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Performance beim Festplatten-Zugriff

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Performance beim Festplatten-Zugriff

Beitragvon ms_toon » 11.05.2010, 14:51

Hallo miteinander,

ich habe einen ESX4i auf folgender Hardware laufen: Supermicro X7SB4/E mit Xeon L3110 / 3 Ghz und 8GB RAM

Für die Daten gibt es eine Einzelplatte (direkt am Board angebunden) und zwei weitere Platten als Raid1-Verbund mit einem 3Ware 9650SE-2LP Raid-Controller. Alle Platten sind baugleich (WD RE3 5002ABYS 500GB).

Es gibt deutliche Unterschiede in der Performance beim Datastore-Zugriff auf der Einzelplatte bzw. auf den Raid-Verbund. Insbesondere das Schreiben auf den Raid-Verbund dauert ungefähr doppelt so lange, wie auf die Einzelplatte. Das dürfte doch eigentlich nicht so sein, oder?? Ist der Raid-Controller evtl. überfordert?

Zum testen habe ich in einer VM jeweils eine Festplatte verbaut, die auf dem Raid-Verbund liegt und eine weitere aus dem Datastore auf der Einzelplatte. Außerdem habe ich mal verglichen, wie lange der Upload über den vSphere-Client auf die zwei Datastores und das kopieren per FastSCP dauert.

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Beitragvon Dayworker » 11.05.2010, 16:30

Das der vSphere-Client beim Kopieren nicht der schnellste ist, kannst du im ESXi-Bereich nachlesen. Dazu hatte VMware meines Wissens nach allerdings auch einen Patch ausgeliefert.

Performancewerte zum 3Ware-Controller kann ich nicht liefern, aber hast du den Schreibcache für das Array auch aktiviert? Selbiges und den RAID-Betrieb allgemein sollte man natürlich nur machen, wenn man eine BBU zur Hand hat und ohne diese, verweigern die meisten Controller den Schreibcache. Andernfalls könnte es Probleme mit der Datenkonsistenz geben.

PS: Das ein Raid1 nur beim Lesen einen Performancevorteil bringt, ist dir hoffentlich klar. Wenn du Performace brauchst, solltest du zumindest ein Raid5 oder gleich ein Raid10 aufbauen.

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Beitragvon ms_toon » 11.05.2010, 17:07

Das der vSphere-Client beim Kopieren nicht der schnellste ist, ...


Das ist klar. Mir ging es nur um das Verhältnis zwischen Raid-System und Einzelplatte...

Was die Schreib- und Lese-Geschwindigkeit angeht dachte ich bisher, dass bei Raid1 das Schreiben ungefähr gleich schnell zum Schreiben auf eine Einzelplatte ist und beim lesen die Geschwindigkeit höher liegt, weil die Daten parallel von beiden Platten gelesen werden können. Ich habe beim lesen der Daten jedoch keinen Geschwindigkeitsvorteil feststellen können und beim schreiben wie gesagt nahezu eine Verdopplung der benötigten Zeit. Wahrscheinlich hängt die höhere Schreibgeschwindigkeit dann wohl am Schreibcache (kann ich gerade nicht prüfen), denn eine BBU habe ich nicht. Aber eigentlich müsste ich ja dann wenigstens einen Geschwindigkeitsvorteil beim lesen haben... Eigenartig.

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Beitragvon e-e-e » 11.05.2010, 17:26

Hallo,

ich habe hier gerade ein ähnliches Problem. Diese Woche habe ich einen Lenovo ThinkServer TS100 SHD17EU -Xeon X3330 mit LSIlogic SAS1064E-IR-RAID-Controller - sagen wir mal - geerbt. Dass das Teil wohl kein Wunder an Performance sein wird, habe ich mir schon gedacht, aber das meine alten SoftRAID1 auf der in meiner Signatur beschriebenen Kiste den HW-RAID-Controller (mit den gleichen Platten) um Längen abhängen, hatte ich nicht vermutet. Ich werd' wohl dann doch wieder in der neuen Kiste SoftRAIDs aufbauen. Ist so etwas normal?

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Beitragvon Dayworker » 11.05.2010, 18:55

Zur Performance von Ronny's "Sig-Möhre" kann ich nur sagen, daß eine CPU vermutlich mehr Bums haben wird wie der Plattencontroller. Auch bei den SAS-Controllern gibt es sicher einige weniger performante. Vielleicht ist der LSI auch so einer, allerdings bei SAS und dessen Preisgefüge nicht so leicht vorstellbar.

Die c't vom Heise-Verlag hatte im Zuge ihrer Plattenkarussel-Artikel aber auch schon einige Adapter mit unerklärlichen Schwächen gehabt und anscheinend spielt auch nicht jeder Adapter mit jedem Board zur Höchstform auf. Dazu waren die SAS-Platten im Anwendungsmix auch nicht immer viel schneller als ihre SATA2-Pedants. Die Einsatzgebiete und dessen IO-Charakteristika unterscheiden sich wohl doch zu stark voneinander, um sinnvolle Vergleiche zu fahren.

PS: Meinen Schreibcache am ICH8-R hab ich diesmal trotz USV auch aus gelassen. Beide Platten sind zwar vom gleichen Hersteller, haben aber einen anderen Produktionsstand und beim letzten Mal viel die neuere Raid-Platte innerhalb von 24h, natürlich Samstag Abend 21h, komplett aus. Die Platte war noch im Bios gelistet, aber ohne Kapazität und ohne die damit meist verbundenen Geräusche. Die Ursache blieb unbekannt, zumindest wollte/konnte der Händler auch nicht mehr sagen.

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Beitragvon sirrossi » 12.05.2010, 09:06

Moin, moin,

es gibt reichlich SATA wie auch SAS Controller, die sich zumindest in der VMware Umgebung als nicht Einsatztauglich erwiesen haben.

Für kleinere Testumgebungen als vollkommen ausreichend haben sich die OnBoard Controller der Markenhersteller (Fujitsu, HP, IBM) erwiesen, außer es soll ein RAID5 mit 16 Platten erstellt werden ;)

Ordentliche Performance bringt bereits die Adaptec 5x05 Serie, dies haben wir auch mit SSD's und SAS per iSCSI ermitteln können. (Ja, ja, ich weiß, zu Zeit von ESX 3.0 und 3.5 habe ich an dem Hersteller kein gutes Haar gelassen :roll: )

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Beitragvon Dayworker » 12.05.2010, 16:25

sirrossi hat geschrieben:Ja, ja, ich weiß, zu Zeit von ESX 3.0 und 3.5 habe ich an dem Hersteller kein gutes Haar gelassen :roll:
Heißt das jetzt, daß Adaptec vernüftige Lösungen für vSphere anbietet und daher zu empfehlen ist :?:

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Beitragvon sirrossi » 12.05.2010, 16:56

Hoffe Du hattest das nicht ironisch gemeint ;)

Wir hatten immer Probleme mit dem Storage Manager für die Überwachung. Damals hat es bei einigen Servern, nicht nur bei uns, den schönen PSOD angezeigt.
Siehe auch: http://vmware-forum.de/viewtopic.php?p=55536#55536

Den SAS/SATA Controller Adaptec 5805 verwenden z. Zt. auch im iSCSI Teststorage, dort wurden auch verschiedene Konstellationen mit iOmeter gemessen (RAID1, RAID5, RAID6 mit SATA/SAS/SSD).


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