Hallo,
ich arbeite seit ca. 2 Jahren mit Vmware WS habe aber noch wenig Erfahrung was die
"vernüftige" Server Virtualisierung angeht. Deshalb würde mich eure vorgehensweise/
Erfahrung zur folgenden Umgebung interessieren.
Aktueller Stand:
SCO Unix 7.1.1 auf der die Warenwirtschaft mit Oracle 7 läuft. Die Hardware ist alt
und seit letzter Woche läuft der Reserve Server = Zeit zu handeln.
Die Idee:
SCO Unix unter Vmware-Server = unterstützte Hardware (HDD/ Net), portable
auf andere HW (fals erforderlich).
Hardware:
2x Server mit XEON CPU, 4GB RAM, 6x HDD (2x Mirror für OS, 4x Raid 5 + HotSpare).
1x DLT-V4 Bandlaufwerk zur Datensicherung, sowohl komplett VM als auch Dateien.
Software:
2x SLES 9, 2x Oracle 9 und 2x Vmware-Server
Vorgehensweise:
Gedacht hatte ich mir das so, ich installiere auf beiden Server SLES 9 mit Oracle 9 und
Vmware-Server. Oracle 9 ist die Empfehlung der Firma, welche die Warenwirtschaft
installieren/ migrieren wird. Ein entsprechendes VM Image bereitet die Firma vor.
Die Oracle 9 Datenbank wird durch die Warenwirtschaft auf beiden Seiten aktualisiert.
Dateien werden vom SCO Unix (VM) auf die SLES 9 per rsync synchronisiert (gleiche
Benutzer Ids). Die Oracle 9 Datenbank wird Nachts in den Backup Modus versetzt und
auf Band gesichert incl. der synchronisierten Dateien und die in Suspend befindliche VM.
Beide SLES 9 und beide SCO Unix besitzen neben Ihrer eindeutigen IP eine virtuelle IP.
Über die virtuelle IP soll die gesamte Kommunikation (VM SCO/ Oracle 9 DB) laufen.
Bei einem Ausfall übernimmt dann der Reserve Server die IP und kann dann
weitermachen.
Was sagt Ihr dazu bzw. was kann man besser machen?
Mfg
Stefan D.
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
VMWare Server Konzept/ Fragen...
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stefan5618
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- Registriert: 20.10.2006, 08:58
wieviel speicherplatz brauchst du auf dem server ? ob nun wirklich ein raid-5 erforderlich ist weis ich nicht. wenns arge probleme gibt, stehen die chancen bei raid-5 deutlich schlechter was die datenrettung angeht. da die erhältlichen plattengrößen inzwischen mehrere hundert GB erreichen, ist ein raid-1 oftmals völlig ausreichend.
fürs backup würde ich eine platte als zwischenlager benutzen, VMs werden nur ganz kurz in den suspend versetzt, die dateien kopiert und wieder hochgefahren. anschließend kann man die daten auf tape sichern oder auch zusätzlich auf einen entfernten backup-server mit ein paar TB speicherkapazität und dort einige backups im bequemen zugriff halten.
fürs backup würde ich eine platte als zwischenlager benutzen, VMs werden nur ganz kurz in den suspend versetzt, die dateien kopiert und wieder hochgefahren. anschließend kann man die daten auf tape sichern oder auch zusätzlich auf einen entfernten backup-server mit ein paar TB speicherkapazität und dort einige backups im bequemen zugriff halten.
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stefan5618
- Member
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- Registriert: 20.10.2006, 08:58
Das ist sicherlich richtig, allerdings wird in ca. 1/2 bis 1 Jahr die Warenwirtschaft auf
W2k3 und Programm X umgestellt. Deswegen ist das System grösser ausgelegt, zu dem
ist das der einzige Server also kein Backup-Server mit ein paar TB's
. Die Nutzkapazität
liegt bei 140GB für den Datenbereich und 70GB für OS.
Und wieso ist Raid-5 problematisch. Solange nur eine HDD ausfällt habe ich genauso gute Chancen wie bei Raid 1, allerdings ist die Performance definitiv besser. Ausserdem existiert ein Disaster Recovery Plan, dann muss ich im fall der Fälle keine Zeit in die Datenrettung
investieren, sondern kann das System direkt zurück sichern.
W2k3 und Programm X umgestellt. Deswegen ist das System grösser ausgelegt, zu dem
ist das der einzige Server also kein Backup-Server mit ein paar TB's
liegt bei 140GB für den Datenbereich und 70GB für OS.
Und wieso ist Raid-5 problematisch. Solange nur eine HDD ausfällt habe ich genauso gute Chancen wie bei Raid 1, allerdings ist die Performance definitiv besser. Ausserdem existiert ein Disaster Recovery Plan, dann muss ich im fall der Fälle keine Zeit in die Datenrettung
investieren, sondern kann das System direkt zurück sichern.
stefan5618 hat geschrieben:Und wieso ist Raid-5 problematisch. Solange nur eine HDD ausfällt habe ich genauso gute Chancen wie bei Raid 1, allerdings ist die Performance definitiv besser.
Jein... bei einem random oder sequential read I/O gebe ich dir recht. Aber interessant sind ja die write I/Os. Gerade bei Datenbanken hast du im Bereich der Logs viele sequential write I/Os, bei Fileservern eher random write I/Os (abhängig vom Benutzerverhalten!). Nun hast du aber bei RAID 3, 4, 5 und den ganzen dual-parity (ADG, 5DP, 4DP usw.) RAID Leveln das Problem der sog. "write-penalty". Das ist der Mehraufwand den der Controller durch die Parity hat. Er muss mehrere Blöcke lesen, die alte Parity lesen, neu berechnen alles wieder schreiben usw. Das kostet Zeit und senkt die Performance. Ab einem Verhältnis von 30/70 (write / read I/O) kannst du RAID 5 nehmen. Bei allen anderen Anwendungsfällen würde ich RAID 1 (oder 1+0, 0+1) nehmen. Sicherlich sind viele Controller in der Lage die write-penalty durch gekonntes Caching zu minimieren, aber einen performance impact hast du immer.
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stefan5618
- Member
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- Registriert: 20.10.2006, 08:58
Soll heissen, die Performance die ich auf der einen Seite durch Raid 5 (2x HDD) gewinne,
geht mir beim Einsatz einer Datenbank verloren. Hmm, das habe ich glaube ich schonmal
gehört, weiss nur nicht mehr wo. Gibt es irgendwo Tabellen mit Anwendungen/ Raid Leveln
und deren Geschwindigkeit/ Empfehlung?
Im aktuellen Fall, ist die Hardware schon da und es läuft ja auch die VMware drauf.
Für den Kunden wird der Perfomanceverlust nicht merklich sein
.
Danke, für den Tipp.
geht mir beim Einsatz einer Datenbank verloren. Hmm, das habe ich glaube ich schonmal
gehört, weiss nur nicht mehr wo. Gibt es irgendwo Tabellen mit Anwendungen/ Raid Leveln
und deren Geschwindigkeit/ Empfehlung?
Im aktuellen Fall, ist die Hardware schon da und es läuft ja auch die VMware drauf.
Für den Kunden wird der Perfomanceverlust nicht merklich sein
Danke, für den Tipp.
Vergiss die Faustregeln das ein RAID 5 beim lesen so schnell wie zwei Platten ist. Im Prinzip ist das ganz einfach erklärt: RAID 5 arbeitet mit Stripes auf Blockebene (RAID 4 macht das auch, hat aber eine dedizierte Parityplatte, RAID 3 arbeitet mit Stripes auf Byteebene und hat auch eine dedizierte Parityplatte). Nun skalieren RAID 5 und RAID 4 sehr gut bei multiplen random und sequential read I/Os, während RAID 3 da verliert, dafür aber ein einzelnen sequential read I/Os auf Touren kommt (hoher Datendurchsatz). Das ist auch der Grund warum RAID 3 früher gerne im Medienbereich (Videoschnitt usw.) verwendet wurde. Das erstmal dazu.
Zu deinem Problem: Klar gibt es Listen. Google mal danach, sind aber nur Richtwerte. Was hinten rauskommt hängt stark von dem Storagesystem ab, den Controllern, dem Cache und vor allem der Anzahl der Platten und deren Geschwindigkeit!
Ein mögliches Konstrukt wäre RAID 1 für die Transaktionslogs und RAID 5 für das eigentliche DB File. Muss man einfach mal testen und Benchmarks machen. Aber RAID 5 für die Transaktionslogs halte ich für fatal.
Zu deinem Problem: Klar gibt es Listen. Google mal danach, sind aber nur Richtwerte. Was hinten rauskommt hängt stark von dem Storagesystem ab, den Controllern, dem Cache und vor allem der Anzahl der Platten und deren Geschwindigkeit!
Ein mögliches Konstrukt wäre RAID 1 für die Transaktionslogs und RAID 5 für das eigentliche DB File. Muss man einfach mal testen und Benchmarks machen. Aber RAID 5 für die Transaktionslogs halte ich für fatal.
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