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Exchange 2010 Mailbox-Server: iSCSI aus der VM oder vmdk?

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Exchange 2010 Mailbox-Server: iSCSI aus der VM oder vmdk?

Beitragvon GTMK » 03.06.2011, 13:51

Moin,

in http://vmware-forum.de/viewtopic.php?t=23526 schrieb bla!zilla:
iSCSI direkt in den Gast ziehen: Besser vermeiden. Software-Initiator sind von der Performance her die Hölle.

Ich stehe gerade vor der Entscheidung, wie ich bei einem Ex2010 Mailbox-Server die Datenbanken und Logs anbinde... Mit iSCSI aus der VM hätte ich die Möglichkeit, auf dem Storage (HP LeftHand P4500 G2) applikationskonsistente Snapshots zu erstellen, mit vmdks habe ich diese Möglichkeit nicht so ohne weiteres.

Nun war ich bislang der Auffassung, der Microsoft iSCSI-Initiator sei sehr gut, so dass mich obige Aussage etwas verwirrt.

Welche Möglichkeit würdet ihr vorziehen?

Georg.

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Beitragvon bla!zilla » 03.06.2011, 20:08

Ich kann meine Empfehlung nur wiederholen. Der MS iSCSI Initiator ist Müll. Nett wenn man mal schnell Speicher anbinden will, aber für mehr auch nicht. Für das, was du vorhast, würde ich direkt VMFS nutzen.

Welchen Vorteil willst du aus dem Snapshots ziehen?

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Beitragvon PeterDA » 03.06.2011, 21:09

Hi,
wie kommst du auf die Idee, dass der MS SW Initiator gut sei? Hab damit nur Probleme gehabt. Neustatrt und die Platten waren nicht gemountet usw....

Ich würde die Finger davon lassen und das ganze per VMFS machen und wenn du mehr als 2 TB brauchst als RAW Disk ein binden.

Gruß Peter

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Beitragvon Tschoergez » 03.06.2011, 21:24

Bei der Verwendung von VMFS und vmkernel iSCSI musst Du Dir auch nur einmal Gedanken über redundante Pfade, Lastverteilung usw machen und kannst VM-Netzwerke sauber vom iSCSI-Netz trennen.
Ich seh da auch keine Vorteile eines Initiators im Gast (eher sogar noch RDMs)...

Viele Grüße,
Jörg

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Beitragvon irix » 04.06.2011, 16:14

PeterDA hat geschrieben:....
Ich würde die Finger davon lassen und das ganze per VMFS machen und wenn du mehr als 2 TB brauchst als RAW Disk ein binden.


Bei der Verwendung einer RDM aendert sich an dem Limit fuer die max. LUN Groesse nichts und es verbleibt beim Stand Heute 2TB-512Bytes.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 04.06.2011, 16:31

Hi Joerg,
echt ich war mir 100% sicher, dass man so die 2 TB Schranke umgehen kann. Okay ich brauchte aber auch noch nie Größen jenseits dieser Schranke. Normalerweise reichen ja kleinere DS.

Nur so interessahalber wie würdest du das Problem lösen?
- Mehere Platten in der VM zum JBOD zusammen sschliessen
- in der Paltte SW iSCSI Connector verwenden
- ....

Gruß Peter

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Beitragvon irix » 04.06.2011, 16:56

PeterDA hat geschrieben:Hi Joerg,
echt ich war mir 100% sicher, dass man so die 2 TB Schranke umgehen kann. Okay ich brauchte aber auch noch nie Größen jenseits dieser Schranke. Normalerweise reichen ja kleinere DS.

Nur so interessahalber wie würdest du das Problem lösen?
- Mehere Platten in der VM zum JBOD zusammen sschliessen


Nein, nicht mal meinem schlimmsten Feind wuerde ich so eine Loesung empfehlen :)

- in der Paltte SW iSCSI Connector verwenden


Ja, wenn man wirklich mehr als 2TB fuer ein Volume braucht gibts keine anderen Moeglichkeit. Allerdings kann ich nun nicht wirklich von schlechten Erfahrungen mit dem MS ISCSI Initiator berichten. Keine Frage natuerlich das ich mir hier CPU Last in die VM hole und je mehr IOs genertiert werden desto mehr CPU wird benoetigt.

Der 5.3TB grosse Fileserver hat mehrere Volumes und die Shares werden dann per DFS wieder virtuell zusammen gefuehrt. Der Vorteil das mal auf mehrere VMs aufzuteilen besteht.

Der 1.5TB grosse Exchange 2007 verteilt seine Mailboxen auf 8 Datenbanken welche auf 4 Volumes liegen.

Alles ist per VMDK realisiert.

Aber zurueck zur Ausgangsfrage vom Georg. Auch wir haetten ein SAN welches eine Exchange Integration bietet. Allerdings haben wir am beginn festgelegt alles gleich zumachen und wann immer es Moeglich ist VMDKs zu verwenden. Fuer das Thema RPO hatten wir alledings schon eine Loesung welche den Charm hatte diese Daten jenseits des SAN abzulegen.

Der groesste Echange in den Niederlanden erstreckt seine Volumes ueber eine Gruppe von 8 ISCSI Equallogics. Scheint scheint der MS Initiator nicht gaenzlich untauglich zusein.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 04.06.2011, 17:06

Hi Joerg,
danke für die Info!

Meine Erfahrung mit dem MS iSCSI Initiator beruhren auf dem des Win 2003 R2 und dort hatten wir immer wieder das Problem, dass nach einem Rebbot die Verbindung nicht wieder aufgebaut wurde auch entsprechende modifikationen in der Registry die uns MS genannt hatte habe da ncith geholfen. Okay der iSCSI Initiator des 2003 ist wohl auch ziemlich speziell, wie sich MS damals ausdrückte... Schlussendlich kam dann auch der Hinweis vom MS wir sollen auf 2008 umsteigen, wir haben das ganze dann aber auf eine ganz andere Art gelöst. Die KIste läuft noch heute unter 2003 R2.

Gruß Peter

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Beitragvon omicronont » 04.06.2011, 21:22

PeterDA hat geschrieben:Meine Erfahrung mit dem MS iSCSI Initiator beruhren auf dem des Win 2003 R2 und dort hatten wir immer wieder das Problem, dass nach einem Rebbot die Verbindung nicht wieder aufgebaut wurde ...


Interessant. Diese Erfahrung ist uns bisher erspart geblieben. Wir betreiben drei SQL- und Exchange-Server seit runf fünf Jahren mit per MS-iSCSI-Inititator (und Snapmanager) angebunden Volumes (für Datenbank- und Logdateien) an zwei Netapps. Die Server waren ursprünglich Echtblech, seit fast zwei Jahren VMs. Rebootprobleme sind uns bisher erspart geblieben.

Die Performanceprobleme, die wir hatten/haben, führe ich bisher auf andere Dinge zurück als den MS iSCSI Initator.

Allerdings gebe ich auch zu, dass wir die Snapshots der Datenbanken zwar haben, aber nur höchst selten (glücklicherweise) benutzen mußten. Die Rücksicherungen, die wir brauchten, waren älter und damit nur auf Tape vorhanden.

Gruß,

Knut

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Beitragvon GTMK » 05.06.2011, 19:42

N'abend allerseits,

vielen Dank für alle eure Rückmeldungen... ich war zwei Tage offline, daher erst jetzt die Antwort.

Welche Vorteile ich aus dem Snapshot auf der LH ziehen wlll, darüber bin ich mir zugegebermaßen noch gar so im Klaren. Etwa in die Richtung, dass ich dann die LUN einem Exchange in der Testumgebung präsentieren könnte (aus welchen Gründen auch immer, eseutil o.ä.). Ich denke, mit Ex2010 geht so etwas grundsätzlich. Mit etwas mehr Aufwand ließe sich das aber sicherlich auch mit einer vmdk realisieren.

Jörgs (Tschoergez) Argument bezüglich der Pfade usw. hat eine Menge für sich. KISS... Mehr als 2 TB brauche ich absehbar nicht.

Da anfangs nur Testpostfächer auf dem Ex2010 liegen werden, bleibt noch etwas Zeit zum Spielen. Ich werde also mit vmkds beginnen und dafür auch eigene Volumes auf der LH bereitstellen.

Viele Grüße, Georg.


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