Wie schon im anderen Thread von Peter angemerkt, sind NAS für unsere Zwecke eher wenig geeignet. Die meisten NAS-Boxen bringen jedoch 2x Gig-Ethernetanschlüsse mit und darüber sollte sich etwas Redundanz herstellen lassen. Allerdings hilft dir das auch nur bedingt...
Wenn die NAS-Box direkt angeschlossen ist, stellt sich immer auch dir Frage, wo die Unterbrechung auftrat. Neben der Kabelage kommen da auch immer die verbauten Platten und der Platten-Controller in Betracht. Speziell wenn diese im Raid-Modus laufen, sollten dort auch richtige Raid-Platten verbaut sein. Falls nur normale Desktop-Platten zum Einsatz kommen, kann bei einem Schreibfehler auf einer Platte schon die Verbindung zum Controller abreißen. Desktop-Platten versuchen in der Regel halt einen Sektor doch noch irgendwie zu beschreiben und geben frühestens nach 30sec auf. Sowas ist jedoch tödlich für ein Raid, da erst dann eine Schreib-IO als erledigt durch den Controller gemeldet wird, wenn alle Einzelplatten ihrerseits Vollzug gemeldet haben. WD hatte da mal für seine Raid-Platten ~5sec angegeben, bevor ein Fehler an den Controller gemeldet wird und dieser einen Ersatzsektor beschreiben läßt.
Um dir mal ein anderes Beispiel zu nennen: SSDs sind ja in aller Munde und nicht nur in der Anfangszeit gab es einige mit eklatanten Schreibschwächen. Diese äußerten sich weniger in der sequenziellen Schreibleistung, die meist deutlich oberhalb vieler herkömmlicher HDDs lag/liegt, als im Unvermögen beim verteilten Schreibzugriffen noch innerhalb einer gewissen Zeitspanne auch Vollzug an das OS zu melden. Einige SSDs waren dort so sehr mit sich selbst beschäftigt, daß Windows dann schon mal einen Schreibfehler im Ereignis-Log verzeichnete oder sich auch komplett mit einem Bluescreen verabschiedete. Daher macht der Kauf
allein nach sequenziellen IO-Raten absolut keinen Sinn, wenn die zu erwartende IO-Charakteristik eine völlig andere ist. Denn bei allen Desktop-OS nicht nur auf Windows-Basis treten 4KB-Blöcke weitaus häufiger auf, da diese Größe auch für den Virtuellen Speicher innerhalb des OS verwendet wird.
In meinen Augen hat daher ein NAS jedweder Preisklasse nichts im Server-Umfeld verloren, da die Einsatzorte und damit Workload unterschiedlicher nicht sein könnten. Speziell im geschäftlichen Umfeld sollte es dann doch schon ein kleines SAN sein, bei dem Hersteller und VMware dir Rückendeckung für den Einsatz geben.
