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ESXi5 auf ML350G6 mit 4x300GB SAS RAID10 = laaaaaaaangsam

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ESXi5 auf ML350G6 mit 4x300GB SAS RAID10 = laaaaaaaangsam

Beitragvon sel » 22.07.2012, 21:07

Hallo und guten Tag!

Hab hier einen HP ML350 G6 mit Xeon 6Core mit SmartArray P410i (ohne BBWC) 4x300GB SAS im RAID10. Hyperthreading im Bios ist an.

Wir hatten hier Fedora direkt auf das RAID (ohne ESXi) installiert und durch ein paar Tests (Dateien Generieren: 5x 10GB oder 10.000x 5MB Dann Dateien kopieren) etwa folgende Werte ermittelt: 300 MB/s nur schreiben, 150-200 MB/s lesen und schreiben

Nach der installation des ESXi 5.0.0. (474610) von HP dann leider nur noch etwa 7MB/s unter Windows Server 2008 R2.
Noch einen Test mit Fedora so wie zuvor, nur eben als VM, lieferte auch etwa ähnlich traurige Werte.
Konfiguration der VMs: 1 CPU, 1 Kern, 4GB RAM, HDD Thick-Prov. per LSI SAS.

Ich hatte ja mit Geschwindigkeitseinbußen um 30% gerechnet, aber so...?! Hier kann doch irgendwas nicht stimmen. Sollte der fehlende Batterie Schreib Cache unter ESXi so extreme Auswirkungen haben?

Hat eventuell Jemand noch ne glorreiche Idee wie ich die potenzielle Fehlerquelle noch weiter einkreisen kann?

Unter Windows benutze ich ATTO Disk Benchmark zum testen.

Gruß
Sebastian

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Beitragvon Martin » 22.07.2012, 22:03

Verwende mal Benchmark-Methoden, deren Zeitnahme nicht innerhalb der VM liegt.
(Im einfachsten Fall größere Dateien erzeugen bzw. kopieren und von Hand die Zeit stoppen)

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Beitragvon bla!zilla » 23.07.2012, 08:09

Controller ohne BBWC ist keine gute Idee, da der Controller sonst den Write Cache abschaltet. Den kannst du zwar über ORCA wieder aktivieren, aber mit der Gefahr, dass bei einem Ausfall des Servers Daten verloren gehen.

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Beitragvon Dayworker » 23.07.2012, 11:56

Für mich sind zwei Punkte für die extremen Unterschiede zwischen native Fedora und virtualisiertem W2k8R2 ersichtlich.
Wie bla!zilla schon erwähnte, hast du Performanceeinbrüche beim Schreiben dank fehlendem BBWC und zum anderen kannst du bei einem Raid10 aus nur 4 Platten keine grossen Wunder erwarten.

Investiere zumindest in den BBWC und wenn du wirklich eine hohe Schreibperformance innerhalb deiner VMs brauchst, solltest du auch über eine Verdrei- bis Vervierfachung deiner Plattenanzahl nachdenken. Mehr Spindeln bringen automatisch mehr Leistung, zumindest wenn der Controller bzw der verbaute Controller-Prozessor da nicht begrenzt.

Bei nur vier Platten bist du meistens auch besser mit einem Raid5 aufgestellt. Du hättest dann entweder weniger Verschnitt für mehr Platz als beim Raid10 oder könntest bei gleichem Platzangebot eine Hotspare-Platte für mehr Sicherheit konfigurieren.

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Beitragvon sel » 25.07.2012, 10:34

Man sollte nach dem verfassen eines Beitrags NICHT seine Email ändern. Das Konto muss dann erst wieder durch den Admin aktiviert werden... :oops:

Also zunächst mal vielen Dank für eure wertvollen Tipps. Die Messung per Stoppuhr war zunächst der erste. Hier habe ich dann folgende Werte ermittelt: Disk2Disk 1:44 min. für 12,6 GB (Gemisch aus 1GB und 500 kb Dateien).
Dann hab ich mal den Schreibcache (256MB) zum testen aktiviert .o) Das brachte zu Anfang der Kopiererei einen Boost, der sich dann aber über den kompletten Job offenbar als zu Rechenintensiv/Zeitaufwendig herausgestellt hat.Ich glaub da lag die Dauer bei 2:45 oder so.
ATTO Benchmark liefert jetzt zumindest super Werte, auch wenn das nicht wirklich relevant ist.
Da das ohne Batterie eh ein bisschen Risky ist, werd ich auf mehr Cache-Speicher und Batteriepuffer erweitern. Ich habe gesehen das es auch eine Flash Version gibt, hat da wer Erfahrungen?
Flash Backed Write Cache: http://h10010.www1.hp.com/wwpc/at/de/sm/WF06c/A1-329290-332469-3965891-3965891-434812-3980702.html
BBWC: http://h10010.www1.hp.com/wwpc/de/de/sm/WF06c/A1-329290-332469-3965891-3965891-434812-3890508.html

Noch mal Danke an alle!
LG
Sebastian

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Beitragvon bla!zilla » 26.07.2012, 09:34

FBWC und BBWC tun sich nicht viel, FBWC ist die neuere Variante und ich würde diese bevorzugen.


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