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benötige Hardware und Aufbau-Beratung

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benötige Hardware und Aufbau-Beratung

Beitragvon ikon » 05.06.2013, 09:19

Hallo liebe Community,

ich benötige eine kleine Beratung und würde mich freuen wenn mir hier geholfen werden könnte :)

Bei mir im Einsatz ist momentan ein Host mit ESXi 5.1 auf dem 2 vM's laufen (Windows Server 2008R2, einmal DC und einmal TS). Der Server ist schon recht alt. Ich habe hier nun einen ausrangierten Server, der zwar auch nicht mehr der jüngste ist, aber für meine Zwecke vollkommen ausreicht und defintiv besser als der alte ist^^

Verbaut ist folgende Hardware:
- Intel S3000AH Sockel 775
- Intel Xeon X3220
- 8GB Ram
- Raid LSI 3ware Escalade 9650SE, Sata II
- 3x 500GB HDD's als RAID 5

Zusätzlich habe ich hier noch eine SSD, Samung 840 Pro mit 256GB liegen.

Diesen Host würde ich nun gerne aktivieren. Dort sollen wieder 2vM's laufen. Diesmal aber Windows Server 2012. Auf dem TS soll auch ein SQL Server laufen der jedoch wirklich nicht stark beansprucht wird.

Wie sollte ich nun das Raid und insbesondere die SSD anbinden? An dem Raid Controller habe ich 4 Sata Port's. Ich grüble die ganze Zeit darüber nach, wie ich die Performance der SSD nutzen kann. Am meißten Zugriffe würden auf dem TS erfolgen.

Ich hoffe diese Infos langen euch. Wenn nicht dann haut mir bitte einfach auf die Finger :)

Liebe Grüße,
Frank

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Beitragvon blue_focus » 05.06.2013, 11:28

Hallo Frank,

Berühmt und wirklich optimal zur Virtualisierung ist die Hardware leider in der Ausbauform nicht. Aber ich denke für 2 VMs sollte das mit ein paar Erweiterungen kein Problem sein.

CPU -> ist OK
RAM würde ich grade für 2012 u. SQL auf min. 32GB aufblasen. Kostet ja heute nicht mehr die Welt.
Was mich jetzt etwas unglücklich stimmt ist der SATA-Controller. Ein MSSQL und sei es nur ein DB-Server der fast nix macht läuft auf ner nicht virtualisierten HW auf SATA schon mehr als grausam, vorallem wenn der Controller keinen Cache besitzt.
Also hier würde ich auf jeden Fall nochmal die ~200€ für nen anständigen SAS-Controller mit wenigstens 256MB Cache investieren. Da laufen dann auch die SATA-Platten schon besser, wenn auch SAS-Platten sinnvoller wären.

Die SSD könntest du unter ESXi 5.x aufwärts als als Datastore-Cache verwenden. Der ESXi kann das von sich aus, wenn mans konfiguriert. Habe das selbst aber noch nie gemacht und daher auch keine Erfahrungswerte.

SG
Manuel

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Beitragvon Dayworker » 05.06.2013, 12:12

Das ist eine Core2Quad-CPU mit dem lahmen FSB1066. Der Chipsatz soll zwar bis zu 8GB DDR2-RAM pro Slot und somit bis zu 32GB auf dem MB schlucken, allerdings würde ich mich darauf nicht verlassen. Es ist auch fraglich, ob man heutzutage noch oder wieder DDR2-RAM zu vernünftigen Konditionen erhält. Wenn du keinen DDR2-RAM mehr rumliegen hast, würde ich für das System kein Geld mehr ausgeben wollen.
Dazu kommen dann noch ein Raidcontroller, der nicht von Haus aus supportet wird und sich entweder nur als Zweitcontroller oder nach Anpassung über den ESXi-Customizer auch als Bootcontroller nutzen läßt sowie die nur 3 HDDs für das Raid5. Ein Raid5 ist schreibtechnisch immer sehr langsam, stellt aber vom bei jedem Raid anfallenden Verschnitt gesehen, die effektive Lösung dar. Wenn du hauptsächlich Leseanforderungen hast, mag das Raid5 ausreichen. Bei kleinen und verteilten Schreibzugriffen wird dir ein Raid5 sehr schnell sehr lahm vorkommen und SATA-Laufwerke sorgen generell für keine Begeisterung.


Wenn du mit der HW auskommen mußt, kennst du jetzt die Gründe für die gedrosselte Leistung. Damit kann man sich dann aber auch arrangieren.
Anders sieht es natürlich aus, wenn auch noch der Energieverbrauch mit im Fokus steht. Ich hab grad erst ein Core2Quad-System mit Q6700 in 65nm-Architektur berentet. Die genauen Verbrauchswerte eines Vorher-Nachher-Vergleichs können im Thread Dell T110 II (11.Generation) nachgelesen werden.

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Beitragvon ikon » 05.06.2013, 12:52

Hallo Manuel,

danke für deine schnelle Antwort :)
Bezüglich deiner Bedenken des RAID Controllers kann ich dich beruhigen. Die momentane Hardware ist noch schlechter und da läuft der SQL auch für meine Zwecke wirklich hervorragend. Zudem ist dies kein Produktivsystem. Trotzdem danke für den Hinweis!
Auch wegen dem RAM muss ich dich enttäuschen. Da passen nur max. 8GB rein :D

Kannst du mir denn einen Link für eine gute Erklärung (schön wäre es in Deutsch) nennen wo ich mich etwas in "SSD als Datastore Cahce einrichten" einlesen kann? Bei Google finde ich irgendwie nichts wirklich hilfreiches auf Deutsch.

LG

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Beitragvon ikon » 05.06.2013, 12:58

Dayworker hat geschrieben:Das ist eine Core2Quad-CPU mit dem lahmen FSB1066. Der Chipsatz soll zwar bis zu 8GB DDR2-RAM pro Slot


achso?! Dachte immer das System verträgt max. nur 8GB...


Dayworker hat geschrieben:Dazu kommen dann noch ein Raidcontroller, der nicht von Haus aus supportet wird und sich entweder nur als Zweitcontroller oder nach Anpassung über den ESXi-Customizer...


jap, habe mit dem Customizer schon eine CD erstellt und getestet :)


Dayworker hat geschrieben:Ein Raid5 ist schreibtechnisch immer sehr langsam, stellt aber vom bei jedem Raid anfallenden Verschnitt gesehen, die effektive Lösung dar. Wenn du hauptsächlich Leseanforderungen hast, mag das Raid5 ausreichen. Bei kleinen und verteilten Schreibzugriffen wird dir ein Raid5 sehr schnell sehr lahm vorkommen und SATA-Laufwerke sorgen generell für keine Begeisterung.
Wenn du mit der HW auskommen mußt, kennst du jetzt die Gründe für die gedrosselte Leistung. Damit kann man sich dann aber auch arrangieren.


Ja, es ist kein Produktivsystem und nur als reines Hobby für mich privat bzw. als Lernumgebung vorgesehen. Hätte ich in meinem Anfangspost mal erwähnen sollen!

LG, Frank

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Beitragvon ~thc » 05.06.2013, 13:02

Der Controller wird von ESXi 5.1 als "AMCC 3Ware 9650SE" unterstützt und hat 256 MB RAM onboard. Der Treiber muss allerdings nachinstalliert werden (async). Bedenklicher finde ich, dass das Board offiziell nicht unterstützt wird - was nicht heißen muss, das es nicht geht.

Die Samsung hat ein 6 GBit SATA-Interface und dein Board nur ein solches mit 3 GBit. Da du die SSD über das MB betreiben musst, geht dir hier etwas Performance verloren.

Wenn dich das alles nicht schreckt und du es ausprobieren willst, solltest du auf die SSD alles packen, was eine hohe I/O-Last verursacht (VM-Memory-Swapfile, Datenbanken, TS-Programmfestplatte etc.) und auf das RAID den Rest (VM-Bootfestplatten, Dateiablage etc.).

Die Einstellung für den SSD-Cache ist simpel und du findest sie unter "Host Cache Configuration" in der Konfiguration des ESXi-Hosts

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Beitragvon ikon » 05.06.2013, 13:51

OK, verstehe ich das jetzt so richtig:

an dem Raid Controller schließe ich meine 3 500GB HD's und die SSD an.
Dann erstelle ich mit den 3 HD'S ein Raid5 und unter der ESXi Konfiguration erstelle ich mir daraufhin meinen Datastore wo wiederum die beiden Windows vM's laufen.

Dort habe ich dann beispielsweise "Server1 (DC)" mit Laufwerk c:\(System) und d:\(Daten) und "Server2 (TS)" mit Laufwerk c:\(System) und d:\(SQL).

Erst danach lege ich unter der "Host Cache Configuration" die SSD fest und sage was dort gecached werden soll?

LG

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Beitragvon ~thc » 05.06.2013, 15:05

Die einzelne SSD am RAID Controller? Bringt das irgendwelche Punkte? Wenn die dort vom ESX nicht als SSD erkannt wird, gibt es keinen Host Cache. Ich würde sie am Mainboard-Controller anschließen.

In der "Host Cache Configuration" legst du nur fest, wie viel Platz der SSD du dafür opfern willst. Mindestens die Größe des gesamten vRAMs aller VMs.

Auf die SSD legst du zusätzlich VM-Disks, die eine hohe I/O-Last erzeugen (z.B. D:\ des TS)

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Beitragvon ikon » 05.06.2013, 15:37

~thc hat geschrieben:Die einzelne SSD am RAID Controller? Bringt das irgendwelche Punkte? Wenn die dort vom ESX nicht als SSD erkannt wird, gibt es keinen Host Cache. Ich würde sie am Mainboard-Controller anschließen.


hmm, ich dachte es wäre besser die mit an den Controller anzuschließen damit die Daten auch direkt vom Controller verarbeitet werden und nicht erst über das Bussytem vom Mainboard geschickt werden. Als Nachteil könnte man vielleicht das Fehlen des Trimms deuten wodurch das GC der Samsung ja recht gut sein soll.

~thc hat geschrieben:In der "Host Cache Configuration" legst du nur fest, wie viel Platz der SSD du dafür opfern willst. Mindestens die Größe des gesamten vRAMs aller VMs.

Auf die SSD legst du zusätzlich VM-Disks, die eine hohe I/O-Last erzeugen (z.B. D:\ des TS)


OK, danke. Ich muss es wohl auch einfach mal austesten. Werd3e mich wohl am Freitag mal daran setzen :)

LG

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Beitragvon Dayworker » 05.06.2013, 15:46

Betreffend RAM-Menge hat "ikon" recht, laut Technical Product Specification (PDF) unterstützt das S3000AH insgesamt wirklich nur 8GB DDR2-RAM. Das hatte ich als Xeon-Chipsatz irgendwie anders in Erinnerung. :oops:

Ob man die SSD am Raid- oder Chipsatzcontroller anschließt, würde ich von Controller und Chipsatz abhängig machen. Nicht jeder Raid-Controller kann mit SSDs vernünftig umgehen...
Auf der anderen Seite sieht man im Schaltbild auf Seite 15 im verlinkten PDF, daß der Anschluß an den Controller oder Chipsatz nur dann einen Unterschied macht, wenn der Controller im PEG-Slot (hier vermutlich als "Intel Adaptive Slot" mit x8-Anschluß beschrieben) steckt. Falls es also keinen PEG- bzw PCIe-x16-Slot gibt, werden beide eh nur über DMI sprich PCIe-x4_Rev1.0/1.1 angebunden und da ist bei 1000 MB/s dann schon Feierabend. Mit anderen Worten macht hier auch kein SAS-Controller wirklich Sinn, da über die DMI-Verbindung ja noch mehr sprich die gesamte ICH7R-Southbridge mit GPU, USB, Super-IO etc an die Northbridge angebunden ist.

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Beitragvon ikon » 19.06.2013, 09:07

ich habe jetzt alles eingerichtet. Raid Controller wurde mit einer vib eingebunden und wird von dem ESXi auch erkannt. Die SSD wurde vom ESXi jedoch nur als normale HDD erkannt als sie am Raid hing. Habe Sie nun an einen SATA Port geklemmt wo sie nun auch als SSD erkannt wird.

Über die Konfiguration habe ich nun etwas für den Host-Cache von der Platte abgezweigt. Auf den Rest habe ich meinen neuen Windows Server 2012 als TS installiert. Nun habe ich noch meine 2 alten Windows Server 2008R2 wieder mit dem Converter auf mein neues System geschoben. Alles läuft...

An einer Stelle benötige ich jetzt jedoch noch Hilfe. Wo genau stelle ich ein, dass die VM Memory Swapfile der beiden Server 2008R2 und das Laufwerk e:/ eines Servers auch auf die SSD soll? Oder werden die Memory Swap Files jetzt automatisch dort hin gespeichert?

LG

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Beitragvon ~thc » 19.06.2013, 09:30

Wenn ich die VMWare-Spezifikation richtig verstanden habe, dann sollten bei ausreichend reserviertem Platz auf der SSD die Swap-Files von VMs, deren Heim-Verzeichnis auf "normaler" Storage liegt, automatisch dort angesiedelt werden.

Die VMDK des "E:"-Laufwerkes musst du manuell auf die SSD verschieben (Datensicherung, VM-Festplatte entfernen, VMDK(s) auf SSD verschieben, VM-Festplatte wieder als vorhandene VMDK einbinden).

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Beitragvon ikon » 19.06.2013, 09:39

ahh, ok :)
Habe jetzt mal in den Datenspeicher der SSD geschaut. Dort sihet es nun wie folgt aus:


http://picload.org/view/awialpc/unbenannt.jpg.html


Habe 58 Files davon. hat das was damit zu tun, dass ich dem Host Cache 60GB zugewiesen habe?

LG

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Beitragvon ~thc » 19.06.2013, 10:20

Ja. Das ist sozusagen die sichtbare Manifestation der Speicherplatz-Reservierung.

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Beitragvon ikon » 19.06.2013, 13:45

doch nochmal eine Frage.

Schaut euch mal bitte folgendes Bild an:

http://picload.org/image/awilagg/unbenannt.jpg


Dort im Datenspeicher meines Raid5 liegen unter den 2 aufgeführten Server auch .vswp dateien die die Größe des zugeordneten Arbeitsspeichers haben. Sollten diese nicht auch im Host-Cache auf der SSD liegen?

LG

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Beitragvon ~thc » 19.06.2013, 14:32

Ja, eigentlich - aber du darfst ja jederzeit (also auch wenn die VMs noch laufen) den zentralen Host-Cache wieder entfernen...

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Beitragvon ikon » 19.06.2013, 14:35

verstehe ich jetzt nicht... vielleicht ist mein Gehrin wegen der Hitze auch etwas aufgeweicht :D

Laufen die VM Memory Swapfiles jetzt auf dem Host Cache oder doch nur im Raid? Wofür dann die Einrichtung des Host-Cache?

LG

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Beitragvon ~thc » 19.06.2013, 14:42

Sie laufen auf dem Host-Cache, solange er verfügbar ist - die vswp-Files werden trotzdem angelegt, da bei dem Entfernen des Host Caches der Swap-Space in die vswp-Files zurück kopiert werden muss.

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Beitragvon ikon » 19.06.2013, 14:51

aaahhh, ok. Danke für deine Hilfe :)

LG

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Beitragvon irix » 19.06.2013, 15:14

ikon hat geschrieben:... Wofür dann die Einrichtung des Host-Cache?


Einzig fuer die welche am bezahlbaren Memory Limit fuer ihren phys. ESXi Hosts sind bzw. die welche hohe Anzahlen an VMs haben und einen BootStorm ueberlegen muessen.

Fuer alle anderen ist das mit der Ablage der Swap Dateien auf SSDs grober Unfug und das Geld besser in realen Speicher zu investieren.

- Die Swap Datei wird einmalig beim Start der VM angelegt
- Solange dem Host nicht der Speicher ausgeht wird nichts in die Swapdatei geschrieben und die SSD langweilt sich.

Gruss
Joerg


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