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vmdk von anderer IP als lokale USB-Platte mounten

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vmdk von anderer IP als lokale USB-Platte mounten

Beitragvon hape66 » 16.11.2011, 12:29

Hallo,

ich habe auf einem ESXi 5 ein Windows SBS 2011 laufen und es soll ein Backup mit Windows Server Backup angelegt werden.

Der Server ist physisch nicht erreichbar, daher kommt eine Sicherung auf eine lokale Platte oder USB-Platte nicht in Frage.

Ist es möglich auf einem anderen Server eine Freigabe zu erstellen und diese als USB-Platte im SBS 2011 zu mounten?

Dann könnte das Backup darauf gemacht werden und wird gleichzeitig auf den anderen Server geschoben.

Danke für jeden Hinweis
Hape

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Beitragvon continuum » 16.11.2011, 12:55

wer ist nicht erreichbar ? - der esxi oder die VM ?

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Beitragvon hape66 » 16.11.2011, 13:10

beide sind erreichbar, aber ich möchte quasi eine vmdk in die Windows-VM mounten, die auf einem ganz anderen Server liegt

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Beitragvon UrsDerBär » 16.11.2011, 14:09

Für immer FullBackup sichern kannst auch nen Script schreiben + per Taskmanager auf Netzlaufwerke sichern.

Möchtest du nicht immer komplett sichern, brauchst ne lokale Festplatte, nur da funktioniert die interne Sicherung. Das kannst du zbsp. mit einer iSCSI NAS erreichen. Die Festplatte präsentierst du entweder dem Windows Server direkt (eigentlich auch nicht supported, da SBS offizielle nur ein Netzwerklink supported, gehen tuts aber) oder dem ESXi als zusätzlichen Datastore, wo du dann eine zusätzliche Disk dem Server gibst.

Einfacher und günstiger wäre es evtl. auch mit einem Backup-Agenten.

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Beitragvon hape66 » 16.11.2011, 15:03

UrsDerBär hat geschrieben:Für immer FullBackup sichern kannst auch nen Script schreiben + per Taskmanager auf Netzlaufwerke sichern.

Möchtest du nicht immer komplett sichern, brauchst ne lokale Festplatte, nur da funktioniert die interne Sicherung. Das kannst du zbsp. mit einer iSCSI NAS erreichen. Die Festplatte präsentierst du entweder dem Windows Server direkt (eigentlich auch nicht supported, da SBS offizielle nur ein Netzwerklink supported, gehen tuts aber) oder dem ESXi als zusätzlichen Datastore, wo du dann eine zusätzliche Disk dem Server gibst.

Einfacher und günstiger wäre es evtl. auch mit einem Backup-Agenten.


OK, also eigentlich könnte ich einfach eine weitere Festplatte für den SBS erstellen, dort das Backup drauf machen lassen und diese vmdk dann per SCP auf den anderen Server kopieren?

Mit welchem Backup-Agenten wäre es einfacher?

Danke schonmal!
Hape

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Beitragvon UrsDerBär » 17.11.2011, 10:40

BackupAgenten: Na mit welchem Windows-basierten Agenten auch immer dir das gefällt. Die üblichen Verdächtigen die alle schon lange in dem Bereich arbeiten. Die gleichen wie unter Echtblech eben. Neue Player gibts vor allem im Bereich wo direkt die VM an sich gesichert wird. Dann kopierst die VM zurück auf den Datastore, startest sie und fertich.

Betreffend zweiter Festplatte: Darauf sichern würde sicher klappen. Weiss aber nicht ob es sinnvoll und überhaupt möglich ist, eine Festplatte im laufenden Betrieb, ohne sie von der VM zu trennen konsistent zu kopieren. Würde bei der Variante eher nen iSCSI oder NFS-Device in einem anderen Brandabschnitt hinstellen und dem ESX als Datastore präsentieren. Der VM gibtst nun eine Festplatte von diesem Datastore. Hast aber das Risiko, dass wenn der Datastore korrupt wird, du gar nix hast.

Deine Idee mit der USB-Platte halte ich nach näherer Betrachung auch für gangbar, allerdings nicht via einem anderen PC sondern mit einem USB-To-LAN Adapter. Habe ich so auch noch nicht versucht, wäre aber sicher ein Test wert und die benötigte Technik und Kenntnisse halten sich sehr in Grenzen. Implementierung einiges einfacher als per iSCSI und dank USB eigentlich allem präsentierbar im Fehlerfall. Da ist dann der Gang über LAN nicht nötig. Nur ist das halt auf eine einzige VM beschränkt pro USB-Device. Als günstige, simple Zusatzversicherung für zbsp. einen SBS imho aber sicher nicht verkehrt.

Nachteil jeder Windows Sicherung ist einfach, dass Du erst eine VM erstellen und dann die Daten hineinladen must. Wird auf Basis der kompletten VM gesichert, fällt dieser Schritt weg. Vorteil ist, du hast mind. eine Komplexitätsstufe weniger.

Wie immer führen verschiedene Wege nach Rom, ich mache gerne mehrere. Weil im Fehlerfall geht immer mindestens etwas schief.

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Beitragvon hape66 » 17.11.2011, 14:49

Danke, Urs, für die ausführliche Antwort!

Mit welchem Programm sicherst Du denn die komplette VM?
Das wäre natürlich am besten, erzeugt nur sehr viel Traffic (ist auf 10 TB / Monat begrenzt und die VM hat schon über 100 GB), daher würde ich am liebsten folgenden Plan umsetzen (wenn möglich mit Bordmitteln bzw. Open Source Programmen):

- 1x wöchentlich eine Komplettsicherung der ganzen VM
- tägliches Backup der Exchange Datenbank auf ein iSCSI, Netzwerk-USB (wenn das denn irgendwie geht) oder sonstiges.

Gruß
Hape

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Beitragvon UrsDerBär » 17.11.2011, 19:42

Je nach Anforderung:
- Files: Kombi aus DFS und verschiedenen Scripts mit Robocopy + RAR (Spiegel, Fullbackups, teilbackups usw).
- Server: Mit Boardmitteln auf iSCSI-LW, sowie Fullbackups auf Netzlaufwerke. (neuere OS, ältere nur Netzlaufwerk, Differenziell)
- Nach grösseren Veränderungen ziehe ich jeweils die komplette VM, Manuell
- DoubleTake synchronisierer: Garantiert konsistente DB's wenn Host abkackt. Die machen das schon so lange, die haben das wirklich drauf.
- Acronis Agents auch gute Erfahrung gemacht. Die HostVariante welche ganze VM's nicht via Windows sichert, soll aber (noch?) nicht so prall sein. BareMetal-Recovery und Windows Agent funzt aber prächtig.

Das meiste erledige ich sehr rudimentär und möglichst mit Boardmitteln. Dafür easy und mit ein paar simplen Tasks zu erledigen. Dazu preiswert. Und wenn ich die vielen Probleme mit Snapshots + Backups lese, dann schaue ich, dass ich erst gar keine machen muss, weil ichs eben auch nicht flicken könnte.

Kommt halt auch immer auf die Firmengrösse und anzahl server und Komplexität an. Ein Windows-Cluster absichern ist sicher komplexer als ein paar einzelne VM's. Wiederherstellung in einem Grosskonzern aufwendiger als einen SBS neu zu starten und DB's wiederherzustellen. ;)

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Beitragvon hape66 » 24.11.2011, 17:52

Hallo nochmal,

könnte man ein FullBackup der VM nicht auch einfach mit dem vCenter Converter machen und den Converter auf dem SBS 2011 installieren (Quelle: Eingeschaltete Maschine)?
Dazu müsste man die VM ja gar nicht herunterfahren.
Oder ist das ein Risiko?

und kennt hier zufällig jemand ein Programm das Exchange 2010 inkrementell sichern kann?

Danke!
Hape

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Beitragvon UrsDerBär » 24.11.2011, 18:16

Mal Ehrlich, lass solchen Bastelkram bleiben, vor allem wenn du nicht genau weisst was Du tust. Soll nicht böse klingen, aber wenn man mit Scripts bastelt, dann wenigstens mit Dingen die von MS als manuell ausgeführte Sicherung supported wird und mit Scripts automatisiert werden können.

Nimm Acronis für Small Business und du wirst glücklich werden. Agent in die VM und gut ist. Das Ding ist zuverlässig und Recovery hat bis dato immer zuverlässig geklappt. Beliebige Backupziele, verschlüsselt, nicht verschlüsselt, lokal, Netzwerkziele, Acronis-Backupserver usw. Ist ausserdem verhältnissmässig günstig. Aktuell grad noch mit dedup inklusive.

http://www.acronis.de/backup-recovery/a ... -business/

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Beitragvon hape66 » 24.11.2011, 18:20

ja das klingt super, nur leider sind dafür keine finanziellen Mittel vorhanden, deshalb muss ich eine kostenlose (oder mit Bordmittel zu bewerkstelligende) Lösung finden. Aber da werde ich mir eher die Zähne ausbeißen oder?
Trotzdem danke!

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Beitragvon hape66 » 24.11.2011, 18:23

Ausserdem scheint das Acronis eher auf allgemeine Systembackups zu zielen. Mir geht es in erster Linie um eine Exchange-Sicherung und wenn möglich inkrementell alle 4 Stunden auf ein Netzlaufwerk mit der Möglichkeit einzelne Mailboxen oder sogar einzelne Mails schnell und unkompliziert wiederherstellen zu können.
Fällt dir dazu was ein?
Nochmal viele Dank für die schnelle Hilfe

Hape

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Beitragvon Klaus_Urban » 25.11.2011, 12:22

Hallo Hape,

das könnte für dich interessant sein:
http://www.acronis.de/enterprise/produc ... /#overview

Funktioniert aber nicht mit der FreeLizenz.

Klaus

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Beitragvon hape66 » 25.11.2011, 13:00

Danke für den Link, aber ich werde nun doch das Windows Server Backup verwenden und 2 Backups täglich machen auf einen Samba-Share auf einer anderen IP.
Mal sehen ob das so klappt.

Ich habe gelesen, dass VMWare Snapshots machen kann ohne das man die VMs herunterfährt? Stimmt das und wenn ja, wie?

Danke
Hape

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Beitragvon hape66 » 25.11.2011, 18:20

Ich habe gelesen, dass VMWare Snapshots machen kann ohne das man die VMs herunterfährt? Stimmt das und wenn ja, wie?


OK, das Wie hat sich erledigt, aber taugen die Snapshots als Datensicherung?

Gruß
Hape

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Beitragvon irix » 25.11.2011, 18:25

hape66 hat geschrieben:
Ich habe gelesen, dass VMWare Snapshots machen kann ohne das man die VMs herunterfährt? Stimmt das und wenn ja, wie?


OK, das Wie hat sich erledigt, aber taugen die Snapshots als Datensicherung?

Gruß
Hape


Im vSphere Umfeld ist mit "Snapshot sichern" was anderes gemeint. Der Snapshot hebt den Leseschutz fuer andere Prozesse auf. Erst dann koennen andere auf die Daten zugreifen um sie fuer eine Sicherung zukopieren und auf einen anderen Datentraeger zulegen, waehrend dessen die VM weiterlaeuft und alle Aenderungen in den Snapshot (wieder geschuetzt) schreibt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon hape66 » 25.11.2011, 18:43

Ok ich verstehe (fast).
Heißt das, wenn ich einen Snapshot mache, kann ich in der Zeit eine Sicherung der VM machen (außer der Snapshot-Dateien) ?
Und anschließend den Snapshot wieder löschen?
Gibt es dazu gute Anleitungen?

Vielen Dank schonmal
Hape

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Beitragvon irix » 25.11.2011, 19:23

Du hast es richtig verstanden. Aber da gibt es nichts nachzulesen weil das macht jedes Produkt so wenn du eine VM im lfd. Betrieb sichern willst. Natuerlich werde man auch im ausgeschaltetem Zustand einen Snap erstellen da ja keiner weis ob die VM nicht benoetigt wird in naechster Zeit.

Gruss
Joerg


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