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NFS für VMotion wird nicht gemounted

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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NFS für VMotion wird nicht gemounted

Beitragvon wumpel » 06.02.2007, 12:33

Hallo zusammen,

ich habe Probleme, den NFS-Share eines zentralen Fileservers an meinen ESX-Host zu mounten.
Zur Konfig: sowohl der NFS-Server als auch der ESX-Server haben zwei NICs:
- der erste ist über 100mBit angebunden und wird für die VMs und die Console verwendet.
- der zweite ist ein GBit-LAN und soll exklusiv für VMotion bzw. für IsoImages von CD/DVD verwendet werden.

Der NFS-Share soll über den zweiten NIC erreichbar sein, also habe ich getestet:
vmkping <nfsserver> funktioniert, ping <nfsserver> nicht mehr, showmount liefert kein Ergebnis. Und ein Mount geht auch nicht.....

Wenn ich aber über den ersten NIC (100mBit) mit ping und showmount nachsehe, ist alles gut, auch ein mount funktioniert. Nur ist das leider der falsche Pfad :(

Ich habe schon mit der Einstellung "VMkernel Gateway" herumexperimentiert (eigene IP, keine IP, IP des NFS Servers), aber das brachte keine Verbesserung.
Zum Test habe ich den NFS-Share im GBit-LAN zu einem dritten Server gemounted, das hat funktioniert, also sollte die NFS-Konfig okay sein.

Hat jemand eine Idee, wo ich noch weiter suchen kann?

Gruß
Wumpel

---Edit---
Seltsam ist auch, dass die Mount-Requests überhaupt nicht von dem ESX-Server wegkommen: Wenn ich showmount über die 100mBit-Strecke ausführe, sehe ich im Log des NFS-Servers entsprechende Einträge. Wenn ich das Ganze über die 1GBit-Strecke versuche, ist nichts zu sehen *grübel*

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Beitragvon stgepopp » 06.02.2007, 12:59

Hallo,

deine Infos sind etwas irritierend.

>vmkping <nfsserver> funktioniert, ping <nfsserver> nicht mehr, showmount liefert kein Ergebnis. Und ein Mount geht auch nicht.....

Du pingst die 2.NIC des NFS-Servers?

>Wenn ich aber über den ersten NIC (100mBit) mit ping und showmount nachsehe, ist alles gut, auch ein mount funktioniert.

Du pingst die 1.NIC des NFS-Servers?

Hast du zwei unterschiedliche IP-Netze (Netzwerkadresse) impmentiert?

Ich würde als Beispiel mal folgende Konfiguration vorschlagen:

NFS-Server:

NIC1: 192.168.90.100/24
NIC2: 192.168.100.100/24

/etc/exports:

/nfs-share 192.168.100.0/24 (rw,no_root_squash,sync) (aus dem Gedächtnis, hängt vom NFS-Server ab)

ESX-Host:

NIC1/SC: 192.168.90.10/24
NIC2/VMkernel: 192.168.100.10/24

Gateway-Adressen können passend zum Netz gesetzt werden.

Was muss funktionieren?

am ESX-Host:

# ping 192.168.90.100 -> o.k.
# ping 192.168.100.100 -> k.o.
# vmkping 192.168.100.100 -> o.k.
# showmount 192.168.90.100 -> o.k.
# showmount 192.168.100.100 -> k.o.
# mount -t nfs 192.168.90.100:/nfs-share /mnt -> k.o.

Dies wäre meine Erwartungshaltung.

Vergiss bitte beim Testen nicht:

- nfsClient in der Firewall entblocken
- portmap zu starten

ich würde Dir vorschlagen für die nfs-Security beide Adressen des ESX-Hosts am NFS-Server einzutragen. Wenn der Mount in der Service Console funktioniert muss dann auch der Mount im VMkernel funktionieren.

Erich

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Beitragvon wumpel » 06.02.2007, 13:23

Hi,

Respekt, du hast meine verwirrende Konfig genau getroffen! ;)

Über den ersten NIC (192.168.90.x) funktioniert einiges, über den zweiten NIC (192.168.100.x) nichts mehr:

ESX-NIC1: 192.168.90.99, NM 255.255.255.0, GW 192.168.90.1
ESX-NIC2: 192.168.100.99, NM 255.255.255.0

NFS-NIC1: 192.168.90.100, NM 255.255.255.0, GW 192.168.90.1
NFS-NIC2: 192.168.100.100, NM 255.255.255.0
NFS-Share in der /etc/exports:
/my/share 192.168.90.0/24(rw,no_root_squash,sync)
/my/share 192.168.100.0/24(rw,no_root_squash,sync)

Die Tests:
vom ESX aus:
# ping 192.168.90.100 -> o.k.
# ping 192.168.100.100 -> k.o.
# vmkping 192.168.100.100 -> o.k.
# showmount -e 192.168.90.100 -> o.k.
# showmount -e 192.168.100.100 -> RPC timed out

Der NFS-Client ist in der ESX-FW freigeschaltet; testweise habe ich es auch schon über einen Samba-Share versucht, leider mit dem gleichen Ergebnis.

Was meinst du mit nfs-Security? Ich habe die beiden IP-Adressen des ESX-Hosts in der /etc/hosts des NFS-Servers eingetragen, gibt es noch eine Stelle, die ich evtl. übersehen habe?

Gruß

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Beitragvon stgepopp » 06.02.2007, 14:28

Hallo,

du hast beide IP-Adressen des Hosts in der /etc/exports des NFS-Servers eingetragen -> nfs-Security ist o.k.

Der NFS-Mount über Add Storage muss funktionieren.

Du könntest jetzt noch die IP-Adresse des VMkernel-Ports in das 90er Subnetz bringen. Da der nfs-Mount in der Service Console funktioniert hat, muss das dann auch im VMkernel funktionieren.

Falls ja:
-> Problem NFS-Server NIC2

Falls nein:
-> Problem VMkernelport ESX

Erich

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Beitragvon wumpel » 06.02.2007, 16:32

Hi,

deine Anregung brachte mich auf die Spur der (wahren?) Ursache: es scheint ein Problem der Kompatibilität zwischen den Onboard-NICs und dem verwendeten GBit-Switch zu sein.
Wenn ich den Netzwerkkram der Server auf einen 3-Com 100mBit-Switch stecke und mit fest eingestellten Parametern (100/FD) arbeite, funzt alles einwandfrei.
Wenn ich aber den GB-Switch verwende und dort mit festen Parametern arbeite (1000/FD), fliegt (nur) die Verbindung zum NFS-Server weg; nur wenn alle AUTONEG=ON haben, geht es. Dummerweise ist das hier von den Netzwerkern nicht erwünscht .....

Danke für die Denkhilfe!
:grin:

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Beitragvon Martin » 07.02.2007, 09:07

Meiner Meinung nach haben Netzwerker, die für Gigabit Ethernet fest eingestellte Parameter vorschreiben, die heutige Zeit noch nicht erreicht.
Festes Einstellen war/ist bei manchen 100Mbit Verbindungen notwendig, aber bei Gigabit schreibt der Standard vor, daß sich beide Seiten die Parameter aushandeln können. Wenn man die Werte fest einstellt und das Aushandeln unterbindet bestehen hohe Chancen, daß nicht die gleichen Einstellungen für die "feineren" Parameter verwendet werden.


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