setzt ihr eigentlich eher auf Blade systeme mit VM oder "normale Server"?

Danke für die Inputs,

Gruss,
TDM

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Beitragvon GTMK » 16.02.2006, 09:04

Läuft bei mir seit 9 Monaten ohne Probleme - 200 Postfächer, 90 GB Datenbanken, ca. 4 - 5 GB Transaktionen pro Woche. Der ESX-Host ist eine IBM x345, 2 x 3.06 GHz, 6 GB RAM, angebunden an ein SAN. Das Frontend (nur für OWA/OMA/EAS) hat eine CPU und 384 MB RAM, das Backend ebenfalls nur eine CPU und 2 GB RAM.

Laut VC liegt die CPU-Auslastung des Backends im Schnitt unter 10 % und erreicht gerade mal beim Backup 50 % und bei der DB-Maintenance knapp 20 %.

Einziger Wermutstropfen: Das Restore von Datenbanken ist doch spürbar langsamer als bei einer physikalischen Maschine.

Support von Microsoft wirst Du dafür allerdings wohl nicht bekommen.

Grüße, Georg.

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Beitragvon AgentSmith » 17.02.2006, 00:22

Ich habe bei einem Kunden sogar Exchange (2000 unter W2K) auf einem GSX-Host laufen. 350 Postächer, 100gb(! man fragt sich , was die Leute für Mails aufheben) Daten.
2*XEON, 4GB RAM, DAS mit Raid5 - also nicht gerade DER Bolide!

Ganz nebenbei laufen noch 4 andere VMs, unter anderem mit kleiner Oracle-DB.

Über Performance nachzudenken ist natürlich immer richtig, aber man sollte den heutigen neuen Servern auch mal was zutrauen ;-)

Was zu empfehlen ist, wäre die Aufteilung in mehrere Postfächer und Speichergruppen, welche auf unterschiedlichen virtuellen Platten liegen. Die können später, wenn es Performancemäßig eng wird, ganz unkompliziert auf beliebige Platten oder LUNs verteilt werden.

Und mehrere Netzkarten!

Sven Ahnert
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Beitragvon chrish » 03.11.2008, 11:32

Hallo Zusammen,,
wir stehen auch gerade vor der Frage unseren Exchange 2003 zu virtualisieren.
Die Frage die sich uns nur stellt. Wie sieht es im Supportfall seitens MS aus?
Gibt es hierzu von euch Informationen oder gar schon erfahrungen?

Danke schon mal.

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Beitragvon andiwe » 03.11.2008, 11:56

Jaja das leidige Supportthema, schau mal hier:
http://www.vmware.com/solutions/whitepa ... icies.html

Das ganze hat aber immer eine Reihe von Haken.
Ich fasse mal oberflächlich kurz zusammen, man möge mich bitte korrigieren.

Support erst nur für ESX 3.5 U2 ff. (kein ESXi etc.).
Support für Microsoft Betriebssysteme (2ksp4, 2k3sp2, 2k8) gibt es grundsätzlich wenn die Hardware (Xeon oder Opteron) Microsoft Windows Server 2008 Logo zertifiziert ist.
Support für Anwendungen von Microsoft gibt es soweit diese wiederrum freigegeben ist (http://support.microsoft.com/kb/957006).
Das ganze hilft natürlich nur wenn man auch entsprechenden Support von MS genießt.

Soweit ich das ersehen kann ist das Exchange ab 2007 und MSSQL ab 2005.

Wir haben hier aber auch einen Ex5.5 und einen Ex2003 laufen, ohne Probleme.
(300 Postfächer, 35GB Stores ... jaja irgendwann muß mal ein Archiv her)
Datenbanken sollten allerdings bei Snapshots etc. beendet werden.

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Beitragvon irix » 03.11.2008, 14:11

300 Postfaecher mit 500GB und keine Probleme (wird innerhalb von VMDKs gespeichert.). Sicherung allerdings mittels Agent und nichts mit Snapshots. Wird sich evtl. mal aendern wenn ich mir das Zusatztool angeguckt habe was das Equallogic SAN mitgebracht hat.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 03.11.2008, 16:25

Hi,
haben auch einen Win 2003 mit Excahnge 2003 SP2 in einer VM laufen. Das ganze läuft ohne Probleme.

Ob Blade oder nicht Blade ist für mich eingendlich nur eine Kostenfrage. Blades rechnen sich nur wenn man viele Blades gleichzeitig kauft. Meistens liegt diese Zahl bei > 7 St. Hatte aber auch schon den Fall das Kunde nur wenig Platz hatte. 1 Schrank da muste alles rein (Server, USV, SAN und Backup) da blieb dann nur Blades übrig...

Auspassen sollte man wohl das man in die Blades genügend RAM reinbekommt. Der ESX mag ja halt gerne ein bischen mehr RAM um viele VMs betreiben zu können.

Gruß Peter

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Beitragvon Paddrig » 04.11.2008, 08:01

Auch wenn viele Stimmen hier sagen es gibt keine Probleme, würde ich abraten.

Spätestens beim Einstatz von Outlook 2003/2007 (Clients) mit Suchordnern wird kräftig auf der Platte gesucht. Wenn das mal 20 - 30 Leute machen (bei uns kein Einzelfall gewesen) merkt man die zusätzlichen Layer in der VM.

Wenn abzusehen ist, dass die Userzahlen steigen, würde ich es mir nochmal überlegen.

(Bei uns waren es 7000 User mit 1 TB Mail DB).

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Beitragvon MBengsch » 04.11.2008, 08:37

Die Erfahrung von meinem Vorredner kann ich nur bestätigen.

Das suchen von Objekten bei Postfächern mit mehr als 3000 Objekten wird langsamer.

Ansonsten laufen Exchange Server unter ESX sehr gut.
Exchange Server ab etwa 1200 Benutzer sollten allerdings geprüft werden, denn dort liegt so eine magische Grenze!

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Beitragvon chrish » 04.11.2008, 08:57

Guten Morgen,
Da es sich bei uns um 280 User mit ca 120 GB Datenbank handelt, glaub ich kaum das wir dann die Probleme von MBengsch und Paddrig haben werden.
Wie seid ihr denn so vorgegangen. Habt ihr den bestehenden einfach konvertiert oder habt ihr einen neuen 2003 aufgesetzt und die Postfächer dann dorthin migriert?

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Beitragvon MBengsch » 04.11.2008, 09:00

Also ich habe konvertiert.

Andere Umgebungen habe ich mit einem neuen virtuellen Exchange migriert.

Klappt alles wunderbar!

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Beitragvon chrish » 04.11.2008, 09:04

Allerdings würde ich beim Exchange einen Offline Konvertierung machen, alles andere wäre unsinnig oder seht ihr ds anders?
Mal sehen wie lange das dauern würde.

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Beitragvon MBengsch » 04.11.2008, 09:09

Alle Dienste die Daten zur Verfügung stellen oder abfragen müssen beendet werden.
Dann läuft die Konvertierung ohne Probleme sauber durch. Die dauer hängt von der Infrastruktur ab!

Vor etwa 3 Wochen habe ich eine 600 GB VM erstellt. Die Konvertierung hat 15 Stunden gedauert! 8)

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Beitragvon irix » 04.11.2008, 09:28

- Treiber in das Coldclone.iso eingebunden
- Server herunter gefahren und migriert an einem WE. Hat hier fuer 700GB ca. 15h gedauert. Da ein Exchange immer auch Teil einer AD ist bzw. das AD haelt ist beim Neustart auf die akt. Zeit zuachten.

Wie also ueblich werden frisch migrierte Maschinen ohne Netzverbindung gestartet solange bis VMware Tools laufen, die Zeit passt, alte Treiber entfernt sind usw.

Gruss
Joerg

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Beitragvon GTMK » 04.11.2008, 10:57

Ich würde empfehlen, die Exchange-Dienste vor dem Konvertieren nicht nur zu stoppen, sondern auch zu deaktivieren (System Attendant wird ausreichen, dann kommen IS und MTA ja auch nicht hoch) und erst dann wieder zu starten, wenn sicher ist, daß das Ganze geklappt hat.

Georg.

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Beitragvon Paddrig » 04.11.2008, 15:30

@chrish:

Konvertiert und einmal frisch aufgesetzt mit Replikation.

Beides mal ziemlich unbefriedigent.

Exchange geht wirklich nur sicher mit Cold Clone. Eine Laufzeit Migration ins VMware ist nicht anzuraten, selbst wenn die Dienste gestoppt sind. Safety First :)

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Beitragvon PeterDA » 04.11.2008, 16:03

Hi Paddrig,
kann deine Zurückhaltung nicht verstehen. Habe letztens einen Exchange 2003 der nach einem Hardwarecrash nicht mehr richtig lief virtualisiert. Die VM läuft absolut sauber.
Klar der Exchange Crash wurde händisch behoben. Hat sich leider nicht mit der virtualisierung gelöst.... :)

Gruß Peter

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Beitragvon GTMK » 04.11.2008, 17:59

Ich meinte auch, die Dienste vor dem Cold Clone zu deaktiveren; sorry, wenn das unklar war. Nur für den Fall, daß man das Original doch wieder hochfahren muß. Heiß würde ich den Exchange auch niemals klonen.

Georg.


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