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ESXi 5.1.0 - Volumes & Network - Verständnissfragen

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ESXi 5.1.0 - Volumes & Network - Verständnissfragen

Beitragvon mm001 » 07.05.2013, 01:24

Guten Abend zusammen, ein feines Board habt Ihr hier!

Ich habe mir heute zwecks verschiedener ausstehender Tests den ESXi 5.1.0 runtergeladen,
installiert und einen bestehenden SBS 2003 dort hinein mittels des VM-Converters
virtualisiert. Einmal raufgefahren und nach einem login direkt wieder runter, wollte nur
sehen, ob er bootet.

So weit, so gut - aber nun geht es an die Internas und da habe ich die eine oder
andere Verständnisfrage. Ich habe auf meinem ESXi-Server einen LSI-RAID-Controller
mit 2 RAID1-Konfigurationen, welche ich auch jeweils im vSphere-Client sehe.

Mir geht es nun die Platten betreffend primär um folgendes:

Ich habe bei der Konvertierung lediglich die Bootpartition angeschoben, weil ich die
aktuell im Server befindliche Daten-Platte ("D:") auf das zweite, grosse ESXi-RAID-Volume
schieben möchte und es dort vorzugsweise meinem virtualisierten SBS wieder als Laufwerk ("D:") zuweisen/unterschieben möchte. Nur, wie und wo kann ich dieses Volume "ansprechen"?
Und wo binde ich das dann in der virtuellen Maschine ein??

Darüberhinaus würde ich dieses gerne "zerlegen", um Teile dessen später anderen VMs
zuweisen zu können. Aktuell hat dieses Daten-Volume direkt die ganzen 3TB belegt, aber
ich finde keine Möglichkeit, diese zu verteilen/unterteilen - es sei denn, was wahrscheinlich
ist, ich habe bei der Einbindung in den ESXi schon einen Fehler gemacht (LUNs?)...

Das "Boot-RAID" (so nenne ich das jetzt mal) ist dabei egal, scheint ja erstmal simpel.
Habe mich mittels WINscp verbunden und sehe fein im entsprechenden Unterordner meine vmd*-Files.

Es geht also rein um das Handling des Daten-Volumes.

Das war Frage 1 ;-)

Die andere betrifft das Netzwerk. Irgendwie steige ich noch nicht durch die virtuellen
Switches, Ports usw. ... Ich habe 2 physikalische NICs, von denen einer aktuell angebunden
ist. In der entsprechenden Darstellung taucht meine ESXi-IP unter "Management-Network" auf.

Dann sehe ich eine "Portgruppe der virtuellen Maschine" mit dem Hinweis auf meine konvertierte
Maschine. Wo aber kann ich dieser denn sagen, dass eben jene jetzt die von mir gewünschte IP
benutzen soll? Und wie bekomme ich dann später diesen "virtuellen NIC" in meinen "virtuellen Server?"

Das war Frage 2 :-)

Es gibt doch bestimmt jemanden, der mich zumindest auf die richtige Fährte bringen kann ;-)

Lg an die community,
MM001

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Beitragvon irix » 07.05.2013, 02:05

Moin,
soviel Text noch um diese Zeit 8) ch machs mal anders herum und beschreibe es kurz. Evtl. kommst du selber drauf ohne das ich nun gucke wo genau du eine Frage hattest.

Vorweg: pDISKs welche man dem ESXi gibt und ihn formatieren fuehrt zu einem ueberschreiben ALLER Daten auf diesen Platten. Das man die Platten unbehandelt laesst um diese evtl. als ganzen einer VM zugeben ist mit lokalen Platten eh nicht supportet und somit lassen wir das Thema RDM erstmal weg.

So.... ESXi installiert sich auf einen <2 GB Datentraeger bzw. schneidet sich aus einem groesseren so einen Teil heraus. Er macht dort div. FAT Partitionen welche man spaeter ueber seine eigene Verwaltungseinheit nicht mehr direkt sieht (wo zu denn auch). Von diesem Datentraeger wird in eine RAM Disk gebootet und dort arbeitet der ESXi dann so vor sich hin.

- Ein extra RAID1 aus Platten zumachen ist somit nicht sinnvoll und Verschwendung, Allerdings kann er aus dem Rest einen Datastore machen
- Alle Platten in eine Diskgroup packen und aus dieser mehrere Virtuelle Volumes erstellen. Was die Namen angeht so hat jeder RAID Controller Hersteller da seine eigene Namensgebung. Fuer den ESXi macht man dann eine kleine 10GB Virtuelle Disk/Volume. Der Rest der Kapazitaet wird man spaeter im ESXi dann Einrichten. Auf diese Weise hat man eine Trennung und bei einer spaeteren Neuinstallation bringt man die evtl. Nutzdaten welche man weiterverwenden moechte nicht in Gefahr.

Unter Host->Configuration->Storage->Add Storage LUN kann man dem ESXi weiteren Storage hinzufuegen welcher dieser nach der Formatierung mit einem VMFS Dateisystem als "Datastore" verwendet. Ein Datastore ist der Bereich wo die Datencontainer der Virtuellen Maschinen liegen. Eine VM selber ist erstmal nur ein Verzeichnis basierend aus der Konfigdatei (*.vmx), Logfiles (*.log), BIOS (*.nvram) sowie den vDisks (*.vmdk). Den Rest lassen wir mal weg.

Eine vDisk repräsentiert dann fuer das GuestOS eine Primaere Partition (Windows c:) z.B. Wenn das GuestOS mehre Platten benoetigt dann kannst du bis zu 60 vDisks erstellen. Ob diese vDisk alle in dem gleichen Datastore liegen oder aber auf verschiedene ist dir ueberlassen. Je nach Groesse und Platzbedarf bzw. Performance kann es Sinn machen die vDISKs zu verteilen. Das wird beim anlegen einer vDisk oder aber spaeter ueber Migrate->Datastore gemacht. Letzteres bedingt aber ein vCenter. Wer einen Standalone Host hat der solle somit vor dem erstellen nachdenken.

Netzwerk:
Stell dir einfach vor das eine zusaetzliche Abstraktionsschicht benoetigt wird weil es unpraktisch waere eine vNIC direkt einer pNIC zuordnen. Ist die pNIC mal weg oder deren Name aendert sich so muesste man evtl. zahlreiche VMs umkonfiguireren. Ausserdem moechten die VMs ja auch direkt miteinander kommunizieren und somit ist ein vSwitch vonnoeten.

Ein vSwitch sollte mehrere Uplinks haben und darunter versteht man dann die Zuordnung von 2 oder meheren pNICs. Damit realisiert man auch Redundanz, Bandbreite usw.

Es gibt heute 2 verschiedene Typen von Portgruppen und es koennen beliebig viele pro vSwitch angelegt werden.
1. VM Kernel Ports (Alles was eine IP benoetigt um zu funktioneren)
2. Virtual Maschine Network

Die Uplink und Settings werden per Default vom vSwitch an die Portgruppen vererbt. Wenn das mal nicht passt kann diese aufgebrochen werden.

Die Portgruppen welche VMs spaeter verwenden sollen wuerde man entsprechend bennennen wie z.B "LAN", "DMZ, "Intern", "Cluster Heartbeats" usw.

Benenne also "VM Network" mal in LAN um. Die vNIC einer VM wird mit einer Portgruppe verknuepft und hat auf diesem Wege ueber den vSwitch und dessen Uplinks den Weg nach draussen. Nimmt man die Uplinks mal weg oder aendert hier etwas bekommt das die VM nicht mit. Weder die pNIC, vSwitch oder VM Network Portgruppe bekommt eine IP. Wie auch der phys. Welt wird die IP innerhalb des GuestOS vergeben.

Das Prinzip von Abstraktionsebenen bzw. Pools findet man ueberall wieder im Konzept von ESXi.

Gruss
Joerg

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Beitragvon mm001 » 07.05.2013, 02:44

Hallo Jörg, vielen Dank für Deine Antwort!

> soviel Text noch um diese Zeit - Cool <

... kannst Du ja auch ;-)

Im Ernst, eben das von Dir angesprochene werde ich mir nachher mal peau a peau
reinziehen! Ich komme rein aus der physikalischen "Welt", kenne Switches, Trunking
und alles, womit man diese vergewaltigen kann. Aber es ist eben faszinierend, was
VM so bringt - andererseits erstmal frustrierend, wenn nix weitergeht ;-)

Aber nochmal:

Ich habe 2 RAID-Gruppen. Eine ist für die OS reserviert.

Mir geht es um die andere. Ich kenne es von SANs in physikal. Umgebungen, dass
diese Gesamtmenge "aufgeteilt/zerstückelt" wird (LUN-building usw.)

1TB, 350 GB, 200GB, noch ein TB da... usw...

Das kann ich dann alles wunderbar verteilen. Bei dem ESX fehlt mir das bis dato, müsste
aber doch möglich sein? Und eben dann auch im "virtuellen Server" zuweisbar sein -
dachte ich ;-)

Mit Deinen Anmerkungen zum Netz und was ich mir wie vorstellen soll, beschäftige ich
mich jetzt mal vorher, denn solange ich den virtuellen Server zwar booten kann, nicht
aber netzmässig unter einer von mir vergebenen IP erreiche, brauche ich nicht
weitermachen ;-)

Vielen Dank für die Inputs/Hilfe!

Gruss
MM001

: EDIT: ok, auch das zum Network muss ich erstmal noch sacken lassen ;-)

> Stell dir einfach vor das eine zusaetzliche Abstraktionsschicht benoetigt wird weil es
unpraktisch waere eine vNIC direkt einer pNIC zuordnen <

bis dahin macht es Sinn, der Rest erhellt sich hoffentlich später... ;-)

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Beitragvon irix » 07.05.2013, 07:31

mm001 hat geschrieben:,,

Aber nochmal:

Ich habe 2 RAID-Gruppen. Eine ist für die OS reserviert.

Mir geht es um die andere. Ich kenne es von SANs in physikal. Umgebungen, dass
diese Gesamtmenge "aufgeteilt/zerstückelt" wird (LUN-building usw.)

1TB, 350 GB, 200GB, noch ein TB da... usw...


Daran hat sich nichts geaendert. Aus jedem Teil, welches beim ESXi an kommt machst du einen Datastore. Je nach Typ kann der ESXi 32 NFS und 256 VMFS Datastores verwalten.

Ob man die so benennen sollte, dass man erkennen kann was die LUN unten drunter so besonderes kann an Geschwindigkeit, Schutzlevel muesste man sehen. Dort wo die passenden vSphere Lizenzen vorhanden sind wird das ueber Ordner, Datastore Cluster, Storage Profiles und VASA realisiert.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Sven_B1982 » 08.05.2013, 14:16

und gerade in sachen VMFS und LUNs nicht vergessen wenn da ein Backup der VMs gefahren werden soll muss genug Platz für Snapshots sein sonst erlebt man das böse erwachen.

Zu den Netzwerksachen noch der Hinweis um es vielleicht besser zu verstehen, bei der Virtualisierung will man ja die Hardware besser ausnutzen, so ist es sinnig 2 VMs die viel miteinander kommunizieren auf einen VSwitch zu legen(bsp. Terminalserver und ein Datenbankserver wo einen Anwendung vom Terminalserver drauf zugreift) um zum einen einen höhere Bandbreite zu erreichen(auf dem VSwitch hab ich schon über 5 Gbit/s gehabt bei einigen Anwendungen trotz 1Gbit pNic) und zum anderen den Physikalischen Switch zu entlasen(weil da kein Traffic mehr drüber läuft)

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Beitragvon mm001 » 12.05.2013, 03:02

Guten Morgen zusammen!

Hallo Joerg :
(Achtung, wieder viel Text *g)

:quote

Evtl. kommst du selber drauf ohne das ich nun gucke wo genau du eine Frage hattest.

:quote


Vielen Dank Dir!
Ja, so langsam steige ich durch die Platten-Logik, Dank Deiner Antwort, endlich durch!
lokale Platten, NAS und SAN kann ich munter ansprechen und konfigurieren - und wie Du sagtest – da ist der Unterschied „im Denken“ eigentlich marginal.

Zu den „Feinheiten“ komme ich sicherlich später nochmal(!), weil sich direkt
gefühlte 100 weitere Fragen ob Deiner Antwort ergeben! ;-) (best practice)

Aber das Thema schiebe ich erstmal beiseite, weil ich für das Netzwerk
offensichtlich den nächsten Hammer vor dem Kopf habe 
Ich steige zum Verrecken durch die „virtuellen Netze“ nicht durch.
Eine VM anzulegen, auszukonfigurieren, booten und dann IN der VM ebenjene
ans Netz zu bringen, ist easy und nicht mein Ziel…

Wie zum Geier bekomme ich es zum Beispiel hin, dass eine VM vorab mit
einer bestimmten IP hochkommt? Also mit welcher Art „netz-design“?
Da rede ich noch nichtmal von PXE oder ähnlichem. Ich möchte nur, dass
VM123 mit der IP w.x.y.z hochkommt. Hab zwar einen funktionierenden
DHCP, das schert die VM allerdings nicht im geringsten…

… vermutlich braucht es auch dort nur nochmal eines Anstosses, um die
„virtuellen Netze“ zu durchschauen, wobei „vLANs“ für alle vor 10 Jahren
auf den physikalischen Switches auch ziemlich virtuell waren… ;-)))

[quote][/quote]

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Beitragvon mm001 » 17.05.2013, 01:23

Guten Morgen zusammen,

ich möchte meine "newbie-Fragen" auch nochmal in den Ring werfen ;-)

Dank irix und Sven_B1982 bin ich schon ein ganzes Stück weiter gekommen,
was die storages und das virtuelle Netz betrifft. Geht ja eigentlich
recht schnell.

Nun habe ich aber folgendes Problem und egal, wie ich es angehe, ist die
aktuelle Lösung extrem unbefriedigend :-(

Auf Basis des freien ESXi 5.1.0 :

Wie bekommt man denn bitte ein automatisiertes Vollbackup hin?

Es gibt ja freie "Tools", wie Sand am Meer. Aber die banale Anforderung:

- fahre die VM um 01:00 Uhr runter und um 06:00 Uhr wieder rauf

(ich habe nur eine VM mit ca.600GB verteilt auf 2 Volumes)

... und sichere mir in der Zeit die komplette Umgebung ins gemountete NAS in
die vorgegebenen Ordner (Montag, Dienstag...)...

---

Bis dato schiebe ich bei vollem Datendurchsatz jeden Abend manuell via FastScp
die Daten von A nach B.

(virtuellen Server runterfahren, dann in einem virtuellen Client (Win7, 64bit, 8GB RAM)
via FastScp beide Partitionen ins NAS - geht gut ab - ist aber manuell! :-(( )

Funktioniert ja auch, ist flott - lässt sich aber nicht automatisieren :-(

Der sinnigste Ansatz auf Basis des "frei verfügbaren"/der Bordmittel scheint
mir das "ghettoVCB"-script zu sein, wo ich aber leider nicht vollends
durchsteige :-(

Woran ich scheitere, ist folgendes: ich kann definieren

>>>
# directory that all VM backups should go (e.g. /vmfs/volumes/SAN_LUN1/mybackupdir)

VM_BACKUP_VOLUME=/vmfs/volumes/dlgCore-NFS-bigboi.VM-Backups/WILLIAM_BACKUPS
<<<

... ist mein Ziel/Dest.-ordner - richtig??? Dort wird alles reingeworfen, was in der source
angegeben ist...

Ich habe 2 "source-Ordner" (Boot & Datenplatte)...
Aber wo und wie definiere ich denn überhaupt meine "source"?

Diese Zeile :

########################## DO NOT MODIFY PAST THIS LINE ##########################

... kommt irgendwie ziemlich flott in diesem script und ich schliesse nicht aus,
mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, aber...

Ist es "überhaupt" möglich, eine VM auf einem freien ESXi 5.1.0 mit freien
Mitteln einmal des Nachts kurz automatisiert wegzuschreiben, um diese zu sichern?

Manuell ist ja alles gut - aber nun jede Nacht deswegen durchzumachen erscheint mir
ein wenig heftig *g

Hoffe, ihr habt noch ein wenig Nachsicht mit einem gerade erst beginnendem VM-Menschen... ;-)

LG

Guru
Beiträge: 3114
Registriert: 27.12.2004, 22:17

Beitragvon rprengel » 17.05.2013, 07:58

mm001 hat geschrieben:Guten Morgen zusammen,

ich möchte meine "newbie-Fragen" auch nochmal in den Ring werfen ;-)


LG


./ghetto_day_VCB.sh
einfach mal starten und die Online-Hilfe lesen.
Das Script liest die registrierten VM aus und sichert sie dann, Du musst keinen Ordner angeben im dem die VMs liegen sondern nur das Zielverzeichniss.

Gruss


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