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vm macht probleme wegen auslagerungsdatei

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vm macht probleme wegen auslagerungsdatei

Beitragvon bembelschubbser » 14.11.2013, 14:45

hi leutz,..

ich hab mich zwecks privater nutzung und wegen der verschiedenen systeme (windows, ubuntu, osx und verschieden mobile devices) in meiner familie und für evtl. kommende aufgaben (medien-server, haussteuerung ect. pp) gegen hyper-v, für den kostenlosen esxi entschieden.


für den privatgebrauch hab ich mir den HP N54L angeschaft. spezifikationen kommen noch.

ich hab mir auf dem esxi 5.5 eine ubuntu-distri (LTS 12.04) installiert. auf der dann samba aktiviert und konfiguriert. damit endlich mal alles an daten von diversen externen festplatten (teilweise noch FW), usb-sticks, cd's und dvd's, an einem zentralen punkt gespeichert ist.
die üblichen nappel-probleme hatte ich auch. also hab ich das mehr als einmal vollzogen :)

letztendlich lief dann alles so, wie es sich gehörte.



...bis sich die VM. nicht mehr starten lassen wollte.
dazu kam es, als ich ein 5,4 gb großes file von einem windows-pc auf ein samba-share kopieren wollte.

das funktionierte zu nächst wie geplant. ok,.. soll er ma machen und weg war ich. als ich wieder kam, erklärte mir windows, dass es das file nicht kopieren konnte, weil er keine verbindung zum ziel hat.
esxi-client geöffnet und geschaut. kleines ausrufezeichen bei der vm. die meldung sagte, das die auslagerungsdatei nicht groß genug ist.
ok,.. neustart dachte ich mir.


neustart ging nicht, weil er nur 0 statt der gewünschten menge für die auslagerungsdatei hat. google und co sagten. lösch snapshot, dann gehts wieder.
es hat ne weile gedauert, bis ich mich an den schritt getraut habe. aber es funktionierte. dann lief der ganze kram wieder. als ich ihm wieder die große datei zumuten wollte, hat sich das ganze wiederholt. Ich hab dann erst mal alles shares extern gesichert.

___________

nun will ich das ganze system noch mal neu aufsetzen. ich habe sogar anhand von nem link zu vmware, speziell für hp microserver ne eigene esxi-inst gefunden.
iwas scheine ich zuvor falsch gemacht zu haben. das würde ich bei der neu-inst gerne ausschließen.

HP Microserver Neo N54L
CPU: AMD Turion II 2,2 GHz
RAM: 2x 8 GB Kingston - DDR3 ECC
HDD: 1x WD30EZRX Green (3TB SATA III 5400rpm, 2 ms, 64MB Cache)
NIC: HP ADP NC360T Dualport

nun meine frage:
was muss ich beachten, damit dieses problem mit der auslagerungsdatei nicht wieder auftaucht? (gerne auch per pm)

ich hoffe die infos reichen aus. ansonsten einfach fragen, bitte.

vielen dank für die geduld beim lesen :)

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Beitragvon continuum » 14.11.2013, 16:41

Hi
bitte achte mal genau darauf ob es um die Windows-auslagerungsdatzei oder um die VMware *.vswp Datei geht.

Hast du bei den VMs den RAM reserviert ?

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Beitragvon bembelschubbser » 14.11.2013, 19:21

[auslagerungsdatei]
windows-auslagerungsdatei? hab ich nur lokal auf einem client. *mich nicht zu blamieren hoffe* ansonsten läuft auf der vm linux-ubuntu.
oder wird da für jeden client eine auslagerungsdatei angelegt? ich geh mim mac auch da ran. dann würde es dann schon langsam unübersichtlich.

[ram fest zugewiesen]
naja, fest zugewiesen nur in sofern, wenn man eine vm bereitstellt/erstellt und dieser dann ram im rahmen des minimum/maximum vorschlags vom system.
in meinem fall von 1 bis 16gb hab ich 8, dann später an der gleichen stelle auf 4 und zuletzt auf 1 gb reduziert.
das reduzieren erschien mir logisch, weil ich wo gelesen habe, dass sich die auslagerungsdatei am zugwiesenen ram orientiert.

also wenn die vm jammert, dass sie nicht genügend platz für die auslagerungsdatei hat, ram reduzieren, dann wird auslagerungsdatei entsprechend kleiner.
(so mein logisches denken)
ob es wirklich damit zu tun hat würd ich niemals beschwören. :D

aber is halt blöd, wenn man schon alle daten gesichert hat und du dann nicht mehr an die daten rankommst, weil die vm nicht mehr starten will.

bleibt also nur die esxi-auslagerungsdatei (*.vswap)?

aktuell nur eine vm drauf. ohne snapshots - die musste ich ja löschen, dass sie wieder hochfährt
___________

ich hoffe ich konnte dir folgen und habe deine frage in deinem sinn beantwortet.

nebenbei.... vielen dank für deine hilfe

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Beitragvon michael0101 » 14.11.2013, 20:31

hi,
aufgrund deiner Info, dass nach dem Löschen der Snapshots die VM wieder startet gehe ich mal davon aus, dass du "zuviel" Festplattenspeicher der VM zugewiesen hast.

Vermutlich hast du folgende Baustelle::
HDD der VM als thick angelegt
+ Snapshots wachsen mit der Zeit
= knall

Der esxi kontrolliert nicht wirklich, ob der wachsende Snapshot mit den physikalischen Grenzen kollidiert.

Bezüglich der Auslagerungsdatei ist auch die vom esxi für die vm gemeint. Diese wird auf der HDD ebenfalls beim start erstellt und dafür muss natürlich der platz ausreichen.Wenn ich mich recht entsinne, entspricht die Größe der Auslagerungsdatei dem zugewiesenem RAM der VM.

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Beitragvon bembelschubbser » 14.11.2013, 21:21

ich fühl mich ertappt.

hab der vm 2,5 tb von den 2,73 tb, welche mir der esxi zur verfügung gestellt hat, zugwiesen.
bei einer vorherigen inst. der vm 40gb thin. die waren ruckzuck voll und dann musste ich feststellen, dass das mit dem automatischen erweitern des festplattenplatz nicht so einfach geht, wenn das os der vm sagt: "hey, platte ist voll". denn auch wenn esxi das kann, nutzt es ja nichts, wenn das os der vm das nicht kann. dann muss man doch mit anderen waffen dran. das ist allerdings auch nicht so einfach. den ich muss ja erst mal den freien plattenplatz haben, um ihn intern (mit dem os) zu erweitern.

aber um erst mal ne weile ruhe zu haben, würde ich der linux-samba-vm den maximal möglichen plattenplatz zur verfügung stellen. klar wären es schön, wenn das thin-prinzip einfach zu handlen wäre. aber mei, für private zwecke, kann ich damit leben.
__________

jetzt kommts drauf an, was mir vorgeschlagen oder geraten wird. ob statisch oder dynamisch ist mir erst mal wurst.

bei statischer vhd...
wenn ich den maximal möglichen platz der vom esxi freigegebenen 2,73 tb, für eine vm nutzen wollte, wieviel muss ich dann freilassen?
vlt gibts da auch ne prozentuale regel?


danke, für die unterstützung

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Beitragvon bembelschubbser » 16.11.2013, 19:00

niemand mehr da?

ok,.. dann frag ich ma anders...

nachdem der standart-installation wohl nicht unbedingt die sinnvollste ist (wenn ich das so richtig verstanden habe),..

gibt es iwo im netz nen guide für den 5.5er esxi, bei welchem man sagen kann:
"so ist es empfehlenswert?


also so einen, mit welchem man bei null beginnt. quasi mit der installation auf den usb-stick. vm's bereitstellen und sinnvoll konfigurieren. sicher ist das je nach OS unterschiedlich.
hab ja schon so einiges gefunden. nur wenn die sich alle unterscheiden, fängt man zu zweifeln an, welcher jetzt richtig ist.

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Beitragvon kastlr » 16.11.2013, 19:50

Hallo,

die Standard Installation ist normalerweise völlig ausreichend.

Wenn dir im laufendem Betrieb ein Filesystem volläuft, hast du in den meisten Fällen ein massives Problem.
Das ist dann in der Regel auch völlig unabhängig vom verwendetem Betriebssystem.

Troubleshooting a datastore or VMFS volume that is full or near capacity

Zu den vmdk's (virtual disks) deiner VM's kommen noch weitere Files, die im zur VM gehörendem Untervereichnis abgelegt werden.
Die VM Swap Datei ist identisch mit der RAM Größe der VM, es sei denn, du setzt Memory Reservations ein.
Das würde ich in deinem Fall aber nicht empfehlen.

Die ganz große Unbekannte sind Snapshots, die können massiv anwachsen, je nach dem, wie du damit umgehst und wie lange du Sie nutzt.
Aber es ist ganz leicht möglich, das diese Dateien sehr schnell auf mehrere GB anwachsen.

Wenn du z.B vor dem Einspielen eines Service Packs einen Snapshot erzeugst, werden alle darauf folgenden Writes in den Snapshot umgeleitet.
Snapshots fressen somit Kapazität UND Performance, weil die Daten der VM sich über mehrere Dateien auf der vmfs verteilen.

Eine generelle Empfehlung für VMware gibt es nicht, ich würde jedoch nie mehr als 90% der vorhandenen Kapazität (inklusive Snapshots und Swap) verplanen.

Gruß,
Ralf

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Beitragvon bembelschubbser » 16.11.2013, 22:36

danke ralf.

sehr gute info.

wenn ich das richtig verstanden hab, soll ich nen snapshot also nicht unbedingt als eine art erstes backup nutzen.
snapshot quasi nur, wenn ich veränderungen plane und ich mir nicht sicher bin, ob die vm nach der veränderung stabil läuft. hat sich die veränderung als nicht kritisch gezeigt, den betreffenden snapshot wieder löschen.
richtig?

oder bedeutet das: snapshots ab und an mal erneuern und alte snapshots löschen?

_____________

vom datastore mit 2,73 tb, sollte ich dann maximal bzw ungefähr 2,4 tb für die vm nutzen, dann sollte es problemlos laufen.
richtig?

ich hoffe mal, ich hab das richtig verstanden. bevor es peinlich wird :)

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Beitragvon Dayworker » 17.11.2013, 01:34

Snapshots sind kein Backup :!:
Mit einem Snapshot schaffst du nur die Möglichkeit, eine sich im Zugriff befindliche vDISK sprich laufende VM mit zugehöriger VMDK zu sichern. Solange eine VM läuft, ist der Zugriff auf die ihr zugeordnete vDISK bzw VMDK von ausserhalb nicht möglich. Bei einem Snapshot wird dieser Datei-Lock auf den Snapshot gelegt und erst dadurch kann die Basis-VMDK/vDISK dann auf ESXi-Ebene gesichert werden.


Snapshots sollten nur solange laufen, wie sie unbedingt gebraucht werden. Umso länger eine Snapshotkette ist, desto gefährlicher wird es für deine Daten. Sobald ein Snapshot in der Kette defekt wird, verlierst du unweigerlich die darin gespeicherten Änderungen zur Basis- bzw Snapshotvorgänger-VMDK und Datenverlust ist vorprogrammiert. Das die IO-Performance der VM durch einen oder mehrere Snapshots verringert wird, sind ein weiterer Grund dagegen.


Die 2.4TB bzw 90% sind nur ein Richtwert. In Abhängigkeit zum zugewiesenem vRAM und vDISK könnte das schon zu viel sein. Wenn du eine VM mit 1TB-vRAM und eine zweite mit 1TB-vDISK konfiguriert hast. So wird ein, aus welchen Gründen auch immer, längerlaufender Snapshot, in Abhängigkeit zum geschriebenen Datenvolumen irgendwann unweigerlich die Grösse der vDISK erreichen und dein DS volllaufen.
Aber selbst wenn du nur kleine VMs hast, könntest du mit deinem DS von 2.73TB Grösse nachher weniger zufrieden sein. Pro LUN gestattet der ESXi meines Wissens nach nur eine bestimmte Anzahl gleichzeitiger Zugriffe. Die mit ESXi5.5 möglichen 64TB für DS und 62TB pro VM auszureizen, macht also nur wirklich Sinn, wenn man eine Fileserver-VM aufsetzen will. Unter Umständen wärest du also mit deiner 3TB-Platte besser beraten, diese in mehrere LUNs zu partitionieren und diese dann als weitere Datastores an den ESXi zu übergeben.

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Beitragvon pirx » 17.11.2013, 08:50

Ich glaube viele der Locking Problem sind mit dem ATS Locking in VAAI nicht mehr so aktuell.

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Beitragvon bembelschubbser » 17.11.2013, 09:22

sakrischen dank.
sehr deutliche und vor allem hilfreiche information.

an und für sich, bekommen vm's von mir nur etwas mehr als nötige ressourcen zugewiesen.
die aktuell fette vm ist allerdings keine testumgebung. diese soll wieder eine linux-maschine werden. und da wird dann tatsächlich ein fileserver.

so hatte ich das vorher gemacht. aber unwissend wie ich war....
    - vm erstellt und den maximal verfügbaren speicherplatz und von vorhandenen 16gb ram 8gb dafür verwendet. reserviert habe ich nichts.
    - linux inkl. aller updates installiert - snapshot
    - vmware-tools installiert - snapshot
    - linux konfiguriert - snapshot
    - samba konguriert und gestartet - snapshot
    - nen schwung daten auf den fileserver geschubbst - snapshot
    - bis auf den snapshot (nach vm-tools-install) und den letzten snapshot (bevor ich wieder ein neues paket an daten fertig zum rüberschieben hatte) habe ich alle anderen gelöscht.

...und ich wundere mich, dass ein snapshot in sekunden erstellt, aber erst in stunden wieder gelöscht ist. oO
nach den antworten von ralf und dir, dürfte nun jedem, also letztendlich auch mir klar sein, dass der ganze kram nur noch abgerauchen konnte. wenn man mal die logik von dem system erkannt hat, sieht man das.

als ich mich gegen den hyper-v, für den esxi entschieden habe, wusste ich ja, esxi ist kein system für dummies. keine ahnung warum ich dann sowas wie warnungen vom system erwartet habe, falls ich etwas falsch konfiguriere.
mitdenken gehört beim esxi scheinbar dazu. dank der informationen hier, bin ich nun aufmerksam und schalte mein hirn während der arbeit mit dem esxi vom ecco-mode und den aktiv-mode. :D



ich denke mein problem ist damit gelöst. sobald ich alles umgesetzt habe und das system dann stabil läuft, werde ich noch ein letztes feedback hinterlassen.

vielen dank an alle!

gruß vom glücklichen bembel ;)


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