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Unterschied virtueller Socket/CPU und Cores

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Unterschied virtueller Socket/CPU und Cores

Beitragvon speckles » 11.08.2014, 16:16

Hallo Community,

ich versuche mich mal wieder in diese Virtualisierungsgeschichte einzuarbeiten, da wir jetzt ein Projekt tatsächlich realisieren wollen. Ich versuche derzeit zu erarbeiten, was der Unterschied (Performance) bei der Zuweisung von VMware Gastsystemen von virtuellen CPU/Sockets und Cores ist.

Im WWW habe ich gelesen, das es keinen Performance sondern einzig und allein der Lizenztechnische Grund ist z.B. beim MSSQL oder ähnlichen.

Aber wenn das so ist, warum bietet VMware überhaupt die Möglichkeit an, virtuelle CPU einzugeben, wenn ich doch alles über die virtuellen Cores steuern könnte?

Gibt es da doch Performanceunterschiede oder andere Abarbeitungswege?

Gruß und danke,
speckles

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Beitragvon Sven_B1982 » 11.08.2014, 17:09

http://vmware-forum.de/viewtopic.php?t=24710

wurde hier schon durchgekaut(mehrfach), ist nur um lizenzbeschränkungen zu entschärfen und um Kompatibilität zu erreichen da nicht jede Anwendung mit 16 Sockets glücklich würde aber 2 Socketsx8 Cores frisst

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Beitragvon speckles » 12.08.2014, 08:38

Hi,

naja, so ganz wird die Frage damit noch nicht beantwortet. Um nun kosten zu sparen, könnte ich jetzt ja immer auf das günstigste Lizenzmodell der SW zurückgreifen (nur 1 Sockel) und über die Cores die Performance steuern.

Warum sollte ich also, wenn ich mit VM arbeite, noch zu 2 Sockel Lizenzen greifen, wenn ich alles über die Cores steuern kann.

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Beitragvon irix » 12.08.2014, 09:03

speckles hat geschrieben:Warum sollte ich also, wenn ich mit VM arbeite, noch zu 2 Sockel Lizenzen greifen, wenn ich alles über die Cores steuern kann.


Weil es unter VMware frueher nur moeglich war Sockel zu praesentieren.

Edit: Bitte jetzt nicht mit der vSphere Lizenzierung durcheinander bringen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Sven_B1982 » 12.08.2014, 09:45

speckles hat geschrieben:Hi,

naja, so ganz wird die Frage damit noch nicht beantwortet. Um nun kosten zu sparen, könnte ich jetzt ja immer auf das günstigste Lizenzmodell der SW zurückgreifen (nur 1 Sockel) und über die Cores die Performance steuern.

Warum sollte ich also, wenn ich mit VM arbeite, noch zu 2 Sockel Lizenzen greifen, wenn ich alles über die Cores steuern kann.


Drum bauen ja alle die Lizenzbestimmungen um, bei MS wird nach Cores berechnet nicht mehr nach sockel(wenn dann nach physikalischen Sockeln nicht nach Virtuellen).

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Beitragvon Martin » 12.08.2014, 10:41

speckles hat geschrieben:Hi,

naja, so ganz wird die Frage damit noch nicht beantwortet. Um nun kosten zu sparen, könnte ich jetzt ja immer auf das günstigste Lizenzmodell der SW zurückgreifen (nur 1 Sockel) und über die Cores die Performance steuern.

Warum sollte ich also, wenn ich mit VM arbeite, noch zu 2 Sockel Lizenzen greifen, wenn ich alles über die Cores steuern kann.


Aber auch nur, wenn das LIzenzmodell des Software-Herstellers dies auch abbildet.
Es gibt auch einige, die grundsätzlich auf die gesamten in der Hardware verfügbaren Sockel/Cores lizensiert werden müssen, auch wenn die die eigentliche VM eingeschränkt wäre.

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Beitragvon hrhrhrhr » 12.08.2014, 15:11

http://blogs.vmware.com/vsphere/2013/10 ... mance.html

Ein wenig Unterschied in der Performance ist schon da, wenn die VM sehr CPU/RAM lastig ist...

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Beitragvon speckles » 13.08.2014, 10:15

Danke für eure Antworten.

Beim lesen vom Link von hrhrhrhr bin ich auf folgende Seite gestoßen, die noch etwas älter ist, jedoch noch eine Frage für mich öffnet:

Remember that 1 vCPU maps onto a physical core not a physical CPU

Wie muss ich mich ein virt. core vorstellen? Kleiner als ein phys. core geht nicht, oder?
Worauf wird dieser gemapt?

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Beitragvon Sven_B1982 » 13.08.2014, 17:56

speckles hat geschrieben:Danke für eure Antworten.

Beim lesen vom Link von hrhrhrhr bin ich auf folgende Seite gestoßen, die noch etwas älter ist, jedoch noch eine Frage für mich öffnet:

Remember that 1 vCPU maps onto a physical core not a physical CPU

Wie muss ich mich ein virt. core vorstellen? Kleiner als ein phys. core geht nicht, oder?
Worauf wird dieser gemapt?


das verstehst du falsch, damit ist gemeint das die vcpu immer auf einen kern gemappt wird und nicht quasi eine physikalische CPU(mit allen kernen) durchgereicht wird.

vereinfacht ist das so:

1 vCPU=1 pCore
1 pCPU=X pCore
=> 1 vCPU ungleich 1 pCPU

das ganze dürfte noch aus der Zeit sein wo der VM nur Sockel(und damit vCPUs mit 1 vCore) präsentiert wurden und man so bei einer pCPU mit 8 Kernen 8 vCPUs brauchte um die volle leistung an die VM abzugeben. Mit neuen versionen geht auch 1 vCPU mit 8 vCores oder 2 vCPUs mit 4 vCores

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Beitragvon speckles » 14.08.2014, 12:03

Gilt hier auch die Regel (wie bei dem anderen "großen" Virtualisuerngshersteller)?


8:1 bzw. 12:1

Eine Maschine 2 Sockeln,Hyperthread-fähigen Quad-Core-CPU
2 * 4 * 2 =16 logische Prozessoren


16 * 8 =128 vCPU

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Beitragvon irix » 14.08.2014, 13:31

Nein, das heist nicht Regel sondern "Supportet Maximum" und kann dann unter (http://www.vmware.com/pdf/vsphere5/r55/ ... ximums.pdf) nachgelesen werden. Im Falle von vSphere 5.5 ist es 32:1.

Der Grund warum das so "hoch" ist kommt einzig und Alleine durch VDI.


Gruss
Joerg

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Beitragvon speckles » 14.08.2014, 14:43

Nein, das heist nicht Regel sondern "Supportet Maximum" und kann dann unter (http://www.vmware.com/pdf/vsphere5/r55/ ... ximums.pdf) nachgelesen werden. Im Falle von vSphere 5.5 ist es 32:1.

Der Grund warum das so "hoch" ist kommt einzig und Alleine durch VDI.


Gruss
Joerg


OK, also für meine Serverumgebung darf ich mit diesen Werten nicht rechnen, sondern tatsächlich nur mit den logischen Prozessoren?

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Beitragvon irix » 14.08.2014, 15:08

Haeh?

Gruss
Joerg

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Beitragvon speckles » 14.08.2014, 15:48

Du hast geschrieben, das die hohe Zahl durch die VDI kommt.

VDI = Virtual Desktop Infrastruktur.

Da ich kein VDI mache, sondern Servervirtualisuerng, kann ich das doch nicht vergleichen?!

Daher müsste ich doch für meine virtuellen Server maximal 16 vir. Prozessoren verwenden können.
Eine Maschine 2 Sockeln,Hyperthread-fähigen Quad-Core-CPU
2 * 4 * 2 =16 logische Prozessoren

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Beitragvon Martin » 14.08.2014, 16:01

Es gibt keine festen Regeln, es hängt von den Anforderungen bzw. der Last der einzelnen VMs ab.
Meine Daumenregel ist ca. 5-8 vCPU pro pCPU core bei kleineren Server wie Win2003 oder Linux und 3-5 bei größeren/neueren VMs mit höheren Anforderungen wie Win2008/2012.

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Beitragvon irix » 14.08.2014, 16:05

speckles hat geschrieben:Du hast geschrieben, das die hohe Zahl durch die VDI kommt.

VDI = Virtual Desktop Infrastruktur.

Da ich kein VDI mache, sondern Servervirtualisuerng, kann ich das doch nicht vergleichen?!


Du hattest nach einer "Regel" gefragt. Ich sage das VMware eine 32:1 Rate "supportet". Ob das noch performt ist eine andere Frage und wird durch das * im PDF auch gesagt. Ob bei dir ein 2:1 performt koennen wir nicht vorhersagen. Wenn du eine VM hast welche 100% CPU benoetigt dann reicht gerade so ein 1:1.


Daher müsste ich doch für meine virtuellen Server maximal 16 vir. Prozessoren verwenden können.
Eine Maschine 2 Sockeln,Hyperthread-fähigen Quad-Core-CPU
2 * 4 * 2 =16 logische Prozessoren


Ja das ist hier bei VMware vSphere genau so. Sollten deine angedachten VMs die Perfomrance aber nicht benoetigen und zusaetzlich das OS auch nicht vorbereitet sein dann wird die Performance unterirdisch sein.


Unsere Hosts haben hier 48 logische CPUs und die naechste Bestellung liegt hier schon und am 3. September werden 72 logische CPUs Hosts bestellt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon speckles » 14.08.2014, 16:13

Unsere Hosts haben hier 48 logische CPUs und die naechste Bestellung liegt hier schon und am 3. September werden 72 logische CPUs Hosts bestellt.


:shock:

Da muss ich wohl mal einen Abstecher zu dir machen. Is ja nicht weit...


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