Hey Leute,
ich soll für ein Projekt VMware ESXi, Citrix Xen Server und Microsoft Hyper-V miteinander vergleichen und das beste auswählen.
Es gibt also 2 Server die Hochverfügbarkeit bieten sollen (2x 6core xeon, 64GB RAM), als Betriebssystem der 9 VMs wird windows server 2008 r2 eingesetzt.
Kriterien sind:
Sicherheit
Performance
Skalierbarkeit
Hochverfügbarkeit
Preis
ich hab mich schon dumm und dusselig gesucht, finde aber nichts passendes im netz, die seiten der hersteller sind dermaßen unübersichtlich. ich hoffe ihr könnt mir ein wenig licht ins dunkel bringen
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
Vergleich Virtualisierungslösungen
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MarcelMertens
- Member
- Beiträge: 360
- Registriert: 13.07.2011, 15:33
Hochverfügbarkeit, grosses Wort das imho einem ziemlichem Verschleiss unterworfen ist. Hochverfügbar heissts bei den Vendors schon dann, wenn die gleiche VM von einem anderen Host automatisch gestartet wird wenn der ursprüngliche ausfällt, egal ob die DB's zbsp. von Exchange konsistent sind oder nicht. Brauchts mehr, dann ist Fehlertoleranz gefragt.
- HyperV bietet Fehlertoleranz bis heute gar nicht, ausser über Cluster-Services (EDIT: Cluster kann man natürlich bei allen verwenden, ist aber teuer --> Lizenzen)
- VmWare bietet es schon lange ab Advanced für 1 CPU, grösster Nachteil: Das Storage ist davon völlig ausgenommen.
- Xen ist der einzige welches in Verbindung mit Marathon Multi-CPU, einzelne Ausfälle von Netzwerkkomponenten, Storage oder eines ganzen Hosts für Windowsmaschinen bieten kann. Das ganze ist auch mit Local Storage oder zwei simplen SAN's möglich. Lässt sich sogar mit der FreeXen realisieren.
Ist Preis wirklich das Kriterium würde ich mir zumindest Fehlertoleranz schnell wieder aus dem Kopf schlagen, ausser du setzt FreeXen mit Marathon ein, was einigermassen preiswert zu realisieren ist. SAN mit transparentem Failover kommt sicher nicht in die Kategorie günstig.
Wenn FT nicht in Frage kommt oder ein wenig Downtime verkraftbar ist, ist eher ein Backupsystem mit schneller Restoremöglichkeit zu bevorzugen (was sowieso nicht von Nachteil ist).
Sicherheit: Darüber streiten sich die Geister. Die einen sagen VmWare am besten dank des kleinen HyperVisors (Dafür aber via vCenter und API wieder eine grosse Angriffsfläche usw.). Spielt wohl keine so grosse Rolle.
Skalierbarkeit: Nun, bei 2-3 Servern spielt die nicht wirklich eine Rolle. VmWare spielt seine stärken aber sicher in grösseren Umgebungen aus.
Performance: Auch da schenken sich die Kontrahenten nicht allzu viel. Limitierend ist in der Regel das Storage.
Grösster Nachteil von Xen und zugleich grösster Vorteil von VmWare: Die Community ist fast immer zur Stelle wens irgendwo brennt. Sprich viele Probleme können selbst gelöst werden.
- HyperV bietet Fehlertoleranz bis heute gar nicht, ausser über Cluster-Services (EDIT: Cluster kann man natürlich bei allen verwenden, ist aber teuer --> Lizenzen)
- VmWare bietet es schon lange ab Advanced für 1 CPU, grösster Nachteil: Das Storage ist davon völlig ausgenommen.
- Xen ist der einzige welches in Verbindung mit Marathon Multi-CPU, einzelne Ausfälle von Netzwerkkomponenten, Storage oder eines ganzen Hosts für Windowsmaschinen bieten kann. Das ganze ist auch mit Local Storage oder zwei simplen SAN's möglich. Lässt sich sogar mit der FreeXen realisieren.
Ist Preis wirklich das Kriterium würde ich mir zumindest Fehlertoleranz schnell wieder aus dem Kopf schlagen, ausser du setzt FreeXen mit Marathon ein, was einigermassen preiswert zu realisieren ist. SAN mit transparentem Failover kommt sicher nicht in die Kategorie günstig.
Wenn FT nicht in Frage kommt oder ein wenig Downtime verkraftbar ist, ist eher ein Backupsystem mit schneller Restoremöglichkeit zu bevorzugen (was sowieso nicht von Nachteil ist).
Sicherheit: Darüber streiten sich die Geister. Die einen sagen VmWare am besten dank des kleinen HyperVisors (Dafür aber via vCenter und API wieder eine grosse Angriffsfläche usw.). Spielt wohl keine so grosse Rolle.
Skalierbarkeit: Nun, bei 2-3 Servern spielt die nicht wirklich eine Rolle. VmWare spielt seine stärken aber sicher in grösseren Umgebungen aus.
Performance: Auch da schenken sich die Kontrahenten nicht allzu viel. Limitierend ist in der Regel das Storage.
Grösster Nachteil von Xen und zugleich grösster Vorteil von VmWare: Die Community ist fast immer zur Stelle wens irgendwo brennt. Sprich viele Probleme können selbst gelöst werden.
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MarcelMertens
- Member
- Beiträge: 360
- Registriert: 13.07.2011, 15:33
Vollkommend Korrekt.
Man sollte sich zuerst die Frage beantworten was Hochverfügbar für einen selber bedeutet.
Für die einen ist es vollkommend ausreichend wenn beim Ausfall eines ESX Hosts die VM händisch wo anders angestartet werden kann. Für die anderen muß dass automatisch erfolgen (VMware HA) und für noch andere darf die VM auch beim Host ausfall nicht betroffen sein (VMware FT). All dieses erfordert aber, dass die VM nicht auf dem Host gespeichert sind, sondern Zentral (-> Shared Storage)
Ein Standardstorage ist in den meisten fällen zwar Fehlertolerant (RAID Konstrukte, 2 Controller, vermaschte Verkabelung) (-> HP P2000, Dell MD3xxx), aber nicht hoch verfügbar. Fällt dir die Backplane aus, ist deine VM tot. Auch hier wieder die Frage: Wie hoch verfügbar muß mein Storage sein.
Reicht ein StandBy Storage wo ich die letzte Sicherung zurückspiele? Reicht ein Storage wo alle x Stunden alle VMs hin repliziert werden oder soll es die Deluxe Variante sein:
Zwei Storagesysteme die immer 100% identisch sind. Auch hier gibt es noch unterschiede:
Händischer Failover (HP 3Par, IBM DSxxxx) oder transparenter Failover (IBM SVC, DataCore SANsymphony, NetApp Streched Metro Cluster)
Man sollte sich zuerst die Frage beantworten was Hochverfügbar für einen selber bedeutet.
Für die einen ist es vollkommend ausreichend wenn beim Ausfall eines ESX Hosts die VM händisch wo anders angestartet werden kann. Für die anderen muß dass automatisch erfolgen (VMware HA) und für noch andere darf die VM auch beim Host ausfall nicht betroffen sein (VMware FT). All dieses erfordert aber, dass die VM nicht auf dem Host gespeichert sind, sondern Zentral (-> Shared Storage)
Ein Standardstorage ist in den meisten fällen zwar Fehlertolerant (RAID Konstrukte, 2 Controller, vermaschte Verkabelung) (-> HP P2000, Dell MD3xxx), aber nicht hoch verfügbar. Fällt dir die Backplane aus, ist deine VM tot. Auch hier wieder die Frage: Wie hoch verfügbar muß mein Storage sein.
Reicht ein StandBy Storage wo ich die letzte Sicherung zurückspiele? Reicht ein Storage wo alle x Stunden alle VMs hin repliziert werden oder soll es die Deluxe Variante sein:
Zwei Storagesysteme die immer 100% identisch sind. Auch hier gibt es noch unterschiede:
Händischer Failover (HP 3Par, IBM DSxxxx) oder transparenter Failover (IBM SVC, DataCore SANsymphony, NetApp Streched Metro Cluster)
Hi,
der Link http://www.virtualizationmatrix.com/matrix.php ist echt gut. Was man allerdings beachten sollte ist das in der Tabelle nur die maximalen Ausbaustufen betrachtet werden und es gibt ja noch ganz viel dazwischen.
GrußPeter
der Link http://www.virtualizationmatrix.com/matrix.php ist echt gut. Was man allerdings beachten sollte ist das in der Tabelle nur die maximalen Ausbaustufen betrachtet werden und es gibt ja noch ganz viel dazwischen.
GrußPeter
erstmal vielen dank für die Antworten!!
Die Fehlertoleranz soll erstmal nur für die Hosts gelten. Das Datastore befindet sich auf einem SAN (Raid5 + HotSpare). Der Kunde hat bereits vSphere 4 im Einsatz und es besteht die Möglichkeit eines kostenlosen Upgrades auf vSphere 5 Enterprise Plus (welches ja Fault Tolerance beinhaltet)
Unser Abteilungsleiter hätte gern einen Nutzwertvergleich zu den 3 Produkten. Da ich relativ frisch in der Virtualisierungsthematik bin, fällt mir dies ein wenig schwer. Zudem hab ich keinerleit Erfahrung mit Microsoft Hyyper-V oder Citrix-Xen. Die Argumentation fällt schwer, wenn ich hier jetzt lesen muss (was auch mein allgemeiner Eindruck meiner Recherchen war, das sich die 3 Lösungen unterm Strich nicht allzuviel nehmen)
nun noch ein paar Fragen:
1. Wenn die Fehlertoleranz bei FreeXen in Verbindung mit Marathon günstiger als VMware FT ist, muss ich da mit irgendwelchen Nachteilen rechnen?
2. Ist es richtig das die Virtualisierungslösung von VMware als einzige direkt auf der Hardware des Hosts läuft (Hypervisor Typ 1)? Citrix und Microsoft setzen auf ein vollwertiges Betreibssystem auf (also Typ-2-Hypervisoren)?
Die Fehlertoleranz soll erstmal nur für die Hosts gelten. Das Datastore befindet sich auf einem SAN (Raid5 + HotSpare). Der Kunde hat bereits vSphere 4 im Einsatz und es besteht die Möglichkeit eines kostenlosen Upgrades auf vSphere 5 Enterprise Plus (welches ja Fault Tolerance beinhaltet)
Unser Abteilungsleiter hätte gern einen Nutzwertvergleich zu den 3 Produkten. Da ich relativ frisch in der Virtualisierungsthematik bin, fällt mir dies ein wenig schwer. Zudem hab ich keinerleit Erfahrung mit Microsoft Hyyper-V oder Citrix-Xen. Die Argumentation fällt schwer, wenn ich hier jetzt lesen muss (was auch mein allgemeiner Eindruck meiner Recherchen war, das sich die 3 Lösungen unterm Strich nicht allzuviel nehmen)
nun noch ein paar Fragen:
1. Wenn die Fehlertoleranz bei FreeXen in Verbindung mit Marathon günstiger als VMware FT ist, muss ich da mit irgendwelchen Nachteilen rechnen?
2. Ist es richtig das die Virtualisierungslösung von VMware als einzige direkt auf der Hardware des Hosts läuft (Hypervisor Typ 1)? Citrix und Microsoft setzen auf ein vollwertiges Betreibssystem auf (also Typ-2-Hypervisoren)?
Hi,
wenn der Kunde von ESX(i) 4 am laufen hat und kostenfrei auf 5 Updaten kann warum denkt man dann über den Umstieg nach? Man sollte Knowhow Transver nie unterschätzen.
Finde Hyper-V in großen Umgebungen ziemlich fummelig bis da alles läuft. Setzt man es nur auf einzelnen Servern an ist es durchaus eine Alternative.
Gruss Peter
wenn der Kunde von ESX(i) 4 am laufen hat und kostenfrei auf 5 Updaten kann warum denkt man dann über den Umstieg nach? Man sollte Knowhow Transver nie unterschätzen.
Finde Hyper-V in großen Umgebungen ziemlich fummelig bis da alles läuft. Setzt man es nur auf einzelnen Servern an ist es durchaus eine Alternative.
Gruss Peter
Bestmöglichst ist immer relativ zum Ziel das man verfolgt. Gretchenfrage ist immer was man genau will/braucht/auszugeben bereit ist/kann.
Wozu braucht man all die Möglichkeiten der grossen Lösungen für ein paar Hosts? Sind zwar Nice-to-have aber wirklich notwendig in der Regel nicht. Vor allem wenn nichtmal die entsprechenden Windows/Applikations-Lizenzen zu Verfügung stehen welche Lizenzmoblität auch zulassen. Was die Umgebung nicht kann, kann dir auch kein Lizenzprüfer unterstellen, dass Du es machst.
VmWare hat insgesamt sicher das attrakivste und umfangreichste Produkt für grössere aber teilweise auch kleinere Umgegbungen. HyperV hat seine Stärken im Einserver- , nur Windows-Betrieb. Kannst auch Backuplösungen mit Bandlaufwerken auf dem Host selber installieren. Günstig und funktioniert.
Fehlertoleranz mit MultiCPU was zbsp. für einen einzelnen oder zwei Server gebraucht wird (Zugangssysteme, rechtliche Anforderungen usw.), geht eben nur mit
- physischem Stratus-Server (übrigens auch VmWare tauglich)
- oder Xen mit Marathon (Für Windows-Server)
Wozu also die ganze Umgebung darauf ausrichten, wenn es zbsp. nur für zwei Maschinen effektiv gebraucht/erwünscht/gefordert/erschwinglich wird?
Was ist von der Komplexität her einfacher als zwei simple Standardserver die komplett synchronisiert werden. Steigen die I/O Ansprüche und Local reicht nicht, kommt eben pro Host ein Leistungsfähiges JPOD dazu oder stellt Speicherplatz von zwei einfachen SAN's zu Verfügung.
Da ihr eh schon VmWare Enterprise Plus habt, würde ich mir keine grossartigen Gedanken machen und dieses erst wieder tätigen, wenn andere Ansprüche dazu kommen oder der Support-Vertrag verlängert werden muss.
Wozu braucht man all die Möglichkeiten der grossen Lösungen für ein paar Hosts? Sind zwar Nice-to-have aber wirklich notwendig in der Regel nicht. Vor allem wenn nichtmal die entsprechenden Windows/Applikations-Lizenzen zu Verfügung stehen welche Lizenzmoblität auch zulassen. Was die Umgebung nicht kann, kann dir auch kein Lizenzprüfer unterstellen, dass Du es machst.
VmWare hat insgesamt sicher das attrakivste und umfangreichste Produkt für grössere aber teilweise auch kleinere Umgegbungen. HyperV hat seine Stärken im Einserver- , nur Windows-Betrieb. Kannst auch Backuplösungen mit Bandlaufwerken auf dem Host selber installieren. Günstig und funktioniert.
Fehlertoleranz mit MultiCPU was zbsp. für einen einzelnen oder zwei Server gebraucht wird (Zugangssysteme, rechtliche Anforderungen usw.), geht eben nur mit
- physischem Stratus-Server (übrigens auch VmWare tauglich)
- oder Xen mit Marathon (Für Windows-Server)
Wozu also die ganze Umgebung darauf ausrichten, wenn es zbsp. nur für zwei Maschinen effektiv gebraucht/erwünscht/gefordert/erschwinglich wird?
Was ist von der Komplexität her einfacher als zwei simple Standardserver die komplett synchronisiert werden. Steigen die I/O Ansprüche und Local reicht nicht, kommt eben pro Host ein Leistungsfähiges JPOD dazu oder stellt Speicherplatz von zwei einfachen SAN's zu Verfügung.
Da ihr eh schon VmWare Enterprise Plus habt, würde ich mir keine grossartigen Gedanken machen und dieses erst wieder tätigen, wenn andere Ansprüche dazu kommen oder der Support-Vertrag verlängert werden muss.
Würde bei den Kriterien auch noch die Integration ins bestehende Umfeld (sprich vorallem SAN/NAS Umfeld) miteinbeziehen.
Z.B
Für Vmware/Hyper-V hat z.B Netapp diverse Tools welche die Integration und Managment erleichtern. Für Xen eher weniger. Jeder Storage Hersteller hat diesbetreffend sein Toolset; Vmware und Hyper-V werden vermutlich von allen namhaften diesbetreffend unterstützt. Xen, KVM etc. muss man manchmal "fummeln" und suchen..
Ich erinnere mich an eine "Citrix Storage Link Gateway" Evaluation mit Netapp Storage vor 2 Jahren fürs VM Provisioning und Backup von Xen VMs mit Netapp. Fürchterliches Tool.
Z.B
Für Vmware/Hyper-V hat z.B Netapp diverse Tools welche die Integration und Managment erleichtern. Für Xen eher weniger. Jeder Storage Hersteller hat diesbetreffend sein Toolset; Vmware und Hyper-V werden vermutlich von allen namhaften diesbetreffend unterstützt. Xen, KVM etc. muss man manchmal "fummeln" und suchen..
Ich erinnere mich an eine "Citrix Storage Link Gateway" Evaluation mit Netapp Storage vor 2 Jahren fürs VM Provisioning und Backup von Xen VMs mit Netapp. Fürchterliches Tool.
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