Hallo,
ich habe einen HP Proliant DL380 G5 ergattert. Da ich im Moment nicht unnötig viel Geld in das Teil investieren will (Test) habe ich mir 2 weitere SATA Platten besorgt und diese eingebaut. Damit eine simple Ausstattung möglich ist, habe ich alle 4 Platten (2SAS 2SATA) jeweils als RAID0 konfiguriert. Nachdem ich den ESXi 5.1 auf einem USB Stick installiert habe, ist mir aufgefallen, das die SAS Platten recht schnell, die SATA Platten aber grottenlangsam sind (besonders beim Schreiben). Um nun generell die Technik als Sündenbock auszuschließen habe ich zwischendurch auf einer der SATA Platten (im gleichen Blech) OpenSuse 12.2 installiert. Damit klappen die SATA Platten gut. Unter VMWare sind die SATA Platten im Schnitt nur noch 1/5 so schnell, wie unter Linux.
Hat irgendwer eine Ahnung, wo der Engpass liegt?
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
HP Proliant Dl380 G5 SAS+SATA SATA sehr langsam
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Dayworker
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Zur im Gegensatz zu SAS-Platten geringeren Performance und Qualität von SATA-Platten brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren. Diese läßt sich auch mit einem den Raid-Namen eigentlich nicht verdienenden Konstrukt "Raid0" nicht aus der Welt schaffen.
SATA-Platten mögen zwar in ihrer schnellsten Medienzone mit 150MB/s schreiben und aus dem Plattencache sind kurzfristig noch weit höhere Werte möglich, daß ändert aber trotzdem nichts an einer auf Werte unter 50MB/s auf der innersten Medienzone einbrechende Transferraten. Zum anderen kommt noch hinzu, daß der Write-Cache des Controllers eine entscheidende Rolle spielt und da VMware keine Fake-Raids unterstützt, mußt du für dein Konstrukt einen HW-Raid-Controller im Einsatz haben. Bei vorhandener BBU und manchmal auch ohne diese, läßt sich der Write-Cache dann aktivieren.
Ist der Cache bei dir aktiv?
SATA-Platten mögen zwar in ihrer schnellsten Medienzone mit 150MB/s schreiben und aus dem Plattencache sind kurzfristig noch weit höhere Werte möglich, daß ändert aber trotzdem nichts an einer auf Werte unter 50MB/s auf der innersten Medienzone einbrechende Transferraten. Zum anderen kommt noch hinzu, daß der Write-Cache des Controllers eine entscheidende Rolle spielt und da VMware keine Fake-Raids unterstützt, mußt du für dein Konstrukt einen HW-Raid-Controller im Einsatz haben. Bei vorhandener BBU und manchmal auch ohne diese, läßt sich der Write-Cache dann aktivieren.
Ist der Cache bei dir aktiv?
ich würde ja noch nichts sagen, wenn sie unter reinem Linux nicht ca.5x so schnell wären.
Alle 4 Platten laufen als RAID0. Die SAS Platten laufen halt wesentlich schneller. Anders wollte VMWare aber auch die Platten (je als Einzelkämpfer) generell nicht erkennen. Also habe ich es (mehr durch Zufall) mal so ausprobiert.
Ob der Cache aktiv ist kann ich nicht sagen. Da müßte ich erstmal wissen, wo ich nachschauen müßte. In dem RAID Setup selbst kann ich die Platten nur konfigurieren, mehr nicht. Ich könnte natürlich einfach mal versuchen die beiden SATA Platten als RAID1 zu verbauen. Mal sehen ob sich dann was ändert. Dann wäre zumindest geklärt, woran es lag. (Da hätte ich auch eher drauf kommen können
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Alle 4 Platten laufen als RAID0. Die SAS Platten laufen halt wesentlich schneller. Anders wollte VMWare aber auch die Platten (je als Einzelkämpfer) generell nicht erkennen. Also habe ich es (mehr durch Zufall) mal so ausprobiert.
Ob der Cache aktiv ist kann ich nicht sagen. Da müßte ich erstmal wissen, wo ich nachschauen müßte. In dem RAID Setup selbst kann ich die Platten nur konfigurieren, mehr nicht. Ich könnte natürlich einfach mal versuchen die beiden SATA Platten als RAID1 zu verbauen. Mal sehen ob sich dann was ändert. Dann wäre zumindest geklärt, woran es lag. (Da hätte ich auch eher drauf kommen können
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Dayworker
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Sowohl bei Linux als auch Windows spielt der interne Dateisystemcache eine entscheidende Rolle und ohne aktiven Controllercache brechen die Schreibraten extrem ein, da die meisten HW-Raid-Controller die Plattencaches aus Datensicherheitsgründen deaktivieren. Diese Funktion übernimmt ja jetzt der Volume- bzw Controllercache.
Wo du wegen dem Cache nachsehen mußt, kann dir erstmal niemand beantworten, da wir den verbauten Raid-Controller nicht kennen.
Ein Raid1, auch als Mirroring bekannt, wird dir schreibtechnisch in keinster Weise weiterhelfen, da eine Write-IO erst dann als vollzogen vom Controller an das OS (ESXi) gemeldet wird, wenn beide Raidmitglieder den Vollzug ihrerseits an den Controller gemeldet haben und ohne aktiven Write-Cache dauert das noch länger.
Wo du wegen dem Cache nachsehen mußt, kann dir erstmal niemand beantworten, da wir den verbauten Raid-Controller nicht kennen.
Ein Raid1, auch als Mirroring bekannt, wird dir schreibtechnisch in keinster Weise weiterhelfen, da eine Write-IO erst dann als vollzogen vom Controller an das OS (ESXi) gemeldet wird, wenn beide Raidmitglieder den Vollzug ihrerseits an den Controller gemeldet haben und ohne aktiven Write-Cache dauert das noch länger.
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