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12.5.9 und Geschwindigkeit

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

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12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Rachmaninov » 07.09.2018, 15:59

Hallo zusammen,
nach Jahren bin ich von 10.x nach 12.5.9 gewechselt.

Die Umstellung lief ohne Probleme aber..., mit mit der Geschwindigkeit bin ich nicht zufrieden.

Was mir gar nicht gefällt ist die Grafikleistung, bzw. der Fenster aufbau.
Beispiel; starte ich den aktuellen Firefox 64Bit unter Windows 7, wird erst eine rechteckiges Fenster aufgebaut und 1 oder zwei Sekunden der Inhalt. Anderes Beispiel, der Datei Explorer; erst geht das Fenster auf und anschließend der Inhalt.

Der Geschwindigkeitsindex von Windows 7 bescheinigt mir, daß die Grafikleistung von 6.0 auf 6.7 gestiegen ist, im produktiven Betrieb merkt man davon aber nichts.

Gibt es irgendeine Einstellung die in der config.ini die zu setzen ist ?

Danke für Eure Mühe.

Gruß
Rainer

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Dayworker » 07.09.2018, 18:29

Gibt es einen bestimmten Grund, weshalb du im September 2018 noch die WS12 einsetzt? Nur zur Erinnerung, die WS12 ist inzwischen seit 7 Monaten ausserhalb des offiziellen Supports und es sind diverse Sicherheitslücken seitdem bekannt geworden.

Unabhängig davon ist das Hauptproblem bei den VMware-Desktopprodukten meist der Host-Datenträger. VMware lagert seit diversen Versionen den Großteil des RAMs eines Gastes auf den Host-Datenträger aus und legt weiterhin noch eine vmem-Datei in Grösse des Gast-RAMs an. Auf einer richtig schnellen SSD spürt man diese Doppelbelastung kaum, der Rest verhindert mit einem Eintrag in die VMX-Datei die Erstellung der vmem-Datei:

Code: Alles auswählen

mainMem.useNamedFile = "FALSE"

Die VMX-Datei ist eine reine Text/ASCII-Datei und jedwede Formatierungen führen zu einer ungültigen Datei. Daher fügt man entweder den Eintrag über die erweiterten VM-Einstellungen hinzu oder öffnet die VMX-Datei mit Notepad++ oder dergleichen.

Ansonsten hätte ich noch ein paar Fragen...
3D in den VM-Settings angekreuzt?
Welche GPU steckt im Host?

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Rachmaninov » 07.09.2018, 19:53

Hallo Dayworker,
ein paar Worte zu mir.

Ich war bis 2011 in der IT tätig. Meine Kernkompetenz war Exchange. Habe meine Projekte aber mit VMware geplant und nachgestellt. Deswegen komme ich wahrscheinlich auch nicht von VMware los. :-)
Den Rechner den ich habe ist aber so alt, das nur noch die 12.5.9 auf diesem läuft. Die Anforderungen der aktuellen VMware erfüllen mein beiden Xenon nicht mehr.

In meinem Rechner sind keine SSD verbaut, es arbeiten dort WD mit 10.000 Um. Das würde heißen das 200MB Datentransfer pro Sekunde nicht ausreichen, Okay.

Ich werde die Parameter einsetzen und mal schauen wie es dann läuft.

Danke und Gruß
Rainer

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon MarroniJohny » 08.09.2018, 03:16

Hi

Das wird wohl nicht an WS 12 und den benannten Dateien liegen, sondern an der verwendeten Festplatte. Das liegt auch nicht an der sequenziellen Leserate der Platte, sondern mehr an IOPS, kleine Blöcke und sowas. Das hat auch nix mit der Grafik Leistung zu tun, da ist schlicht der Storage am Anschlag. Ist denn das Host OS und die VM auch noch auf der selben Platte? Wenn ja, kein Wunder...

Heutzutage sind Blech OS, Programme und VM's halt eher auf SSD beheimatet. Und eine kleine SSD für die VM kostet ja nicht mehr die Welt. ;)

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon JustMe » 08.09.2018, 10:18

Bevor jetzt hier munter ueber benoetigte IOPS, aktuelle Hardware, und was weiss ich noch fabuliert wird, waere vielleicht erst einmal die Frage zu betrachten, WAS denn genau geaendert wurde.

Der OP berichtet lediglich von einer Umstellung der WS10 auf WS12, und dass danach seine VM(s) "zaeher" erscheinen.

Wenn sonst alle Rahmenparameter (Hardware, OS, sonstige Software) unveraendert blieben, dann muss die Ursache doch in der neueren WS-Version begruendet liegen, und sich die Frage stellen, warum nicht einfach wieder auf die 10er zurueckgegangen wird. Ist ja nicht so, dass sich 12 sooooo gewaltig von 10 unterscheidet...

Und wenn doch noch neben der WS-Version alles moegliche andere geaendert wurde (HostOS-Update, andere VMs, andere Hardware, whatever), dann waere die Frage, warum das bisher nicht erwaehnt und genauer deklariert wurde.

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Rachmaninov » 08.09.2018, 15:17

Hallo zusammen,
anbei eine aktuelle Wasserstandsmeldung.

Die VMware Tools 10.1.6 die der WK Version 12.5.9 beilagen, wurden durch 10.1.15 ersetzt. Die 10.1.15 ist die letzte Version die es für die WK Version 12.5.9 gibt. Damit läuft das ganze jetzt runder.

Ich habe den Parameter sched.mem.pshare.enable = FALSE der vmx Datei hinzugefügt. Weiterhin wurde der Haken bei „disable memory page trimming“ gesetzt.

Der Windows 7 Leistungsindex ist jetzt:
7,2 Prozessor
7,2, Arbeitsspeicher
6,7 Grafik
6,7 Grafik (Spiele)
7,2 Primäre Festplatte

Damit ist befinde ich mich jetzt auf dem Niveau der WK Version 10.0.7, aber mit besserer Grafikleistung. Was überhaupt nicht vernünftig funktioniert ist Windows 10. Allein das Starten dauert über 5 Minuten.
Der Fensteraufbau ist jetzt besser geworden, aber immer noch nicht so wie mit der alten VMware Version.

Noch ein Wort zu den Festplatten. Auf der Workstation auf der ich ich arbeite sind 6 HDDs verbaut. Ein HDD für das Host Betriebssystem. Eine HDD für Applikation sowie die Page File des Host-Betriebssystems. Auf den anderen beiden Platten liegen die *.vmdk Dateien. Auf HDD 5 legen meine Daten und auf HDD 6 das Backup von HDD 5. Wird täglich mit RoboCopy synchronisiert und zusätzlich auf zwei externe USB platten.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Gruß
Rainer

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Dayworker » 08.09.2018, 17:06

Das Problem von VMware seit der WS6.5.4 ist, daß der Umfang der supporteten Host- und Gast-OS, die virtuelle HW und funktionstechnisch deutlich zugenommen hat. Mit jeder neuen WS-Version wird daher mehr Leistung benötigt, um halbwegs wieder die Ausführungsgeschwindigkeiten der vorherigen Produktversion zu erreichen. Wie wir inzwischen wissen, gelingt das VMware stellenweise überhaupt nicht. Die WS10 war, meiner persönlichen Empfindung nach, wieder mal eine sehr flinke Version und danach wurde es wieder etwas gemächlicher. Allein das kann schon für eine spürbare Änderung sorgen.


Tja die VMware-Tools. Die habe ich bei mir immer auf "manuell" gestellt, damit ich auch bei einem Produktupdate/upgrade selbst über deren Aktualisierung entscheiden kann. Solange die Tools keine Probleme machen oder sicherheitstechnische Probleme mit der installierten Version bekannt werden, bleiben ich solange wie möglich bei der installierten Version. Warum etwas ändern, wenn es läuft? VMware hat stellenweise kein wirklich glückliches Händchen bei seinen Tools bewiesen und auch wenn VMware immer auf die aktuellste Tools-Version drängt, sehe ich darin weiterhin keinen Grund. Im besten Fall gibt es keine Probleme nach einem Tools-Update und die neue Tools-Version unterstützt neue Gast-OS. Wenn es dumm läuft, braucht VMware wieder mehrere Anläufe für die Problemlösung und darauf kann ich echt verzichten.

Ein Hinweis noch zu den Tools-Versionen. Du kannst neuere Versionen auch direkt bei VMware für die Desktopprodukte unter https://softwareupdate.vmware.com/cds/vmw-desktop/ laden. Ob man damit aus Platzgründen die Originale im Programmverzeichnis überspielen kann, kann ich dir wegen der Hashwerte nicht sagen und müßte das auch erst nachlesen. Am einfachsten legt man daher separate nach Tools-Version getrennte Ordner an und verfüttert das ISO dann der jeweiligen VM einfach als CD/DVD-Datenträger. Bei Probleme kommt man dann schneller zurück.


Windows 10 ist leider nicht gleich Windows 10, da sich Winzigweich damit eine sinnvolle Versionierung erspart und dafür seine Nutzer halbjährlich als Beta-Tester einspannt. Die neue Version wird dabei ja getarnt als sogenanntes Featureupdate ausgerollt und die aktuelle 1803 wird offiziell erst unter WS14.1.2 supportet. Mit etwas Nachhilfe in den VMX-Einstellungen bekommt man das aber sicherlich auch unter der WS12.5.9 vernünftig ans Laufen.

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Rachmaninov » 09.09.2018, 17:48

Hallo zusammen,
ich habe eine temporäre Lösung gefunden.

Schaltet man die Hardware Kompatibilität von Workstation 12 auf Workstation 10 runter, läuft die Grafik wieder mit einen Affenzahn. Workstation 11 läuft genau so schlecht wie Workstation 12.

Wenn ich die Grafikkarte ändere, welche Empfehlung könntet ihr aussprechen. Ich Spiele nicht auf dem PC, hat mich nie interessiert. Der Focus steht bei mir also klar bei Qualität der Grafikkarte.

Danke und Gruß
Rainer

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Dayworker » 10.09.2018, 11:31

Irgendwann mit den höheren vHW-Versionen wurde meines Wissens auch wieder mal die DirectX-Version angehoben. Mit einer Intel-GPU werden dann anscheinend nicht alle für VMware wichtigen Funktionen unterstützt. Das kann man dann aber auch so in der Auflistung der Grafikfunktionen im "vmware.log" sehen. Mit dem Einspielen der VMware-Tools unter den Desktopprodukten werden ja rudimentäre Grafikfunktionen an die Host-GPU ausgelagert. Jede nVidia und AMD-GPU unterstützt dort deutlich mehr Funktionen als Intels GPU, daß kann also auch schon für solche Einbußen sorgen oder die bei der WS12.5.9 mitgelieferten Tools haben wieder mal einen Bug. Falls du da Bock zum Testen hast, kannst du dir ja mal eine neue Tools-Version unter https://softwareupdate.vmware.com/cds/vmw-desktop/ laden...

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Rachmaninov » 10.09.2018, 17:36

Hallo Dayworker,
nachdem ich jetzt alles umgestellt habe, läuft es jetzt sehr viel schneller als unter der WKS10. Auf Deutsch, es läuft top! Selbst Windows 10 läuft jetzt flüssig.

Ich habe noch folgendes beobachtet. Ist der Kompatibilitätsmodus auf 12.x gestellt, läuft Windows 10 permanent mit 100% CPU Last. Steht der Modus auf 10.x läuft Windows 10 perfekt. Noch etwas, läuft der Modus auf 12.x ist alles was mit Bildaufbau zu tun, mit einer höheren CPU Last quotiert. Beispiel, scrolle ich mit Firefox durch eine Webseite,liegt die CPU Last bei Modus 12.x bei ca. 50%, bei Modus 10.x bei gerade mal 10%.

Noch ein Wort zu der Grafikkarte die im Host verbaut ist; es handelt sich um eine Gigabyte GV-RX387512H. Die Karte hat eine Besonderheit, alle Teile die auf dieser Karte verbaut sind, Widerstände, Kondensatoren usw., sind von besser Qualität. Die Karte unterstützt Direct X 10.x. Da ich nicht Spiele, sah ich die Karte bis jetzt als ausreichend an. Mich wundert trotzdem die Hohe CPU Last, Die Grafikkarten haben alle eine eigene GPU. Das Bild entsteht in der Grafikkarte, die Belastung der CPU sollte eigentlich gegen Null gehen. Alles sehr merkwürdig.

Aber; so wie es jetzt läuft bin ich sehr zufrieden und kann nicht mehr klagen. Irgendwann, sollte Intel alle seine CPU Löcher geschlossen haben, gibt es auch einen neunen Rechner. :-)

Letze Frage an Dich, wie sieht es mit AMD CPUs aus? Wie sieht es mit der Kompatibilität zu VMware aus ? Wenn gut, welcher Mainboard Chipsatz sollte ich nehmen ? In der Server Welt war Intel immer das Maß aller Dinge.

...und herzlichen Dank für Deine Hilfe.

Anbei noch die Daten meines Host Systems:

Gehäuse:
Silverstone SST-TJ09S-W

Netzteil:
be Quit DARK POWER PRO 11 (750W)

Lüfter:
Sharkoon Silent Eagle SE 120*120*25 (3)
Verax VXE12025PWM/T 120*120*25 (2)

Motherboard:
ASUS DSGC-DW

CPU:
Intel Xeon 3,00 GHz E5450 SLBBM Sockel 771 (2)

Speicher:
Kingston KVR667D2D4F5/4G (8) -> 32GB

Grafik:
Gigabyte GV-RX387512H (1)

Monitor:
Dell 2001FP (2)

Festplatten:
Western Digital WDC WD5000HHTZ (4) -> Intern

DVD:
LG GDR8164B (1)

DVD RW:
LG GSA-H44N (1)

Zusatzkarten:
Silverstone EC04-E USB 3.0 PCI Express Interface Card (1)

Cardreader:
Silverstone FP37 (1)

Software:
Windows 7 x64 SP1 DE
VMware Workstation 12.5.9 Build-7535481

Gruß
Rainer

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Re: 12.5.9 und Geschwindigkeit

Beitragvon Dayworker » 12.09.2018, 21:58

Wie ich schon schrieb, werden bei den VMware-Desktopprodukten nur rudimentäre Grafikfunktionen des Gastes über die VMware-Tools an die Host-GPU ausgelagert. Die restliche bzw größte Teil der Gast-Grafik wird aufgrund der Vollvirtualisierung immer durch die Host-CPU berechnet.
Das sieht man am einfachsten an Google Earth in einer VM. Eine hochgetaktete CPU ist dort von Vorteil, wenn die rotierende Erde nicht als Dia-Show abgebildet werden soll. Und weil die Grafik größtenteils von der CPU berechnet wird, erklärt das auch, weshalb VMs zum Zocken meist komplett ungeeignet sind. Der beim ESXi mögliche Ausweg PCI-Passthrough ist ja bei den Desktopprodukten nicht möglich und selbst dort funktioniert das Durchreichen von GPUs offiziell nur für wenige Karten.


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