als Systemadmin bereite ich gerade eine Serverumstellung für unser Unternehmen vor.
Dabei sehe ich die Virtualisierung als sinnvolle Alternative für unsere jetzige Einzelserverlandschaft.
Ich stehe dabei mit einem (scheinbar) kompetenten Systemhaus in Verbindung, welches uns im Rahmen bei der Umsetzung unterstützen sollte. Allerdings bestehen in zwei Punkten konkrete Unstimmigkeiten. Die da wären:
1.
Welche VWware Version ist für uns die Richtige?. Das Systemhaus möchte uns 4 "Enterprise"-Lizenzen für 2 Doppel-Quadcore V-Hosts verkaufen. Meiner Ansicht nach, würde für unsere Ansprüche die „Advanced“ Version ausreichen.
2.
Welche Systemressourcen werden durch „Fault-Tolerance“ auf den V-Host-Servern belegt? Das Systemhaus sagt, dass durch „Fault-Tolerance“ doppelte Ressourcenbelegung (RAM & CPU) auf den einzelnen V-Hosts erzeugt würde, da praktisch die einzelnen V-Host Server die virtuellen Server des anderen Hosts in Echtzeit vorhalten müssten. Selbst wenn kein Server ausgefallen wäre. Im Ausfallszenario ist mir das völlig klar – aber im Normalbetrieb?
Ich erlaube mir mit meinem Wissen noch kein endgültiges Urteil und frage lieber hier nach..
Zusätzlich einige Infos zum jetzigen und zum gewünschten Zustand:
Istzustand:
- 10 Server für unterschiedliche Backoffice Anwendungen (SQL, Exchange, ISA-Server, Fileserver, Applikation-Server, usw.).
- Als Betriebssystem wird dort W2003, W2003 R2, W2003 R2 64-Bit, W2008 64-Bit eingesetzt.
- 8 Server sollen Anfang kommenden Jahres virtualisiert werden. U.a. SQL, Exchange, Fileserver, usw.
- Alle bestehenden Server arbeiten mit 2 Kanal Raid und U160 & U320 Festplatten mit 15.000 U/min, sind also recht schnell.
- Die Daten der Server werden mit 1 GBit Netzwerkverbindungen an das Netzwerk abgegeben.
- Rund 110 Anwender sorgen dafür, dass sich die Festplatten der Systeme kontinuierlich füllen
- Momentan haben wir einen Festplattenbedarf von 1,6 TB (Betriebssysteme-, Backoffice- und Daten).
Sollzustand:
- 2 V-Hosts mit je 2 x Quadcore, je 64 bis 72 GB RAM und gemeinsamen Zugriff auf ein SAN mit rund 4 bis 5 TB Kapazität
- Die V-Hosts sollen gegenseitige Redundanz bieten. Also auf V-Host 1 wäre z.B. SQL-Server, Domänen-Controller, Fileserver und Internet-Proxy installiert. Würde dieser Host ausfallen, sollte der andere V-Host zeitnah die ausgefallenen, virtualisierten Server online stellen. Unter zeitnah verstehe ich eine Wartezeit von 0 bis 15 Sekunden.
- Die Datenbanken von SQL und Exchange sollen auf jeden Fall vom Ausfall des jeweiligen V-Host nichts „mitbekommen“ und dürfen nicht inkonsistent werden.
- Als SAN haben wir momentan ein iSCSI SAN auf SAS-Basis mit 15k Platten geplant. Alternativ könnte ich mir auch ein SAN auf Basis von Open-E, oder DataCore vorstellen.
- Die Daten sollen von den beiden V-Hosts per 10 GBit Kupferkabel in das Netzwerk eingespeist werden.
Meine Fragen:
- Wie verhält es sich mit den VMware-Versionen und unseren Vorgaben?
- Verbraucht ein V-Host zusätzliche Ressourcen (RAM & CPU) weil er im Normalzustand mit „Fault-Tolerance“ einen anderen V-Host absichert?
- Wer von Euch hat positive, wie negative Erfahrungen mit Open-E, oder DataCore (SAN-Melody) gemacht?
- Was habe ich möglicherweise nicht berücksichtigt?
An alle ein „fettes“ Danke im voraus, für’s Gedanken machen!
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