Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

Lange Lebensdauer von Snapshots

Moderatoren: Dayworker, irix

Profi
Beiträge: 503
Registriert: 08.08.2008, 10:45

Lange Lebensdauer von Snapshots

Beitragvon pirx » 14.10.2011, 16:31

Hallo,

gegeben seien 2 ESXi 4.1 Hosts, vCenter und einige XP VMs.

AFAIK sollten VMware Snapshots ja nur eine möglichst kurz Lebensdauer haben, weil sie u.A. Performance Probleme mit sich bringen können.

Nun haben wir eine Reihe von Anwendern, die über das vCenter Zugriff auf die Console und die Snapshots (Erstellen/Löschen/usw.) einiger VMs haben und in den XP VMs Software testen, bzw. sich langsam im Zeitraum von Monaten eine komplette Software Entwicklungsumgebung zusammenbauen. Dazwischen werden immer wieder Snapshots erstellt, um den aktuellen Stand zu "freezen". Oder bei Problemen auf einen alten Stand zurückgehen können.

Grundsätzlich funktioniert das auch seit einem Jahr.

Gibt es Alternativen, die diese Arbeitsweise der Entwickler weiter unterstützen? Sie sollten nach Möglichkeit weiterhin in der Lage sein mehrere Versionen der VM selbstständig zu Sicherung und Wiederherstellen zu können. Als Storage steht eine NetApp FAS2040 mit einem FC-SAN zur Verfügung. Die VMs sind in LUNs von der Größe von 100-300 GB. NetApp Snapshots werden von uns bereits für das Backup genutzt.

Benutzeravatar
Guru
Beiträge: 3138
Registriert: 22.02.2008, 20:01
Wohnort: Hessen

Beitragvon PeterDA » 14.10.2011, 22:05

Hi,
Ich würde hier wohl eher überlegen ob man den Entwicklern nicht auch die NetApp Snapshots zugänglich machen kann.

Ansonsten sollte man sich aber darüber im klaren sein: Snapshots sind kein Backup!


Gruß Peter

Profi
Beiträge: 503
Registriert: 08.08.2008, 10:45

Beitragvon pirx » 14.10.2011, 22:46

PeterDA hat geschrieben:Hi,
Ich würde hier wohl eher überlegen ob man den Entwicklern nicht auch die NetApp Snapshots zugänglich machen kann.

Ansonsten sollte man sich aber darüber im klaren sein: Snapshots sind kein Backup!


Genau, deswegen werden die snapshots der VMware LUNs ja auch auf einen anderen Filer mit snapvault übertragen.

Die Arbeitsweise mit den VMware Snapshots kommt den Entwicklern eben sehr entgegen.

King of the Hill
Beiträge: 13063
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Beitragvon irix » 14.10.2011, 23:52

Also das per Hardware Snaps loesen zuwollen halte ich ja schon einmal ganz falsch. Mal davon abgesehen das ja wohl in einem Datastore mehr als eine VMs liegen wird, mal von den Rechten abgesehen, ist da der Aerger vorprogrammiert.

Die mit VMware Snaps zuloesen ist schon nicht das verkehrteste. Allerdings die Frage ob nicht der Labmanager, Gott hab ihn Seelig, oder aber eine Reihe von Templates welches ein Build und Testenvironment bereit stellen nicht eine Alternative sein kann.

Mir kann keiner erzaehlen, das wenn er mehr als 2 VMs betreut, nach 2 Wochen noch sagen kann was er in der Zeit getrieben hat bzw. was die Auswirkungen sind wenn man sein OS in die Vergangenheit beamt.

Gruss
Joerg

Experte
Beiträge: 1188
Registriert: 08.11.2005, 13:08
Wohnort: bei Berlin

Beitragvon e-e-e » 15.10.2011, 11:38

Ich betreue ja nur extrem kleine Umgebungen, aber da hat sich ein NAS mit Dedup auf Blockebene (ZFS) und einem Filesystem pro Nutzer bewährt. So kann jeder den gewünschten Entwicklungsstand sooft speichern (Vollbackup z.B. mit Hilfe von VMware-Snaps) wie er mag und es kostet kaum Speicherplatz. Auf ihren Filesystemen können die Nutzer im Prinzip treiben was sie wollen, zusätzlich werden im ZFS regelmäßig Snaps angelegt. Die Kisten richtig ausstatten und die Performance stimmt auch. Mit "echten" SANs kenne ich mich nicht aus, aber eine ähnliche Konstellation sollte möglich sein, oder aber einige wenige Tausender (ca. 2-3) in die Hand nehmen und selbst ausprobieren.

Profi
Beiträge: 503
Registriert: 08.08.2008, 10:45

Beitragvon pirx » 17.10.2011, 08:13

e-e-e hat geschrieben:Ich betreue ja nur extrem kleine Umgebungen, aber da hat sich ein NAS mit Dedup auf Blockebene (ZFS) und einem Filesystem pro Nutzer bewährt. So kann jeder den gewünschten Entwicklungsstand sooft speichern (Vollbackup z.B. mit Hilfe von VMware-Snaps) wie er mag und es kostet kaum Speicherplatz. Auf ihren Filesystemen können die Nutzer im Prinzip treiben was sie wollen, zusätzlich werden im ZFS regelmäßig Snaps angelegt. Die Kisten richtig ausstatten und die Performance stimmt auch. Mit "echten" SANs kenne ich mich nicht aus, aber eine ähnliche Konstellation sollte möglich sein, oder aber einige wenige Tausender (ca. 2-3) in die Hand nehmen und selbst ausprobieren.


So ähnlich ist es bei mir ja auch. Diese Entwickler VMs liegen in einer eigenen LUN auf der NetApp. Dafür ist auch A-SIS (Deduplizierung) aktiviert. Backups erfolgen auf der NetApp über das SMVI Plugin für das vCenter.

Templates sehe ich nicht als Lösung. Und die VMware Snapshots liegen teilweise auch deutlich länger als einige Woche da.

Die Frage ist eben, _wie _ negativ sich diese Arbeitsweise tatsächlich auswirken kann.

Benutzeravatar
Profi
Beiträge: 743
Registriert: 23.07.2008, 14:09
Wohnort: Usa
Kontaktdaten:

Beitragvon mangold » 17.10.2011, 15:19

fängt damit an, dass es bei Snapshots immer wieder zu Problemen führen kann, 100% dicht ist das meiner Meinung nach nicht. Kaputte Snapshots gibt es doch immer wieder.

Aber unabdingbar ist die Überwachung der Snapshot Größen UND des freien Speicherbereiches auf den Datastores. Alles andere ist fahrlässig.


Zurück zu „ESXi 4“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste