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Allgemeine frage!

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Allgemeine frage!

Beitragvon monddia » 30.01.2011, 21:32

Hallo

Ich wollt mal fragen, ob es sinn macht einen MYSQL Sever zu Virtualisieren und dann im Storage laufen zu lassen. Wegen HA beispielweise..

Im Storage sind 8 Platten im Raid 10!

Darauf wären natürlich einige zugriffe. Kann man vergleichen mit einem Shared Webhosting Server. Wo einige DB vorhanden sind, für Blogs unter anderem.

Ihr habt vielleicht die erfahrung dazu gemacht. Danke :)

Schönen Abend noch

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Re: Allgemeine frage!

Beitragvon Tschoergez » 30.01.2011, 21:41

monddia hat geschrieben:Ich wollt mal fragen, ob es sinn macht einen MYSQL Sever zu Virtualisieren und dann im Storage laufen zu lassen.

Ja!
Du bekommst wahrscheinlich bessere Verfügbarkeit, Flexibilität bei Resourcenzuteilung, Hardwareunabhängigkeit,.....

Ob die Hardware ausreicht?
Dazu brauchts mehr Daten:
Wie ist der MySQL-Server jetzt aufgebaut, was läuft sonst noch alles auf dem Storage, wie sehen die ESX-Server aus, .....?

Viele Grüße,
Jörg

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Beitragvon monddia » 30.01.2011, 21:52

Also ich habe drei ESX Server

Hardware 2 Sockel CPU Quadcore 2,54 ghz und dann 16 GB Arbeitspeicher!

2x R710 DELL

1x R410 DELL

Auf dem Storage laufen quasi 2 Webserver. Die zwei Web Server sind auf bestimmte Kundengruppen aufgeteilt. Die Mysql Datenbank sollte dann quasi mit auf den zwei Webservern laufen. Also 2 Mysql Datenbanken, jeweils auf einen vserver.

Sonst nichts. Backup Server läuft physikalisch. Meine Angst ist nur, das die MYSQL Datenbanken oder die Webserver nicht schnell genug arbeiten. Weil das ja nicht Lokal abläuft sondern schön über gbit iscsi Storage System.

Und was sagst du dazu?

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Beitragvon Tschoergez » 30.01.2011, 21:53

wie waren die webserver und mysql-server vorher physikalisch ausgestattet?

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Beitragvon monddia » 30.01.2011, 22:26

Ja der eine Webserver lief auf dem r410, siehe Hardware!

Nur ausgelastet war der etwa 30 % ;) Bei einem dual socket quad core und 16 GB Ram, war es mir einfach zu schade. Deswegen die Virtualisierung.

Der Server war ein shared Webhosting Server. Soll halt Virtualisiert werden. Darauf lief selbst die MYSQL Datenbank. Aber alles halt Lokal auf der Platte. Jetzt hab ich nur bedenken, ob sowas überhaupt über Storage Funktionieren kann. Ob die Performance noch da ist. Wann sie aufhört. Kann ich über pn mit dir darüber weiter reden? Dann kann ich dir genau sagen, was ich vor hab.

lg

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Beitragvon al!ve » 30.01.2011, 22:29

Hallo monddia.


Was genau hast du denn vor? Ohne das kann man dir nur begrenzt helfen. Zumal ich glaube, dass du eigentlich ganz andere Fragen stellen wolltest.

Virtualisierung alleine bringt dir noch kein HA. Auch virtualisierst brauchst du entsprechend redundante Hardware. Mindestens zwei ESXe, einen shared Storage und dieser muss für sich gesehen schon hochverfügbar sein. Wenn dir der Storage stirbt bringen dir hochverfügbare ESXe natürlich nichts. Lizenzen darf man auch nicht vergessen, zwei ESXe im gleichen Netzwerk werden sich ohne die nämlich auch nicht auf Anhieb hochverügbar verhalten.

"Skalierbarkeit" im virtualisierten Hosting (weil du Shared Hosting als Beispiel angeführt hast) bedeutet häufig, dass sich divese kleine Webserver- und MySQL-Server-VMs auf einer ESX-Farm tummeln. Wenn die ESXe dann an ihre Leistunsgrenze kommen, kann man neue Hardware dazustellen. Die Software in den VMs muss nicht geändert werden und alte Hardware muss man nicht zwingend sofort entsorgen. Deshalb ist "skalierbarkeit" in diesem Zusammenhang eng mit deutlich wirtschaftlicherer Hardwareauslastung verbunden.

Das greift natürlich nur noch begrenzt, wenn du nicht viele kleine sondern wenige große Applikationen hostest. Der Grund dafür ist, dass eine VM natürlich immer nur gleichzeitig auf einem ESX arbeitet. 100 Hosting-VMs auf zwei ESXen kann man bei steigenden Leistungsanforderungen recht schön auf einen dritten umschichten. Drei große VMs auf zwei ESXen dagegen eher nicht so gut.

Du musst dir zwei Fragen stellen: Was willst du eigentlich haben und was kostet dich das? Insbesondere im Vergleich nur nicht-virtualisierten Lösung.


Grüße,
Stephan.

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Beitragvon monddia » 30.01.2011, 22:39

Okay.

3 ESXi Server, Hardware siehe oben.

vSphere Lizenz Advaced. Und der Storage ist Redudant ausgelegt. Und die Hardware der Server genauso. Und selbst die Anbindung ist Redudant, genauso wie die zwei switche mit Redudanten Netzteile.

Wegen der Redudants hab ich mir schon ein wenig gedanken gemacht ;)

Lohnt es sich fürs shared Webhosting sagen wir kleine vms zuerstellen, auf denn jeweils eine Mysql DB läuft.

Oder lieber Physikalische Server aufbauen, sprich zwei mit Hearbeat im Cluster. Nur das wäre auf die Zeit sehr kost spielig. Ich habe nicht soviel Erfahrung gemacht wegen der Performance der DB und der VM die auf einem isci Storage laufen.

lg

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Beitragvon al!ve » 30.01.2011, 23:43

In etwa deine geplante Aufteilung der VMs auf Hardware hatte ich befürchtet: Das ist in meinen Augen der falsche Weg. Wenn es um Blech geht sind wenige große meistens sinnvoller als viele kleine. Virtualisiert hast du aber unterm Strich mehr davon, wenn du viele kleine machst.

Heißt: Wenige große Blecher mit vielen kleinen VMs.

Ich würde deshalb "einige kleine" VMs machen, sowohl für die Datenbank als auch für den Webserver. Was jetzt "klein" bedeutet hängt aber davon ab, was du da für Last auf den VMs hast und was du deinen Hostingkunden verkaufen möchtest.

Ich habe Kunden, die ganz konkret eigene Hosting-VMs bei mir mieten. Teilweise hat das Datenschutzgründe, teilweise wollen die regelmäßig Komplett-Backups auf Hardwaredatenträgern (was einfach ist wenn man eine VM auf ne externe Platte zieht) und teilweise hat mir die IT meiner Kunden auch gar nichg gesagt waurm das Anforderung ist.
Eine dieser Installationen ist zum Beispiel ein TYPO3 mit ~5000 einzelnen Besuchern bzw. ~100'000 Seitenaufrufen täglich.

Andere Installationen, ebenfalls TYPO3, mit ~1000 einzelnen Besuchern bzw. ~10'000 Clicks täglich liegen mit 29 anderen auf einer VM.

Die MySQL-Server sind -- bis auf die die bewusst eine VM mit eigenem MySQL-Server verlangen -- immer aus dem zentralen Pool. Das betrifft sowohl die Installation mit 100'000 Seitenaufrufen auf einer eigenen Webserver-VM als auch die mit 5'000 Clicks im Shared-Hosting. Die MySQL-Server fallen aber leistungsmäßig nicht weiter ins Gewicht, weil die Rechenlast der Datenbank im Vergleich zur Rechenlast der Webserver keine 5% ausmacht, egal ob es sich um eine große oder eine kleine Seite handelt.

Ob das bei dir ähnliche Dimensionen sind (oder mehr oder weniger) würde ich von der gefahrenen Last abhängig machen. Bei mir liegen die Leitsungsansprüche zwischen der größten und der kleinsten Installation recht weit auseinander. Die oben genannten sind weder die kleinste noch die größte, es sind nur eine große und eine kleine von denen ich grade die Zahlen im Kopf habe.

Auch spielt da eine Rolle, wer auf deinen Hosting-VMs Software laufen lässt. Wenn mal eine IP auf einer Spam-Blacklist liegt, die CPU-Last einer VM in die Höhe schießt (beides kommt durch Lücken in Kundensoftware ab und an vor) oder der eigene MySQL-Server die Verbindung zum Webserver blockiert (kommt auch ab und an vor, Redirect-Loop in Verbindung mit Suchmaschinenspidern) ist man froh, wenn nur eine geringe Anzahl von Kunden auf der gleichen Hosting-VM liegen. Das ist dann die Kategorie "ungewollte Überlast". Will man zwar nicht, lässt sich aber nicht vermeiden. Wenn du dagegen ausschließlich deine eigene Software aufen lässt ist das weniger relevant.

Je nach Größe der Installation und dem was an Software dahinter steht könnte es auch sinnvoll sein, einzelne Hostingprojekte auf mehr als eine VM zu verteilen. Das betrifft weniger den Applikationsserver. Wenn zu wenig CPU verfügbar ist, bringt die Aufteilung der Last auf zwei VMs die dann doch wieder auf der selben physikalischen CPU natürlich keinen Leistungsvorteil. Aber vielleicht lassen sich Projekte in Applikationsanteil und Ressourcenanteil splitten und man kann Bilder, CSS und Javascript von "leichteren" VMs ausliefern lassen. EIn dicker Apache mit PHP5 und diversen Modulen als Applikationsserver und ein LIGHTTPD der nur flache Dateien ausliefern muss. Das hat jetzt aber wenig mit Virtualisierung zu tun, deshalb will ich da auch nicht weiter drauf eingehen.


Aber hab ich irgend was überlesen oder hast du bisher noch keine Leistungsdaten deines Storage genannt?


Außerdem: Warum sprichst du von zwei MySQL-Servern? Damit du jedem Webserver einen MySQL-Server zuweisen kannst und beide MySQL-Server sind dann HA? Oder willst du die beiden MySQL-Server untereinander als Failover konfigurieren? In dem Fall kannst du dir nämlich Virtualisierung sparen. Die bringt dir -- jedenfalls wenn es um den HA-Anteil geht -- keine Vorteile.


Gruß,
Stephan.

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Beitragvon monddia » 31.01.2011, 00:06

Danke dir erstmal für die Ausfürliche Antwort :) Ich würde gerne morgen Antworten. Vielleicht hast du ja morgen Zeit, dir meine Antwort durch zu lesen.

Aber vielen Dank schonmal :) Wünsche dir eine gute Nacht!

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Beitragvon monddia » 31.01.2011, 18:18

Hallo

gestern war es ein wenig zu spät zu atnworten. Danke nochmal für die Ausfürliche Antwort.. Hat mich wirklich gefreut :)

Nochmal darauf zurück zu kommen:

- Andere Installationen, ebenfalls TYPO3, mit ~1000 einzelnen Besuchern bzw. ~10'000 Clicks täglich liegen mit 29 anderen auf einer VM.

Wie wären da die Einstellung der VM in etwa? 2 vcpu, 4 GB Arbeitspeicher? Nur Beispielsweise. Womit man da Rechnen muss. Ich weiss, das ist unabhängig. Es wäre nur interesant das mal zu wissen.

- Aber hab ich irgend was überlesen oder hast du bisher noch keine Leistungsdaten deines Storage genannt?

Die Storage Daten: md3200i Dell iscsi 8 SAS Platten im Raid 10! Könnte noch um Platten erweitern. Aber das recht erstmal.

- Außerdem: Warum sprichst du von zwei MySQL-Servern? Damit du jedem Webserver einen MySQL-Server zuweisen kannst und beide MySQL-Server sind dann HA? Oder willst du die beiden MySQL-Server untereinander als Failover konfigurieren? In dem Fall kannst du dir nämlich Virtualisierung sparen. Die bringt dir -- jedenfalls wenn es um den HA-Anteil geht -- keine Vorteile.

Auf jedem Server läuft eine Kundenapplikation. Womit die Kunden ihre einstellungen machen können. Und darauf läuft natürlich auch die Mysql DB für beispielsweise typo3 Anwendungen. Und auf dem anderem Server genauso. Fällt mal die eine Mysql DB auf Server 1 aus, dann ist die andere DB auf Server 2 nicht davon betroffen.

Aber find ich Super, das du mir darüber gute Informationen geliefert hast :) Dank dir!

Aber kurz gesagt, es ist von der Perfomacne kein Problem, ob ich das alles Virtualisiere oder physisch betreibe. Natürlich gibts unterschiede, aber im ganzen ist das dann ja machbar?

liebe grüße


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