Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

richtige Blockgröße im iSCSI Storage

Moderatoren: Dayworker, irix

Member
Beiträge: 328
Registriert: 01.10.2008, 13:46

richtige Blockgröße im iSCSI Storage

Beitragvon Login » 05.05.2012, 17:27

Hallo zusammen,

kann man glatt ziehen, welche Blockgröße des Raid-Sets im Storage die beste ist?

Ich gehe von einem VMFS5 aus, dass auf ein Raid5 oder Raid6 gelegt ist. Ob sequentieller oder random Zugriff, ob eine Lun oder mehrere pro Raidset würde ich bei meiner Frage außen vorlassen.

Denke ich falsch, wenn ich davon ausgehe, dass bei 1MB Blockgröße des VMFS, die Blockgröße des Raids so groß wie möglich gewählt werden sollte? Oder hat das eine mit dem anderen in diesem Fall gar nichts zu tun?

Gruß,
Conne

Guru
Beiträge: 2082
Registriert: 21.10.2006, 08:24

Beitragvon bla!zilla » 06.05.2012, 19:23

Die Blockgröße des Dateisystems hat mit der Stripe- bzw. Chunksize nichts zu tun. Es gibt keinen messbaren Einfluss auf die Performance.

Member
Beiträge: 328
Registriert: 01.10.2008, 13:46

Beitragvon Login » 06.05.2012, 20:45

ich bin bisher fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die 1mb die kleinsten Schnipsel des VMFS sind, von den Subblöcken habe ich noch nichts gewusst. Daher hat sich meine Frage erübrigt.

Während der Recherche bin ich aber auf folgenden Thread zum Thema Partition Alignment gestoßen, sehr interessant:

http://www.tcpdump.com/kb/virtualizatio ... intro.html

Wegen der Stripe- und Chunksize im Storage werde ich den Storagehersteller mal konsultieren, aber hier an der Schraube zu drehen, ist wohl eher weniger effektiv und wahrscheinlich auch nicht sinnvoll.

Es sei denn, jemand von euch hat die, im VMware Bereich, universell zu empfehlende Spezialkonfig parat!?

Gruß,
Conne

King of the Hill
Beiträge: 13657
Registriert: 01.10.2008, 12:54
Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...

Beitragvon Dayworker » 06.05.2012, 22:01

Login hat geschrieben:Es sei denn, jemand von euch hat die, im VMware Bereich, universell zu empfehlende Spezialkonfig parat!?

Der Joke war gut und hat mir den Sonntagabend noch zusaetzlich versuesst. :-)

Okay Spass beiseite, aber die universelle Config gibt es nicht. Die "best practices" sollten dem aber schon recht nahe kommen.

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 07.05.2012, 07:57

Hi,
Mit den Partition Alignment, kann man richtig Performance verliehen. Hatte hier bis vor einem halben Jahr eine NetApp mit SATA Platten, auf der eine Reihe Win 2003 VMs liefen. Da gab es zeitweise große Latenzen. Nachdem Partition Alignment waren die weg.

Also unbedingt checken!

Gruß Peter

Guru
Beiträge: 2082
Registriert: 21.10.2006, 08:24

Beitragvon bla!zilla » 07.05.2012, 08:18

Wenn du die Datastores per vSphere Client anlegst, dann sind die passend ausgerichtet. Je nach Betriebssystem wird das auch direkt gemacht (Windows Vista, W7, 2008, R2). Bei Linux und Windows 2000, 2003 musst du es per Hand machen.

King of the Hill
Beiträge: 13657
Registriert: 01.10.2008, 12:54
Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...

Beitragvon Dayworker » 07.05.2012, 11:54

bla!zilla hat geschrieben:Bei Linux und Windows 2000, 2003 musst du es per Hand machen.
Das stimmt so für Linux nicht mehr. Seit einigen Kernel-Versionen, 2.6.33 und höher wenn ich mich nicht irre, beherrscht der Linux-Kernel prinzipiell das Alignment.
Probleme gab es dabei anfangs nur bei reinen ATA-Devices. Wenn die Disk per USB oder Firewire angebunden war, mußte die entsprechende Bridge in der Lage sein, damit umzugehen. Der normale SCSI Plattentreiber konnte das bereits.

Profi
Beiträge: 503
Registriert: 08.08.2008, 10:45

Beitragvon pirx » 07.05.2012, 12:32

Es kommt bei Linux primär glaube ich auch auf die fdisk Version an. Neuere Versionen (ab 2.17.1) verwenden 1 MiB, was dann passen sollte.

Guru
Beiträge: 2082
Registriert: 21.10.2006, 08:24

Beitragvon bla!zilla » 07.05.2012, 13:47

Das Alignment ging vorher sicherlich auch schon, nur musste es da per Fdisk händisch gemacht werden.

Member
Beiträge: 328
Registriert: 01.10.2008, 13:46

Beitragvon Login » 08.05.2012, 13:05

wow, ...bis zu 40% Leistungssteigerung im Extremfall... Das ist ordentlich.

Ich habe mal ne 2003er VM durch den 5er Converter geschickt, mit Haken bei Partition-Optimierung drin. War das Ofset vorher 32K, ist es nach dem convert 1024K...

Aber: die VM muss dafür unten sein und es entsteht ein Clone, bei dem ggf. die vHardware angepasst werden muss... Das ist so leider recht aufwändig und mit relativ großen Downtimes verbunden.

Gibt es eine Möglihckeit, das Alignment innerhalb der VM online zu reparieren? Oder zumindest ofline in einen einzigen Vorgang, sprich VM runterfahren, CD o.Ä. booten und damit das Alignment richten???

Zwecks Alignment der LUNs muss ich noch mal beim Storagehersteller anklingeln...

Gruß,
Conne

King of the Hill
Beiträge: 13063
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Beitragvon irix » 08.05.2012, 13:30

Also 40%.... nunja. Die Realitaet ist zwischen 0-XX%[1] und die Vorteile sieht man wenn das Storage seine Kapazitaetsgrenze erreicht und nicht wenn da nur eine VM drauf rumduempelt.

Ich habe damals den Quest Optimizer verwendet und bei Kunden mit NetApp halt mbralign. Aus ein paar Blogs kenne ich eine Appliance welche einem dabei helfen kann..... "uberalign" von http://nickapedia.com/2011/11/03/straig ... uberalign/ Hab ich aber nie verwendet.

Solange du ein vielfachen von 4 verwendest als Startpunkt ist alles i.O.

[1] Es gibt Storagehersteller welche eine kleine Blocksize (4KB) verwenden und dann ist die Wahrscheinlichkeit am Ende einen mehr lesen zu muessen eher Gering bzw. macht den Kohl nicht fett. Bei denen welche den Standard von 64KB sieht es dann ungleich schlechter aus.


Zurück zu „vSphere 5 / ESXi 5 und 5.1“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste