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vmdk als IDE oder SCSI

Verfasst: 28.08.2012, 19:06
von Rene_Mhm
Hallo!

Wie kann ich eigentlich festlegen, ob ich eine Platte an einen IDE- oder SCSI-Port hänge?

Ich habe eine physische Maschine auf einen ESXi5 portiert und dabei drei Plattenfiles erstellen lassen. Das erste läßt sich nun nur als IDE-Platte einbinden, während für die beiden anderen nur SCSI-Ports angeboten werden.

Ich meine, im Prinzip ist es wahrscheinlich am Ende egal, aber ich hätte die eigentlich der Ordnung halber schon gern einheitlich (und mgl. am SCSI, damit noch 'Luft' bleibt).

Besten Dank schon mal vorab!

Verfasst: 28.08.2012, 19:23
von mbreidenbach
http://kb.vmware.com/kb/1016192 Converting a virtual IDE disk to a virtual SCSI disk

Verfasst: 28.08.2012, 21:05
von Rene_Mhm
Sicher ein guter Hinweis, danke!
Aber da breche ich mir leider im vi einen ab, besser gesagt im vim des vMA.

Abgesehen davon, dass ich noch gar nicht weiß, ob ich damit überhaupt an die vmx auf dem Host ran komme (ok, sollte eigentlich funktionieren) komme ich nichteinmal aus dem help vondem Teil raus, da in der Konsole das ESC nicht zu funktionieren scheint und ich damit den ':' nicht bekommen. Aber evtl. geht das beim vim ja auch völlig anders als beim vi. Aber ich bin halt ken Unix-Mensch, habe außer dem esxi heute nur mit Windows & HV zu tun und etc ist für mich immer noch primär ein Verz. auf SYS: :-)

Verfasst: 28.08.2012, 21:13
von continuum
eine ide-Platte taucht so auf:

ide0:0.filename = mydisk.vmdk
ide0:0.present = "true"

willst du die als SCSI einbinden aenderst du das in

scsi0:0.filename = mydisk.vmdk
scsi0:0.present = "true"

Weietere Details findest du bei mir auf der Seite:
http://sanbarrow.com/vmdk-basics.html#changeadapter

Vorsicht - umschreiben der Boot-platte endet bei Windows VMs normalerweise in einem bluescreen

Verfasst: 28.08.2012, 21:48
von Rene_Mhm
OK, besten Dank soweit.

Ich werde die Kiste jetzt erstmal so zum Laufen bringen und dann wohl bei Gelegenheit einfach eine zusätzliche Platte einbinden, von der IDE im laufenden Client per PQDI o.ä. ein Image rüber ziehen und dann die IDE-Platte raus werfen. Erscheint mir momentan als der (für mich) einfachste Weg.

VMDK SCSI -> IDE?

Verfasst: 23.09.2012, 22:09
von Wirrkopf
Ich möchte gerne eine physische lokale SATA HDD in einer VM per RDM einbinden.

Ich möchte damit auf eine alte physische Maschine unter ESXi zum leben erwecken die sich nicht per Converter in eine VM wandeln läßt.

Nun habe ich es schon geschafft die physische HDD in einer VM einzubinden. Dabei handelt es sich um die Boothdd. Leider wird diese nun als SCSI eingebunden und real ist es eine SATA IDE. Das geht beim boote natürlich nicht gut. Man sieht kurz das Windows starten will (schon mal ein gutes Zeichen) dann gibts einen Bluescreen den aber nur kurz aufblitzen sieht dann startet VMWAre die VM autoamtisch neu.

Da ESXi ja per GUI keine IDE HDD einrichtung zuläßt mus man also an die VMX Datei ran. Nun bin ich mir nicht sicher was ich da ändern soll. EInfach alle SCSI0 durch IDE0 ersetzten?!

Stehen tut da:

scsi0.present = "TRUE"
scsi0:0.present = "TRUE"
scsi0.sharedBus = "none"
scsi0.virtualDev = "lsisas1068"
scsi0:0.fileName = "/vmfs/volumes/505f73c4-ba8840e7-7133-485b39a45788/rdm_samsung_500GB_S1VZJ90S132189.vmdk"
scsi0:0.mode = "independent-persistent"
scsi0:0.deviceType = "scsi-hardDisk"

Verfasst: 24.09.2012, 00:05
von continuum
Ein Umschreibenauf IDE hilft dir gar nicht - es sei denn die Platte käme aus einem Computer mit Intel IDE Chipsatz - du sprachst aber von SATA und dafür gibt es in einer VM keine Entsprechung.

Kannst du nicht einfach das treiberproblem beheben dass den BSOD auslöst ?

Verfasst: 24.09.2012, 08:23
von Rene_Mhm
continuum hat geschrieben:Kannst du nicht einfach das treiberproblem beheben dass den BSOD auslöst ?
Wäre auch mein Ansatz.
Das Ding klassisch wie eine physische Kiste behandeln, die einen unfreiwilligen Boardtausch erleiden müßte, und eine Reparaturinstallation rüber fahren.

Verfasst: 24.09.2012, 09:58
von ~thc
Beim Bootvorgang wertet Windows die "CriticalDeviceDatabase" (HKLM\System\CurrentControlSet\Control\CriticalDeviceDatabase) aus, um die zum Booten notwendigen Treiber zu laden.

In deiner physischen HDD steht dort der Treiber des physischen Chipsatzes drin (Für den mit P-ATA kompatiblen Modus z.B. "intelide" oder für den AHCI-Modus z.B. "iastor"), der in der VM keine oder eine fehlerhafte (falsche Hardware-ID) Entsprechung hat.

Du kannst den "richtigen" LSI-SAS-Treiber dort nachträglich injizieren, in dem du entweder die physische Maschine nochmal anwirfst und dieser Anleitung folgst:

http://kb.vmware.com/kb/1005208

Alternativ kannst du auch deine VM von einem Wartungs-CD-Image (z.B. BartPE) mit passendem Treiber booten und anders vorgehen:

- die Schritte 1 bis 5 des o.g. Artikels unter "Windows 2008" abarbeiten
- zusätzlich von der laufenden 7/2008-VM den Key HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CriticalDeviceDatabase\
pci#ven_1000&dev_0054 exportieren und auf deiner Ziel-VM importieren

Oder du machst aus der SCSI- eine IDE-Disk und musst dann aber wahrscheinlich trotzdem die CriticalDeviceDatabase mit der richtigen Hardware-ID (PCI\VEN_8086&DEV_7111) für den "neuen" IDE-Controller impfen.

Verfasst: 24.09.2012, 15:25
von Wirrkopf
Bei dem physischen PC handelt es sich um einen Windows 2008 Server der DC war und dann eines Tages einen Softwareschaden erlitt. Hatte wohl irgendwas mit dem onBoard Raid 1 zu tun was zu diesem zeitpunkt eine der beiden HDDs nicht mehr zuverlässig erkannte.

Der Server 2008 konnte keine Netzwerkverbindungen mehr erkennen, auch bei zugestecker Karte, und das AD hatte wohl auch einen Knacks weg. Ohne Netz hatte ich keine Lust das mit dem Converter zu probieren. Es ging dabei auch um drei volle HDDs (Raid 1 aus 2 x 500 GB für OS und Daten und einmal 1500 GB Backupbestand von über 2 Jahren) was mir für eine VM eh zu fett war.

Da der wechsel vom physischen PC auf einen VM Server unter ESXi5 sowieso anstand wurde dann ohne viel Federlesens durch einen komplett neu aufgesetzten ESXi 5 Server ersetzt.

Der alte Server soll nun aber der zweite ESXi Server werden, und wenn möglich den Datenbestand des alten Servers in einer VM zur Verfügung stellen. Nur damit ich nochmal in Ruhe prüfen kann ob evtl. noch wichtige Daten/Programmeinstellungen/was weis ich vorhanden sind. Und damit ich den ESXi Server endlich in Betrieb nehmen kann und dort aufstellen wo ich nur remote bequem rankomme.

Nach der Anleitung soll Server 2008 ja den LSI Treiber den VMWare brauch eh dabei haben nur muss dieser aktiviert werden. Ich starte also den Server physisch nochmal, aktiviere den LSI Treiber und versuche es dann nochmal die Bootplatte als RDM Device als Bootplatte in der VM anzusprechen?

Verfasst: 24.09.2012, 15:38
von Rene_Mhm
Wirrkopf hat geschrieben:... und wenn möglich den Datenbestand des alten Servers in einer VM zur Verfügung stellen. Nur damit ich nochmal in Ruhe prüfen kann ob evtl. noch wichtige Daten/Programmeinstellungen/was weis ich vorhanden sind.
Also für reine Daten würde es ja völlig reichen, wenn Du eine neue VM hochziehst, und die alten Platten dann einbindest.

Verfasst: 24.09.2012, 17:15
von Dayworker
~thc hat geschrieben:Beim Bootvorgang wertet Windows die "CriticalDeviceDatabase" (HKLM\System\CurrentControlSet\Control\CriticalDeviceDatabase) aus, um die zum Booten notwendigen Treiber zu laden.

In deiner physischen HDD steht dort der Treiber des physischen Chipsatzes drin (Für den mit P-ATA kompatiblen Modus z.B. "intelide" oder für den AHCI-Modus z.B. "iastor"), der in der VM keine oder eine fehlerhafte (falsche Hardware-ID) Entsprechung hat.

Du kannst den "richtigen" LSI-SAS-Treiber dort nachträglich injizieren, in dem du entweder die physische Maschine nochmal anwirfst und dieser Anleitung folgst:

http://kb.vmware.com/kb/1005208

Alternativ kannst du auch deine VM von einem Wartungs-CD-Image (z.B. BartPE) mit passendem Treiber booten und anders vorgehen:

- die Schritte 1 bis 5 des o.g. Artikels unter "Windows 2008" abarbeiten
- zusätzlich von der laufenden 7/2008-VM den Key HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CriticalDeviceDatabase\
pci#ven_1000&dev_0054 exportieren und auf deiner Ziel-VM importieren

Oder du machst aus der SCSI- eine IDE-Disk und musst dann aber wahrscheinlich trotzdem die CriticalDeviceDatabase mit der richtigen Hardware-ID (PCI\VEN_8086&DEV_7111) für den "neuen" IDE-Controller impfen.
Die ganzen Schritte kann man sich mit dem Tool Driverinjection wesentlich vereinfachen, wenn man sich eine BartPE/MOA-CD baut und den Ordner mit draufpackt. Die VM startet man dann einfach von CD oder ISO und kann dann der VM den für das OS passenden Treiber verpassen. Einzig W8 bzw W2k12 funktionieren damit wohl noch nicht.

Verfasst: 24.09.2012, 19:51
von ~thc
Wirrkopf hat geschrieben:Nach der Anleitung soll Server 2008 ja den LSI Treiber den VMWare brauch eh dabei haben nur muss dieser aktiviert werden. Ich starte also den Server physisch nochmal, aktiviere den LSI Treiber und versuche es dann nochmal die Bootplatte als RDM Device als Bootplatte in der VM anzusprechen?


Ja, das sollte funktionieren.