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Windows 2000 als Virtual Desktop, Remote-Zugriff?

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Windows 2000 als Virtual Desktop, Remote-Zugriff?

Beitragvon RalphVM » 05.03.2012, 14:20

Wie ihr gleich merken werdet, bin ich noch ganz am Anfang...

Wir sind ein kleiner Handwerksbetrieb, der im Moment einen alten Compaq Proliant 6400R unter Linux am Laufen hat. An diesem Server hängen 6 PCs teils mit Windows 2000, teils XP.

Nun wollen wir einer Aushilfskraft das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen. Da dachte ich zunächst an eine Fernsteuerung eines lokalen Rechners.

Um nun aber keinen PC nur für diesen Zweck vorhalten zu müssen, kam mir der Gedanke an Virtualisierung. Dann könnten wir auch gleich unsere Serverdienste in einer zusätzlichen VM laufen lassen. Und wenn schon VMs, dann könnten wir auch zwei der altersschwachen PCs in jeweils eine VM auslagern... man kommt halt so ins Träumen.

Unser Budget ist nicht sehr groß, ich schätze mal, dass ich 2500.- ausgeben kann.

Nachdem ich versucht habe, mir einen Überblick über die kostenlosen Möglichkeiten bei VMware zu verschaffen, scheitere ich an zwei Hauptpunkten.

Auf dem neu anzuschaffenden Server würde vSphere Hypervisor laufen. Mit dem vCenter Converter sollte es doch gelingen, 2 PCs (Windows 2000) als VM einzurichten.

Nun aber meine Fragen:

- Wie kann ich von außen (Home Office) auf eine VM in unserem Netz zugreifen, also einen virtuellen Desktop nutzen? VMware View / KVM over IP / ThinClient / TeamViewer / VNC wären Schlagworte, die mir dazu einfallen.

- Das selbe gilt auch für den Zugriff aus dem internen Netz auf einen Desktop in einer VM. Wie kann ich darauf zugreifen?

- Bekomme ich ein Lizenzierungsproblem, wenn ich vorhandene Windows-Desktops in eine VM auslagere?

Oder ist das totaler Quatsch, was ich mir da überlegt habe?

Ich danke schon ganz herzlich jetzt für alle Antworten, die etwas Licht ins Dunkel bringen.

Ralph

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Beitragvon Nukite2007 » 05.03.2012, 14:41

Hallo Ralph,

also ich sehe da nicht wirklich ein Problem. Bin mir aber nicht mehr 100% sicher aber ich meine, dass man bei Win2000 Clients die Terminalservices nachinstallieren muss um auf die Win2000 Clients per RDP zugreifen kann.

Klär das nochmals ab google hilft bestimmt.

Wenn das geht, dann kannst das ganz einfach per VPN erledigen z.B. dyndns Account oder feste IP des Serviceproviders. Portweiterleitung 1743 TCP und 500 GRE einrichten im Router auf die Zieladresse des interen Win2000 Clients. Benutzer für die Einwahl befähigen und schon gehts los..

VG
Peter

Achja.. wenn Du weitere PC´s virtualiseiren willst, kannst Du per RDP dann genauso intern zugreifen.

Hoffe das hat ein bisschen geholfen

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Beitragvon RalphVM » 05.03.2012, 14:57

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort!

Wenn ich also einen RDP-Client für Linux finde, dann könnte ich die bestehenden Windows-PCs in jeweils eine VM packen und ohne MS-Lizenzprobleme von einem Linux PC auf die virtuellen Desktops zugreifen - egal ob von außerhalb oder innerhalb unseres Netzwerkes?

Das klingt gut!

"Fühlt" sich das dann für die Anwender so an, als ob sie tatsächlich vor einem Windows PC sitzen? Ich hatte neulich mit TeamViewer zu tun, das sah optisch nicht gut aus...

Ralph

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Beitragvon continuum » 05.03.2012, 15:09

Hi
bei Windows 2000 Professional ist RDP als Server nicht implementiert - man kann es zwar nacjinstallieren indem man das OS kurzfristig als Server umdeklariert das ist aber so viel ich weiss nicht gerade legal

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Beitragvon RalphVM » 05.03.2012, 15:18

Hallo Ulli,

auch Dir herzlichen Dank für die schnelle Reaktion.

Ich habe eben ein wenig gegoogelt - die RDP-Probleme unter Windows 2000 sind nicht ganz unerheblich...

Für den Desktop, der von außen erreichbar sein soll, könnte ich auf ein aktuelles MS-Betriebssystem zurückgreifen. Somit wäre RDP für diese VM wohl kein Problem.

Zwei alte PCs (Windows 2000) innerhalb des Netzwerks zu virtualisieren wäre aber noch immer interessant für mich. Könnte man in diesen Fällen auf vnc oder etwas ähnliches (eben einen Ersatz für RDP) zurückgreifen?

Ralph

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Beitragvon irix » 05.03.2012, 15:33

Nur um es mal deutlich zusagen... keins der Probleme hat mit VMware direkt bzw. mit Virtualisierung zutun.

1. Ja es gibt rdesktop als Client auch fuer Unix/Linux. Allerdings ist die verwendete Protokollversion schon aelter. Evtl. gucken obs was aus der ICA, NoMaschine oder auch VNC Ecke gibt.

2. Wir kennen deine Lizenzen nicht. Wenn es Windows OEM Lizenzen sind dann ist ein uebertragen/verschieben auf eine andere Hardware und dazu zaehlt auch die VM seitens Microsoft nicht gestattet

3. Das es mit Teamviever nicht so schoen aus sah liegt daran das per Default die Farbanzahl reduziert wird und jenachdem ob und wie ein Desktophintergrundbild ausschaut behindert das natuerlich. Auch bei RDP waehlt man ein automatischen oder auch manuell angepassten "Profil" aus welches Desktop Schnickschnack ausblendet. Lieber schnell und unschoen ist da die Divise.

Gruss
Joerg

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Beitragvon RalphVM » 05.03.2012, 15:45

Joerg,

nur um mal deutlich zu antworten: Wenn ich keine virtualisierten Desktops andenken würde, dann würde ich auch keine offenen Fragen den Zugriff auf eine VM betreffend haben. Insofern hat meine Frage meiner Meinung nach durchaus mit Virtualisierung zu tun.

Zudem könnte es ja sein, dass VMware ein Produkt hat (View, Player?), das genau dieses Problem lösen könnte... insofern hat meine Frage meiner Meinung nach durchaus mit VMware zu tun. Ich habe einfach noch keinen Überblick über die große Anzahl an verfügbaren Produkten von VMware und bin äußerst dankbar für jeden Hinweis.

Bei den erwähnten MS-Lizenzen handelt es sich in der Tat um OEM-Lizenzen. Danke also für Deinen Einwand. Ich darf also einen bestehenden MS-Desktop unter keinen Umständen in eine VM auslagern, wenn es sich dabei um eine OEM-Lizenz handelt? Mist!

Was die reduzierten Farben beim Remote-Zugriff betrifft, wäre meine Devise: Wenn es funktioniert ist es gut, wenn es auch noch gut aussieht, wäre es besser. BTW: Hintergrundbilder haben wir keine auf unseren Desktops.

Ralph

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Beitragvon irix » 05.03.2012, 17:02

RalphVM hat geschrieben:Joerg,

nur um mal deutlich zu antworten: Wenn ich keine virtualisierten Desktops andenken würde, dann würde ich auch keine offenen Fragen den Zugriff auf eine VM betreffend haben. Insofern hat meine Frage meiner Meinung nach durchaus mit Virtualisierung zu tun.


Nun hast du mich falsch verstanden bzw. ich war nicht deutlich genug. Ich hatte den Eindruck das du deinen Frust bei VMware ablassen wolltest obwohl du wahrscheinlich deren kostenloste Produkte einsetzten wuerdest fuer die Umsetzung.

Aber auch mit deren $$$ wuerde man nicht weiterkommen weil das Grundproblem die hoffnungslos veralteten Desktop OS sind welche du hast.

...
Bei den erwähnten MS-Lizenzen handelt es sich in der Tat um OEM-Lizenzen. Danke also für Deinen Einwand. Ich darf also einen bestehenden MS-Desktop unter keinen Umständen in eine VM auslagern, wenn es sich dabei um eine OEM-Lizenz handelt? Mist!


Wenn du eine MS OEM einmal der Hardware zugeordnet ist darfst du sie nie mehr von dort wegbewegen und das Geraet darf auch nur Instantgesetzt werden durch Reperatur und nicht Austausch von allen Innereien. Ist bei Microsoft OEM nun mal so....

Das Microsoft bei deinem alten Windows 2000 das nicht bemerkt bzw. du den Key mehrmals verwendest steht ja auf einem ganz anderen Blatt.

Was die reduzierten Farben beim Remote-Zugriff betrifft, wäre meine Devise: Wenn es funktioniert ist es gut, wenn es auch noch gut aussieht, wäre es besser.

Ralph


Man muss halt schauen was der Client und das gewaehlte Protokoll da zulaesst. Ich arbeite viel per RDP.

Das womit man wenig Probleme hat ist die virtualisierung von alten "Server" Systemen weil diese nur Anwendungen und Dienste bereitstellen und nur der Admin hat Zugang zur Konsole (ueber VMmware).

Fuer alles andere brauchts was dafuer gemachtes... z.B Windows Terminalserver oder modernere Desktop OS welche halt RDP mitbringen. Das koennen z.B die Windows XP Einstiegslizenzen auch nicht.

Probier mal wie sich VNC bei dir Verhalten wuerde. Teste es bitte "lokal" und auch ueber VPN weil grosse Optimierungen enthaelt es nicht. Aber es wird kein Problem sein den VNCserver auf einem alten Windows 2000 zum laufen zubringen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon RalphVM » 05.03.2012, 19:08

Joerg,

es geht mir in keiner Weise darum, irgendwelchen Frust abzulassen! Im Gegenteil - ich habe gar keinen Frust. Dass solch komplexe Produkte tatsächlich nichts kosten sollen, finde ich großartig!

Ich freue mich wirklich sehr, dass VMware die Produkte vSphere Hypervisor und vCenter Converter umsonst zur Verfügung stellt. Damit (so glaube ich zumindest) kann ich einen neu zu kaufenden Server aufsetzen, in dem ich virtuelle Maschinen unterbringen kann.

Wo ich noch nicht durchblicke ist das Feld "Remotezugruff auf einen virtuellen Desktop". Das gilt zum einem für den Home-Office-Arbeitsplatz, der ja quasi der Auslöser meiner Virtualisierungsgedanken war. Und zum anderen wäre es sehr praktisch, meinem alten Win2000-PC ein "neues Zuhause" geben zu können. Ich sehe einfach eine Chance, meine im Lauf der Jahre entstandene Programmierumgebung auch weiterhin verwenden zu können, indem ich eben auch diese alte Maschine virtualisiere.

Ich habe noch nicht mal vor, unsere Win2000 Keys mehrfach zu verwenden! Warum auch? [Edit:] Für den / die Clients in Sachen Remotezugriff möchte ich Linux einsetzen...

Um die Serverdienste (PostgreSQL, CUPS, ...) mache ich mir keine großen Sorgen was die Virtualisierung betrifft. So lange diese Dienste über ihre IP-Adresse in der VM erreichbar sind, ist ja alles gut.

Meine Frage zielt eigentlich nur auf den Remotezugriff ab, denn was das betrifft, werde ich aus dem Angebot von VMware nicht wirklich schlau. Und wenn ich dazu gar kein Produkt von VMware benötige, sondern es per RDP (aktuelle Windows-Versionen) oder vnc (für meine alten 2000er-Dosen) lösen kann, freue ich mich noch mehr.

Es spricht aber nichts dagegen, Geld in die Hand zu nehmen, wenn es etwas von VMware gibt, das mir hilft. Der neue Server wird ja auch ein paar Euro kosten ;-)

Ralph

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Beitragvon irix » 05.03.2012, 19:21

RalphVM hat geschrieben:...
Meine Frage zielt eigentlich nur auf den Remotezugriff ab, denn was das betrifft, werde ich aus dem Angebot von VMware nicht wirklich schlau.


Weil VMware damit genau NULL zutun hat. Es ist Aufgabe des GuestOS diese Faehig bereitzustellen bzw. 3rd Party Tools zuverwenden. Das man den Buildin VNC Server von ESXi nehmen koennte sofern der noch vorhanden ist mal dahingestellt.... aber da tuts ein VNC Server auf die Schnelle auch. Testen must du das eh.

VMware Produkte bieten nur eine Konsole in der Form wie du auch einen Bildschirm an den Rechner angeschlossen hast. Nur das die Konsole ueber Netz funktioniert und ein bisschen Traege ist.

Es spricht aber nichts dagegen, Geld in die Hand zu nehmen, wenn es etwas von VMware gibt, das mir hilft. Der neue Server wird ja auch ein paar Euro kosten ;-)

Ralph[/quote]

Wenn du was die Hardware angeht einen Vorschlag brauchst oder die mit einem DELL Server anfreunden kannst dann sprech mich ruhig an. Du waerst da nicht der erste :)

Gruss
Joerg

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Beitragvon RalphVM » 05.03.2012, 19:38

Weil VMware damit genau NULL zutun hat.


Verstehe... dann kann ich bei VMware ja lange suchen.

Wenn du was die Hardware angeht einen Vorschlag brauchst oder die mit einem DELL Server anfreunden kannst dann sprech mich ruhig an. Du waerst da nicht der erste :)


Ich wollte diesen Thread nicht überbeanspruchen, aber natürlich schwimme ich was den Server betrifft natürlich auch noch ziemlich. Im Laufe der Woche erwarte ich ein Angebot von ThomasKrenn, aber DELL soll ja auch Server im Portfolio haben ;-)

Unser gegenwärtig eingesetzter Proliant hat 4 x 550 MHz Xeons und 4 GB Hauptspeicher - da werden wir Performancemäßig wohl einen Sprung nach vorne machen, egal, welche neue Hardware angeschafft wird, oder? Und mit maximal 3 weiteren VMs mit Windows-Desktops, die nur den "üblichen Bürokram" machen, sind die Anforderungen an den Server wohl auch nicht so hoch.

Wenn Du also eine Kaufempfehlung hast, würde ich mich natürlich freuen!

Ralph

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Re: Windows 2000 als Virtual Desktop, Remote-Zugriff?

Beitragvon weigeltchen » 05.03.2012, 22:44

RalphVM hat geschrieben:Wir sind ein kleiner Handwerksbetrieb,...

Nun wollen wir einer Aushilfskraft das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen...


Unabhängig von der Fragestellung, ist das nicht zuviel Aufwand und möglicherweise ein ungewolltes Sicherheitsproblem?

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Beitragvon RalphVM » 06.03.2012, 00:16

Der Aufwand relativiert sich möglicherweise weil wir sowieso einen neuen Server benötigen.

Den Remotezugriff würde ich per VPN absichern.

Wenn Du aber eine andere gute Idee hast, bin ich dankbar für jeden Hinweis!

Ralph


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