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ESX - wieso,weshalb,warum :-)

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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ESX - wieso,weshalb,warum :-)

Beitragvon chefkochbln » 21.09.2005, 09:42

Guten Morgen!

Ich habe da mal eine Frage, die mich ein wenig beschäftigt. Ich wollte gerade den Unterschied zwischen dem GSX und dem ESX-Server herausfinden......also habe ich ein bißchen gegooglet, mich ein bißchen im Forum umgeschaut und dabei folgendes gefunden:

Der ESX-Server geht einen anderen Weg. ESX-Server benötigen kein Host-Betriebssystem, die ESX-Software wird direkt auf die Hardware installiert. Ein fehlendes Host-Betriebssystem schlägt sich in besserer Performance in den VM-Sitzungen nieder. Selbstredend lassen sich ESX-Server nur auf vom Hersteller unterstützter Hardware einrichten.


Jetzt mal dazu meine Frage, weil ich glaube ich meinen Kopf noch nicht ganz hochgefahren habe und noch nicht um die Ecke denken kann:

    * Einen ESX-Server kann ich auf einen blanken Rechner installieren (unter den o. g. Voraussetzungen ->Hardwarekompatibilität)?
    * Ansonsten bietet er die gleichen Möglichkeiten, wie andere Emulationssoftware (also GSX, Virtual PC etc etc...)?
    * Was ist, wenn ich versuche, den ESX auf ein (bspw.) bestehendes Linux- oder Windows-System zu installieren - bricht die Routine dann ab?

Ich überlege noch, wo denn da die Virtualität ist? Das "installierte" Betriebssystem fungiert dann doch sozusagen als Host, oder nicht?

Wäre schön, wenn mich da jemand aufklären kann ;)
Danke schonmal!

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Beitragvon GTMK » 21.09.2005, 10:37

ESX ist das Betriebssystem. Auch wenn es aussieht wie Linux, es ist kein Linux. Im Vergleich zu GSX fehlt sozusagen eine Schicht: GSX redet über das Windows- oder bzw. Linux-Betriebssystem mit der Hardware, ESX redet direkt damit. Das ist auf den Webseiten von VMware eigentlich recht anschaulich dargestellt.

http://www.vmware.com/products/server/gsx_features.html
http://www.vmware.com/products/server/esx_features.html

ESX bietet erheblich mehr - Performance, Verläßlichkeit, Flexibilität, Verwaltbarkeit. ESX ist für das Rechenzentrum, Workstation für den einzelnen PC, GSX liegt dazwischen.

Es mag allerdings einige Features geben, die GSX und/oder Workstation haben, ESX aber nicht - ich glaube, die Behandlung von Snapshots gehört dazu.

Georg.

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Beitragvon chefkochbln » 21.09.2005, 10:40

Hmmm....also hat das Ganze nicht soviel mit der eigentlichen virtuellen Schicht zu tun, welche VMware verkörpert? Ich kann mir das nicht vorstellen, weil ich von dem "normalen" VMware (in der Workstation-Versoin) ausgehe und dann versuche, einen Schritt weiter zu gehen - aber genau der fehlt mir :oops:

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Beitragvon ioman » 21.09.2005, 11:53

Ein ESX virtualisiert die Hardware für die Guest OS´s 8)
Und damit verhält er sich vom Grundsatz her gleich wie eine VMWare Workstation.

Oder hast Du schon mehrere Betriebssysteme _gleichzeitig_ auf einer Hardware am laufen gehabt :?:

Gruß
ioman

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Beitragvon chefkochbln » 21.09.2005, 11:56

ioman hat geschrieben:Oder hast Du schon mehrere Betriebssysteme _gleichzeitig_ auf einer Hardware am laufen gehabt :?:


Naja, über ne VM halt. Der Host mit geg. Hardware....und die VM's beinhalten dann ja die gleiche Hardware :!:

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Beitragvon ioman » 21.09.2005, 12:02

Nicht die gleiche sondern eine von VMWare emulierte (virtualisierte) Hardware.
VMWare steuert was und wie vom Guest OS auf die richtige Hardware kommt.

VMWare gaukelt dem Guest OS eine richtige Hardware vor, hat aber nur bedingt mit Deiner realen Hardware zu tun.

Und das macht die VMWorkstation sowie auch der ESX Server (daher gleiches verhalten).

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Beitragvon chefkochbln » 21.09.2005, 12:06

ioman hat geschrieben:Nicht die gleiche sondern eine von VMWare emulierte (virtualisierte) Hardware.
VMWare steuert was und wie vom Guest OS auf die richtige Hardware kommt.


Brrrrrr......ich stell mich aber vielleicht heute dämlich an! :cry:
Wenn ich bspw. nen Host-Rechner mit 256MB RAM habe und konfiguriere eine VM mit VMware Workstation, so kann ich doch auch nur maximal 256MB RAM bei der Maschine einstellen. Es handelt sich dann trotzdem um eine "virtualisierte" HW? Sie basiert aber auf meiner physikalischen HW, oder?

Gut gut gut....selbst, wenn das alles richtig ist, wofür brauch ich dann den ESX-Server? Kann dann doch gleich den GSX nehmen, oder? Geht es dabei nur um Stabilität? - Ich merke schon, es schließt sich der Kreis zu oben. Wenn es nur um Systemstabilität ginge, dann müsste doch der entscheidende Schritt sein, das Hostsystem vom HW-technischen her so stabil wie möglich zu machen, oder etwa nicht?

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Beitragvon ioman » 21.09.2005, 12:22

Wenn ich bspw. nen Host-Rechner mit 256MB RAM habe und konfiguriere eine VM mit VMware Workstation, so kann ich doch auch nur maximal 256MB RAM bei der Maschine einstellen.

Nein Du kannst mehr angeben, aber das wird nicht empfohlen.
Soweit ich weiss benutzt VMWare soviel Speicher von Deiner realen Maschine wie sie kann, der Rest wird dann auf FP ausgelagert (Paging).

Es handelt sich dann trotzdem um eine "virtualisierte" HW?

Ja

Sie basiert aber auf meiner physikalischen HW, oder?

Nur bedingt. Du könntest zum Beispiel nicht in Speicherbereiche zugreifen die dem Host OS gehören.
Anderes Beispiel: Du hast ne Intel Netzwerkkarte, was siehst Du aber im VMWare für eine Netzwerkkarte? Richtig "VMWare Virtual Nettwork Adaptor", d.h. VMWare sagt Deinem Gast dass es diese Hardware nehmen soll. Dass Gast OS kann nicht auf Deine Intel zugreifen!
Sagt jetzt das Gast OS "Ruf mir Internet Seite XYZ auf", so greift Dein Gast auf die VMWare Netzwerkkarte zu. VMWare merkt dass, greift auf Deine Intel Karte zu, schickt die Daten raus, bekommt antwort, schickt sie auf die emulierte Karte -> Gast OS sieht die Internetseite.


Gut gut gut....selbst, wenn das alles richtig ist, wofür brauch ich dann den ESX-Server? Kann dann doch gleich den GSX nehmen, oder?


Welches reale Betriebssystem verwendest Du? XP? Linux?
Starte es und schaue mal was es für Resourcen belegt. Speicher? CPU Last?
Eine VMWare Workstation oder GSX Server muss sich diese Resourcen mit deinem realen OS teilen?
Angenommen Dein XP braucht permanent 20% CPU Last, dann hätte die VMWare nur 80% übrig. Starte dann mal 10 virtuelle Guests.
VMWare muss ziemlich viel rechnen wenn es eine virtuelle Maschine startet, da geht es schnell an die Grenzen.

Einem ESX Server "gehört" der ganze Rechner.
Das ESX Betriebssystem ist schlank und frisst nicht unnötig Resourcen, so dass diese dann fast vollständig auf die Guests verteilt werden können.

Gruß
ioman[/quote]

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Beitragvon chefkochbln » 21.09.2005, 12:33

Mit diesem Beitrag weiß ich nun alles, was ich wissen wollte *frechgrins*
Dankeschön für die ausführliche Beschreibung!!

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Beitragvon ioman » 21.09.2005, 12:41

Und ich hoff dass alles richtig war :roll:

Wenn Du mit diesem Beitrag aber mal nen Haufen Geld verdienst will ich % te :lol:

Gruß
ioman

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Beitragvon chefkochbln » 21.09.2005, 12:42

ioman hat geschrieben:Und ich hoff dass alles richtig war :roll:


Wollen wir es mal hoffen *grins* - Naja, ich hab das Prinzip des ESX einfach nur nicht in mich reinbekommen.....war wohl zuviel am frühen Morgen *grins*

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Beitragvon ioman » 21.09.2005, 12:46

Achso nochwas:

Starte mal Dein reales XP -> Starte VMWare und dort weitere wichtige Guest OS´s (z.Bsp. einen Datenbankserver).

Aus irgendeinem Grund meint jetzt dein Host OS abschmieren zu müssen, was passiert mit den VMWare Guests? Richtig die werden natürlich mitgerissen ins Nirvana 8)

Auf einem ESX Server läuft ja auch ein Mini Betriebssystem, aber dieses kann man soweit härten und stabil machen, dass solche Ausfälle seltener vorkommen können.

Also auch wieder ein Vorteil :-)

Gruß
ioman

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Beitragvon Tovaco » 23.09.2005, 00:57

wie die Vorredner sagten:

der ESX ist´n eigenes sehr schlankes und sehr stabiles Betriebssystem. Muß ja auch nicht viel machen...´n bisserl Scheduling...IP oder IO pakete an die Netzwerk/HBA-Treiber schicken und vielleicht noch etwas VGA-Grafik an den Anwender werfen. Das wars. Hin und wieder noch failover wenn ´n HBA oder ´ne Netzwerkkarte abfliegt und etwas MemorySharing.

Administriert wird das dann über das bekannt redhat-linux.

Der unterschied zu allen anderen Varianten ist schlicht, daß du hier´n stabiles Betriebssystem vor der Nase hat und nicht hoffen mußt, daß das liebe Windows durchhält. Ferner kann ein eigenes Betriebssystem besser optimiert werden also ein FremdSystem wie windows oder linux. Ferner ist´einfacher sowas für 4 oder 8wege zu optimieren als´n windows welches ja eher auf 1 bis 2 cpus zu hause ist.

grüße thorsten

ps: und vor allem läßt sich mit´nem ESX viel mehr Geld verdienen als mit´nem GSX oder´ner Workstation Variante... 8)

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Beitragvon GTMK » 23.09.2005, 10:04

nicht hoffen mußt, daß das liebe Windows durchhält.


... oder das liebe Linux. Ich habe in ca. 4 Jahren GSX unter Windows nicht einen einzigen Host-Crash gehabt. Im Gegenteil - ich war anfangs noch der Meinung, GSX müsse unter Linux laufen, aber der Host fror immer ein. Mit Windows war dieser Spuk dann vorbei.

Daß ich jetzt nur noch ESX mache, hat jedenfalls nichts mit der Stabilität von GSX unter Windows zu tun.

SCNR, Georg.

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Beitragvon Tovaco » 23.09.2005, 17:45

tja, das sind halt die erfahrungen die man entweder mit windows oder linux macht. der eine kann mit linux nichts anfangen, der andere ist von windows wenig begeistert...

grüße thorsten


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