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Passtrough: nur USB 1.1; keine USB 2 Controller vorhanden

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Passtrough: nur USB 1.1; keine USB 2 Controller vorhanden

Beitragvon Darkside » 02.06.2010, 09:57

Hallo, hoffe die Überschrift passt soweit.

Da mir Gigabyte (Board: GA-EQ45M-S2) nicht weiterhelfen wollte ("wir unterstützen nur Windows"!) und ich eh nicht so recht weiß, ob es ein Boardfehler ist, frage ich mal bei Euch nach:

Ich möchte die onBoard USB Steckplätze gerne vie VT-D/Passtrough/VMDirectPath an meine VM's weiterreichen. Im BIOS ist soweit alles aktiviert und auch der VM Client bietet mir so einiges an Hardware für Passtrough an.

Habe sogar 2 PCI-Steckkarten bereits auf diesem Wege in einer Linux-VM laufen.

Mit den onBoard USB gibt es aber irgendwie Probleme -> es funktioniert schlicht nicht. Soll heißen, ich kann alles angebotene für Passtrough aktivieren und die USB Controller auch weiterreichen, die USB Controller werden in den VM's (habe es sowohl unter Linux, als auch mit einer Windows XP VM probiert) auch angezeigt ... angeschlossene USB Devices (vor allem Speichersticks) werden aber ignoriert.

Das Board ist übrigens mit einem Intel Q45/ICH10DO bestügt.

Das merkwürdige ist, wann immer ich im Netz zu diesem Thema Bilder finde, werden dort mehrere Controllertypen angezeigt: Einmal UHCI / USB 1 und einmal EHCI / USB 2.

Bei mir werden nur die UHCI Controller angezeigt.
Bild

Ein "lspci" auf der Konsole des esxi zeigt mir aber die USB 2 Controller an.
Bild

In der /etc/vmware/esx.conf werden mir die Geräte als "owner=vmkernel" angezeigt.
Bild

Das würde ja im Grunde darauf hinweisen, das nun der esxi dire USB Controller im direkten Zugriff hat. Hätte da ja vermutet, das ich nun in der normalen VM Konfiguration USB Controller einrichten kann (die es da auch gibt) und dann ähnlich VMWare Workstation USB Devices weiterreichen kann. Das ist mir aber noch nicht gelungen.

Nun meine Frage: Wie bekomme ich den esxi dazu die Controller für die VM's verfügbar zu machen. Bzw. wie bekomme ich meine USB-Device über die onBoard Controller in die VM's?

Übrigens: Eine manuelle Anpassung der esx.conf, in dem ich den owner auf "passthru" setze, brachte keine Erfolge.

Help!!

Danke!!

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Beitragvon Dayworker » 02.06.2010, 11:10

Schon mal dran gedacht, daß VMware VMdirectPath offiziell nur für die Xeon55XX-CPUs mit dem Chipsatz 55XX freigegeben hat?
Von der Warte solltest du froh sein, daß du überhaupt so weit kommst.

Was gefällt dir eigentlich nicht am "NEC Corporation USB 2.0" ?

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Beitragvon Darkside » 02.06.2010, 11:42

Dayworker hat geschrieben:Schon mal dran gedacht, daß VMware VMdirectPath offiziell nur für die Xeon55XX-CPUs mit dem Chipsatz 55XX freigegeben hat?
Von der Warte solltest du froh sein, daß du überhaupt so weit kommst.


Nein, daran habe ich nicht gedacht, weil ich solche Informationen schlicht nicht gelesen habe. Soweit ich das verstanden habe ist VT-D ist ja auch weniger CPU und mehr Chipsatz abhängig (Intel Virtualization Technology for Directed I/O). Der Q45, der auf dem Board verbaut ist, kann das lt. Intel Spec auch. Ich bin da dann so naiv zu glaube VT-D = VT-D.

Aber Du magst schon recht damit haben was VMWare selbst getestet = freigegeben hat.

Wiedersprechen kann ich aber insofern, als das ich hier auf Arbeit ein HP dc7900 Slim Gerät mit ebenfalls dem Q45/ICH10 stehen habe, bei dem die USB 2 Controller für Passtrough zur Verfügung stehen.

Spricht auch erst mal nach Boardproblem. Allerdings habe ich hier auch eine bisher nicht geupdatete esxi Version laufen.

Dayworker hat geschrieben:Was gefällt dir eigentlich nicht am "NEC Corporation USB 2.0" ?


Gefällt mir doch :grin: . Ist halt nur nicht ausreichend, da ich durch die VT-D Beschränkung ja nur alle hinter einer PCI-Bridge stehenden Geräte auch nur einer VM zuordnen kann. Was ich mit der NEC USB PCI Card und der DVB Card ja auch gemacht habe und erfolgreich betreibe.

Nur, ich brauche auch USB an weiteren VM's ... habe viele Controller über den Chipsatz zur Verfügung (kann sie halt nur nicht erfolgreich betreiben) und das Board hat auch nur 2 PCI Steckplätze (die ja belegt sind).

Danke für Deine AW :)

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Beitragvon Dayworker » 02.06.2010, 12:23

VT-d ist schon VT-d, trotzdem hat VMware damit nur auf den Nehalem und und dessen Chipsatz experimentiert.
Wenn es allerdings auf einem anderen PC funktioniert, spricht alles für ein MB-Problem. Weiß der Geier, was Gigabyte da wieder erfolglos rumgefrickelt hat. Aber diese Pleite zieht sich ja auch durch deren schwachsinnige PWM-Lüftersteuerung...

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Beitragvon al!ve » 02.06.2010, 12:31

Hallo.


Auch wenn das jetzt eine eher OT-Antwort ist: Wenn es um mehrere Windows-Clients geht wären unterschiedliche USB-Device-Server vielleicht eine gar nicht so schlechte Alternative.

Nachteile dieser Lösung sind zwar für Speicherzwecke eher ungeeignete Übertragungsraten und die Tatsache dass sie ausschließlich mit Windowsgästen funktionieren. Wenn man allerdings lediglich an einigen virtualisierten Arbeitsplätzen kleine USB-Sticks für ein paar Word-Dokumente (oder vergleichbar große Dateien) zur Verfügung stellen möchte wäre das durchaus überlegenswert.

Der Vorteil ist dagegen ganz klar die Tatsache, dass sich die USB-Ports räumlich praktisch beliebig im Netzwerk aufstellen lassen.

Ich selbst betreibe zur Zeit eine Silex SX-1000U mit einem DATEV-Softwareschutzmodul. Nachdem hierzu positiven Aussagen über die Funktion seitens DATEV vorliegen war dieses Gerät für diesen Anwendungszweck meine erste und einzige Wahl.

Weiterhin werde ich allerdings in naher Zukunft einige Lanport 100 bzw. 400 von Sharkoon anschaffen. 20€ für einen USB-Port (Lanport 100) bzw. 40€ für vier USB-Ports (Lanport 400) sind ein akzeptabler Preis um unternehmensweit jeden Schreibtisch damit auszustatten. Es gibt zu diesen Geräten zwar einige negitave Äußerungen im Internet. Nachdem die aber primär auf unangemessene Vergleiche mit Standard-Printservern zurückgehen werde ich es auf einen Versuch ankommen lassen.


Sollte das vollkommen am Thema vorbei gehen entschuldige ich mich dafür.
Und dass diese Geräte schon diverse Male hier diskutiert wurden weiß ich. Trotzdem hielt ich es für erwähnenswert.


Grüße,
Stephan.

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Beitragvon Darkside » 02.06.2010, 12:35

@al!ve

Danke für Deine AW. Ich betreibe den esxi aber privat. Um Speicherlösungen via USB geht es mir letztendlich auch nicht. Ich habe DVB Sticks rumliegen die ich darüber einem Linux basierten VDR-VM überhelfen will.

Und, ich benötige wg. des WAF's mehr als eine solche VM ... eine Echt- und eine Testumgebung. Beide müssen also USB bekommen damit sie mit den Sticks arbeiten können.

Soweit zum Hintergrund :)

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Beitragvon Dayworker » 02.06.2010, 12:38

al!ve, dafür brauchst du dich nicht zu entschuldigen. ;)

Ich denke dennoch, wenn man sich mit VMdirectPath und all seinen Flexibilitätsnachteilen schon auseinandersetzt, wird es nicht nur auf ein paar Dongle oder Word-Dokumente ankommen.

[add]
...hatte ich doch richtig im Gespür...


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