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Veeam Backup & Replication, wie funktioniert´s?

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Veeam Backup & Replication, wie funktioniert´s?

Beitragvon AlbertMinrich » 21.11.2011, 16:43

Hallo,

bisher sichern wir unsere vSphere 4 Umgebung noch mit VMWare DR. Wir würden gerne auf Veeam Backup & Replication umsteigen.
Dazu eine Frage:
Soweit ich es verstanden habe, ist eine Möglichkeit, die Veeam-Software in einer VM laufen zu lassen. Bei den zu backupenden Maschinen wird ein Snapshot erstellt, wordurch sie im laufenden Betrieb gesichert werden kann (macht ja VMWareDR genauso). Soweit ist es klar, aber wo kann ich hinsichern? Auf eine Netzwerkfreigabe? Auf einen an die ESX-Server angebundenen Speicher (FC, iSCSI)?

Ein großer Vorteil gegenüber VMWDR ist ja, dass VM´s direkt aus dem Backup gestartet werden können. Das setzt aber doch bereits eine Sicherung direkt in einen FC- oder iSCSI-Speicher voraus, oder versteh ich da was falsch?

Danke
Martin

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Beitragvon AlbertMinrich » 22.11.2011, 14:30

Hab´s mal ausprobiert. Veeam installiert einen eigenen NFS-Server auf Windows. Beim InstantRecovery hängt der ESX-Server eine NFS-Freigabe ein und startet darauf die VM.
Soweit klar. Kann jemand eine Aussage dazu machen, wie performant das läuft. Oder wär es zu empfehlen, die Backups in ein extra Backup-Storage (per FC angebunden) zu sichern?

Ich frag deshalb so genau nach. Wir hatten am Anfang unserer Virtualisierungszeit ein iSCSI-Storage. Damit gab´s aber laufend Probleme. Entweder stürzte das Storage selbst ab oder VM´s hingen bzw. liessen sich nicht mehr beenden. Seit 2 Jahren läuft alles auf FC, völlig problemlos.
Ich will vermeiden, mit NFS in ähnliche Probleme zu stolpern, auch wenn´s "nur" für Restorezwecke genutzt wird. Aber es könnte ja auch mal das Hauptstorage explodieren und dann müssen bis zu dessen Reparatur alle VM´s über NFS laufen und das soll natürlich vernünftig funktionieren.

Danke
Martin

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Beitragvon irix » 22.11.2011, 14:46

Wenn das "vernuenftigt" laufen soll muss dein Backupserver die gleiche oder hoehrere IO Leistung bringen als dein SAN und das ist ja wohl in den seltesten faellen so. In meinen Augen ist das "nur" gedacht eine oder wenige VMs an den Start zubringen.

Des weiteren basiert das Gesamtkonzept von Veeam dabei das der Kunden nun mittels svMotion die VM zurueck ins SAN bringt. Hast du das nicht lizenziert muss die VM fuer das kopieren ausgeschaltet werden.

Gruss
Joerg

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Beitragvon AlbertMinrich » 22.11.2011, 17:03

[quote="irix"]Wenn das "vernuenftigt" laufen soll muss dein Backupserver die gleiche oder hoehrere IO Leistung bringen als dein SAN und das ist ja wohl in den seltesten faellen so. In meinen Augen ist das "nur" gedacht eine oder wenige VMs an den Start zubringen.

Des weiteren basiert das Gesamtkonzept von Veeam dabei das der Kunden nun mittels svMotion die VM zurueck ins SAN bringt. Hast du das nicht lizenziert muss die VM fuer das kopieren ausgeschaltet werden.

Gruss
Joerg[/quote]

Na ja, dass es in einer DR-Umgebung nicht genauso performant läuft wie in der normalen Umgebung, ist klar.
Die notwendigen Lizenzen haben wir.


Danke
Martin

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Beitragvon stahly » 24.11.2011, 07:51

Hallo! Es gibt ein paar Videos von Veeam, wie deren Software arbeitet. Vielleicht hilft das weiter.

Video: Veeam Backup & Replication Teil 1 - Übersicht
http://www.youtube.com/watch?v=ooXNhuxb ... r_embedded

Video: Veeam Backup & Replication Teil 2 - Instant Restore
http://www.youtube.com/watch?v=IKp0Tatf ... r_embedded

Video: Veeam Backup & Replication Teil 3 - SureBackup
http://www.youtube.com/watch?v=xb4VbNK9 ... r_embedded

Video: Veeam Backup & Replication Teil 4 - Technische Details
http://www.youtube.com/watch?v=o8W2uUbh ... r_embedded

Video: Veeam Backup & Replication Teil 5 - Backupjobs einrichten
http://www.youtube.com/watch?v=lFdTYW5k ... r_embedded

Video: Veeam Backup und Replication - Application Item Restore Wizard - Microsoft Exchange
http://www.youtube.com/watch?v=sN9TFKIb ... r_embedded

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Beitragvon AlbertMinrich » 24.11.2011, 09:11

[quote="stahly"]Hallo! Es gibt ein paar Videos von Veeam, wie deren Software arbeitet. Vielleicht hilft das weiter.
[/quote]

Danke, die kannte ich schon. Aber ich glaub ich hab´s jetzt größtenteils verstanden.

Eine Frage vielleicht noch.
Wie fließen die Daten, wenn ich eine komplette VM wiederherstelle (also nicht "Instant recovery", sondern "Restore entire VM").

Einmal, wenn Veeam auf einer physikalischen Maschine läuft und das Backup über Direct SAN Access. Wird die VM dann auch über Direct SAN Access wiederhergestellt oder fließen die Daten über das ESX-Netzwerk?

Anderer Fall. Veeam läuft als VM, Backup läuft im Modus "Virtual Appliance". Wie fließen hier die Daten beim Wiederherstellen?

Danke
Martin

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Beitragvon Fisi » 26.11.2011, 13:02

Also ich habe ISCSI Storages (MD3000i und MD3200i) bei unteschiedlichen Kunden im EInsatz, hierzu muss man sagen, wenn der Kunde sparen möchte gibt es nur zwei wege DAS (Clustering geht damit auch, kanns halt nur wenige Server anschließen, aber ist ok für max 3 - 4 Server) oder iSCSI.

Und wenn die 10 GBit Technik günstiger wird, dann wird iSCSI erst recht geile Sache sein.
Wer braucht da dann noch FC.

Zum Veeam.

Ich habe es seit 3 Jahren in unterschieldichen Umgebungen im Einsatz.
Die Software ist nicht schlecht, sichert auch Exchange und Active Directory konsistent mit VSS.
Kann dir auch einzelne Emails aus Exchange (U AIR) und Files recovern (File Level Recovery).
Kann dir die VMs replizieren zu den anderen HAs replizieren (Desaster Recovery).

Und Veeam Backup testet dir auch automatisch dein Backup, ob der ok ist, wenn du willst.

Und es kann bald auch HyperV und Xen sichern zusätzlich zu VMware.

Ich kann die Software empfehlen.

Hat sehr viele Features, natürlich gibt es wie bei jeder Software einige Probleme aber man hat auch guten Support und Forum.

Wenn dur Fragen zu Veeam hast kannst du mich fragen.

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Beitragvon Fisi » 29.11.2011, 23:41

AlbertMinrich hat geschrieben:Hab´s mal ausprobiert. Veeam installiert einen eigenen NFS-Server auf Windows. Beim InstantRecovery hängt der ESX-Server eine NFS-Freigabe ein und startet darauf die VM.
Soweit klar. Kann jemand eine Aussage dazu machen, wie performant das läuft. Oder wär es zu empfehlen, die Backups in ein extra Backup-Storage (per FC angebunden) zu sichern?

Ich frag deshalb so genau nach. Wir hatten am Anfang unserer Virtualisierungszeit ein iSCSI-Storage. Damit gab´s aber laufend Probleme. Entweder stürzte das Storage selbst ab oder VM´s hingen bzw. liessen sich nicht mehr beenden. Seit 2 Jahren läuft alles auf FC, völlig problemlos.
Ich will vermeiden, mit NFS in ähnliche Probleme zu stolpern, auch wenn´s "nur" für Restorezwecke genutzt wird. Aber es könnte ja auch mal das Hauptstorage explodieren und dann müssen bis zu dessen Reparatur alle VM´s über NFS laufen und das soll natürlich vernünftig funktionieren.

Danke
Martin


Also ich vermute mal dass euch einfach das know how gefehlt hat um ein ISCSI SAN und ESX damit vernünftig zu betreiben, so hört sich das ebenfalls für mich an, wenn ich dich lese (hängende VMs und abstürzende Storages , hmm.. iscsi ist Schuld, ne ist klar :) )
ISCSI ist keine Hexerei und war schon immer eine gute alternative zu DAS oder besser gesagt zu FC für die Firmen die nich so ein großes Budget haben bzw. für kleine Umgebungen.
Einsatz eines FC ist meistens mit sehr hohen Kosten Verbunden (teure storages, switches, fc kabel , kontroller ,etc.)
Wo man mit ISCSI eniges am vorhandenen Equipment weiterverwenden kann und das übrige Geld in lieber in Klima, USV, Server , Backupserver, etc. besser investiert.
Für eine kleine Firma / Umgebung lohnt es sich nur selten ein FC SAN aufzubauen, hier nimmt man lieber DAS oser eben ISCSI, wenn es ausbaufähig sein sollte und die Zahl der Server eventuell steigen wird.

Wenn ein ISCSI Netz vernünftig konfiguriert ist und man z.b ISCSI Storages von Dell oder IBM verwendet , etc. (keine Software ISCSI Storage Lösung) dann ist gar kein Problem mit VMware eine stabile, ausfallsichere und perfomante Umgebung damit zu bauen.

Und wie gesagt wenn die 10 Gbit Technik günstiger wird , sehe ich wenige Gründe überhaupt auf FC zu setzen, ich denke es könnte sogar sein dass es ausstirbt.
10 Gbit ISCSI das ist schnell und perfomant. Ich meine Tests gesehen zu haben, wo FC eindeutig verliert, ist ja auch logisch FC steht momentan bei 8 Gbit.

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Beitragvon bla!zilla » 30.11.2011, 08:54

Und wie gesagt wenn die 10 Gbit Technik günstiger wird , sehe ich wenige Gründe überhaupt auf FC zu setzen, ich denke es könnte sogar sein dass es ausstirbt.
10 Gbit ISCSI das ist schnell und perfomant. Ich meine Tests gesehen zu haben, wo FC eindeutig verliert, ist ja auch logisch FC steht momentan bei 8 Gbit.


Muss ich dir leider widersprechen. Ich habe genug kleine Umgebungen mit FC und genug große Umgebungen mit iSCSI. Es kommt auf den Usecase an. Wer 8 GB FC mit 10 GbE vergleicht und meint, 10 GbE wäre schneller, der ignoriert den Umstand, dass 98,5% eines Fibre-Channel Frames Nutzdaten sind. Bei Ethernet gibt sind es ca. 60%. Es ist relativ leicht möglich per 4 GB FC 10 GbE "platt zu machen". 16 FC ist übrigens gelauncht. Der Abstand wird größer...

iSCSI ist ein gesetztes Protokoll, FC auch. Es kommt auf den Usecase an wo ich was verwende. Ich verstehe nicht warum es für viele nur entweder nur iSCSI gibt oder nur FC gibt? :roll:

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Beitragvon Fisi » 01.12.2011, 16:50

bla!zilla hat geschrieben:
Und wie gesagt wenn die 10 Gbit Technik günstiger wird , sehe ich wenige Gründe überhaupt auf FC zu setzen, ich denke es könnte sogar sein dass es ausstirbt.
10 Gbit ISCSI das ist schnell und perfomant. Ich meine Tests gesehen zu haben, wo FC eindeutig verliert, ist ja auch logisch FC steht momentan bei 8 Gbit.


Muss ich dir leider widersprechen. Ich habe genug kleine Umgebungen mit FC und genug große Umgebungen mit iSCSI. Es kommt auf den Usecase an. Wer 8 GB FC mit 10 GbE vergleicht und meint, 10 GbE wäre schneller, der ignoriert den Umstand, dass 98,5% eines Fibre-Channel Frames Nutzdaten sind. Bei Ethernet gibt sind es ca. 60%. Es ist relativ leicht möglich per 4 GB FC 10 GbE "platt zu machen". 16 FC ist übrigens gelauncht. Der Abstand wird größer...

iSCSI ist ein gesetztes Protokoll, FC auch. Es kommt auf den Usecase an wo ich was verwende. Ich verstehe nicht warum es für viele nur entweder nur iSCSI gibt oder nur FC gibt? :roll:


Ich wollte damit nicht sagen , dass ich ein Gegner des FC's bin.

Klar muss man es mal im direkten Vergleich sehen (Preis/Leistung/Einsatzgebiet).

Natürlich hat ISCSI Overhead im Protokollstack.

Hier sage ich Jumbo Frames und ISCSI Offload Adapter

Hast du echte 10 GBe ISCI SANs im Vergleich zum FC sehen können , wo alles auf 10 GBe ISCSI abgestimmt war ?

Ich will auch nur damit sagen , dass man nicht stur immer zu FC greifen sollte oder das jemandem aufzwingen und ISCSI außen vor lassen.

http://de.wikipedia.org/wiki/ISCSI


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