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Internes RAID o. NAS (iSCSI)? Oder gleich ein neues System?

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Beitragvon osterhase » 14.08.2010, 23:20

Dayworker hat geschrieben:Ohne eine Gesundheitsmeldung der HW wären mir die darauf lagernden Daten in jedem Fall zu wertvoll. Selbst wenn es nur Testdaten sind, wäre mir der darin investierte Zeitaufwand immer noch zu kostbar.


Genau das ist der entscheidende Punkt... Was hilft mir ein RAID, wenn ich die defekte Platte nicht bemerke? Da kann ich mir das Geld auch sparen...

Tendiert hatte ich auch zum LSI, allerdings hat der User plvoy hier davon berichtet, dass auch der LSI 9560 die Anzeige des Health Status nicht unterstützt... (ggf. aber ein Workaround).

Eine saubere Lösung ist das letztendlich auch nicht - ich stehe gerade wieder bei der Überlegung zu Beginn des Threads... nicht doch besser ein günstiges iSCSI NAS? Preislich tut sich da auch nicht mehr viel zu den hier diskutierten RAID Controllern, dafür sind Report-Funktionen kein Thema mehr... Außerdem hab ich die Platten in einem eigenen Gehäuse, ordentlich gekühlt, und muss nicht noch mit Einbauschächten etc. in dem Miditower hantieren....

Wie gesagt, ein RAID was nicht in der Lage ist, mir eine defekte Platte zu melden, kann ich mir auch schenken... Sollte der in dem o.g. Thread erwähnte Workaround funktionieren, könnte man per crontab einmal täglich die Ausgabe des CLI Tools in eine Datei schreiben. Diese dann in einer entsprechend konfigurierten VM einmal täglich per ssh abrufen und (ggf.) per Mail verschicken....

Aber so richtig schön ist das ja auch nicht....

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Beitragvon Dayworker » 14.08.2010, 23:38

Nur einmal am Tag? Dann kannst du eigentlich auch gleich hinlaufen und selbst nachsehen oder auf eine Meldung warten, daß sich bestimmte VMs nur noch sehr träge verhalten.
Als Reaktionszeit bis zu Meldung würde ich allerallerhöchstens einer Stunde tolerieren, eigentlich schwebt mir da eine Zeit von 5min vor. Aber bei so kurzen Abfragezeiträumen weiß ich nicht, wie negativ sich das auf die Serverleistung auswirken würde...

[add]
Beim Thema NAS kommst du aber vielleicht auch nicht viel weiter oder hast du schon eins ins Auge gefaßt?
Alle bezahlbaren haben dabei bisher meist immer den Nachteil gezeigt, daß die Performance stark zu wünschen übrig läßt, selbst wenn sie von VMware zertifiziert wurden. Schau dir dazu mal mein Posting zum NAS Iomega StorCenter ix4-200d an.

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Beitragvon osterhase » 14.08.2010, 23:44

Dayworker hat geschrieben:Nur einmal am Tag? Dann kannst du eigentlich auch gleich hinlaufen und selbst nachsehen oder auf eine Meldung warten, daß sich bestimmte VMs nur noch sehr träge verhalten.
Als Reaktionszeit bis zu Meldung würde ich allerallerhöchstens einer Stunde tolerieren, eigentlich schwebt mir da eine Zeit von 5min vor. Aber bei so kurzen Abfragezeiträumen weiß ich nicht, wie negativ sich das auf die Serverleistung auswirken würde...


Grundsätzlich richtig, aber ist ja kein Produktivsystem, ich bin der einzige "Benutzer" usw... ob ich das Script nun alle 5min laufen lasse oder in größeren Intervallen ändert ja am "unschönen" Prinzip nichts...

Bin mal noch auf die Rückmeldung des Users in dem anderen Thread gespannt - wenn das Status-Abfragen über das CLI Tool funktioniert, wäre das (für mich) eine gerade noch akzeptable Lösung, die ihren Zweck erfüllt. Nicht mehr und nicht weniger...

Wenn nicht, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als auf NAS Suche zu gehen....

[add]
Zum NAS: Ich habe so ein kleines Synology NAS (RAID1 aus zwei 5400er Platten) herumstehen... das kann iSCSI und ich werde das morgen mal testweise einrichten und eine VM reininstallieren...

Als VMs laufen hier 2x DC Win 2008 R2, ein Exchange 2010 mit mir als einzigen User (dennoch die einzige VM, die nicht im Idle-Mode vor sich hin schlummert), zwei Windows XP VMs, ein Nagios, ein kleines Linux. Es ist nur meine Spielwiese, sodass nie mehr als ein User gleichzeitig darauf zugreift... wenn das Installieren einer VM mal ein paar Minuten länger dauert, kann ich damit leben. Dennoch, den absolut drastischen Geschwindigkeitseinbruch zur jetzigen Lösung (5400er Platten direkt angesprochen, einzeln) würde ich natürlich auch nur ungern erleben..

Die Wahl der 5400er Platten zeigt ja auch schon, dass ich hier nicht auf Geschwindigkeit sondern eher auf Energieverbrauch optimiert habe...

[add2]
Nur mal zur Sicherheit... das Intel Onboard-RAID1 vom Chipsatz Intel Q35 hilft mir beim ESX nichts, korrekt?

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Beitragvon Dayworker » 14.08.2010, 23:59

Eventuell sind auch unsere Foren-Threads Eigenbau Test SAN und Suche "Best Practice" für ESXi 4.1 auf Home-Testre für dich interessant.

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Beitragvon osterhase » 15.08.2010, 00:12

Dayworker hat geschrieben:Eventuell sind auch unsere Foren-Threads Eigenbau Test SAN und Suche "Best Practice" für ESXi 4.1 auf Home-Testre für dich interessant.


Hm, da muss ich mal drüber nachdenken und schauen, welche Hardware-Ressourcen für den "Storage Server" benötigt werden... Noch eine zweite Kiste 24/7 mit Strom zu füttern - da gewinnt dann das Stromspar-Thema für mich schon an Bedeutung.

Die Pro-Modelle von Qnap sind auch vmware zertifiziert, allerdings fängt man hier auch erst bei knapp 500 Euro (dann 2x Platten RAID1) an...

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Beitragvon osterhase » 15.08.2010, 00:37

Hab das kleine Synology NAS gerade noch ausprobiert - ernüchterndes Ergebnis... Das Kopieren einer ca. 4 GB VM dauerte stolze 17min, also bewegt sich das ganze in der Größenordnung von 4 MB/s.... :shock:

Die Werte kann ich aufgrund dieser älteren Messungen (NAS <> Notebook) nicht ganz nachvollziehen...

EDIT: Fehler, Die Datei war gut 22GB groß, Geschwindigkeit 21MB/s

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Beitragvon Dayworker » 15.08.2010, 00:54

osterhase hat geschrieben:[add2]
Nur mal zur Sicherheit... das Intel Onboard-RAID1 vom Chipsatz Intel Q35 hilft mir beim ESX nichts, korrekt?
Jep, ein Raid egal welches Level ist mit Chipsatzkontrollern derzeit nicht zu realisieren. Man muß eher schon froh sein, wenn das einzelne Laufwerk erkannt wird. Mit einem Gigabyte-Raidkontroller = umgelabelter JMicron-Consumer-Kontroller gelingt nicht mal das...

Hm, da muss ich mal drüber nachdenken und schauen, welche Hardware-Ressourcen für den "Storage Server" benötigt werden... Noch eine zweite Kiste 24/7 mit Strom zu füttern - da gewinnt dann das Stromspar-Thema für mich schon an Bedeutung.
Selbiges Problem habe ich auch. Gegen den ESX(i) spricht bei mir auch die fehlenden Undervolting-Möglichkeiten im Bios meines Sig-Rechners. Das stellt für die CPU leider die Heizstufe an und röstet diese mit der beim Core2Duo/Quad der 65nm-Generation maximal erlaubten 1.35V. Das ist ansich kein Problem, die CPU-Temp stieg auch während einiger sehr warmen Tage nicht über 75°C, aber mit PHC unter Linux oder RMclock unter Windows läuft die CPU auch fehlerlos mit dem von Bios minimal vorgesehenen 1.162V und selbst das ist noch weit von den von Intel minimal spezifierten 0.85V für diese CPU-Reihe entfernt. Das ergibt bei meinem Quad mit 95W TDP rein rechnerisch schonmal ~15W weniger Verbrauch, die CPU läuft dauerhaft nur noch um 60°C und vom gesamten Rechner ist nur noch ein leises, gleichmäßiges Rauschen zu hören. Das ändert sich zwar auch nicht sehr stark mit der höheren CPU-Spannung, aber es ist deutlich zu vernehmen, daß mehr Luft bewegt werden muß.

Die Werte kann ich aufgrund dieser älteren Messungen (NAS <> Notebook) nicht ganz nachvollziehen...
Bist du dir sicher mit dem Link, der verweist auf dein Posting zur "Synology-NAS DS209 (genutzt als Dateiablage)" in diesen inzwischen 2 Seiten umfassenden Thread.
Und ja diese Werte sind durchaus erklärbar. Es macht einen riesigen Unterschied ob du viele kleine Dateien oder eher große im Gig- oder sogar TB-Bereich kopierst. Während kleine Dateien vor allem die Intelligenz des Dateisystem mit Datei- und Verzeichniseinträgen belasten, kommt es bei großen Dateien nur auf die reine IO-Leistung und damit auch auf CPU-Power des Storage an. Ich glaub bei Buffalo, Thecus oder QNAP haben sie deshalb auch eine Storageversion mit einer 2GHz Intel-CPU auslaufen lassen und setzen jetzt dort auf eine nicht näher bezeichnete Intel-CPU mit 2.4GHz.

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Beitragvon osterhase » 15.08.2010, 11:18

Moin,

also die Werte aus dem verlinkten Posting kamen so zustande:
Auf dem NAS ein iSCSI Target eingerichtet, mit meinem Notebook (Win7) verbunden, Partition eingerichtet, und dann im Explorer ein 4GB DVD Image kopiert. (Dabei auch immer die Netzauslastung im Auge gehabt und danach die Zeit bewertet, damit nicht irgendwelche Cache Mechanismen aktiv werden)
Fazit: 31 MB/s schreiben und 47MB/s lesen

Gestern habe ich dann wieder ein iSCSI Target eingerichtet, mit dem ESXi verbunden und per vSphere Client einen VM Ordner kopiert. Zu später Stunde habe ich aber sträflicherweise der Größenangabe in der GUI geglaubt, die ja bekannt für etwas absurde Zahlen ist. Aus der Konsole geht hervor, dass die Datei in Wirklichkeit 22GB groß war.
Das ergibt eine Geschwindigkeit von ca. 21MB/s

Die Abstriche können jetzt natürlich auch von der (wenn auch geringen) Grundbelastung des Servers im Laufenden Betrieb kommen....

Also sorry für die Verwirrung gestern ;-)
Werde jetzt das Ergebnis noch mal durch einen Copy-Befehl auf Konsolenebene verifizieren.

So richtig schnell ist das natürlich trotzdem nicht, vorallem wenn ich mir überlege, dass dort nicht nur ein Schreib/Lesevorgang stattfindet, sondern 6 VMs gleichzeitig was von den Platten wollen...

[add] Dieses mal waren es knapp 15 MB/s....

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Beitragvon Dayworker » 15.08.2010, 13:43

Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe bzw sich zwischenzeitlich nichts geändert hat, war/ist der Client sowieso nie der Schnellste beim Kopieren gewesen. Jetzt kommt es also nur auf dich an, ob dir die anliegende IO-Leistung auch in den VMs ausreicht.

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Beitragvon osterhase » 16.08.2010, 14:07

Ich werde nun den LSI-Controller bestellen und mit der internen Variante arbeiten. Die Status-Abfrage über ssh funktioniert (siehe anderer Thread).

Ich meld mich wieder und gebe Rückmeldung...

Danke auf jeden Fall für die Unterstützung!

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Beitragvon Dayworker » 16.08.2010, 19:37

...und ich wühl jetzt den erwähnten Thread raus und setze gleich mal ein Bookmark...

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Beitragvon osterhase » 16.08.2010, 19:40

Dayworker hat geschrieben:...und ich wühl jetzt den erwähnten Thread raus und setze gleich mal ein Bookmark...


Da helf ich gerne mit ;-)

http://vmware-forum.de/viewtopic.php?p=104530#104530

Ich werde berichten, wie es läuft...

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Beitragvon osterhase » 26.08.2010, 21:10

Controller ist eingebaut und die Statusabfrage funktioniert auch prima... allerdings wunder ich mich doch sehr über die extrem langsamen Schreibraten... Kopiere gerade VM von einer einzelnen Platte (angeschlossen onboard) auf das RAID. Mit 4MB/s... :?

Das RAID5 besteht aus 3 Platten (WD 500GB 5400rpm)

Überhaupt hat die Performance-Anzeige vom vSphere Client laufend Aussetzer, auch per SSH dauern manche Befehle (ls) ewig lange...

Kurz: Irgendetwas ist hier faul...

Habe die aktuelle ESXi Version auf einen USB Stick installiert und danach den LSI Treiber wie in der Anleitung auf der Webseite beschrieben eingebunden. Dann den Datastore angelegt....

Habt ihr Ideen?

EDIT: Erledigt, Schreibcache am Controller war deaktiviert...


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