Hi,
ich habe mal eine Frage zu einem thin-vmdk File.
OS ist Windows 2008 R2
Die Festplatte hat laut OS eine Größe von 3 GB.
Das vmdk-file belegt aber laut datastore 40 GB Platz, bei einer max. Größe von 80 GB.
Wie kann das sein?
Gibt es eine Möglichkeit (z.B. mit vmkfstools) die Festplatte zu komprimieren?
Ich weiß, dass die Platte tatsächlich mal 40 GB Daten hatte, diese wurden aber gelöscht. Wie kann ich das dem ESXi beibringen?
MfG
Hape
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
ESXi 5 vmdk file zu groß
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irix
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- Ein W2k8 passt nicht in 3GB rein
- Pro Snapshot werden ca. 100% aufsummiert fuer die Anzeige "provisioned Storage"
- Das OS muesste erstmal Nullen an die Stellen schreiben und dann koennte man evtl. gucken ob sich ein ThinProvisioning ermoeglicht
- Kompression gibts bei VMDKs nicht. Du hast Thinprovisioning gemeint.
Gruss
Joerg
- Pro Snapshot werden ca. 100% aufsummiert fuer die Anzeige "provisioned Storage"
- Das OS muesste erstmal Nullen an die Stellen schreiben und dann koennte man evtl. gucken ob sich ein ThinProvisioning ermoeglicht
- Kompression gibts bei VMDKs nicht. Du hast Thinprovisioning gemeint.
Gruss
Joerg
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mbreidenbach
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mbreidenbach hat geschrieben:Ich versuche die Informationen zu interpretieren:
Die Platte ist Thin Provisioned und max 80 GB groß.
Es waren mal 40 GB belegt.
Davon wurd das meiste gelöscht; laut Window sind noch 3 GB belegt.
Bevor ich wilde Schlußfolgerungen ziehe - ist diese Interpretation korrekt ?
Sind da Snapshots ?
Ja das ist korrekt, keine Snapshots.
- Ein W2k8 passt nicht in 3GB rein
@irix: Es handelt sich nicht um die Systempartition...
- Pro Snapshot werden ca. 100% aufsummiert fuer die Anzeige "provisioned Storage"
Dann kämen wir auf 6 GB und nicht auf 40... und es gibt keine Snapshots
MfG
Hape
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irix
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hape66 hat geschrieben:..- Pro Snapshot werden ca. 100% aufsummiert fuer die Anzeige "provisioned Storage"
Dann kämen wir auf 6 GB und nicht auf 40... und es gibt keine Snapshots
MfG
Hape
Nein. Da waehrend eines Snapshots sich die Disk zu 100% fuellen koennte werden hier auch die ganzen 100% verrechnet. Mach mal auf einer VM 2 Snaps und dann guck dir die Provisioned Storage Anzeige an.
Du hast noch nicht verraten ob die 80GB vom Typ Thin ist. Aber es ist zu erwarten weil sonst haettest du ja nicht gefragt.
1. Ein OS loescht die Dateien in dem einfach nur das Flag in der FAT oder dergleichen gesetzt wird. Aus der Sicht des ESXi oder auch des Storage aendert sich also nichts.
2. Selbst wenn das OS eine NULL schreibt macht der ESXi nichts. Evtl. kann ein svMotion hier helfen bzw. im ausgeschaltetem Zustand ein vmkfstools -i foo.vmdk /path/to/new.vmdk -d thin
Aber wenn da nur noch 3GB drin wuerde ich gucken ob ich nicht lieber eine neue vDISK anlege mit der passenden Groesse und die Daten dann verschiebe.
Gruss
Joerg
Hi Jörg,
das habe ich schon probiert, Größe ändert sich nicht. Typ thin ist korrekt. 80 GB max und 40 GB werden belegt, obwohl Windows nur 3 GB benutzt.
das wäre natürlich eine Möglichkeit, trotzdem fände ich es interessant wie sowas passiert und ob es irgendeinen Weg gibt, dem ESXi wieder die richtige Größe beizubringen. Denn selbst wenn ich die Festplatte unter Windows Quick-Formattiere bleibt das Problem bestehen. Eine richtige Formattierung konnte ich noch nicht testen.
MfG
Hape
irix hat geschrieben:[...]bzw. im ausgeschaltetem Zustand ein vmkfstools -i foo.vmdk /path/to/new.vmdk -d thin
das habe ich schon probiert, Größe ändert sich nicht. Typ thin ist korrekt. 80 GB max und 40 GB werden belegt, obwohl Windows nur 3 GB benutzt.
Aber wenn da nur noch 3GB drin wuerde ich gucken ob ich nicht lieber eine neue vDISK anlege mit der passenden Groesse und die Daten dann verschiebe.
das wäre natürlich eine Möglichkeit, trotzdem fände ich es interessant wie sowas passiert und ob es irgendeinen Weg gibt, dem ESXi wieder die richtige Größe beizubringen. Denn selbst wenn ich die Festplatte unter Windows Quick-Formattiere bleibt das Problem bestehen. Eine richtige Formattierung konnte ich noch nicht testen.
MfG
Hape
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irix
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hape66 hat geschrieben:Hi Jörg,irix hat geschrieben:[...]bzw. im ausgeschaltetem Zustand ein vmkfstools -i foo.vmdk /path/to/new.vmdk -d thin
das habe ich schon probiert, Größe ändert sich nicht. Typ thin ist korrekt. 80 GB max und 40 GB werden belegt, obwohl Windows nur 3 GB benutzt.
Solange du da keine NULLEN reinschreibst wird auch nix passieren bei einem Versuch auf Thin "zu wechseln". Ergo mach mal ein sdelete fuer das Volume und dann gucken wir mal.
Gruss
Joerg
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Dayworker
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Bei einem Quickformat auf einer vorher vollen Platte wird nur die FAT neu geschrieben, die Daten sind jedoch weiterhin vorhanden und belegen immer noch Platz. Das ist manchmal Glück im Unglück, falls das Format ein Fehler war. Alle Dateinamen und sämtliche Verzeichnisstrukturen sind danach eigentlich noch komplett vorhanden. Einzig in der neuen FAT etc sind diese nicht mehr eingetragen.Denn selbst wenn ich die Festplatte unter Windows Quick-Formattiere bleibt das Problem bestehen.
Das wäre auf einer Thindisk genauso wie ein Defraglauf des Gast-OS ein fataler Fehler. Dabei wird die Thindisk nämlich auf ihre erstellte, maximale Grösse aufgeblasen. In deinem Fall also die vollen 80GB.Eine richtige Formattierung konnte ich noch nicht testen.
Damit die Platte wieder kleiner werden kann, gibt es zwei Möglichkeiten, die Vorarbeit benötigen. Entweder das bereits erwähnte "sdelete" von Sysinternals oder das jedem Win-OS zumindest seit W2k beiliegende "cipher".
Cipher ist eigentlich für EFS gedacht. Es kann aber um keine als bereits gelöscht markierte Dateien verschlüsseln zu müssen, den freien Bereich sicher löschen. Dazu dient der Parameter W gefolgt von Doppelpunkt und Laufwerk ohne Leerzeichen. Blöd dabei ist nur, daß dem erwünschten Lauf mit "00" noch zwei weitere mit "0F" und "FF" folgen. Also muß man hier dann entweder nach "00" abbrechen oder gleich "sdelete" nehmen.
Hi Dayworker und Jörg
danke für die Antworten.
Wenn ich das richtig verstehe, müssen Windows-Partitionen mit sdelete (oder cipher) geNULLT (
@Jörg) werden, damit die Platte wieder den minimalen Platz im thin-Format einnimmt. Dazu müsste ich quasi erstmal alle Daten sichern, mit sdelete die gesamte Partition nullen und kann dann die Daten wieder zurück kopieren.
Einen Weg ohne die Sicherung, also das Nullen lediglich eines bestimmten Bereichs der Partition gibt es nicht, richtig?
Danke nochmal
Hape
danke für die Antworten.
Wenn ich das richtig verstehe, müssen Windows-Partitionen mit sdelete (oder cipher) geNULLT (
Einen Weg ohne die Sicherung, also das Nullen lediglich eines bestimmten Bereichs der Partition gibt es nicht, richtig?
Danke nochmal
Hape
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irix
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Nein,
das sDelete erstellt im OS einfach eine grosse Datei welche den gesammten freien Speicher einnimt und bei 100% Belegung sich dann selber loescht. Auf diesem Wege werden alle als nur geloescht markierten Daten im FS ueberschrieben.
Anschliessend kannst du versuchen die vDisk in das Thin Format konvertieren.
Gruss
Joerg
das sDelete erstellt im OS einfach eine grosse Datei welche den gesammten freien Speicher einnimt und bei 100% Belegung sich dann selber loescht. Auf diesem Wege werden alle als nur geloescht markierten Daten im FS ueberschrieben.
Anschliessend kannst du versuchen die vDisk in das Thin Format konvertieren.
Gruss
Joerg
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