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Nic teaming

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Nic teaming

Beitragvon homermg » 25.08.2014, 15:58

Hey Leute,

ich habe 2 x 5.5 Hosts um Cluster luafen.
Ich habe einen 2008er R2 Fileserver mit 1x Netzwrkkarte bei uns laufen.
Nun wollte ich die Netzwwerkperformance verbessern.
Da der 2008er Server ja kein NIC Teaming hat wollte ich es unter VMware umsetzen.
meine Hosts haben je Host 4 NIC's.
Da ich nur eine Standard Lizenz habe muss ich auch mit den normal Switchen arbeiten.
Meine erste frage wo ich mir nicht mehr ganz sicher bin ist: Überschreiben die vSwitch einstellungen die Portgruppeneinstellungen? oder haben die Porteinstellungen Vorrang?
und
wenn ich unter Vmware NIC Teaming einstelle, wird Windows doch weiterhin nur mit 1GB weiter arbeiten da die Netzwerkkarte unter Windows nur 1GB kann. Wie kann ich das am besten lösen?
Hoffe ihr könnt mir da etwas helfen.
Danke euch

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Beitragvon ~thc » 25.08.2014, 16:13

Wenn du damit leben kannst, dass ein Client immer nur maximal 1GBit Performance bekommt, kannst du versuchen, zwei oder mehr NICs zusammenzufassen. Die nominale Geschwindigkeit der virtuellen Karte ist kein "Glasdach" - da kann durchaus mehr als 1 GBit darüber laufen.

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Beitragvon Sven_B1982 » 25.08.2014, 16:17

Was die Windows einstellung angeht, da wird zwar 1GBit angezeigt aber solange du das auf Auto stehen hast wird das maximum genutzt(kann man auch messenn), zwischen 2 VMs auf dem VSwitch kann das je nach vNIC sehr hoch werden.

Das NIC Teaming verbessert die Performance auch nur wenn ständig die NIC hoch ausgelastet ist und das nicht nur von einem Ziel, das teaming addiert die Bandbreiten nicht sondern teilt sie auf, während normal die VM für Host A+B+C 1GBit/s hat sind es mit 3 NICs dann jeweils 1GBit/s. Das ganze läuft dann normal über IP-Hash sprich bei zufällig blöder verteilung der IPs ist der effekt nicht spürbar, das maximum von 1 Gbit/s für eine Ziel-IP wird auch nicht erhöht.

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Beitragvon homermg » 25.08.2014, 16:25

hmm
was was könnte ich sonst machen um den Durchsatz zu erhöhen?
Also der Hintergrund ist mein Backup.
Sprich im Moment ist mein Nadelöhr das Netzwerk. Ich sicher über Lan auf einem Hardware Server mit Backup Exec.
Die Geschwindigkeiten liegen im Moment bei ca. 5500 MB die Minuten. Also bei ca. 92 MB sie Sukunde.
Hat jemand eine Idee?

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Beitragvon Sven_B1982 » 25.08.2014, 16:49

homermg hat geschrieben:hmm
was was könnte ich sonst machen um den Durchsatz zu erhöhen?
Also der Hintergrund ist mein Backup.
Sprich im Moment ist mein Nadelöhr das Netzwerk. Ich sicher über Lan auf einem Hardware Server mit Backup Exec.
Die Geschwindigkeiten liegen im Moment bei ca. 5500 MB die Minuten. Also bei ca. 92 MB sie Sukunde.
Hat jemand eine Idee?


92MB/s=736MBit/s

ist doch recht gut, ich hab mit Backup Exec 2012 meist die hälfte(2500 MB/Min) aber auch traffic im Netzwerk. Wenn es wirklich über LAN sein muss wäre das einzige "machbare" halt 10Gbit was mir einfällt. Falls wie bei mir während des Backups noch andere Netzwerkverkehr vorhanden ist kann man über einen zusätzlichen VSwitch mit einer seperaten pNic und vNic in der VM das Backupnetz auch physikalisch trennen(oder falls du die VM sicherst mit einer zweiten Managment IP), das könnte vielleicht 10-25% mehr bei dir ausmachen wobei ich gerade nicht genau sagen kann wie der Netzwerkoverhead bei Backup Exec so ist denke aber nicht das es wirklich 30% sind.
Oder die Backupstrategie überarbeiten, z.B. differentiell/inkrementell Sicherungen und nur alle paar Tage eine Vollsicherung.

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Beitragvon homermg » 25.08.2014, 17:00

ist zwar nicht schlecht, nur leider für meine Datenmenge zu wenig :-(
Dann versuche ich das mal zu trennen, vielleicht kriege ich noch 20% da raus.
Danke Leute


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Beitragvon Martin » 26.08.2014, 08:36

Auf was für ein Plattensystem bzw. von was für Platten wird gesichert?
Liegt die Begrenzung überhaupt im LAN oder können die Daten evtl. garnicht schneller gelesen bzw. geschrieben werden?

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Beitragvon homermg » 26.08.2014, 09:37

wir haben FC Storage (8Gb) der ist an den beiden Host angeschlossen.
die Host's sind dann per 1GB Lan mit dem BackupServer verbunden. Der Backup Server ist mit einem FC 4Gb am FC Tapeloader mit 2 FC Laufwerken angeschlossen.
Ich kann immer zwei Backup Jobs parallel laufen lassen, dabei halbiert sich natürlich die Geschwindigkeit.
Mein Plan ist jetzt die zweite Lan Karte auf dem BackupServer zu aktivieren diese dann in ein separates VLAN hängen und auf der VM Seite in die VM Maschiene als zweite dedizierte Karte einhängen. So müsste ich theoretisch zwei Backup Jobs mit voller Geschwindigkeit machen können.

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Beitragvon MarcelMertens » 27.08.2014, 15:42

Wenn Ihr einen FC Storage habt und einen Backup Server mit FC, warum macht ihr dann LAN Backup?
VADP und direkt übers SAN Sichern.

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Beitragvon homermg » 27.08.2014, 16:27

habe mal ausprobiert war eine Katastrophe.
Ist aber schon ein Jahr her.
Könnte ich mir jetzt wieder mal anschauen gute Idee.
Kann die Software mittlerweile auch direkt Backup 2 Tape machen?
Wir müssen 1xMonat die Backups extern auslagern

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Beitragvon irix » 27.08.2014, 18:18

VADP ist der Schnittstellenname welche extrem viele Backupprogramme fuer VMs verwenden.

Nicht verwechseln mit VDP,VDR welches die VMware Backupprodukte sind. Diese sind in der Tat sehr gewoehnungsbeduerftigt bzw. verdienen den Namen nicht. Ja sie machen auch nur B2D.

Gruss
Joerg

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Beitragvon homermg » 28.08.2014, 12:17

sorry habe direkt irgendwie an VDP bzw VDR gedacht.
Wenn ich aber z.B. auf BE2012 oder so umsteige dann kann ich zwar über FC auch direkt sichern aber jedoch nur die vmdk's auf auf Dateiebene nur über den Agent und das läuft wieder über LAN. Ich glaube die anderen Backup Anbieter arbeiten so ähnlich oder hast du da eine andere Idee?
Ich glaube bei Veeam könnte ich das machen da die VMDK für einen Filerestore gemounted werden. Nachteil ist aber das ich nicht direkt auf Bänder sichern kann. Also müßte ich mir einen riesigen Speicher für B2Disk noch kaufen :-(
PS: gerade für den Fileserver muß ich in der Lage sein die Restores auf Fileebene laufenzulassen.

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Beitragvon irix » 28.08.2014, 12:48

Die ueblichen Verdaechtigen machen

- LanFree (SCSI HotAdd)
- LAN
- SAN

Veeam kann dann noch von HP/NetApp SAN Snapshots sichern. Das alles ist primaer dann B2D und muesste mit einem weiteren Programm auf Band geschrieben werden. Im Falle von Veeam koennen sie das selber aber nicht als B2T sondern halt B2D2T.

Aber mal ehrlich.... ich will das doch auf Disk haben um im Falle eines Restores da zuegig vorran zukommen bzw. dann nicht X Baender einwerfen zuwollen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon homermg » 28.08.2014, 14:43

Hi,

wir haben da Policy's an die wir uns halten müssen und dazu gehören auch leider Tapes.

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Beitragvon irix » 28.08.2014, 14:55

Wir auch.. und wir schreiben auch auf Tapes. Nur halt erst im 2. Schritt und das Backup steht in anderen Brandabschnitten.

Gruss
Joerg

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Beitragvon homermg » 28.08.2014, 15:46

wieviel TB habt ihr zu sichern?
und welche Hardware für B2D benutzt ihr?
Danke dir

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Beitragvon irix » 28.08.2014, 16:30

In Summe haben wir hier ca. 450 lfd VMs welche sich auf mehrere Silos verteilen. Der belegte Speicher durch VMs sind ca. 35TB an denen ca. 30 ESXi Hosts haengen. Diese werden mit vRanger auf Backup Server mit 12 Platten und Teils mit zusaetzlichen 12er JBODs gespeichert. Am Ende einer Woche schreiben div. 24 / 48er Tapelibraries (LTO4 - 6 ) diese VM Sicherungen auf Tape.

Dazu kommen noch 2 Ausnahmen in Form einener 7TB VM welche ein mutierter Fileserver ist sowie ein 2.5TB Exchange (2010 DAG). Hierfuer kommt MS DPM zum Einsatz welches B2D2T macht. Allerdings wird zumind. der Fileserver so umgestellt das er in Zukunft sich auf 2-3 VMs verteilt welche mit 2012R2 und seinem Dedup mit deutlich weniger Speicher auskommen. Einen solchen Fileserver habe ich bereits umgestellt und wir konnten 35-48% einsparen. Leider hat MS die Lizenzsierung von DPM umgestellt so das wir hier wechseln "muessen".

Die LTO Libs sind per SAS angeschlossen und das gute alte CA ARCserve schreibt mit 5000 - 7500 MB/min auf Band.

vRanger kann von allen VMs ein FileLevelRestore ausser denen welche da Dedup verwenden. Ich meine zu Wissen Veeam hier weiter ist.


Alle VMs werden minmum 1x taeglich gesichert. Da wo das Silo kein gespiegeltes SAN hat werden VMs replikziert. Der Fileserver und Exchange werden mehrmals taeglich gesichert.

Bei Kunden hab ich aehnlich Installation und hier und da kommen auch Backup Appliances zum Einsatz welche Kompression/Dedup machen. Da ich primaer mit Dell mein Geld verdiene sind das dort DR4100. Wo anderes wuerde man dann DataDomain oder was von Quantum nehmen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon irix » 28.08.2014, 18:22

Zu deinem NIC Teaming. Hier ist jeder ESXi Host direkt oder indirekt (durch eine Appliance) am Backup aktiv beteiligt in Form von CPU Leistung und Netzwerk. Sprich auf dem Host werden die Daten aussortiert, komprimiert und das was uebrig bleict dann Richtung Backupserver geschickt.

Nen Silo von 5-6 Hosts lasten dann die 2x1GbE eines normalen Backup Servers fast komplett aus. Mittlerweile haengen diese Server auch am 10GbE Netz aber das Plattensystem kommt dann mitunter nicht mehr mit.

Leider hab ich noch in keiner groesseren Produktivumgebung Veeam ihr Backup from SAN Snapshot gesehen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon homermg » 29.08.2014, 14:36

danke für die ausführliche Beschreibung, sehr interessant die Erfahrungen von anderen zu hören!
Ich werde mal die Wochen versucht über zwei NIC's zu sichern mal schauen was dann mein Flaschenhals sein wird. Sprich werde zwei Jobs parallel über zwei NIC's auf dem Backupserevr und auf dem Host laufen lassen.
Danke!


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