Habe hier ein merkwürdiges Problem bei einem neu aufgesetzten ESXi System (Virtualisierungsserver für meine Uni). Vielleicht hat jemand eine Idee.
Wir haben zwei PCs. Der erste (Intel Core i5) spielt VM-Host. Hat eine 500 GB Festplatte, nur zum booten und als CD-Image Store.
Der zweite PC mit Ubuntu Server 10.04 dient als Storage-Maschine. Dort ist auf zwei HDDs mit je 2 TB ein Software RAID-1 eingerichtet und per NFS exportiert.
Diesen NFS-Export nutzt der Host-PC als Datastore.
Beide PCs haben jeweils zwei Intel 82541PI Gigabit NICs. Einer davon (eth0 bzw. vSwitch0) verbindet Host und Storage zum Netzwerk, der zweite (eth1 / vSwitch1) wird als direkte Kabelverbindung für den NFS-Storage verwendet.
Nun das Problem: der Netzwerkdurchsatz zwischen ESXi und Storage. ESXi erreicht nur ca. 200 MBit auf der direkten Verbindung zum Storage-PC. :| Resultiert in ca. 25 MB/s Lese- und Schreibrate.
Der begrenzende Faktor scheint dabei wirklich der Netzwerktransfer zu sein und nicht etwa die Festplatten etc.:
- Ich habe einen Testtransfer gemacht von einer physikalischen Maschine auf eine VM (deren Festplattenfile auf dem NFS-Mount liegt). Der Traffic kommt über vSwitch0 rein, und zwar mit ca. 600 MBit! Landet dann zuerst im Plattencache der VM und wird von da auf den Storage geschrieben, über vSwitch1 und nur mit ca. 200 MBit.
- Ein Testtransfer von der physikalischen Maschine direkt zum Storage-PC läuft ebenfalls mit ca. 600 MBit.
- Intern kopieren die Platten im Storage-PC mit 120 MB/s lesen und schreiben.
Ich habe bereits erfolglos probiert:
- iSCSI anstelle von NFS
- ESXi 4.1 und 5.0 getestet
- Mit und ohne Jumbo Frames
- Das mdadm-RAID durch eine einzelne Partition ersetzt
- Verbindung zwischen Host und Storage über Switch anstatt direktem Kabel
- vSphere-Settings und Shell-Kommandos durchgeschaut, ob mir was ins Auge springt
Bin für jegliche Ideen sehr dankbar!
