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Backup mit Veeam bei Reverse Incremental extrem langsam

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Backup mit Veeam bei Reverse Incremental extrem langsam

Beitragvon Sheep78 » 19.06.2015, 15:56

Hallo zusammen,

wir haben hier eine Umgebung mit drei ESXi5.5 und nutzen Veeam 8.0 zum Backup erstellen.

Der Backupserver ist seit kurzem ein physikalischer Server mit 144 GB RAM, zwei X5650 Prozessoren und zwei 10GB-NIC, welche einmal ins LAN und einmal zur SAN zeigt. Meine Backup-Repositories sind Laufwerke im Storage, welcher per iSCSI angebunden ist an den Server.

Wenn ich ein Fullbackup fahre (einen Job mit drei Maschinen zum testen erstellt) erreichen wir eine "Processing rate" von 348MB/s.
Wenn ich bereits vorhandene Jobs sichere (Reverse Incremental) fällt die rate herunter auf 15MB/s.

Beim Fullbackup habe ich als bottleneck die Source (Source 96%, Proxy 14%, Network 7%, Target 10%) und beim Incremental ist es das Target (Source 40%, Proxy 1%, Network 22%, Target 49%).

Nutze im moment als Transport mode Network (empfohlen für 10GB/s), hatte auch schon Direct SAN access getestet, was aber auch nicht schneller ging.

Ist das so normal also gerade was den Einbruch der rate angeht und auch das mit dem bottleneck?

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Beitragvon monster900 » 19.06.2015, 16:37

Moin,
falls es Dich beruhigt kann ich die von Dir angegebenen Werte von der Relation her bestätigen:
Bei einem Active Full kommen wir auf ca. 250 MB/s
Bei dem täglichen Reverse Incremental liegen wir so bei ca. 13 MB/s

Gruß
Dirk

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Beitragvon irix » 19.06.2015, 20:47

ReverseIncremetal ist nunmal extrem IO Intensiv und verlangt nach schnellen Platten.

Mach halt Incremental Forever und dann an bestimmten Tagen ein Sync. oder besser ein Active Full.

Gruss
Joerg

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Beitragvon mbreidenbach » 20.06.2015, 09:19

Reverse Incremental macht:
1. incremental backup
2. das eben erstellte incremental in das synthetic full einarbeiten und das reverse incremental delta ausrechnen

Der 1. Teil sollte schnell mit guter Performance gehen
Der 2. Teil findet auf dem Backupserver statt und dauert länger.

Wenn man nun zur Errechnung der Datenrate die im 1. Teil übertragene Datenmenge und die Gesamtzeit nimmt da kommt dann sowas raus.

Wenn die Reverse Incremental Sicherung in 'erträglicher Zeit' fertig wird ist doch alles in Ordnung. Wenn nicht dann braucht der Backupserver vermutlich schnellere Platten.

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Beitragvon Sheep78 » 22.06.2015, 13:05

Ich habe mal am Wochenende ein bisschen getestet und habe das Backup doch auf Direct-SAN umgestellt.

Meine vorherigen Tests bezogen sich immer auf das sichern von einer VM, wobei es wirklich keinen grossen Unterschied machte von der Geschwindigkeit, welchen Modus ich wähle.
Beim sichern von mehreren VMs gleichzeitig spielt aber der Direct-SAN-Zugriff seine Karten voll aus und ich hab Peaks bis zu 1GB/s und der totale Backupvorgang ist ca. doppelt so schnell.

Ebenso habe ich auf Incremental geändert und mache am Ende der Woche ein Sync, damit ich dieses auf Band sichere.

Sehe ich es richtig, dass ich beim Sync immer ein volles Backup (am Ende) habe und der Rest deutlich kleiner im Gegensatz wenn ich jede Woche ein Full machen würde?

Dafür vermute ich, dass der Sync den frei gewordenen Platz (Dateien auf Fileserver zb gelöscht) nicht wieder frei gibt im Backup und ich das nur mit dem Full hinbekomme. Oder?


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