Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

Kurzzeitige Netzwerkaussetzer

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Kurzzeitige Netzwerkaussetzer

Beitragvon vmhigh72 » 16.03.2015, 15:36

Hallo zusammen,

ich habe auf einem relativ potenten, aber noch bezahlbaren ESXi 5.5 U2 zwei WIndows und zwei Linux Server virtualisiert. Das sind zweimal Server 2012 R2 (einmal Domaincontroller und einmal DMZ Server), einmal IPFire und einmal Opsiserver zur automatisierten Installation von Windows-Clients.

Ich habe eine USB3 PCIe an den Windowsserver durchgereicht, weil ich ursprünglich vorhatte, per USB3 angeschlossene Festplatten auf dem Windowsserver zu verwalten, was ich jetzt aber anders mache. Ich habe vier vSwitches, eben IPFire-mäßige rot, grün, blau und orange, von denen drei auf den externen onboard-Netzwerkkarten des Mainboards landen, die vierte onboard-Karte ist für den Verwaltungszugriff auf den Server.

Mein Problem: Die Netzwerkverbindungen zum Domaincontroller (meist gemappte Netzlaufwerke) sind ungefähr einmal pro Stunde kurz weg, so kurz, dass Windows zwar ein Fenster zeigt, dass das Laufwerk nicht mehr da ist, sobald ich aber auf ok klicke, ist es wieder da.

Es ist jetzt relativ alles neu: Ein dlink-Smartswitch, die Hardware, die Installationen, die Clients, eigentlich fast alles, so dass ich gar nicht weiß, wo ich mit der Eingrenzung des Problems anfangen soll. Zumindest die Clients möchte ich ausschließen, da ich das Problem bei jedem Client beobachten kann, wenn ich genügend lange warte. Kann ich irgendwo im vSphere Client so etwas geloggt sehen? Oder habt Ihr noch einen anderen Ansatz im petto? Eventuell ein bekanntes Problem?

Danke vorab.

Grüße
vmhigh72

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Re: Kurzzeitige Netzwerkaussetzer

Beitragvon rprengel » 16.03.2015, 15:54

Direktquoting durch Moderator entfernt

Ok,
dann liefere mal technische Daten zum Ram im Host und in den VMs etc..
Ausserden wäre wichtig welche Platten wie angebunden sind.
Welche virtuellen Netzwerkkarten nutzt du?

Gruss

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Beitragvon Dayworker » 16.03.2015, 17:04

ich habe auf einem relativ potenten, aber noch bezahlbaren ESXi 5.5 U2
Was heißt das genau?
Welche Host-HW liegt vor und vor allem, welche Netzwerkkarten kommen im Host zum Einsatz. Stehen diese auf der VMware-HCL oder wurden die Treiber dafür reingepatcht?

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Beitragvon ~thc » 16.03.2015, 17:29

Das liest sich für mich so, als ob möglicherweise der gesamte Client/Server-Traffic durch die IPFire hindurch muss - kannst du das mal mit einem Diagramm erläutern?

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Beitragvon vmhigh72 » 16.03.2015, 19:54

Ey, Leute seid Ihr schnell. Danke erstmal für die vielen Tipps. Ich schaue mal, was ich nachher zusammentragen kann. Ich komme gleich noch mal durch, wenn ich die Kinder ins Bett gebracht habe.

Danke soweit.

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Beitragvon vmhigh72 » 16.03.2015, 20:58

Der Server ist selbstgebaut, möglichst nach Whitelist ausgewählt:
Asus MB P9D-E/4L (intel C224 mit 4x Gigabit Ethernet intel I210AT)
intel Xeon E3 1240 V3 @ 3,4 GHz
16 GB ECC DDRAM (2x 8, später irgendwann 32, wenn ich sie wirklich brauchen sollte)
LSI MegaRAID SAS 9271-8i

Keine gepatchten Treiber, alles vom Original-Download.

Ich habe 2x 4 TB, jeweils als Raid 1, also 4 Festplatten am LSI Controller hängen, der ungepatcht erkannt wurde. Diese sind zwei Festplatten (nicht durchgereicht, sondern LUNs) am Domaincontroller und für Daten. ESXi ist auf einer SSD (doof, ein USB-Stick hätt's ja auch getan), Der Domaincontroller hat noch mal eine eigene LUN als BS-Platte bekommen, eine 256 GB Sandisk SSD auf dem Mainboard SATA-Anschluss. Die anderen drei BS haben ebenfalls jeweils eine eigene Hardwareplatte am Mainboard SATA-Anschluss bekommen. Alle Festplatten sind Thick-provisioned eingerichtet.

Die IPFire sollte nicht den kompletten Verkehr abwickeln. Das kann ich auch sehen, wenn ich Daten kopiere, da auf der Webseite der in/out-Verkehr dann nicht merklich steigt.

Als virtuelle Netzwerkkarten habe ich bei den Windows-Büchsen fieserweise VMXNet 3 genommen, die anderen sind E1000.

Und ich bin ratlos...

Schaue jetzt erstmal einen Film mit meiner Frau... Mal sehen, ob ich wieder nach einer Stunde unterbrochen werde...

Danke schonmal vorab und Grüße
vmhigh72

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Beitragvon Dayworker » 16.03.2015, 23:17

Ausgehend von http://www.asus.com/Commercial_Servers_Workstations/P9DE4L/ hat Asus darin eine KVM-Lösung verbaut. Keine Ahnung wie Asus das umgesetzt hat, aber bei ServerMicro pappt sich KVM solange automatisch mit auf alle Netzwerkports, bis man KVM grundlegend konfiguriert hat. Wenn das erledigt ist, kann man KVM entweder bei den normalen Netzwerkports abschalten und den dedizierten KVM-Port nutzen oder einen beliebigen Netzwerkport als KVM-Port konfigurieren. Das Manual sollte dir dort weiterhelfen.

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Beitragvon vmhigh72 » 16.03.2015, 23:45

Film ist rum, nach 2:30 h hatte ich tatsächlich einen Freeze und musste den Film neu starten. Möglicherweise liegt das tasächlich daran. Schau mir das morgen mal an und werde nachberichten.

Danke erstmal.

Mensch, Ihr seid echt der Hammer! Schnelle und vor allem fundierte Hilfe. Das kenne ich aus anderen Foren ja mal gerade so gar nicht... Aber mal andersrum: In einem vmware Forum bei ESXi-Servern hängt aber auch nicht unbedingt jeder WIndowsversteher rum...

Ich gebe mir Mühe und werde mindestens genauso fundiert und nachtragend berichten, ob mein Problem damit gelöst war. Danke!

Grüße und gut's Nächtle.
vmhigh72

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Beitragvon Dayworker » 17.03.2015, 15:12

Was sagt denn das Windows-Ereignislog zu den Aussetzern?
Was muß man sich unter Dlink-Smartswitch vorstellen?

Prinzipiell gilt, nur weil alles neu ist, muß das keine unbedingt Funktionalität bedeuten. Zumal Dlink erst in einem anderen Thread erwähnt wurde...

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Beitragvon ~thc » 17.03.2015, 15:32

D-Link Smart Switches: http://www.dlink.com/de/de/business-solutions/switching/smart_switches

Und ich nehme diese Produktreihe mal etwas aus der Schusslinie, da ich sie ohne Probleme in mehreren Firmen mit ESXi-Installationen betreue.

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Beitragvon vmhigh72 » 17.03.2015, 18:59

Genau, den DGS-1210-52 habe ich mir gegönnt... Das Ganze ist allerdings nicht wirklich eine Firmeninstallation. Ich betreibe hier bei mir zuhause ein kleines Netzwerk mit 6 angeschlossenen Wohngen im Haus. Alle PCs sind in einer Domäne, eigene Dateien umgeleitet und werden über Nacht verschlüsselt in die Cloud geschoben. Ich habe zudem einen zentralen TVServer (den ich ursprünglich als fünfte VM mit durchgereichten PCIe SAT-Karten auf dem Server laufen lassen wollte), der unter Windows 8.1 mit MediaPortal eine zentrale TV-IP-Wandlung macht und alle Clients, TVClients, Tablets oder Amazon FireTVs bzw. Raspberries im Haus mit Live-Fernsehen, -aufnahmen und Filmkonserven versorgt. Das Ganze sollte so energieeffizient wie möglich im Keller laufen, daher wollte ich alles auf einer einzigen Maschine haben, allerdings war das mit dem Hardware durchreichen nicht ganz so fehlerfrei wie geplant möglich gewesen. Irgendwie ist das total abhängig, wie viele Geräte schon durchgereicht sind und an welcher PCIe-Schnittstelle. Zudem hat mir die Leistung auf nur einer Maschine dann doch nicht gereicht. Aber anderes Thema.

Das Einfrieren des Netzwerks für nur Sekundenbruchteile ist jetzt wirklich das einzige noch, was stört. Alles andere läuft perfekt (nachdem ich, glaube ich, so ziemlich alle Fehler gemacht habe, die man bei der Einrichtung einer IPFire machen kann... Wenn ich nur daran denke, wie oft ich mit Amazon telefoniert habe, weil die Box manchmal keine Filme mehr angezeigt hatte... oh mann, was ein gesperrter Port anrichten kann, den ich aus dem Log einfach hätte auslesen können, wenn ich gewusst hätte, wie man den liest... ich schweife wieder ab)

Ich habe mir alles selbst beigebracht, was ich für das Vorhaben brauche, also bitte Geduld mit mir, wenn ich mal was nicht richtig beschreibe oder zu viel oder so...

Welche Windows-Logs wären das zum Beispiel? Unter Windows 8.1 ist die Ereignisanzeige ja so aufgebohrt, dass ich echt gar nix mehr finde...

Danke vorab.
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Beitragvon Dayworker » 17.03.2015, 19:52

Na die üblichen Win-Ereignisanzeigen...
Spaß beiseite. Ich hab hier zwar kein Win8.x vor mir aber in der Computerverwaltung -> System -> Ereignisanzeige -> Windows-Protokolle und da dann "Anwendung" und "System" sollten sich zu diesem Zeitpunkt etwaige Störenfriede bemerkbar machen.

Ansonsten wäre auch der ESXi selbst nochmal eine Betrachtung wert und wir würden uns über eine Verlinkung aller ESXi-Logs im Verzeichnis "/var/log" freuen. Dann würde man sehen, was der ESXi gerade zum Zeitpunkt des Ausfalls alles so getrieben hat.


Wenn ich die Dlink-Beschreibung richtig gelesen habe, unterstützt das Gerät neben der Auto-VLan- auch eine SafeGuard-Geschichte. Da könnte ggf noch weitere Fallstricke lauern.

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Beitragvon vmhigh72 » 18.03.2015, 22:24

Mmmh... mittlerweile glaube ich auch, dass es der Switch ist. Ich habe jetzt die Festplatten an dem nicht virtuellen TVServer hängen. Nach ziemlich genau einer Stunde hängt die Wiedergabe für 2-3 Sekunden, dann geht's normal weiter...

Jetzt wird's wirr...

Also muss ich doch mal in die Tiefen der Switchprogrammierung einsteigen. Mist. Eigentlich wollte ich jetzt die VLANs konfigurieren...

Der ESXi war also grundlos verdächtigt worden von mir... Tut mir Leid.

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Beitragvon ~thc » 19.03.2015, 07:28

vmhigh72 hat geschrieben:Nach ziemlich genau einer Stunde hängt die Wiedergabe für 2-3 Sekunden, dann geht's normal weiter...

Daraus zu schließen, es müsse der Switch sein, ist etwas voreilig.

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Beitragvon Martin » 19.03.2015, 08:24

Verwendest Du überall statische Netzwerkadressen?

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Beitragvon vmhigh72 » 19.03.2015, 18:19

Die ipfire (VM) verteilt per DHCP-Adressen, die Server (3x VM, 1x echt) sind allerdings allesamt mit statischen Adressen versehen, die Clients mit quasi-statischen, weil der DHCP-Controller ihnen immer die gleichen zuweist.

Irgendwie irritiert mich auch, dass eine FireTV von Amazon übers Internet immer ohne Aussetzer läuft, obwohl sie über den gleichen Switch läuft und definitiv von grün nach rot durch die ipfire muss. Abspielen innerhalb von grün (Client auf Server) also ohne ipfire bringt ein Stocken nach unregelmäßiger Zeit, aber immer irgendwie innerhalb von 1-3 Stunden beim Filme-Schauen.

Verwirrend...Noch habe ich keine VLANs eingesetzt, was ich aber wollte, vielleicht sollte ich mal die Ports alternieren...

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Beitragvon Martin » 19.03.2015, 21:53

ich war nur am Überlegen, ob es mit DHCP renew / lease time Ablauf zu tun haben könnte.

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Beitragvon rprengel » 20.03.2015, 07:45

vmhigh72 hat geschrieben:Die ipfire (VM) verteilt per DHCP-Adressen, die Server (3x VM, 1x echt) sind allerdings allesamt mit statischen Adressen versehen, die Clients mit quasi-statischen, weil der DHCP-Controller ihnen immer die gleichen zuweist.

Irgendwie irritiert mich auch, dass eine FireTV von Amazon übers Internet immer ohne Aussetzer läuft, obwohl sie über den gleichen Switch läuft und definitiv von grün nach rot durch die ipfire muss. Abspielen innerhalb von grün (Client auf Server) also ohne ipfire bringt ein Stocken nach unregelmäßiger Zeit, aber immer irgendwie innerhalb von 1-3 Stunden beim Filme-Schauen.

Verwirrend...Noch habe ich keine VLANs eingesetzt, was ich aber wollte, vielleicht sollte ich mal die Ports alternieren...

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Hallo,

schieb mal einige Stunden per Script grosse Dateien durchs Netz und schau ob ähnliche Effekte auftreten.
Bei einem Bekannten gab es ähnliche Probleme aber da lag es am chaching des Endgerätes und nicht am Netz.
Scheint ein Thema zu sein bei dem man mit reiner Logik auch nicht weiter kommt sondern nur durch systematisches testen und suchen.


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