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Raid 10 - Linux Host - Hilfe!!!

Hilfe bei Problemen mit der Installation oder Benutzung des VMware GSX Server und VMware Server 1.

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Raid 10 - Linux Host - Hilfe!!!

Beitragvon Tschokko » 07.07.2006, 09:58

Hallo,

befinde mich am Rande der Verzweiflung. Ich hatte die Idee die vier SATA Platten meines Vmware Servers in ein RAID 10 zu verwandeln, um ein schnelles und sicheres System zu haben. Ich benutze den Onboard Controller von LSI Login (Mainboard ASUS P5MT-MX/C). Habe im RAID ROM ein RAID 10 Volume erstellt. SuSE 10.1 lädt sogar den SLES9 Treiber des LSI Logic Controllers. Aber es wird mir nie das Volume angezeigt, immer nur die 4 einzelnen Platten. :( Ich hab es dann mit CentOS 4.3 versucht. Den RHEL Treiber erkennt er nicht. Aber es steht bereits der MegaRAID Treiber zur Verfügung. Auch hier, das gleiche Phänoment. Statt des Volumes erhalte ich weiterhin 4 Platten zur Auswahl. Nächster Versuch, Linux Software RAID. SuSE 10 und CentOS unterstützen kein RAID Level 10 im Installationsprozess. :( Ich bin mehr oder weniger am Ende mit meinem Latein.

Wer weiß einen Rat? Oder muss ich wirklich für teuer Geld einen RAID Controller kaufen, z.B. Areca ARC-1210. Das wären über 300€ die ich ungerne investieren würde, da ich meinen kleinen Server privat betreibe.

Grüße
Tschokko

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Beitragvon al!ve » 07.07.2006, 10:26

Der von dir genannte RAID-Controller ist offensichtlich keiner.

Bei Onboard-RAID-Controllern handelt es sich in der Regel um Software-RAID mittels Treiber. Der Controller ist weigehend wertlos, er ist nicht in der Lage, ein RAID aufrecht zu erhalten. Alle Arbeit wird von der CPU des Rechners erledigt (ein richtiger RAID-Controller spiegelt, vergleicht und rechnet Paritäten selber sodass die System-CPU für andere Dinge voll zur Verfügung steht) und vom Treiber des Controllers verwaltet.
Klartext: Bei deinem RAID handelt es sich um ein Software-RAID, egal was dir Windows vielleicht glauben machen will.

Zum Problem Linux und RAID10:

Vier Festplatten als RAID-Typ definieren.
Partition 0 und Partition 1 als RAID1 verbinden
Partition 2 und Partition 3 als RAID1 verbinden
Die entstandenen neuen zwei Volumes als RAID-Typ definieren
Zusammen als RAID0 verbinden.

Wobei mir gerade einfällt dass mindestens mein Debian erst mal den Partitionierungszustand verlassen muss (um alle Änderungen auf die HDD zu schreiben) und ihn dann neu betreten, damit das RAID-Setup die richtigen Partitionen erkennt. Afaik wird aber ein solches Software-RAID sofort aufgelöst nachdem man das Menü verlässt, der Wiedereintritt sollte also zwar vier als RAID-Typ angelegte Partitionen anzeigen, die aber keinen Zusammenhang haben.
Wenn dem so ist wird es bei der Installation nicht gehen.

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Beitragvon minimike » 07.07.2006, 12:39

Auch SuSE erkennt einiges bei der Installation wenn du mit LINUX gut umgehen kannst. Von der Installation auf Reiser4 (ging bei SuSE 9.3 tadellos) bis sicher auch deinem Raid0. Du must solche Extrawürste vor der Installation machen und dann an SuSE verfüttern so das es sich nicht mehr wehren kann. Sprich du must den Installer aufs Kreutz legen können.

Für dich einfacher, erstelle ein SuSE Minimalsystem am besten auf dieser Hardware. Dann machst du ein Backup. Ist das Backup fertig, arbeitest du mit einer Live CD. Die Empfehlung für sowas wäre GRML Bootenschnitzel oder für das Bios Raid war damals diese Seite für mich ganz hilfreich. Gerte hat sie sehr gut überarbeitet mus ich gerade lobend erwähnen, ich war bestimmt ein Jahr oder mehr nicht mehr darauf gewesen. Du erstellst nun deine Platten nach Wunsch und spielst nun im Raid 10 dein Backup ein. In das System chrooten, /proc , /boot mounten und die Initrd entsprechend anpassen und neu erstellen. Bootloader überprüfen und das war es schon auch. Danach neu Starten und wenn alles klappt die Software noch installieren die fehlt. Egal was du machst ich würde bei so einer Operation immer eine extra Partition mit 50 - 80 MB für /boot erstellen!

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Beitragvon Tschokko » 07.07.2006, 14:08

@al!ve
Das es sich bei dem Embedded RAID um eine Softwarelösung handelt ist mir bekannt. Für meine privaten Zwecke auch so eine Lösung vollständig aus. Linux Software RAID ist natürlich mein bevorzugte Lösung, aber ich konnte im SuSE 10.1 Setup die Platten nicht als RAID 10 konfiguren. Habe genau versuch nacht genannten Verfahren vorzugehen. Die zwei RAID 1 Geräte bekommt man hin (/dev/md0 und /dev/md1), allerdings kann man diesen Raid Partitionen nicht den Partitions Typ "Linux RAID" zuweisen im Yast. :( Somit kann ich das zusammenfassende RAID 0 nicht erstellen. Das ist mein Problem.

@minimike
Danke für Tipps. Ich werd mal versuchen den Yast Installer auf's Kreuz zu legen. :) :) :)

Grüße Tschokko

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Beitragvon minimike » 07.07.2006, 22:50

Wenn du den SuSE Installer im Textmodus startest hast du mit alt + F2 eine Shell inklusive Rootrechten. Damit lässt sich dann so einiges machen. Aber warum SuSE 10.1 auf einem Produktivsystem? Laut Presse bekommt Novel mit SuSE 10.1 immer noch nicht alles geregelt und die Flickenschustern derzeit noch mehr wie Microsoft. SuSE ist cool um exotische Drucker zu konfen. Die Konfig kann mann dann Debian unterschieben...
Debian hat zwar auch das beste aber auch im Vergleich zu SuSE funktionierende Packtmanagmentsystem. Die Implementierung von Red Capet in Yast scheint dem Lesen nach nicht wie beschrieben überall zu funktionieren. SuSE ist zum Spielen oder Desktop gut, wenn du die Kiste einmal aufsetzen willst und dann ab in den Schrank für 5 Jahre...
Na es ist dein Rechner :)

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Beitragvon Tschokko » 08.07.2006, 12:06

Die Entscheidung für SuSE ist schnell erklärt: Weil ich mit der Distri im Moment sehr gut umgehen kann. :D Als VMware Host SuSE 10.1 zu wählen ist sicherlich nicht eine optimale Lösung, aber meine bisherige Installation lief stabil und zuverlässig.

Gestern habe ich ein paar Versuche unternommen. Ich habe manuell das RAID 10 und sogar die passenden Filesystem erstellt, aber der Yast Installer erkennt nicht alle Geräte. D.h. er erkennt die zwei Partitionen pro Festplatte und die daraus resultierenden Raid 1 Geräte von /dev/md0 bis /dev/md3. Aber der Installer zeigt mir um keinen Preis /dev/md4 und /dev/md5 an, das nämlich sind die zwei Raid 0 Partitionen die ich mittels mdadm erstellt habe. Der Installer treibt mich noch zum Wahnsinn. Naja, heute werde ich mal eine Installation ohne Raid auf einer 5. Festplatte vornehmen und dann die Installation auf's Raid 10 umziehen. Vielleicht klappt das endlich.

Grüße Tschokko

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Beitragvon Tschokko » 10.07.2006, 11:58

Letzter Stand: LILO weigert sich auf ein RAID0 zu installieren. Ein RAID1 wird dagegen unterstützt. Das heisst oben vorgeschlagenes RAID 10 klappt nicht. Muss das Software-RAID in einem erneuten Versuch genau umgekehrt einrichten.

Was man nicht alles tut um 300€ zu sparen. ;)

Grüße Tschokko

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Beitragvon minimike » 10.07.2006, 16:25

Besorg ne Cedega Lizenz und mach mal ne SSH Verbindung parat ;)...
Onkel Mike hat keine Cedega Lizens und auch keinen Bock sich zum Erwerb derselben extra eine Masterkarte an zu schaffen. Bei Onkel Mike stürzt seit ner Woche aber auch ständig Windows 2000 ab wenn er GTA San Andreas spielt. Onkel Mike ist nach 8 Monaten Zocken schon mit 3/4 vom Spiel fertig und würde gerne mal das Ende sehen.......

Beim Bios Fakeraid muss Lilo gepacht und neu Übersetzt werden. Zu dem ist Lilo nicht so save wie Grub. Gut Grub ist nicht ganz so easy für den Einsteiger. Ich selber habe Grub jahrelang gehasst aber mittlerweile ist auf keinem meiner oder mir anvertrauten Systemen noch Lilo am Werke

Grub ist halt ein mini OS das z.B. auch mal das root wechseln kann. Wenn die Konfig mal nicht passt kann man das System auch per Hand in der Grubkonsole starten, denn himself wird nur einmal in den MBR installiert. Bei Lilo must du Lilo bei jeder noch so kleinen Änderung neu in den MBR installieren. Grub liest seine Konfig aus ner Textdatei die du flexiebel ändern kannst

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Beitragvon Tschokko » 10.07.2006, 20:06

Kurze Zwischenfrage... ich hab nun begonnen die RAIDs auf meinen Live System zu erstellen. Irgendwie dauert das verflucht lange bis er die gespiegelten Partitionen hinkriegt. Zumindestens sagt mir "cat /proc/mdstat" das ich noch rund 4000min. warten darf bis meine Partitionen fertiggestellt sind. :( Das kann doch nicht sein, oder? Selbst mein uralter Intel SRCU31 SCSI RAID Controller hat nicht mal ansatzweiße so lange Zeit beansprucht.

*grrrrrr*

Grüße Tschokko

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Beitragvon al!ve » 10.07.2006, 20:13

Gehen wir von vier 160GB-Festplatten aus, dann müssen 320GB kopiert werden. S-ATA ist mit 150MB/s spezifiziert. 320*1024MB / 150 (MB/s) = 2184s = 36Min. Je nachdem wie ordentlich die CPU dabei ausgelastet ist würd ich sagen könnte das auf das vierfache (zwei Stunden) ansteigen. Recht viel länger sollte das aber nicht dauern.

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Beitragvon Tschokko » 10.07.2006, 20:22

Die CPU ist laut top so gut wie garnicht ausgelastet. :( Dauern tut's immer noch rund 4000 min. laut mdstat. Und ich behaupte mal das System ist eigentlich in Sachen Performance akzeptabel. Pentium D 820 und 4x Samsung 250 GB SATA-2 Platten an einem Asus P5MT/MX-C Mainboard.

Mein damaliges RAID-5 in diesem System war innerhalb kürzester Zeit eingerichtet.

Zu kopieren gibt es nix. Es sind frisch erstellte Partitionen, die doch eigentlich leer sein sollten.

Oh man... :(

Grüße Tschokko

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Beitragvon al!ve » 10.07.2006, 20:29

Öhm ... mal Schritt für Schritt: Was hast du gemacht und bei welcher Aufgabe (Consolenanweisung davon) hängt er gerade und braucht noch 4000 Minuten? Nur so zur Information, 4000 Minuten sind 2.8 Tage :)

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Beitragvon Tschokko » 10.07.2006, 20:46

Nein, das System hängt nicht. Jetzt hat er gerade mal 1.0% fertiggestellt.

Die Konsolen Anweisungen

fdisk /dev/sda
- Primäre Partion 1 (125 MB) und 2 (Rest, entspr. ca. 245 GB) erstellt
- Typ für beide Partitionen auf "fd" gestellt.

sfdisk -d /dev/sda | sfdisk /dev/sdb
sfdisk -d /dev/sda | sfdisk /dev/sdc
sfdisk -d /dev/sda | sfdisk /dev/sdd

mdadm --create /dev/md0 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sda1 /dev/sdb1
mdadm --create /dev/md1 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sdc1 /dev/sdd1
mdadm --create /dev/md2 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sda2 /dev/sdb2
mdadm --create /dev/md3 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sdc2 /dev/sdd2

cat /proc/mdstat

md0 und md1 gingen recht fix.. aber an md2 und md3 rödelt er sich zu tode, eben die vorausgesagten 4000min.

Grüße Tschokko

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Beitragvon minimike » 11.07.2006, 01:45

Hmm mdadm unterstützt auch direkt das Erstellen von Raid10 dem Überfliegen der Manpage nach. Das soll mit dem --layout parameter gehändelt werden. Um das genau zu verstehen mus ich selber das mal in ner VM durchspielen sobald ich Zeit für sowas habe. Im Herzen bin ich Praktiker. Jedenfalls ein Kernelmodul für Raid10 ist als experimental gekennzeichnet drinnen. Ich nutze den 2.6.17.4 mit Vserverpatch.

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Beitragvon Tschokko » 11.07.2006, 18:10

Code: Alles auswählen

# echo 200000 > /proc/sys/dev/raid/speed_limit_max
# echo 200000 > /proc/sys/dev/raid/speed_limit_min


Diese Befehle vollbringen ein echtes Wunder. ;) Nachdem mir unter Tags der Build wohl abgeschmiert ist und mein Server eingefroren ist, habe ich mich vorhin hingesetzt und nach "speed to low" gegoogelt. Jetzt dauert der Build 50 Min. pro Partition. Das ist auf jeden Fall annehmbar.

Ich hoffe es klappt diesmal alles besser als gestern.

Grüße Tschokko


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