Hallo
Gibt es einen erfahrungsgemäß signifikanten oder - besser - messbaren Unterschied in der Geschwindigkeit in der Anwendung von VMWare und anderen Virtualisierungslösungen
1) zwischen CPUs mit Intel-Vanderpool oder AMD-Pacifica (va letzteres ist für mich interessant) CPU-Erweiterungen und gleich/ähnlich getakteten CPUs ohne diese Erweiterungen?
2) zwischen Notebooks mit shared memory Grafikkarte und Notebooks mit "richtiger" Grafikkarte, bei ansonsten gleichen Bedingungen (1 bis 2 GB RAM Hauptspeicher, Office-Anwendungen mit Linux bzw. XP aber kein Vista, keine 3D-Graphikleistung)?
Danke für konstruktive Antworten.
P.S. Bitte dazuschreiben ob Antworten auf Fakten oder Gefühlen beruhen.
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
Pacifica/Vanderpool, sharedmemory-Grafikkarte - relevant?
continuum hat geschrieben:1. AFAIK faehrst du mit INTEL VT besser - mit AMD gibt es Probleme.
Aha, wusste gar nicht. Gilt das auch für andere Virtualisierungslösungen, wie zB Xen? Und vor allem ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen V-CPU und "normaler CPU" signifikant oder nicht?
2. da die emulierte VMware SVGA eh keinen eigenen Processor verwendet spielt es keine Rolle.
Du wirst allerdings den fehlenden RAM vermissen wenn deine VGA shared memory verwendet.
Haupt-RAM ist billig wie noch nie und lässt sich bei gängigen Notebooks auf 4GB aufrüsten. Wenn man davon 64MB für die onboard-Grafikkarte reserviert, dann wird es nicht wirklich vermisst. Die Ursprungsfrage zielte aber bei shared memory Grafikkarten darauf, ob nicht der "Bus" oder was auch immer die Verbindung zw. Grafikkarte-Chipsatz-CPU (die AFAIK eigentlich den Chipsatz über den Steuerbus steuert) darstellt allzusehr beansprucht wird, so dass die Virtualisierung kaum noch benutzbar wird, weil eben soviel auf dem Bus los ist, um es als Laie auszudrücken. Denn ich stelle mir vor, dass sowohl die shared memory Grafikkarte als auch die VM auf den RAM ständig(!) zugreift.
Ciao
- continuum
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Und vor allem ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen V-CPU und "normaler CPU" signifikant oder nicht?
Wenn ich mich recht erinner kommt eine VM an bis zu 97% der CPU-leistung des Hosts heran - denn die CPU wird ja nicht virtualisiert.
Falls du allerdings in einer VM zwei CPUs verwendest sieht es nicht mehr so gut aus - VMs mit 2 CPUs sind oft langsamer als dieselbe VM mit nur einer ...
Laut VMware bringt dir VT lediglich den Vorteil, auf einem 64Bit Host einen 32Bit Gast betreiben zu können. Vorteile aus VT was die Geschwindigkeit der Gäste betrifft, sucht man vergebens. Ob sich da in absehbarer Zeit was tut, darüber schweigt man sich anscheinend aus.
Zum Glück bekommt man aktuelle Intel-CPUs schon gar nicht mehr ohne VT, deshalb stellt sich für mich beim nächsten PC-Kauf diese Frage nicht
.
Auf Vergleiche zwischen Xen und dem VMware Server bin ich bisher noch nicht gestoßen. Vermutlich deshalb, weil Xen gerne mit dem ESX verglichen werden will. Ohne Xen oder den ESX je getestet zu haben sondern rein aus dem, was ich über beide weiß halte ich das aber durchaus für gerechtfertigt. Im Vergleich zwischen XEN und ESX liegt XEN in der Regel zwei bis drei Prozehntpunkte hinten.
Nun müssten sich die VMware-Experten mal zu Wort melden und den VMware Server und den ESX gegeneinander in puncto Geschwindigkeit bewerten.
Der große Flaschenhals beim VMware Server sind allerdings nicht CPU und RAM sondern wohl eher IO. Hiergegen helfen eigentlich nur schnelle Platten im RAIDx0-Verbund (mit x wahlweise nichts, 1, 5 oder was auch immer der Geldbeutel hergibt). Ob XEN da besser ist weiß ich nicht. Wenn man nicht einer VM eine gesonderte HDD zuweisen will sondern die virtuellen HDDs als Dateien auf der realen lagert wird man jedoch auch mit XEN nicht wesentlich besser fahren, das Problem dürfte dann nämlich etwas ähnliches wie DMA sein.
Zum Glück bekommt man aktuelle Intel-CPUs schon gar nicht mehr ohne VT, deshalb stellt sich für mich beim nächsten PC-Kauf diese Frage nicht
Auf Vergleiche zwischen Xen und dem VMware Server bin ich bisher noch nicht gestoßen. Vermutlich deshalb, weil Xen gerne mit dem ESX verglichen werden will. Ohne Xen oder den ESX je getestet zu haben sondern rein aus dem, was ich über beide weiß halte ich das aber durchaus für gerechtfertigt. Im Vergleich zwischen XEN und ESX liegt XEN in der Regel zwei bis drei Prozehntpunkte hinten.
Nun müssten sich die VMware-Experten mal zu Wort melden und den VMware Server und den ESX gegeneinander in puncto Geschwindigkeit bewerten.
Der große Flaschenhals beim VMware Server sind allerdings nicht CPU und RAM sondern wohl eher IO. Hiergegen helfen eigentlich nur schnelle Platten im RAIDx0-Verbund (mit x wahlweise nichts, 1, 5 oder was auch immer der Geldbeutel hergibt). Ob XEN da besser ist weiß ich nicht. Wenn man nicht einer VM eine gesonderte HDD zuweisen will sondern die virtuellen HDDs als Dateien auf der realen lagert wird man jedoch auch mit XEN nicht wesentlich besser fahren, das Problem dürfte dann nämlich etwas ähnliches wie DMA sein.
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stefan.becker
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- Registriert: 21.09.2005, 00:12
VMWARE ist wesentlich schneller als Xen, wenn es um das Ausführen von Windows Gästen geht.
Weil Windows nicht modifiziert wird wie z. B. Linux Gäste mit speziellen Kerneln, wird die gesamte Hardware über von Qemu abgeleitete Komponenten nachgebildet.
Und wer Qemu kennt, weiss, dass VMWARE Komponenten wesentlich performanter sind.
Weil Windows nicht modifiziert wird wie z. B. Linux Gäste mit speziellen Kerneln, wird die gesamte Hardware über von Qemu abgeleitete Komponenten nachgebildet.
Und wer Qemu kennt, weiss, dass VMWARE Komponenten wesentlich performanter sind.
- Tschoergez
- Moderator
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naja, bei XEN muss man unterscheiden, ob die Gäste im paravirtuell laufen. Das erfordert dann eben die genannten Modifizierungen am Gast-OS. Die sind bei Linux im Normalfall sehr performant, bei Windows ist die Performance (und die Stabilität) nicht optimal.
Wenn die Hardware-Virtualisierungserweiterungen im Prozessor vorhanden sind, kann man auch mit XEN unmodifizerte Gast-Betriebssysteme betreiben.
Performance-Vergleiche zum VMware Server kenn ich keine (es gibt einen Benchmark zwische XEN und dem ESX, aber da ist es aus den eben genannten Gründen schwierig, wirklich Äpfel mit Äpfel zu vergleichen.
Auf der anderen Seite stellt sich immer die Frage nach dem Sinn solcher Performance-Vergleiche. Wenn ich das letzte Quentchen Performance für EINEN Workload aus der Hardware rausholen will, bin ich bei der Virtualisierung falsch.
Kommt halt immer darauf an, was man durch die Virtualisierung erreichen will.
Viele Grüße,
Jörg
Wenn die Hardware-Virtualisierungserweiterungen im Prozessor vorhanden sind, kann man auch mit XEN unmodifizerte Gast-Betriebssysteme betreiben.
Performance-Vergleiche zum VMware Server kenn ich keine (es gibt einen Benchmark zwische XEN und dem ESX, aber da ist es aus den eben genannten Gründen schwierig, wirklich Äpfel mit Äpfel zu vergleichen.
Auf der anderen Seite stellt sich immer die Frage nach dem Sinn solcher Performance-Vergleiche. Wenn ich das letzte Quentchen Performance für EINEN Workload aus der Hardware rausholen will, bin ich bei der Virtualisierung falsch.
Kommt halt immer darauf an, was man durch die Virtualisierung erreichen will.
Viele Grüße,
Jörg
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