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Zugriff auf Festplatte von ESXi für Recover auf Windows

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Zugriff auf Festplatte von ESXi für Recover auf Windows

Beitragvon Saft » 19.07.2012, 09:14

Hallo Community,

ich bin neu auf diesem Gebiet, deshalb bitte entschuldigt meine Unwissenheit.

Wir planen einen neuen ESXi-Server mit SAN. Im Falle eines Ausfalls besteht die Theorie auf den SAN von einem Windows-Server aus zuzugreifen und die VMWare auf einer VMware Server-Console zu hosten. Ist das überhaupt möglich? Sind die Dateien, die ESXi verwendet für einen Windowsserver les- und hostbar? Eine Farm ist auf Grund der hohen Lizenzkosten für die Windows-Server nicht geplant.

Ich habe testhalber hier auf einem normalen Rechner ESXi gehostet und eine virtuelle Maschine erstellt. Gibt es hier eine Möglichkeit per Netzwerkzugriff auf die Festplatte zu kommen, ohne vSphere zu verwenden? Dann könnte ich das ganze auch selbst testen. Falls ja wäre eine kurze Erklärung für Anfänger sehr hilfreich.

Vielen Dank,
Saft

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Beitragvon deathrow » 19.07.2012, 09:29

Wenn Ihr NFS als Format für das SAN verwendet könnt Ihr mit Windows zugreifen, wobei der VMware-Server mit den ESXi-Dateien nichts anfangen kann.

Wird iSCSI/FC und VMFS verwendet könnt Ihr nur mit einem ESX zugreifen.

Ein weiterer ESXi kann auf beide Speicher zugreifen und die Server wieder starten.Mit der Essentials-Version dürft Ihr ja schon drei Hosts betreiben, d.h. Ihr müßt nur einen weiteren Server bereitstellen (Hardware)

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Beitragvon e-e-e » 19.07.2012, 09:43

Hallo,

wenn ihr diverse Desktop-PC in der Firma habt, versuch einfach mal an jedem einzelnen eine ESXi-Installation auf einen USB-Stick durchzuführen. Klappt das bei einem, hast du deinen Notfall-ESXi gefunden. Fällt der "normale" ESXi aus, einfach Stick in Desktop-PC stöpseln und vom Stick booten, Datastore anbinden und gut is'. Die Daten auf der HDD des PCs werden nicht angegriffen, das klappt bei meiner Workstation und bei div. Kunden auch, ist halt nicht supportet, aber als Übergangslösung? So was ähnliches hast du ja selbst schon probiert.

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Beitragvon Saft » 19.07.2012, 10:34

Vielen Dank für die schnellen Antworten

deathrow hat geschrieben:...wobei der VMware-Server mit den ESXi-Dateien nichts anfangen kann

Somit ist meine einfache Theorie nicht verwirklichbar, schade.

deathrow hat geschrieben:... d.h. Ihr müßt nur einen weiteren Server bereitstellen (Hardware)

Nur für den Notfall einen extra Server zusätzlich kaufen ist leider keine Alternative. Es wird eine wirkliche Powermaschine, wenn dann müsste es dann doch eine (sehr) teure Farm werden, ansonsten wäre die zweite Maschine quasi nie im Betrieb, außer im Notfall


e-e-e hat geschrieben:...Desktop-PC stöpseln und vom Stick booten, Datastore anbinden und gut is'

Hm, das ist eine Möglichkeit. Das Problem wäre nur, dass der Backup-Server, welcher von der Power her in Frage kommen würde, auf Windows läuft und hier auch wichtige Freigaben sind. Boote ich diesen jetzt per ESXi dann sind diese ja nicht da.
Kann ich evtl die verschiedenen virtuellen Maschinen dann auf mehrere Hosts legen? Ich sage quasi Desktop-PC 1 nimm virtuelle Maschine 1 und 2 , Desktop-PC 2 nimm virtuelle Maschine 3 und 4, etc

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Beitragvon e-e-e » 19.07.2012, 10:41

Saft hat geschrieben:Hm, das ist eine Möglichkeit. Das Problem wäre nur, dass der Backup-Server, welcher von der Power her in Frage kommen würde, auf Windows läuft und hier auch wichtige Freigaben sind. Boote ich diesen jetzt per ESXi dann sind diese ja nicht da.
Kann ich evtl die verschiedenen virtuellen Maschinen dann auf mehrere Hosts legen? Ich sage quasi Desktop-PC 1 nimm virtuelle Maschine 1 und 2 , Desktop-PC 2 nimm virtuelle Maschine 3 und 4, etc


Dann virtualisiere doch diesen WinServer auch, lass' ihn immer als VM laufen und schon hast du eine Blechkiste frei, und ja, du kannst die einzelnen VMs natürlich auch auf mehrere PCs verteilen.

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Beitragvon irix » 19.07.2012, 11:33

Wenn ihr nur "einen" Virtualiserungsserver plant warum dann ein SAN? Da wuerde ich lieber im Server 16-26 Festplatten verbauen inkl. SSD Beschleuniger.

Einziger Nachteil den der Admin hat ist ein extremes Dauergrinsen fuer die naechsten Monate und Jahre weil die Performance unverschaemt gut ist.

Anstelle des SAN dann halt eine Backupserver. Gibts ja von Veeam auch mit eingebautem NFS.

Gruss
Joerg

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Beitragvon deathrow » 19.07.2012, 12:20

Wenn Ihr jetzt einen dicken Host kauft, dazu ein SAN, die Lizenzen und die Arbeitszeit, dann nehmt halt JETZT einen ordentlichen, aber kleineren Host (RAM, CPU) dazu, der im NOTFALL die Server starten kann.

Da reden wir aus meiner Sicht von Preisen so um die 3500,-€ netto, das sollte bei dem Gesamtprojekt kaum das Kraut fett machen.

Weil mehr als einen Server auf einem Desktop-PC starten macht kaum Sinn.

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Beitragvon Saft » 19.07.2012, 13:46

Das SAN möchten wir, um die Ausfallsicherheit zu haben und evtl. in den nächsten Jahren eine Farm zu bauen.

Den Ersatzserver kann ich leider nicht virtualisieren, da hier ein Bandsicherungslaufwerk läuft. Soweit ich nachlesen konnte wird Ultrium 4/5 nicht von ESXi supported.

Ich hatte gehofft, dass ganze irgendwie ohne die Anschaffung eines Ersatzservers zu machen, aber wie es scheint, führt daran nichts vorbei. Der Server würde die meiste Zeit einfach nur "in der Ecke" stehen und nichts tun.

Ich danke auf jeden Fall allen für eure Ideen. Falls ihr noch welche habt, natürlich gerne her damit :)

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Beitragvon e-e-e » 19.07.2012, 15:13

Wieso den Ersatzserver in die Ecke stellen? Du kannst ihn doch gleich für die Hälfte eurer VMs nutzen und im Fehlerfall die andere Hälfte der VMs auf dem überlebenden Host starten. Dann haben deine VMs mehr Resourcen zur Verfügung. Wenn du Backups direkt vom SAN machst, kannst du als 2. ESXi vielleicht die kostenlose Variante wählen.

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Beitragvon deathrow » 19.07.2012, 16:07

Ich glaube, der TO ist irgendwei schief beraten worden.

Bei dem SAN schwebt mit grade schon so ein Teil mit vier 2TB SATA im RAID6 vor... ;-)

Postings a´la "Warum ist die Performance so grottig" folgen...

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Beitragvon Saft » 20.07.2012, 09:10

e-e-e hat geschrieben:Wieso den Ersatzserver in die Ecke stellen? Du kannst ihn doch gleich für die Hälfte eurer VMs nutzen und im Fehlerfall die andere Hälfte der VMs auf dem überlebenden Host starten. Dann haben deine VMs mehr Resourcen zur Verfügung. Wenn du Backups direkt vom SAN machst, kannst du als 2. ESXi vielleicht die kostenlose Variante wählen.


Der eigentliche ESXi-Server sollte eigentlich wirklich sehr viel Power haben. Eventuell dann doch zwei etwas kleinere Server, die sich die Last teilen und doch im Notfall alles stemmen könnten

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Beitragvon MarcelMertens » 20.07.2012, 10:14

Saft 8) 8) sollte am besten mal sein gesamtes Konzept (Anforderungen - Wieviele VMs, Wieviel Storage usw) vorstellen inkl. Hardwarebeschreibung. Derzeit schein mir das doch alles sehr komisch.
Ein SAN bietet mit nur einem ESXi Host genau so viel Ausfallsicherheit wie ein ESXi Server ohne Platten (nämlich Keine).
Wenn ich mir ein SAN für Ausfallsicherheit anschaffen will, das Geld dann aber nicht für einen zweiten ESXi Host reicht kann ich mir das Geld auch sparen.
Und Lösungen wie "Ich verbinde dann das SAN mit einem Ersatz-PC und boote ESX von einem USB Stick" gehen gar nicht wenn ich über Ausfallsicherheit nachdenke.

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Beitragvon e-e-e » 20.07.2012, 12:06

Naja, bei meinen sehr kleinen Kunden beginnt die Überlegung meist mit zweimal all-in-one ESXi von GEA mit asynchroner Replikation, weil es bei denen immer sehr aufs Geld ankommt.

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Beitragvon Saft » 24.07.2012, 14:26

Im Ursprungsplan war ja, dass bei einem Ausfall ein VMWare-Host unter Windows die ESXi-Daten von einem SAN mountet, aber das geht ja leider nicht. Werden jetzt wohl 2 Hosts mit SAN machen, sonst macht es, wie schon mehrere festgestellt haben, keinen Sinn.

Danke nochmal, soweit weiß ich jetzt bescheid, das Thema könnte geschlossen werden.


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