Beitragvon al!ve » 23.07.2007, 03:01
Viele Fragen, wenig Information.
Ist es normal, dass dein PC ordentlich ausgelastet ist, wenn zwei Systeme laufen?
Kommt drauf an. Viel IO-Aktivität in beiden Gästen, schon springt deine Festplatte im Dreieck, CPU-Last in beiden Gästen, schon haste ordentlich Prozesswechsel im Host. Mehr RAM an die Gäste zugewiesen, als nach Abzug der des Konsums des Hostsystems noch übrig ist und du haste andauerndes Swapping. Kann durchaus normal sein.
Ob du das beheben kannst? Ja, vielleicht. Lässt sich vermutlich durch Reduktion der zugewiesenen Resourcen oder Änderungen am Verhalten der Gäste beheben wenn es ein Resourcenproblem ist, oder indem du einige Änderungen an den Configs vornimmst.
VMware ist was die Performance anbelangt vermutlich nahe an dem, was bei gleicher Basis das Optimum darstellt. Solange hier ohne Hardwarevirtualisierung gearbeitet wird und die virtuellen HDDs Files auf der realen HDD ist, glaube ich nicht, dass sich da mehr rausholen lässt.
Solltest du XEN probieren? Ja, einen Versuch ist es Wert. Ob dir das allerdings viel bringt ist eine andere Sache. Das Nadelöhr ist recht selten die CPU sondern in der Regel die HDD und der RAM. Der Teil, bei dem Hardwarevirtualisierung der CPU schneller ist als das, was VMware da momentan tut, dürfte bei weniger als 5% aller Befehle zum tragen kommen. Wie oft kommen schon privilegierte Befehle vor, das sind vermutlich im Wesentlichen Treiber und Betriebssystem, bei anständig belasteten Servern wohl ein zu vernachlässigender Anteil an der Gesamtlast. Erst wenn sich Hardwarevirtualisierung auch auf andere Bereiche ausweitet sehe ich darin den großen Renner.
Ob jemand schon mal Linux aus Wirtssystem probiert hat ist wohl ein Witz. Natürlich hat das schon jemand. Ob es nun wesentlich besser oder schlechter ist als Windows steht auf einem anderen Blatt. Ich hab bisher nur ein Standard Debian versucht. Lief ganz gut. Ich bin dann allerdings doch wieder zurück zu Windows. Nicht zuletzt, weil die VMware-Console über ne schmale DSL-Leitung nicht zu gebrauchen ist, ich deshalb per VNC oder RDP auf den Host verbinden muss, um darauf dann die Console zu starten und mit grafischer Benutzeroberfläche der wesentliche Resourcenvorteil eines Linux-Hosts gegenüber einem Windows-Host recht gering ist. Letztendlich überwog dann aber meine wesentlich größere Erfahrung im Windowsbereich.
Windows XP als Host lief btw ewas "flüssiger" als Linux oder Windows 2000. Ich schiebe es in beiden Fällen auf die Speicherverwaltung.
Bei dir würde ich auch auf ein Problem mit dem Speicher tippen. 2GB RAM im Host? Dann sollten deine Gäste jeweils nicht mehr als vielleicht 700MB bekommen, so aus dem Bauch heraus. Musst halt ein wenig rumspielen, vielleicht mehr, vielleicht weniger. 400 bis 500MB würde ich für den Host aber schon rechnen, damit er geschmeidig läuft.