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WLAN Guest von Host getrennt

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

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WLAN Guest von Host getrennt

Beitragvon Helveticus » 02.07.2011, 10:52

Hallo

Ich habe Windows 7 64 bit als Host und Ubuntu als Guest.

Ist es möglich, dass die VM, also Ubuntu, auch meinen WLAN Adapter braucht und nicht nur die Netzwerkkarte bzw. was muss man dafür einstellen?

Ist es zudem möglich, dass ich mit der VM per WLAN verbunden bin, der Host aber nicht verbunden ist? Bei LAN kommt es mir nicht drauf an, da dort der Host sowieso immer auch verbunden ist, bei WLAN möchte ich aber nur den Guest verbinden.

Ich kann wohl auch eine VPN Verbindung im Guest herstellen. Steht diese VPN Verbindung dann auch im Host zur Verfügung?

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Beitragvon Dayworker » 02.07.2011, 14:39

Wenn der Wlan-Adapter USB-basiert ist, kannst du den meist wie jedes andere USB-Gerät auch einfach in die VM hieven und dann steht er auch nur dort zur Verfügung.

Solange der Wlan-Adapter im Host eingebunden ist, spielt das für die VM keine Rolle. Diese bekommt unabhängig von der im Host real verbauten Nic eh immer ihre AMD PCnet32 oder Intel e1000 präsentiert.

Ein VPN würde ich ggf immer auf dem Host aufbauen, dann bekommen alle VMs einfacher Zugriff darauf. Du kommst aber um eine feste Route für das VPN auf dem Router nicht herum.

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Beitragvon Helveticus » 02.07.2011, 15:33

Der WLAN-Adapter ist in meinem Notebook eingebaut. D.h. ich finde dann auch im bridged Modus in der VM WLANs?

Wenn ich jetzt ein VPN mit meiner Uni auf dem Host aufbaue, dann sind automatisch auch die VMs mit dem VPN verbunden?

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Beitragvon Dayworker » 02.07.2011, 15:55

Wenn der Wlan-Adapter nicht per USB angeschlossen ist, kannst du diesen zumindest bei allen momentan erhältlichen VMware-Desktopprodukten nicht in eine VM hieven. Dazu bräuchtest du zumindest VMdirectPathIO/Passthrough von ESX/ESXi.

Wenn nur eine VM Zugriff über VPN auf das Uni-Netzwerk bekommen soll, würde ich das VPN auch nur in der VM aufsetzen. Wenn alle Rechner auf beiden Seiten sich über die gesicherte VPN-Verbindung frei sehen und Zugriff haben sollen, läßt sich das entsprechend konfigurieren. Dann fungieren dein Host und der Uni-Rechner als Tunnel-Endpunkte und wickeln die Verschlüsselung transparent für alle Teilnehmer ab. Beispiele für den Aufbau mit OpenVPN findest du unter http://wiki.openvpn.eu. Den Eintrag Mein erster OpenVPN-Tunnel hab ich bei mir im Einsatz, die VM ist aber offline.

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Beitragvon Helveticus » 02.07.2011, 16:07

Das heisst ich müsste im Host eine WLAN Verbindung herstellen und diese dann der VM geben? Und wie gebe ich diese der VM?

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Beitragvon Dayworker » 02.07.2011, 16:13

Helveticus hat geschrieben:...und diese dann der VM geben? Und wie gebe ich diese der VM?
Nein. Wie im anderen Thread schon geschrieben, sieht die VM unabhängig von der im Host verbauten realen Nic nur ihre normale AMD PCnet32 oder je nach Gast-OS auch gleich Intels e1000.

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Beitragvon Helveticus » 02.07.2011, 16:45

Hmm, das heisst also wenn ich im Host eine Internetverbindung (egal ob über LAN oder WLAN) habe, dann habe ich diese Verbindung auch in der VM? Bzw. nur eine Verbindung in der VM, aber keine im Host ist so nicht möglich?

Nur im Guest per VPN zu verbinden, den Host aber nicht per VPN verbunden zu haben, ist dann aber wiederrum möglich?

Habe ich das alles so jetzt richtig verstanden?

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Beitragvon Dayworker » 02.07.2011, 19:42

Hmm, das heisst also wenn ich im Host eine Internetverbindung (egal ob über LAN oder WLAN) habe, dann habe ich diese Verbindung auch in der VM?
Jein, nur indirekt. Die Nic (Kabel oder Wlan ist dabei egal) im Host wird bei der VMware-Inst in den Promiscuous Mode geschaltet und die Nic somit gebrückt. Der im Handbuch beschriebene Switch-Modus ist dabei schlichtweg falsch, denn nur in einem Hub werden nichtverlangte und nicht zur eigenen IP- oder MAC-Adresse passende Datenpakete nicht sofort verworfen.
Bei der Inst werden neben der VMware-Bridge außerdem noch ein Hostonly- (VMnet1) und NAT-Device (VMnet8) vorinstalliert. Die Bedeutung, Funktion und Anwendungsbeispiele dieser 3 und den restlichen noch nicht zugeordneten Interfaces wird sehr gut im Handbuch beschrieben.

Bzw. nur eine Verbindung in der VM, aber keine im Host ist so nicht möglich?
Wenn du nur eine Verbindung in der VM haben willst, sind USB-Nic's das Mittel der Wahl. Alternativ benötigst du meines Wissens nach eine zweite Nic im Host und mußt dann bei dieser sämtliche Verbindungen ausser dem "VMware Bridge Protokoll" deaktivieren.

Nur im Guest per VPN zu verbinden, den Host aber nicht per VPN verbunden zu haben, ist dann aber wiederrum möglich?
Ja. Die Netzwerkverbindung der VM läuft, ausser beim bereits erwähnten Lan/Wlan-USB-Adapter in der VM, zwar weiterhin huckepack über den Hostnetzwerkadapter, allerdings kann dieser dann nichts mit den verschlüsselten Daten anfangen. Hier ist dann die VPN-Config gefragt.

Schau dir dazu unbedingt mal das OpenVPN-Wiki genauer an, dann dürften sich viele Fragen schon von alleine klären.

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Beitragvon Helveticus » 02.07.2011, 19:52

Live is complicated. ;) Ich kapiers immer noch nicht ganz.

Also wenn ich im Host jetzt eine WLAN Verbindung habe, dann habe ich im bridged Modus automatisch auch Internetzugriff in der VM, oder? Das wäre wohl die leichteste Variante.

Wenn ich jetzt aber nur in der VM eine WLAN Verbindung möchte und im Host nicht, dann hast du gesagt, dass man entweder USB-Nics oder einen zweiten Nic braucht. Beides sagt mir nichts. Wo kann ich das in der VMware Workstation einstellen?

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Beitragvon Dayworker » 02.07.2011, 21:02

Also wenn ich im Host jetzt eine WLAN Verbindung habe, dann habe ich im bridged Modus automatisch auch Internetzugriff in der VM, oder? Das wäre wohl die leichteste Variante.
Die Wlan-Nic wird über die VMware-Bridge in den Hub-Modus geschaltet und sämtlicher VM-Netzwerkverkehr läuft dann darüber. Damit die VMware-Bridge aber überhaupt Verbindung ins Netzwerk/Inet aufnehmen kann, braucht diese eine Gegenstelle in Form eines Routers. Wenn der Wlan-Adapter die Inet-Verbindung bereitstellt, hängen die VMs über die VMware-Bridge in der Luft, da sich der Wlan-Adapter nur für die Netzwerkverbindung des Hosts zuständig fühlt. Die VMs müßten dann über eine meist nicht zulässige/mögliche Mehrfacheinwahl ins Inet gehievt werden.

Wenn ich jetzt aber nur in der VM eine WLAN Verbindung möchte und im Host nicht, dann hast du gesagt, dass man entweder USB-Nics oder einen zweiten Nic braucht. Beides sagt mir nichts. Wo kann ich das in der VMware Workstation einstellen?
In der WS läßt sich dazu nichts einstellen. ;)
Du brauchst im Host entweder eine USB-Nic mit Wlan oder Lan-Anschluß, die du als normales USB-Gerät an die VM durchreichst, oder eine zweite Nic/Netzwerkkarte bei der nur das "VMware Bridge Protokoll" aktiviert ist. Dieser Nic mußt du dann im VMware-Netzwerkeditor (vmnetcfg.exe im VMware-Programmordner) ein ungenutztes VMnetX, wie das VMnet2, und das dann der VM als Netzwerk-Adapter zuweisen. Andere VMnet als Bridge (VMnet0), Host-only (VMnet1) oder NAT (VMnet8) sind dabei nicht direkt einer VM zuweisbar sondern müssen über die Auswahl "Custom" und dann über das Pulldown-Menu das für die zweite Nic gewählten VMnetX erfolgen.

Lies dir zu den VMware-Netzwerkadaptern unbedingt mal das Handbuch durch. Das klingt erstmal alles komplizierter, als es in Wirklichkeit ist und wenn du es verstanden hast, machst du sowas auch im Schlaf.


PS: In jedem Fall ist Wlan die denkbar ungünstigste Verbindungsmöglichkeit für einen Virtualisierungshost/gast. In Abhängigkeit zum Abstand zur Basisstation muß man mit einer starken Varianz in Pingzeiten und Netzwerkdurchsatz leben. Speziell ein VPN verschlechtert durch die zusätzliche Verschlüsselung on-top auf die normalerweise eh schon vorhandene WPA/WPA2-Verschlüsselung noch einmal den Netzwerkdurchsatz. Nach einem Abbruch der Netzwerkverbindung müssen sich zudem erstmal Wlan-Adapter und -Basis synchronisieren und erst im zweiten Schritt baut sich das VPN erneut auf.

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Beitragvon Helveticus » 03.07.2011, 01:22

Also meistens bin ich ja per LAN angebunden, nur wenn ich nicht zu Hause bin, kommt es selten vor, dass ich WLAN brauche, z.B. im Zug oder an der Uni.

Also wenn der Host per LAN ans Internet angeschlossen ist, dann hat die VM ja im bridged Modus automatisch auch Internetzugriff, so war es bei mir bis jetzt jedenfalls.

Ich habe jetzt nicht ganz verstanden was du da geschrieben hast. Aber so wie ich das jetzt verstanden habe, ist es nicht möglich, dass wenn ich im Host eine WLAN Verbindung habe, dass diese Verbindung nun auch im Guest besteht, wie beim LAN eben?

Mal abgesehen davon, wenn ich nun im Host per LAN eine VPN Verbindung habe, dann sollte die Verbindung im Guest auch bereits per VPN sein, oder?

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Beitragvon Dayworker » 03.07.2011, 07:24

Irgendwie drehst du dich im Kreis...
Egal ob der Host über Wlan oder Lan angeschlossen ist, bekommt die VM immer nur eine Lan-Verbindung über eine virtuelle AMD PCnet32 oder Intel e1000. Wenn die VM Wlan erhalten soll, mußt du einen USB-Adapter anschließen und in die VM hieven.

Wenn der Host schon ins VPN eingebunden ist, kommt es auf die weitere VPN-Config an, ob nur dieser oder auch weitere Rechner aus demselben Netzwerk gestattet sind.

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Beitragvon Helveticus » 03.07.2011, 10:44

Du meinst einen externen USB-Adapter, also ein externes Gerät?

Ja, aber wenn jetzt der Host mit dem Internet verbunden ist, egal ob über Lan oder WLAN, dann kann man auch mit der VM ins Internet, oder?

Du meinst VPN-Config des VPN Clienten? Weisst du gerade wie man das beim Cisco AnyConnect client für Windows einstellt?

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Beitragvon Dayworker » 03.07.2011, 21:45

Ja.

Ja.

Ja. Nein, aber es gibt sicher Anleitungen dafür.

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Beitragvon Helveticus » 04.07.2011, 00:09

Ich danke dir vielmals für deine Hilfe. Damit wären jetzt alle Fragen geklärt. ;)


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