Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

vCenter verschieben?

Moderatoren: Dayworker, irix

Member
Beiträge: 249
Registriert: 02.11.2010, 19:50
Wohnort: Minden/Porta

vCenter verschieben?

Beitragvon OlliSWE » 28.12.2011, 22:46

Hallo liebe Leute,

ich habe da einen Gedanken und bin mir nicht sicher, ob das so funktioniert. Also erst einmal grundsätzlich zum aktuellen Stand:

Ich habe zwei ESXi 5 Host mit insgesamt 11 VMs. VMs sind auf beide Host verteilt. Erst wollte ich den einen Host als Produktivsystem nutzen und den zweiten als Test oder Sicherungs-Host parallel laufen lassen. Aber dann kamen immer weitere VMs dazu. Die Hardware ist identisch. Daneben habe ich noch einen Windows 2k8 R2 als Sicherungsserver, die die VMs einmal mit Acronis Server (altbewährt) sichert und jede VM noch einmal mit vmProtect als VM-Sicherung. An der letzten Sicherungsart arbeitet ich noch, das kann noch etwas dauern. Aber egal. Alle Host und der Server sind jeweils mit einem RAID5-System und 16 GB RAM versehen.

Nun habe ich auf einem der beiden Host einen Win2k3 Server mit dem vCenter am laufen. Ich möchte nun meine Patches einspielen und muss dazu natürlich mit Verwendung des Updatemanagers die VMs runterfahren und den Host in den Wartungsmodus versetzen. Nur kann ich das nicht, da auf dem einem ESXi der vCenter am Laufen ist. :oops: War das doch nicht so vorteilhaft? :?:

Macht es Sinn, noch einen dritten Host (identische Hardware habe ich noch, nur keinen großen Satz HDs, da zurzeit zu teuer) einzusetzen und dort auf dem System dann ausschließlich den vCenter zu betreiben? Dann könnte ich auf den Produktivsystem den Updatemanager einsetzen und ich hätte noch ein Testsystem neben den beiden Host im Einsatz. Von den Lizenzen kann ich doch noch einen 3. Host einsetzen, da alle nur einen Sockel haben. Ich habe Essentials Kit.

Und letzte Frage. Kann ich einfach das vCenter vom 2. Host auf den neuen 3. Host verschieben oder dann doch lieber eine Sicherung zurückspielen?

Vielen Dank, viele Grüße
Olaf

Experte
Beiträge: 1006
Registriert: 30.10.2004, 12:41

Beitragvon mbreidenbach » 28.12.2011, 23:36

Wenn man shared storage hat dann schubst man das vCenter via vMotion auf einen andern Host und patcht los.

Ohne shared storage und vMotion macht das deutlich weniger Spaß.

Bevor Du das vCenter zu Fuß verschiebst sind die Patche schneller manuell eingespielt. Patches irgendwo hinladen wo der ESXi sie findet (z.B. auf einen datastore) und dann mit vCLI einspielen. Dazu alls VMs runterfahren und den ESXi in Wartungsmodus setzen. Danach ist ein Reboot sinnvoll (und wenn's nur gemacht wird um sich zu überzeugen daß er noch hochkommt)

Da stehen z.B. die esxcli Befehle dafür:

http://virtualvm.info/?p=39

also ich zitiere mal:

esxcli software vib install -d /vmfs/volumes/ESX2Local/ESXi500-201109001.zip

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 29.12.2011, 07:42

Hi,
Ich würde mir hier vor allem überlegen ob ein Shared Storage nicht mal angebracht wäre. Dascwuerde dein Probleme deutlich verringern. Zumal du dann auch händisch die VMs für einen Lastausgleich verschieben kannst. Auch der Ausfall eines Host äst sich so dann abfangen.

Wenn dafür zurzeit kein Geld da ist, würde ich die Updates auch per CLI installieren.


Guss Peter

Member
Beiträge: 249
Registriert: 02.11.2010, 19:50
Wohnort: Minden/Porta

Beitragvon OlliSWE » 29.12.2011, 12:34

Vielen Dank Euch beiden.

ja ein Shared Storage wäre klasse, dazu die erweiterte Verion plus mit vMotion und es wäre einfacher. Nur leider ist das gerade finanziell nicht drin.

Deshalb werde ich aber meine Reserve-Hardware zusammenbauen und einen dritten als Testsystem benutzen. Die beiden anderen Host bleiben als Produktivsystem und ich werden dann die Updates mit dem CLI einspielen. Dann aber einzeln, so dass immer einer laufen kann. Und natürlich neu booten, klar. :-)

Noch eine allgemeine Frage: Durch das Einspielen des Patches werden meine manuell installierten Treiber usw. nicht wieder entfernt, oder?

VG
Olaf

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 29.12.2011, 12:54

Hi,
das mit den mauell installierten treibern ist so eine Sache. Es kann schon passieren, dass diese rausgeworfen werden. Mit einer der Gründe, warum die meisten von usn auf VMware zertifizierte Hardware setzen.

Gruß Peter

Member
Beiträge: 249
Registriert: 02.11.2010, 19:50
Wohnort: Minden/Porta

Beitragvon OlliSWE » 29.12.2011, 13:28

PeterDA hat geschrieben:Hi,
das mit den mauell installierten treibern ist so eine Sache. Es kann schon passieren, dass diese rausgeworfen werden. Mit einer der Gründe, warum die meisten von usn auf VMware zertifizierte Hardware setzen.

Gruß Peter


Genau das tue ich doch auch. Es handelt sich um einen Treiber für einen Controller, der in der Liste bei VMware steht, aber trotzdem installiert werden muss.

VG
Olaf

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 29.12.2011, 15:34

Hi,
okay vieleicht etwas ungeschickt von mir ausgedrückt. Es gibt bei VMware Zertifizierte Geräte deren Treiber es mit auf die CD's/ISO's geschafft haben mit solcher Hardware hast du eigendlich nie Probleme da das von VMware gemacht wird. Bei allem anderen, kann es passieren, dass du den Treiber neu einspeilen musst.

Gruß Peter

Member
Beiträge: 1
Registriert: 30.12.2011, 16:44

Beitragvon sbuerger » 30.12.2011, 17:08

Ich mach das bei dem Server (esx4) mit dem vCenter bisher so:

Um den ESX Server, auf dem SQL und VirtualCenter laufen, aktualisieren zu können, ohne diese VMs auf einen anderen ESX Server migrieren zu müssen, kann dieser ESX Server auch alternativ über die Kommandozeile aktualisiert werden.

Im Vorfeld sind die Updates mit dem VMWare Update Manager natürlich zu stagen. (VI-Client)

Diese werden dabei in /var/cache/esxupdate abgeladen, zusammen mit den Metadaten für die Updates.

Als root per SSH auf dem betroffenen ESX-Server (alle VMs abgeschaltet oder angehalten).

Mit ls -l /var/cache/esxupdate/metadata* herausfinden wieviele Ordner es gibt und in welchem Ordner die aktuellste Metadata.zip liegt.
Diese dann weiter verwenden.

Prüfen welche Updates installiert werden können:
esxupdate -m /var/cache/esxupdate/metadata-1955530552287157940/metadata.zip scan

Maintenance Mode:
vim-cmd /hostsvc/maintenance_mode_enter

Update:
esxupdate -m /var/cache/esxupdate/metadata-1955530552287157940/metadata.zip update

Reboot:
reboot

Das Kommando um den Maintenancemode zu verlassen hat nicht mehr in die Doku gepasst. Ich tippe auf ..._exit. Aber in der Regel geh ich dann eh mit dem VI-Client auf den Host um SQL und vCenter zu starten, da kann ich das dann auch per GUI machen.

Ich denke das Remediate macht am Ende nichts anderes...

Member
Beiträge: 249
Registriert: 02.11.2010, 19:50
Wohnort: Minden/Porta

Beitragvon OlliSWE » 31.12.2011, 18:02

An zwei Host habe ich jetzt per Update Manager drei Updates eingespielt. Bei einem ging es ohne Probleme, bei dem anderen musste ich per Hand neu starten, da die Kommunikation verloren ging. Auf dem ist der DNS-Server und das war dann nicht so günstig. Aber damit hat es geklappt, die Treiber für den LSI-Controller sind auch noch da.

Beim dritten Host (der mit dem vCenter) muss ich dann wohl händisch das durchführen. Aber das machen wir dann im neuen Jahr. Oder ich schiebe den vCenter mit der Sicherung auf den anderen Host. Das müsste doch eigentlich auch gehen. Ich bin nun einmal so ein "Fensterklicker". :)

Ich wünsche allen eine frohes neues Jahr und alles Gute.
VG
Olaf

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 31.12.2011, 18:17

Hi,
Das mit dem DNS ist immer ein Problem. Der ESX reagiert ziemlich komisch, wenn der DNS nicht da ist. Daher einfach einen secundary DNS installieren. So das immer einer da ist.

Gruss Peter

Member
Beiträge: 249
Registriert: 02.11.2010, 19:50
Wohnort: Minden/Porta

Beitragvon OlliSWE » 01.01.2012, 16:37

PeterDA hat geschrieben:Hi,
Das mit dem DNS ist immer ein Problem. Der ESX reagiert ziemlich komisch, wenn der DNS nicht da ist. Daher einfach einen secundary DNS installieren. So das immer einer da ist.

Gruss Peter


Erst einmal ein frohes neues Jahr.

Darf der W2k3-Server (kein DC) mit dem vCenter der Sek.-DNS-Server sein?

Das würde sich ja anbieten.

VG
Olaf

Benutzeravatar
Member
Beiträge: 187
Registriert: 26.11.2008, 23:45
Wohnort: CH

Beitragvon ch-hunn » 01.01.2012, 18:53

OlliSWE hat geschrieben:Darf der W2k3-Server (kein DC) mit dem vCenter der Sek.-DNS-Server sein?

Das würde sich ja anbieten.



Ja, das mache ich auch immer so, inkl. reverse Zone.

Chregu

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 01.01.2012, 21:43

Hi,
die Frage ist hast du den zwei DCs? Ich würde auf jeden deiner ESX je einen DC mit DNS installieren. Dann kannst du immer einen runterfahren ohne das ss Probleme gibt.

Gruß Peter

Member
Beiträge: 249
Registriert: 02.11.2010, 19:50
Wohnort: Minden/Porta

Beitragvon OlliSWE » 01.01.2012, 22:26

Nein, ich habe nur einen Domänencontroller. Und der ist noch ein alter Windows 2000 Server. Die neueren W2k3 und W2k8 sind zwar in der Dömane, aber nur als Server und nicht als DC.

Da traue ich mich noch nicht ran.

Benutzeravatar
Member
Beiträge: 187
Registriert: 26.11.2008, 23:45
Wohnort: CH

Beitragvon ch-hunn » 01.01.2012, 22:31

PeterDA hat geschrieben:Hi,
die Frage ist hast du den zwei DCs? Ich würde auf jeden deiner ESX je einen DC mit DNS installieren. Dann kannst du immer einen runterfahren ohne das ss Probleme gibt.

Gruß Peter


Wobei, wenn man alles herunterfahren muss, auch wieder ohne funktionierende DNS da steht.

Meine Setups beinhalten einen dezidieren "Management Server" mit
- Backupsoftware und Tape Drive/Loader
- Secondary DNS
- vCenter
- VI Client
- Diverseste Management Tools wie Putty, SCP, RVTools etc pp

Dieser Server ist auch kein Miglied einer Domäne und hängt mit eigenen NICs im vmKernel VLAN, den Produktions VLANS und bei Bedarf am iSCSI Netz.

So habe ich möglichst wenige, bzw keine Abhängigkeiten von VMs und kann die vSphere Umgebung in beinahe jedem Zustand schmerzfrei Administrieren.
Das vCenter virtuell zu betreiben löst bei mir im Moment noch ein ungutes Bauchgefühl aus.

Andere Frage:
Wie Handhabt Ihr das in kleinen Umgebungen (3 Hosts, Shared Storage, Essential plus Lizenzen)?

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 02.01.2012, 09:27

Hi,

Wie Handhabt Ihr das in kleinen Umgebungen (3 Hosts, Shared Storage, Essential plus Lizenzen)?


Der Punkt hier ist ja das Shared Storage. Wenn man das hat ist ja alles deutlich einfacher, da man dann die VM von einem Host auf einen anderen schieben kann. So müssen zur Wartung der ESX Server die VMs nicht heruntergefahren werden. Vorausgesetzt man hat genügen Ressourcen. In diesem Fall würde ich den vCenter auch immer als VM betreiben. Das ist ja auch die Variante die VMware empfiehlt.

Gruß Peter


Zurück zu „vSphere 5 / ESXi 5 und 5.1“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste