Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

Anfänger-Fragen: Hypervisor

Moderatoren: Dayworker, irix

Member
Beiträge: 67
Registriert: 03.10.2011, 12:02

Anfänger-Fragen: Hypervisor

Beitragvon vm-Dennis » 30.10.2011, 11:56

Hallo zusammen!

Ganz kurz zu mir, weil es mein erstes Posting ist: Heimanwender, VMware seit Workstation 7, aktuell Workstation 8. Ausserdem ist dank meiner Workstation-Lizenz noch ThinApp-Starter im Einsatz.

Derzeit treibt mich der Gedanke nach einem Homeserver um. Ich bin Hobbyknipser mit vielen Bildern, die ich vom Arbeits-PC auf den Server sichern will. Es geht also um Dateifreigaben und Backups. Zumindest derzeit... :roll:

In der aktuellen c't ist ein Bauvorschlag, der mich interessiert. Darin wird darauf hingewiesen, dass der Bauvorschlag ESXi-5.0-Hypervisor-tauglich ist. :) Seitdem beschäftige ich mich also mit ESXi. :grin:

Soweit ich verstanden habe, ist ESXi quasi Virtualisierungslösung für Server. Es würde mir also die Möglichkeit bringen, mehrere Server auf einer physikalischen Maschine laufen zu lassen. Seit gestern experimentierte ich daher auf meinem Rechner mit ESXi (getrennte Festplatte, von der gebootet wird). Leider hat sich die c't dem Thema noch nicht ausführlich angenommen.

Zu meinen Fragen, damit ich abschätzen kann, ob sich die weitere Einarbeitung für mich lohnt:

1) Beim Herunterladen des Programms wurde ich gefragt, ob ich will Maschinen ich die Software einsetzen möchte. Ich habe dann aus Unkenntnis einfach mal die Zahl 3 eingetippt. Auch wenn VMware die Änderung anbietet, funktioniert das nicht. Habe ich da schon was falsch gemacht?

2) Wenn das System eingerichtet ist, kann ich dann die einzelnen Server nur über den Client starten, oder gibt es so etwas wie einen Autostart-Mechanismus? Bisher habe ich nichts gefunden. Ich möchte also der Hardware Strom geben und er soll bis zum dem/den Server(n) durchstarten.

3) Für meine Datensicherung soll vermutlich der "Windows Home Server 2011" installiert werden. Habe ich die Möglichkeit, physikalische Festplatten die Datenspeicherung auf dem Server zu verwenden? Oder muss ich alles in virtuellen Festplatten speichern?

Ihr seht, es sind typische Anfängerfragen. Seid bitte etwas nachsichtig mit mir, denn die Informationen im Internet richten sich meist an andere Anwender. Seitdem ich allerdings VMware Workstation kenne und schätze, möchte ich beim Setup des Servers möglichst flexibel bleiben, und wie die Möglichkeiten der Gestaltung offen lassen. Nach meiner Erfahrung geht es am besten mit Virtualisierung.

Für eure Hilfe danke ich Euch.

Dennis

King of the Hill
Beiträge: 13063
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Beitragvon irix » 30.10.2011, 12:11

Hallo Dennis,
deine Anfrage mit der Anzahl war nicht ganz verstaendlich. Ja VMware fragt wegen Statistikdaten beim Download auf wievielen Hosts und oder wieviele VMs man betreiben moechte. Hat fuer dich aber keinen Einfluss und auch die Software welche du im Nachgang herunter laedst ist fuer alle Anwender/Kunden die gleiche. Einzig der Lizenzkey legt spaeter den Umfang faesst. Im Gegensatz zu anderen Produkten kann spaeter der Umfang im lfd. Betrieb so Quasi On-the-Fly angepasst werden.

Wo du nur aufpassen musst ist das du die Einstieg mit dem vSphere Hypervisor machst weil so heist das Produkt fuer den kostenlosen Einsatz und dort bekommst du deinen freien Lizenzkey.


Den automatischen Start von VMs aktiviert und konfiguriert man unter Host->Configuration->Automatic Start/Shutdown. Das ist per Default aus weil er ja die Reihenfolge nicht erahnen kann wenn man mehr als eine VM hat.

Ja Backup macht immer Sinn. Optimaler weise auf ein anderen Datentraeger/System. Als Minmum wuerde ich ein Backup auf eine weitere Festplatte/Datastore machen.

Wenn es die eigentlich nur um Speicherplatz bzw. Windowsfreigaben ging die Frage ob nicht ein kleines NAS oder was mit Windows Homeserver guenstiger bzw. pflegeleichter kommt.

Moechtest du aber verschiedene Betriebsysteme ausprobieren oder Erfahrungen sammeln dann ist der vSphere Hypervisor durchaus das richtige.

Gruss
Joerg

Member
Beiträge: 67
Registriert: 03.10.2011, 12:02

Beitragvon vm-Dennis » 30.10.2011, 12:27

Hallo Jörg!

Danke schon mal für die Antwort.

Ich habe gerade noch mal in die Lizenz geschaut, die mir beim Download angezeigt wird: "This license key can be deployed on an unlimited number of physical hosts, but is restricted to deployment on less than or equal to 3 Physical Servers." Da ich die Zahl "3" eingetippt hatte, dachte ich mir, ich hätte meine Lizenz schon selbst limitiert. :oops: Aber wenn das Standard für die Free-Version ist...

Kann ich den Hypervisor eigentlich auch in Workstation zum experimentieren installieren? Wäre einfacher... Probiere ich mal.

Danke für den Hinweis mit dem Start.

Ein einfaches NAS scheidet für mich eigentlich aus. Ich ziehe es vor, meine Systeme schlank zu halten (Experimente nur in Workstation :grin:), viele NAS bieten mehr als ich gebrauche oder schwächeln dann, wenn es lustig wird (Bilddatenbank mit MySQL z. B.).

Die Probier-Option ist ein Punkt. Wichtiger ist mir, dass ich bei wachsenden Bedürfnissen reagieren kann. Da ist die NAS limitiert.

Datastore: Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das die VDMK von EXSi, oder? Ist es für meinen Zweck nicht sinnvoller, quasi in einen SharedFolder (Terminus aus Workstation) direkt auf die Platte zu schreiben?

Noch eine Frage: Habe ich eigentlich irgendwelche Sachen zu beachten, wenn ich in der VM auf EXSi ein Software-RAID-1 einrichten will? Wenn ich einen Server direkt ohne Hypervisor installieren würde, ich würde ich das ja auch machen.

Danke für Eure weitere Hilfe... :)

Dennis

King of the Hill
Beiträge: 13063
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Beitragvon irix » 30.10.2011, 12:36

vm-Dennis hat geschrieben:..

Kann ich den Hypervisor eigentlich auch in Workstation zum experimentieren installieren? Wäre einfacher... Probiere ich mal.


Ja das ist moeglich.

..
Datastore: Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das die VDMK von EXSi, oder? Ist es für meinen Zweck nicht sinnvoller, quasi in einen SharedFolder (Terminus aus Workstation) direkt auf die Platte zu schreiben?


Ein ESXi erstellt einen/mehrere Datastore basierend auf den LUNS/Festplatten welche er zur Verfuegung hat. In diese Datastores werden ein oder mehrere VMs abgelegt welche dann auch ein oder mehrere vDISK im VMDK Format haben koennen.

Shared Folder gibts bei vSphere nicht.

Noch eine Frage: Habe ich eigentlich irgendwelche Sachen zu beachten, wenn ich in der VM auf EXSi ein Software-RAID-1 einrichten will? Wenn ich einen Server direkt ohne Hypervisor installieren würde, ich würde ich das ja auch machen.

Danke für Eure weitere Hilfe... :)

Dennis


Nein das in einer normalen Umgebung keinen Sinn da ja der ESX bereits Redundante und Ausfallsichere Hardware hat. Da macht ein RAID innerhalb der VM keinen Sinn.

Nun koennte man ueberlegen, mangels RAID Support deiner Hosthardware einer VM entsprechende vDISKs zugeben welche auf unterschiedlichen Datastores liegen um hier mehr Sicherheit zubekommen. Aber das erhoeht nur den Aufwand und kostet Performance.

In einer idealen Welt hat dein ESXi Host ein passendes RAID System und deine VMs machen normales Backup auf externe Datentraeger/Systeme.

Gruss
Joerg

Member
Beiträge: 67
Registriert: 03.10.2011, 12:02

Beitragvon vm-Dennis » 30.10.2011, 12:53

Danke Dir noch mal Jörg. Ich habe etwas googlen müssen um zu ahnen, was Du meinst. :D Newbie-Alarm bei dem Thema! :D

Hilf mir dennoch bitte noch mal. "redundante und ausfallsichere Hardware" meint bei Dir doch jetzt innerhalb des Hypervisors, oder? Die tatsächliche Hardware (z. B. das Netzteil) ist ja nicht redundant.

Meine "potentielle Hosthardware" (Intel DB65AL) kann RAID 1, das könnte ich zumindest aktivieren. Backups auf die externe Platte sind natürlich eingeplant. RAID ersetzt kein Backup. :grin:

King of the Hill
Beiträge: 13063
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Beitragvon irix » 30.10.2011, 14:31

vm-Dennis hat geschrieben:..
Hilf mir dennoch bitte noch mal. "redundante und ausfallsichere Hardware" meint bei Dir doch jetzt innerhalb des Hypervisors, oder? Die tatsächliche Hardware (z. B. das Netzteil) ist ja nicht redundant.


Normal waere das die Hardware des Hosts groestmoegliche Redundanz hat und somit alle darauf aussetztenden Komponenten automatisch profitieren. Bei solch einem Konstrukt macht es also keinen Sinn ganz oben innerhalb eines GuestOS in einer VM mit SoftwareRaid oder dergleichen zu hantieren.

Hat man keine Redundanz im Host mag das wohl anders sein.

Meine "potentielle Hosthardware" (Intel DB65AL) kann RAID 1, das könnte ich zumindest aktivieren. Backups auf die externe Platte sind natürlich eingeplant. RAID ersetzt kein Backup. :grin:


Ich weis weder was du hast noch was du dir anschaffen willst. Ein vSphere Hypervisor als OS bringt Gottlob nur wenige Treiber mit und unterstuetzt nur wenige auserwaehlte Hardware. Bei Boards ist nicht gesagt das alle Feature unterstuetzt werden wie Sound, WLAN, IFR,USB sowie FakeRAIDs.

Gruss
Joerg

Member
Beiträge: 67
Registriert: 03.10.2011, 12:02

Beitragvon vm-Dennis » 30.10.2011, 15:31

irix hat geschrieben:
vm-Dennis hat geschrieben:
Meine "potentielle Hosthardware" (Intel DB65AL) kann RAID 1, das könnte ich zumindest aktivieren. Backups auf die externe Platte sind natürlich eingeplant. RAID ersetzt kein Backup. :grin:


Ich weis weder was du hast noch was du dir anschaffen willst. Ein vSphere Hypervisor als OS bringt Gottlob nur wenige Treiber mit und unterstuetzt nur wenige auserwaehlte Hardware. Bei Boards ist nicht gesagt das alle Feature unterstuetzt werden wie Sound, WLAN, IFR,USB sowie FakeRAIDs.


Wie gesagt, eigentlich Home-Server mit Option, den Host nicht nur für ein System zu verwenden.

Die Hardware ist lt. c't tauglich. Daher keimte ja der Wunsch auf. :)

King of the Hill
Beiträge: 13657
Registriert: 01.10.2008, 12:54
Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...

Beitragvon Dayworker » 30.10.2011, 20:49

vm-Dennis hat geschrieben:Die Hardware ist lt. c't tauglich. Daher keimte ja der Wunsch auf. :)
Die HW ist für den Einsatz als vSphere-Host nur bedingt tauglich. Zumindest der Hinweis auf eine unterstützte Netzwerkkarte aus dem gleichen Hause wurde gegeben.
Weshalb sich die Redakteure aber einen HW-Raidcontroller erspart haben, wissen wohl nur sie selbst...

Das Raid1 des Intel-Bords wird als sogenanntes Fake-Raid jedenfalls nicht von vSphere unterstützt. Daher bliebe dir in diesem Fall wirklich nur die Einrichtung eines Raids im Gast selbst und selbst das würde ich nur nutzen, wenn du auch eine USV im Einsatz hast.
Das die c't in ihrem Literatur-Verzeichnis unter Punkt 4 sogar vom Einsatz eines Raids unter WHS2011 abrät, steht auf einem anderen Blatt.

Bei dem von der c't veranschlagten Preis würde ich mich eher nach dem im Artikel ebenfalls erwähnten HP Proliant N36L Microserver umsehen. Der erfordert zwar auch noch etwas Nacharbeit bei der Netzwerkkarte und vor allem mehr ECC-RAM, liese sich dazu aber noch mit einer richtigen Fernwartungskarte ausstatten.

Meine Erfahrung mit Virtualisierung ist jedenfalls, es bleibt nie bei der einen VM. Dazu ist es viel zu einfach, mal schnell eine VM zum Testen aufzusetzen. Aber je mehr VMs laufen, desto wahrscheinlicher werden RAM-Fehler. ECC-RAM baut da wie ein die Performance nicht verbesserndes Raid1 ein zusätzliches Sicherheitspolster auf, daß man bei den momentan geringen RAM-Aufpreisen genauso wenig wie ein simples Raid1 verschenken sollte.
Wie die c't schon schrieb, ersetzt ein Raid kein Backup, verschafft dir aber immerhin etwas mehr Reaktionszeit. In meinem Fall war die letzte Datensicherung gut 23 Stunden her und in der Zwischenzeit war einiger Traffic auf Web- und vor allem der Emailserver-VM zu verzeichnen gewesen.
Es liegt also an dir, wo du Prioritäten setzt und vor allem wie wichtig dir deine Daten sind. ;)


Zurück zu „vSphere 5 / ESXi 5 und 5.1“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast