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Backup von VM's starten

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Backup von VM's starten

Beitragvon MarcB » 26.10.2010, 09:37

Ich sichere seit ein paar Tagen meine VM's mit ghettoVCB.
Das klappt auch soweit ganz prima.
Für den Fall eines Defekts möchte ich die Sicherung natürlich schnell zum Laufen bringen.
Ich habe mir dafür folgendes überlegt:

Produktivserver: ESXi 4 mit 2 VM's welche mit ghettoVCB auf einen Backupserver gesichert werden.
Backupserver: ESXi 4 mit einer VM in der Linux läuft und eine NFS-Freigabe zur Verfügung stellt. Die NFS-Freigabe liegt auf einer zweiten Platte im Backupserver.

Ich stelle mir jetzt vor aus ESXi direkt auf das Backup zuzugreifen und die gesicherten VM's starten zu können.
Dabei stoße ich an folgendes Problem. Soweit ich weiß kann Linux keine VMFS-Partitionen schreibend mounten, also kann ich die Platte so nicht als NFS-Freigabe verwenden.
Benutze ich ext3 klappt das von Linux-Seite natürlich prima, aber wie greife ich dann von ESXi darauf zu um die VM's zu starten?
Ich möchte mir eigentlich sparen die VM's nochmal hin und her zu kopieren.
Hat jemand eine Idee?

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Beitragvon irix » 26.10.2010, 10:26

Bei einem NFS kommt immer das Dateisystem des "Servers" zum Tragen und fuer den Client ist das Transparent. In deinem Fall waere der ESXi ein Client welcher ein NFS Share mountet und das als Datastoret. Sein VMFS kommt dabei nicht zum Einsatz.

Frage: Sind deine 60 Tage Trial schon abgelaufen oder aber welcher Lizenzkey ist eingespielt worden? Ich moechte darauf hinaus weil ich mal wissen will ob ghettoVCB auch mit einem FreeESX bzw. nun neu vSphere Hypervisor 4.1 funktioniert.

Was mich bei dir wundert ist das du scheinbar die alte Version von ghettoVCB einsetzt und ich der Meinung bin das es einen Nachfolger vom Autor gibt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon MarcB » 26.10.2010, 10:54

Servus Joerg,
danke für deine schnelle Antwort.
Ich habe ja auch gar kein Problem das NFS Share zu beschreiben. Das klappt ja auch gut solange es für den NFS-Server (hier Debian) zu mounten ist.
Das Ergebnis nach der Sicherung ist dann ein Datenspeicher(Festplatte) im ext3 Format auf der eine .vmdk Datei liegt.
Ich weiß nur nicht wie ich nun von ESXi darauf zugreifen kann um die gesicherte VM zu starten. Soweit ich weiß klappt das nur wenn die Festplatte mit vmfs formatiert ist. Dann kann ich ja mit dem vSpere Client darauf zugreifen. Oder habe ich da irgendwie einen Denkfehler?

Ich habe den kostenfreien Lizenzkey eingespielt den man bei der Registrierung bei VMware erhält.

Die ghettoVCB Version die ich nutze ist laut Script von 11/2008.
Ich wußte gar nicht das es eine neue gibt. Die alte funktioniert bei mir tadellos.
Also warum wechseln?
Ich schaue mir die neue aber trotzdem mal an. Vielleicht gibt es ja was neues spannendes.
EDIT: hab' gerade nachgesehen. Ich nutze die letzte Version welche auch das email log beinhaltet.

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Beitragvon irix » 26.10.2010, 11:11

Dann lese einfach nach wie man dem ESXi einen IP basierten NFS Datastore konfiguriert. Mein Tipp ist da "VM Kernel Port" ;)

Allerdings bin ich verwirrt..... muesstest du nicht schon einen haben? Weil das primaere Konzept von ghettoVCB ist es doch die Sicherungen auf einem NFS abzulegen oder?

Gruss
Joerg

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Beitragvon MarcB » 26.10.2010, 11:48

GhettoVCB legt ja auch ganz wunderbar die Sicherung in meinem NFS-Share ab.
Klappt prima.
Ich möchte aber nun die Sicherung auf einem anderen ESXi-System (Backupsystem; räuml. getrennt) starten. Als Fallback sozusagen.

Die Kernfrage lautet dann eigentlich: Wie "importiere" ich die gesicherte VM bzw. mache sie dem Backup ESXi bekannt?
Mit dem vSpere-Client klappt das ja wohl nicht.
Anders wäre es natürlich wenn das NFS-Share in vmfs vorliegen würde. Dann könnte ich ja mit dem vSphere-Client arbeiten.
Aber da haben wir ja schon festgestellt das es so nicht geht.
Oder meinst du ich sollte auf dem Backupsystem ebenfalls einen NFS-Client einrichten?
Kann man dann auf die gesicherten VM's zugreifen?

Ich hatte Eingangs das ganze Szenario beschrieben das man weiß was ich denn eigentlich vor habe. Manchmal ergeben sich daraus ja noch neue Ideen. Synergieeffekte sozusagen.. :-)

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Beitragvon irix » 26.10.2010, 12:05

Dein Backupserver welcher einen Export per NFS anbietet kann gleichzeitig von JEDEM ESX(i), passende Bereichtigungen und Settings vorrausgesetzt, gemountet werden.

Ob der Backupserver nun Phsy. oder Virtuell spielt keine Rolle. Natuerlich muss man schauen das die Backup VM nicht auf dem gleichen ESX/Datastore liegt wie die Produktiv Daten. Wenn du deine beiden ESXi mit Produktiv VMs bestuecksts must du auch 2x ghettoVCB aufsetzen und das ganze dann ueber Kreuz.

Ja einen NFS Datastore einrichten tut man komplett per vSphere Client und nein ein VMFS Volume kann man nicht per NFS exportieren.


Der Nachfolger ist ghettoVCBg2 und unter http://communities.vmware.com/docs/DOC-9843 zufinden. Der Autor ist der selbe :). Zum doing kann ich dir aber nichts sagen da ich beide nicht kenne bzw. im Einsatz gehabt habe.

Gruss
Joerg

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Beitragvon MarcB » 26.10.2010, 12:36

Mmhh, so richtig hat es noch nicht bei mir geklingelt.
Ich habe jedenfalls verstanden das mein Vorhaben grundsätzlich funktionieren sollte und das ist klasse.
Ich werde mir nochmal die Funktionen des vSphere Clients bzgl. NFS genauer anschauen.


Dein Backupserver welcher einen Export per NFS anbietet kann gleichzeitig von JEDEM ESX(i), passende Bereichtigungen und Settings vorrausgesetzt, gemountet werden.

Der Backupserver bietet ja keinen Export per NFS an. Export kommt vom Produktivserver. Dort läuft ja auch ghettoVCB und VON dort werden die Daten an den Backupserver exportiert.
Ist aber gut zu wissen das er von JEDEM ESXi gemounted werden kann.
Jetzt ist noch die Frage nach dem WIE.
Hast du da eine gute Quelle bzw. howto.

Erstmal ein dickes Danke bis hierher.

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Beitragvon MarcB » 26.10.2010, 14:51

Google und Co. hilft nicht so recht weiter.
Irgendwie bin ich auf dem Holzweg.

Ich versuche es nochmal ganz einfach zu beschreiben.
Ich habe ein ESXi-System, ganz nackt ohne VM's.
Und ich habe eine Festplatte mit ext3 Dateisystem und darauf ist eine VM (vmdk-Datei) gespeichert. Das ist das Ergebnis aus einer Datensicherung.
Die baue ich jetzt in das nackte ESXi-System ein und möchte irgendwie die VM starten.
Aber wie? Im "Dateimanager" vom vSphere-Client taucht nichts auf. Ist ja auch keine vmfs-Platte.
Ich kenne das zumindest vom VMware-Player. Platte dran (auch USB), VM starten, fertig.
Sowas ähnliches muss doch mit ESXi auch gehen, oder?

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Beitragvon irix » 26.10.2010, 15:17

Deine VM muss einen Verzeichnis per NFS (TCP, Version 3 inkl. no_root_squash) exportieren. In der Storage Config des ESX(i) ein Storage hinzufuegen und dort "Network File System" auswaehlen und die Adresse sowie Mount Point angeben und Fertig aus.

Der ESX(i) braucht natuerlich einen VMK Port dafuer weil nur hier kann man eine IP angeben.

Das dies nicht im Manual erwaehnt ist glaube ich dir mal nicht ;)

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 26.10.2010, 16:00

MarcB hat geschrieben:Ich versuche es nochmal ganz einfach zu beschreiben.
Ich habe ein ESXi-System, ganz nackt ohne VM's.
Und ich habe eine Festplatte mit ext3 Dateisystem und darauf ist eine VM (vmdk-Datei) gespeichert. Das ist das Ergebnis aus einer Datensicherung.
Die baue ich jetzt in das nackte ESXi-System ein und möchte irgendwie die VM starten.
Aber wie? Im "Dateimanager" vom vSphere-Client taucht nichts auf. Ist ja auch keine vmfs-Platte.
Ich kenne das zumindest vom VMware-Player. Platte dran (auch USB), VM starten, fertig.
Sowas ähnliches muss doch mit ESXi auch gehen, oder?
Der ESXi kann wie Windows mit einem ext3- oder sonstigen Linux-Dateisystem nichts anfangen. Daran ändert auch ein VM-Player nichts. Wie Jörg schon sagte muß ein Gast die Platte nach außen als NFS-Server bekannt machen und der ESX(i) kann dann als NFS-Client darauf zugreifen.

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Beitragvon MarcB » 27.10.2010, 08:53

Neuer Tag, neues Glück.
Jetzt habe auch ich begriffen wie es funktioniert.
Danke für eure Mühe und die Beschreibungen.
Es klappt jetzt! :P


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