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BackupLösung für kleine Unternehmen

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BackupLösung für kleine Unternehmen

Beitragvon parkesel » 29.07.2013, 20:35

Hallo Leute,

Ich suche eine Backuplösung für kleine Umgebungen, das wichtigste von mir aus ist das ein direktes booten ermöglicht wird.

Wir verkaufen z.b einen ESX Host mit lokalen Platten und eine Qnap NAS.
(Lizenz leider nur essentials)

Habe nun bei einen Kunden diese Qnap Nas als ISCSI mit 2 NICS eingebunden und nun mache ich mit den Vcenter Wöchentlich einen Klon mit der Powercli benenne ich das Backup um damit ich 2 Generationen habe.
Im Desaster kann ich den Server starten (natürlich geht es langsamer) und später zurückschieben.


Jedoch braucht es für einen täglichen Klon Zuviel Zeit und Zuviel Platz.

Mein Plan währe:
Wöchentlich Vollsicherung und unter der Woche solle es mit CBT die änderungen sichern,
Im Notfall würde ich gerne das Backup starten, kennt jemand so ne Software ? VEEAM ist aber eher teuer.....

Danke für eure Tips

P.s vielleicht könnte ich einfach eine Replikationssoftware welche CBT unterstützt verwenden...

Danke euch

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Beitragvon irix » 29.07.2013, 20:46

Fuer das was vRanger und oder Veeam machen sind beide guenstig. Mit dem Veeam Essentials gibts den Vorteil das dort 2 CPU Lizenzen enthalten sind.

- Replikation kann auch Generationen (VMware Snapshots)
- Instant Restore innerhalb von 90 Sekunden aus dem Backup heraus per NFS
- Dank CBT ertraegliche Laufzeiten
- Dank ReverseIncremental Backup gute Ausnutzung des Speicherplatzes

Preise wie immer auf Anfrage ansonsten solle der Listpreis bei ~740,- sein.

Gruss
Joerg

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Beitragvon monster900 » 30.07.2013, 08:18

Hallo,
ich würde Dir auch zu Veeam raten.
Die Vorteile hat Joerg ja bereits aufgeführt. Für den Preis wirst Du m.E. nichts besseres bekommen.

Bei kleinen Installationen (freier ESXi) habe ich schon den VM Explorer von Trilead genutzt. Der VM Explorer funktioniert auch mit dem freien ESXi. Außerdem wird der VM Explorer nur einmalig lizensiert (Core-Unabhängig).
Bei Trilead bekommst Du problemlos einen 10 Tage Lizenzkey für das Produkt.

Gruß
Dirk

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Beitragvon UrsDerBär » 30.07.2013, 08:54

Wens günstig sein soll, warum nicht einfach Windows Backup verwenden? Das ist zuverlässig und gut. Recovery dauert halt unter Umständen etwas länger.

Damit das ganze stabil läuft und auch ziemlich crashresistent ist entweder direkt per iSCSI in den Gast oder per NFS eine Platte auf der NAS einbinden. Für den DC ist zbsp. eh nur eine solche Variante von MS supported (Windows Backup)

CDP brauchts imho vor allem für Files und Mails, dafür gibt es auch einfache Variante (Weiterleitung an ein Backup-Postfach, für Files gibts Robocopy-Scripts in allen Variationen (Mirror, Dedupe-LW auf Ziel für Vollbackups) sowie DFSR für die Verfügbarkeit)

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Beitragvon JMcClane » 30.07.2013, 09:49

Da Microsoft bis zumindest Server 2003 selbst noch Backuptechnologie von Veritas verwendet hat, gehe ich davon aus das auch andere Backuplösungungen supportet sind.
Für besonders zuverlässig halte ich Windows Backup ab 2008 übrigens nicht. Schon öfter erlebt das entweder die Sicherung nicht komplett gelaufen ist (obwohl Status OK), und das Wiederherstellungen fehlschlagen (etwas andere Plattengröße etc.)

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Beitragvon UrsDerBär » 30.07.2013, 09:57

Ich hatte bis dato noch nie wirkliche Probleme mit Windows-Backup und verwende das fast immer. Innerhalb von VM's eh völlig schmerzfrei. Da macht selbst 2003 keine Mucken (weil Hardware gleich bleibt). Schon diverse Recovery gemacht.

Ansonsten: DC sichern ist meines Wissens trotzdem nur mit Windows Backup supported (SystemState).

Aber eben, kommt immer auf die Umstände und Notwendigkeiten an. Die Komplexität wird aber imho deutlich tiefer gehalten, man muss nicht mit Snapshots hantieren und somit ist ein Hauptrisikofaktor (Datastore läuft voll wegen Snapshots) schonmal weg.

Wegen Festplattengrösse: Klar, auf kleinere Platten funzt Windows-backup nicht wirklich (meine ich zumindest). Da haben aber auch andere Mühe und ganz ungefährlich ist es auch nicht. NTFS wird das kaum schmecken wens plötzlich kleiner ist.

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Beitragvon monster900 » 30.07.2013, 11:38

Moin,
der Fredersteller suchte ja explizit nach einer Backupsoftware die direktes Booten der gesicherten VM's ermöglicht.
Ihn da auf das Windows-Backup zu verweisen bringt Ihn dann ja nicht so wirklich weiter... :?

Ansonsten habt Ihr natürlich recht. Backup direkt aus den Windows-Maschinen funktioniert auch recht gut und kostet nix extra...
Aber was ist, wenn da noch eine Maschine ohne Windows dazukommt!? Wir wäre der Aufwand zu hoch für jedes BS eine eigene Backuproutine zu stricken. Dafür ist Trilead oder auch Veeam dann doch zu günstig. Wer seine EDV zum Geldverdienen nutzt, sollte auch das Geld für Backup/Restore einkalkulieren. :oops:

Gruß
Dirk

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Beitragvon UrsDerBär » 30.07.2013, 11:50

@monster: Da hast du wohl Recht. Das habe ich etwas überlesen. Trotzdem, um den/die DC zu sichern muss man Windows Backup verwenden um supported zu sein.

Meine Prioritäten liegen bei Kleinsystemen eher auf möglichst einfach gestrikten Umgebungen und möglichst wenig Fallstricken. ;)

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Beitragvon JMcClane » 30.07.2013, 12:39

Ich konnte auch nach einer Stunde Suche keine halbwegs offizielle Stellungsnahme von Microsoft zum Thema Backup von DCs finden. Einzige Aussage ist das MS VSS unterstützt werden muss. Veeam nutzt ausschließlich den VSS Provider von MS, die gleichen die auch Windows-Backup nutzt. Die meisten Backup Hersteller sind auch zertifizierte Microsoft Partner, sollte es da wirklich Probleme geben würde der Hersteller in Zusammenarbeit mit MS den Support übernehmen.

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Re: BackupLösung für kleine Unternehmen

Beitragvon weigeltchen » 30.07.2013, 14:27

parkesel hat geschrieben:Wir verkaufen z.b einen ESX Host mit lokalen Platten und eine Qnap NAS.


Wenn eine virtuelle Umgebung einem Kunden verkauft wird, sollte Backup schon beim Projektstart Thema und dem Kunden klar sein, dass das nicht kostenfrei zu haben ist. Sicherlich kann man darauf hinweisen, dass es die eine oder andere Möglichkeit gibt, mit wenig Kosten eine Lösung zu basteln. Nur einrichten würde ich sowas nicht und schon gar nicht supporten. Gerade bei nur einem Host keine Kompromisse beim Backup, denn das ist des Kunden einzige Chance beim Crash seine IT zeitnah wieder zum laufen zu bringen. Und wie schon geschrieben, so immens teuer sind Vranger/Veeam/Trilead und Co. nun auch nicht.

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Backup

Beitragvon parkesel » 03.08.2013, 16:18

Hallo Leute,

Danke für eure Wertvollen Infos.

Wie gesagt in meiner Letzten Umstellung habe ich:

- 4 Server in einen ist ein LTO4 rein gehängt, dort läuft Arcserve sichert die Server mit Agent für Exchange und Agent für Windows.

- weiter habe ich die Qnap NAS als ISCSI eingebunden und mache Wöchentlich einen geplanten Klon aller Maschinen (umbenennen über powercli)

- nun dachte ich mir noch ich gebe den kritischen Maschinen noch ne Disk und mache dort rauf einen Windows Sicherung, WE voll dann macht er eh nur mehr die Änderungen.

Soweit sollte ich eigentlich ruhig schlafen können.

Danke euch allen für die Teilnahme an der Diskussion, sie war sehr hilfreich für mich.

thx

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Beitragvon sirrossi » 05.08.2013, 11:00

Moin, moin,

schau Dir auch mal Acronis vmProtect 8 an.
Ist sehr schnell, bootet direkt aus dem Backup heraus, ist einfach zu Bedienen.

Und ja, es kostet Geld ;)


http://www.acronis.de/enterprise/products/vmprotect/

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Beitragvon UrsDerBär » 05.08.2013, 11:57

Zu DC und Windows-Sicherung: Das ist zumindest das was die Jungs die sich wirklich mit MS-Produkten auskennen immer propagieren. DC = WindowsBackup und SystemState. Bei allem anderen schiebt einem MS zum Backuphersteller ab und die haben ned wirklich Ahnung von AD wenn es brennt. Was nützt einem der Support des Backupherstellers wenn er das Problem nicht lösen kann?

Zu Hochintegrierten Backup-Lösungen wie Veeam:
Man hört immer mal wieder von Problemen in Verbindung mit VMFS. Mögen einzelne sein, aber es gibt sie. Ich persönlich habe dann schon arge Bauchschmerzen, wenn dann mein VMFS auf welchem die Backups liegen dieses Problem ebenfalls haben werden. Weil faktisch habe ich dann gar nichts mehr.

Da schlafe zumindest ich besser, wenn ich entweder noch über eine zweite Backupstrategie verfüge oder aber wenigstens auf NAS oder noch lieber auf eine sehr crashresistente Windows Maschine (Physisch) oder Band gesichert wird (Stromausfälle etc.) und nicht auf etwas das per iSCSI angebunden wird.
Fakt ist auch, dass in Kleinumgebungen nie der gleiche technische Aufwand betrieben wird wie in mittleren oder grösseren. Das fängt schon bei den Komponenten und redundanten USV an. Da steigt das Risiko eines Totalausfalls meiner Meinung nach zu extrem an. Egal wie schön die Vorteile von einer solchen hochintegrierten Lösung ist, ich würde mich nicht alleine darauf verlassen. Einfach weil die Backupumgebung für sich dann schon relativ komplex ist.

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Beitragvon irix » 05.08.2013, 12:24

UrsDerBär hat geschrieben:...
Zu Hochintegrierten Backup-Lösungen wie Veeam:
Man hört immer mal wieder von Problemen in Verbindung mit VMFS. Mögen einzelne sein, aber es gibt sie. Ich persönlich habe dann schon arge Bauchschmerzen, wenn dann mein VMFS auf welchem die Backups liegen dieses Problem ebenfalls haben werden. Weil faktisch habe ich dann gar nichts mehr.


Weder Veeam noch vRanger legt das Backup auf VMFS ab. Bitte nicht verwechseln mit dem unsaeglichem VMware VDR.

Gruss
Joerg

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Beitragvon sirrossi » 05.08.2013, 12:25

... und vmProtect auch nicht.

Das Ziel kann ein NFS auf einer NAS sein :)


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