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ESX als Terminalserver missbrauchen

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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ESX als Terminalserver missbrauchen

Beitragvon rickstinson » 23.09.2010, 21:52

Hallo,

ein bekannter hat dies schon mal durchgezogen, und da ich ähnliches benötigen würde und mir vmware view zu teuer ist, bitte ich um eure einschätzung.

Was derzeit haben:
1x Windows 2003 Terminalserver, der bald an Altersschwäche sterben wird.
Es greifen um die 20 User auf diesen TS zu und verwenden hauptsächlich Mail(Thunderbird), Word, Excel, sowie eine Branchenapplikation(relativ schlank)

2.) Es gibt eine Zentrale und vier Filialen. Die Mitarbeiter arbeiten mit den TS und haben zusätzlich lokal eine Menge an Webapplikationen laufen (hauptsächlich div. Buchungsmaschinen div. Airlines). PCs sind alle mit Windows XP bestückt und haben eine durchschnittliche Arbeitsspeicherauslastung von 1,2 GB. Die ganzen Buchungsmaschinen werden in der Früh gestartet und laufen dann den ganzen Arbeitstag. Leider ist es *nicht* möglich bestimmte dieser "online" Buchungssysteme am Terminal-Server zu installieren, einerseits weil nur Windows-XP unterstützt wird, andererseits gibt es Lizenzen pro Arbeitsplatz -- die reine TS Lösung fällt also per Definition schon weg.

50% derzeit eingesetzten PCs sind mittlerweile um die 4-5 Jahre alt(langsam) und gehören ersetzt. Weiters ist es lästig ständig zwischen dem TS und der lokalen Maschine zu switchen.

IDEE:
Starke Serverkiste (Fujitsu hab ich da im Auge), mit mächtig viel Arbeitsspeicher(um die 64GB) und 3 Raid1 mit je zwei 15k SAS Platten. Als System sollte ESX zum Einsatz kommen. Darauf werden dann 20 Windows XP installiert und die Terminalfunktionalität des Windows XP aktiviert (diese ist getestet - Drucker, etc und ist ausreichend).

Somit hat jeder Mitarbeiter einen vollständigen PC über den Terminalserver-Client. Laut Aussagen des Kollegen funktioniert dies wunderbar, nur braucht der ESX ewig bis alle Maschinen geladen sind, danach geht das arbeiten zügig voran.

Was haltet ihr von dieser Idee? Absoluter Schwachsinn(warum?), oder doch durchaus praktikabel?

Netter Nebennutzen wäre zusätzlich, die vorhandenen PCs in den Filialen durch Thin-clients oder 200 EUR PCs ohne großartiger Leistung (und eventuell mit Linux) zu ersetzen.

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Beitragvon minimike » 23.09.2010, 22:02

Gegenvorschlag
Nun zu Mail fällt mir Groupware ein
Und Office 2007 läuft auch auf Linux. Thunderbird ist kein Problem. Must nur mal gucken wie das mit dem dritten Programm ausschaut. Dazu ein auf Windows gestyltes GNOME im Kiosk Modus und es wird kaum auffallen. Und du bekommst dann soviele Terminalsitzungen wie gewünscht.

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Beitragvon rickstinson » 23.09.2010, 22:53

Hallo,

reine Linux Terminals sind nicht möglich, die ERP-Branchensoftware läuft nur in Windows Umgebungen, *alle* benötigten Web-Applikationen laufen auch nur unter windows, teils ..net, teils java (aber mit div. lokalen exe dateien, die zb die CRS Übernahme ins Wawi und die Druckjobs erledigen). Ergo: ein wildwuchs von diversen web-apps und anderen programmen, den wir aber nicht eindämmen können. Dazu sind die einige dieser webapps nur für einzelplatz-pcs (ohne domainanbindung) freigegeben, sobald sich, wenn der pc in der domain hängt, doch ein anderer user anmeldet, darfst wieder drüberzertifizieren. von herstellerseite gibt es keine lösung und es gibt keine alternativen.

ich brauch so pro benutzer einen vollen windows-xp pc (nicht mal windows 7 funktioniert hier, alles schon getestet).

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Beitragvon Malte K. » 23.09.2010, 23:06

Das halte ich schon für möglich. Schau dir zu diesem Thema vielleicht nochmal diese Lösung an: http://www.kaviza.de/

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Beitragvon rickstinson » 23.09.2010, 23:57

dieses kaviza schaust sehr indisch, aber sehr interessant aus ;)
schau ich mir morgen genauer an - danke für den tipp!

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Beitragvon Denial » 24.09.2010, 08:51

Würde da nicht schon eine Softwarestreamiming Lösung mit dem TS zusammen helfen?
Zumindest bist du dann von dem OS unabhängig und könntest auch "XP-Anwendungen" auf dem TS anschmeissen.

Wie es sich dann mit den Lizenzen verhält, müsste geklärt werden.

http://www.vmware.com/de/products/thinapp/overview.html

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Beitragvon mangold » 24.09.2010, 11:04

ohne jetzt mal klug scheißen zu wollen, ihr sprecht von einer normalen Virtual Desktop Strategie, das wird doch seit mindestens 2 Jahren "gehypet".

Ob es nun VMware view oder Citrix XenDesktop oder welche Lösung auch immer ist. Die kosten aber alle Geld :)

Aber es ist nicht einfach damit getan einen dicken Server hinzustellen und fertig, ein wenig sollte man sich mit der Materie beschäftigen und solche Dinge wie Aufallsicherheit mit in das Konzept einbringen.

Man muss sich auch nicht unbedingt von Terminal Servern komplett verabschieden, es gibt da z.B. tolle Lösungen von Citrix um XP VMs nahtlos in die Terminal Server Umgebung zu integrieren, ohne dass der User merkt, dass einzelne (mit 2003 TS inkompatible Anwendungen) auf einer XP / Win 7 VM ausgeführt werden.

Und Terminal Server lassen sich i.Ü. auch prima virtualisieren.

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Beitragvon e-e-e » 29.09.2010, 16:25

Hallo,

habe gerade an einem Webinar bei Kaviza teilgenommen und bin beeindruckt.
Bei denen kann man sich eine Demo runterladen (http://www.kaviza.de mit 30 Tagen vollem Funktionsumfang) die ich mal probieren werde. Damit erschlägt man anscheinend gleich eine Reihe von Problemen mit denen sich hier viele rumschlagen.

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Beitragvon Malte K. » 30.09.2010, 23:57

Da würden mich mal sehr die Erfahrungen von dir interessieren. Wir sind hier grade auch am überlegen was für eine VDI Lösung wir nehmen sollen. Das Problem ist einfach, dass die VMWARE Academic Preise so pervers günstig sind, dass es schon echt sehr schwer ist Argumente für andere Lösungen zu finden (Wir hatten das selbe Spiel dieses Jahr schon mit SCCM von Microsoft)


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