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Upgrade vCenter 2.5U4 -> 4.0

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Jenseits von Gut & Böse
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Upgrade vCenter 2.5U4 -> 4.0

Beitragvon irix » 01.06.2009, 08:56

Moin,
dachte das es eine gute Idee waere an einem Sonntag unseren vCenter Server auf die aktuelle Version zubringen, um dann die ESX Hosts im Laufe der naechsten Tage nachzuziehen.

Da die aktuelle Installation ein Problem mit den Historical Data hat, welches der Support nicht loesen konnte weil er da keinen Ansatz sah ausser mal den Inhalt der Tabellen zuloeschen, hatte ich zuerst versucht das ganze auf einem frisch installierten W2k8 32bit neu aufzusetzen.

Beim lesen der Supportmatrix fuehlte ich mich allerdings wie bei einem Gang durchs Minenfeld.
- SQL 2008 Express not supportet
- VMware Update Manager auf W2k8 not supportet??
- IE8 not supportet

Bei einer 2 ESX Host und 30 VMs Landschaft sehe ich es aber nicht ein eine MS SQL Server Lizenz zu verschwenden. Die SQL 2005 Express ist zwar supportet.... laesst sich aber auf einem garnicht W2k8 nicht installieren zumind. taucht gleich eine Kompatibilitaetswarnung auf die einem Angst macht.

Der Installer bietet nur an die Pakete einzeln zu installieren bzw. upzudaten. Bei der Reihenfolge muss man aufpassen und sollte sich von Oben nach Unten bewegen.

Die initialisierung der Installroutine hat hier locker 10-12min gebraucht und das obwohl der ISO Inhalt auf der "lokalen" Platte des Servers lag.
Bei der Installation von VC++2005 redistribute brach er dann ab. Ich habe dann die VC++2007 sowie eine SQL2008 Express von Hand installiert und den Installer nochmal gestartet. Diesmal lief dann die Installation durch nachdem vorher nochmal die DSNs erstellt worden waren.

Einloggen wie gehabt und einwenig umgeschaut. Allerdings hat mich da nun der Mut verlassen als es um das einbinden der Hosts ging. Ich hatte auch keine Lust alle Alarms, Customfields und Berechtigungen neu zuvergeben. Ausserdem missfaellt mir das "unsupportet" der Umgebung.

Aus diesem Grunde hab ich das Upgrade des vorhanden Servers versucht.
- Wieder hat es ewig gedauert
- Nach dem DB Update wieder eine lange Wartezeit wo 0 Systemaktivitaet vorhanden ist er aber15min "wartet"
- Installationsabruch dann bei "Active Directory Servervices" und Rollback der ganzen Installation. Nein, die DB wird nicht zurueck gesetzt, aber dafuer hat man ja das Backup gemacht bzw. in meinem Falle ein Snapshot der VM

Ursache war die Verwendung von Custom SSL Certs denn es gibt einen Thread im VMTN [1] mit dem gleichen Thema. Die orig. VMware Certs zurueck gespielt und den ganzen Vorgang erfolgreich wiederholt.

Dann VMware Updater installiert (wieder 10-12min Wartezeit) und zum Schluss den vSphere Client, wobei vorher manuell alle Plugins deinstalliert werden musten.

Die geaenderte Oberflaeche ist ein bisschen Gewoehnungsbeduerftig was auch daran liegt das nun alles in deutscher Sprache ist. Das schliesst nun auch den Text in den Benachrichtigungs E-Mails mit ein und von denen gibts gleich reichlich weil mehr Trigger existieren fuer Datastores und Healthstatus.

- Die alten Performance Charts gibts nun nicht mehr sondern nur noch diese "Leistungsberichte"
- Healtstatus funktioniert nicht
- Speicheransicht? funktioniert nicht
- vCenter Status funktioniert nicht
- Beim Reboot startet der VXPD nun nicht mehr. Ist kein unbekanntes Problem, allerdings war ich mit einem Dutzend vCenter Installation davon noch nie betroffen. Ein Verzoegerter Start bzw. Abhaengigkeit zum SQL Server hift hier
- WebAccess zeigt einzig und allein das Datacenter an. Dadrin aber keine Folder geschweige denn VMs. Einzig eine Liste der Datastores ist zusehen welche aber nutzlos ist da die wichtigste Information mit der UUID hinten steht und abgeschnitten ist obwohl das Browserfenster gross genug waere
- IE8 Native Mode zeigt schon Scriptfehler auf der Loginseite

Die meisten Geschichten sind nun Plugins, welche sich per GUI zwar installieren lassen... aber nicht deinstallieren, und "blenden" nur HTML Seiten in den VI Client ein. Je nach Plugin wird mal auf https://127.0.0.1,https://<hostname> , https://<IP> oder mit dem FQDN zugegriffen. Wer einen Proxy benutzt muss erstmal ein paar Ausnahmen nachtragen sofern noch nicht vorhanden.

- In den Logs sind geschweiterte Anmeldungen zusehen. Mal gucken was der Support hier noch ausrichten kann

Kommen wir nun zum eigentlichem Problem. Um die Custom SSL Certs zubenutzen muss der vxpd gestoppt, die Certs im /SSL Verzeichnis getauscht werden und den Dienst einmalig mit vxpd -p starten damit man eine erneute Verschluesselung des DB Passwortes vornehmen kann.

Nun ist allerdings keine Anmeldung mehr moeglich da 2-4 Warnfenster aufpoppen welche nach wenigen Sekunden den Status "not Responding" haben. Inhalt der Fenster ist die Meldung das der Zertifikatsname nicht stimmen wuerde... was kein Wunder ist wenn die Plugin versuchen die IP oder den Hostname zubenutzen.

- In diesem Statium funktioniert der Hilfe Button nicht
- Abruch funktioniert manchmal.... sonst hilft nur der Taskmanager

Entfernt man die eigene RootCA aus dem Windowszertifikatsspeicher kann man sich durch alle Fenster klicken und auch ist dann erfolgreich eingeloggt.

- Beim beenden des Clients gibts manmal eine "Win32 exception Fault"

Zum Thema Custom SSL Certs [2] im vCenter 4.0 hab ich nicht viel gefunden. Das Upgrade PDF bzw. die Best Practices sagen nur das man eine Sicherungs der Certs anfertigen soll. Allerdings hab ich nicht sehen koennen ob neue erstellt worden sind. Die Frage ob die Certs noch an anderen Stellen hinterlegt werden muessen ist noch unbeantwortet.


[1] http://communities.vmware.com/thread/211289 "error 28038"
[2] http://www.vmware.com/pdf/vsp_4_vcserve ... icates.pdf

Gruss
Joerg

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Beitragvon Tschoergez » 01.06.2009, 11:55

Hi!

Danke für den ausführlichen Bericht!
Kannst Du uns bzgl. der Fehler/Eigenheiten z.B. bei den Zertifikaten auf dem laufenden halten?

Hast Du eine deutsche Version vom Server-OS verwendet?

viele grüße,
jörg

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Beitragvon irix » 01.06.2009, 12:11

Tschoergez hat geschrieben:Hi!

Danke für den ausführlichen Bericht!
Kannst Du uns bzgl. der Fehler/Eigenheiten z.B. bei den Zertifikaten auf dem laufenden halten?


Natuerlich, sofern der Support sich mal meldet und was zum Thema sagen kann.

Hast Du eine deutsche Version vom Server-OS verwendet?

viele grüße,
jörg


Ja, in beiden Faellen war es ein deutschsprachiger Windows Server. Den Workaround die Sprache umzustellen fuer die aktuelle Sitzung finde ich unpassend und wir sich das auf das vCenter, welches ueber das SYSTEM gestartet wird, ist mir unklar.

Den Trick den Client auf englisch zutrimmen durch umbennen des "de" Verzeichnis funktioniert... aber wer mal den Basis Installationsordners der VI nach "de" durchsucht findet ca. 40 Verzeichnisse. Da muss also eine andere Loesung her.

Gruss
Joerg

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Beitragvon irix » 12.06.2009, 12:33

Um ueberhaupt mal arbeiten zukoennen hab ich alle Custom Certifikates gegen die ursprunglichen ausgetausch und siehe da alle Plugins zeigen nun Inhalt an. An der Problematik das diese auf verschiedenste Weise sich Verbinden konnte ich noch nicht aus der Welt schaffen.

Das Problem mit der Sprache laesst sich umschiffen in dem --locale en_US dem VI Client als Startparameter mit uebergeben wird.

Zum Thema VMware Support sag ich jetzt lieber nichts.... weil die auch nichts sagen! Selbst
s auf Nachfrage keine Reaktion wie denn nun mit den Zertifikaten umgegaben werden soll bzw. wie man die Horde von Plugins baendigt.

Aus diesem Grunde hab ich alle Migrationen bei Kunden erstmal verschoben :(

Gruss
Joerg


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