Hi, wir betreuen als kleines Systemhaus Umgebungen zwischen 5 und 50 Mitarbeitern und setzen seit einer gefühlten Ewigkeit auf vSphere Essentials in Kombination mit Veeam. Alle Server laufen über einen sehr langen Zeitraum absolut stabil was in unserem Fall auch besonders wichtig ist, denn wir setzen bei dieser Kundengröße immer nur einen Server ein! Dieser wird überwacht und alle Server haben Hersteller Onsite Service! Die Kunden sind zufrieden und wir auch; also eigentlich gab es bisher keinen Grund etwas zu verändern!
Seit der Broadcom-Übernahme hat sich aber nun so einiges geändert. Also eigentlich fast alles. Dennoch sträuben wir uns davor zu Proxmox zu wechseln. Wenn ich mitkriege, dass man zum vergrößern einer Windows Partition die VM ausschalten muss, dann wäre das ein echter Rückschritt! Andererseits braucht es mehrere Wochen eine neue Subscription Lizenz zu bekommen, weil für deutsche SMB Kunden angeblich weniger als eine handvoll Mitarbeiter zuständig ist. Die bisher einzige Subscription Lizenz bei einem Kunden läuft in 10 Tagen aus... vorgestern habe ich dann herausgefunden, dass man über das Broadcom Support Portal 90 tägige Testlizenzen kostenlos beziehen kann! Die haben wir dann auch gestern bekommen, immerhin. Wäre schön blöd wenn der Server ausgeht und die VMs starten nicht mehr und man muss mehrere Wochen warten! Was mich interessiert wie andere Dienstleister / Admins in kleineren Umgebungen damit umgehen! Habt Ihr Euch schon intensiv mit Alternativen wie Proxmox (m.E. im SMB-Bereich die erste Alternative, spätestens seit der Veeam Unterstützung) beschäftigt? Was ist Eure Meinung? Wartet und hofft Ihr, dass es vielleicht wieder besser wird? Die Kosten für die Subscription Lizenzen hauen natürlich im Vergleich zu früher ordentlich rein (für 16x vSphere Standard zahlen wir m.E. um die 700 EUR pro Jahr)! Danke für Euren Austausch!
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
Broadcom im SMB Umfeld
Re: Broadcom im SMB Umfeld
Proxmox kann online Disks vergrößern: https://pve.proxmox.com/wiki/Resize_disks
Seit der Broadcom-Übernahme habe ich dem ESXi für meine SMB-Kunden schweren Herzens komplett den Rücken zugekehrt. Ich lasse alle Lizenz-Keys mit der Hardware zusammen auslaufen. Alle Hypervisor werden je nach Windows Server-Lizenzanzahl und Einsatzgebiet zu Hyper-V oder QEMU/KVM wechseln.
Seit der Broadcom-Übernahme habe ich dem ESXi für meine SMB-Kunden schweren Herzens komplett den Rücken zugekehrt. Ich lasse alle Lizenz-Keys mit der Hardware zusammen auslaufen. Alle Hypervisor werden je nach Windows Server-Lizenzanzahl und Einsatzgebiet zu Hyper-V oder QEMU/KVM wechseln.
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Titanstaub
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Re: Broadcom im SMB Umfeld
Danke und warum nicht Proxmox?
Zum Thema Resize Disks mit Proxmox steht da leider auch, und so wurde es mir auch bisher berichtet:
If you do not see the ability to extend the disk (i.e. nothing seems to have happened as a result of using the resize command), go to the Windows command prompt and do a: shutdown -s -t 0 (This is a "normal" shutdown, as opposed to the "fast" shutdown that's the default for Win 8 and onwards.) After a reboot, you'll now see the ability to expand the disk.
Zum Thema Resize Disks mit Proxmox steht da leider auch, und so wurde es mir auch bisher berichtet:
If you do not see the ability to extend the disk (i.e. nothing seems to have happened as a result of using the resize command), go to the Windows command prompt and do a: shutdown -s -t 0 (This is a "normal" shutdown, as opposed to the "fast" shutdown that's the default for Win 8 and onwards.) After a reboot, you'll now see the ability to expand the disk.
Re: Broadcom im SMB Umfeld
Das hatte ich tatsächlich überlesen - aber letzten Endes kann nach dem Reboot die Disk online vergrößert werden. Es ist also kein "Offline"-Zwang. Da fehlt mir aber die praktische Erfahrung.
Oh je - warum nicht Proxmox? Du musst dazu wissen, das ich Minimalist bin - auch in der IT. Ich habe mir nach dem ESXi-Schlamassel mit Broadcom Proxmox genau angesehen. Die Installation, die integrierte Oberfläche, die Thin-Storage, das Funktionieren out of the box - alles prima.
Aber:
1. Viele Sachen brauche ich nicht (Backup, Container, ZFS, Ceph ...).
2. Die Netzwerkarchitektur ist mir zu kryptisch/unübersichtlich ("Bridges von mehreren Bridges")
3. Ich habe es nicht vermocht, eine "Headless"-Bridge zu erstellen, die nur den VMs dient und keine IP-Funktionalität hat.
4. Die VMs laufen als "root".
5. Die Firewall ist für mich nicht nachvollziehbar.
Meine bevorzugte Linux-Distribution für Server (Debian) hat leider keine Unterstützung für einen Minimal-QEMU-Server mehr.
Ich habe dann ein quasi-manuelles QEMU-Hypervisor-System basierend auf Arch selbst entwickelt.
Oh je - warum nicht Proxmox? Du musst dazu wissen, das ich Minimalist bin - auch in der IT. Ich habe mir nach dem ESXi-Schlamassel mit Broadcom Proxmox genau angesehen. Die Installation, die integrierte Oberfläche, die Thin-Storage, das Funktionieren out of the box - alles prima.
Aber:
1. Viele Sachen brauche ich nicht (Backup, Container, ZFS, Ceph ...).
2. Die Netzwerkarchitektur ist mir zu kryptisch/unübersichtlich ("Bridges von mehreren Bridges")
3. Ich habe es nicht vermocht, eine "Headless"-Bridge zu erstellen, die nur den VMs dient und keine IP-Funktionalität hat.
4. Die VMs laufen als "root".
5. Die Firewall ist für mich nicht nachvollziehbar.
Meine bevorzugte Linux-Distribution für Server (Debian) hat leider keine Unterstützung für einen Minimal-QEMU-Server mehr.
Ich habe dann ein quasi-manuelles QEMU-Hypervisor-System basierend auf Arch selbst entwickelt.
- MarroniJohny
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Re: Broadcom im SMB Umfeld
Hatte auch versucht zu wechseln. Hauptgrund, wieso ich bei vSphere bleibe ist die bessere 3D Unterstützung in den Gästen und die VMware WS Pro als VMRC. Ist um Welten besser als mit Proxmox.
Aber auch wie Kollege ~thc festgestellt hat, ist die Netzwerk Konfiguration nicht so pralle. Das geht dann weiter, wenn man eine neue NIC steckt, dass sich die Adapterbezeichnungen ändern, und man alles neu konfigurieren darf. Kann auch bei einem einfachen Distupdate passieren. Das selbe Spiel, wenn man an einer Plattenkonfiguration was ändert. Aber das ist ein allgemeines Linux Thema. Jetzt vom PVE 8 auf 9 hoch ziehen hatten wieder einige Probleme mit den verschiedenen Kerneln und so. Scheint also nicht ganz so pflegeleicht zu sein wie vSphere.
Was auch schade ist, dass die Config Files nicht zusammen mit den VMs gespeichert werden. Sprich wenn man einen Gast mal nicht mehr registriert hat, kann man den nicht einfach so bequem wieder einhängen wie bei ESXi über den Datastore Browser. Da heisst es erst mal Backup einspielen oder neue VM anlegen und die bestehende virtual Disk anhängen.
Bevor Du da also bei Kunden irgendwas migrierst, würde ich mal ein komplexeres Setup im Lab aufziehen. Da gibt es so einiges was anders läuft bei proxmox. Schade, das Konzept würde mir gefallen. Aber für meinen Anwendungsfall mit 3D Gameclients in den Gästen taugt vSphere halt einfach viel besser.
Habe allerdings 2 freie ESXi, keine Lizenz. Wieso hast Du das denn lizenziert? Wegen veeam? Ich nutze keine Backuplösung, mache das auf Storage Seite. Habe zwei ESXi mit je einem napp-it als ZFS Filer. Und den Grossteil der Weisheiten hier habe ich, weil ich ganz gerne mal bei den Proxmox Leuten mitlese.
Aber auch wie Kollege ~thc festgestellt hat, ist die Netzwerk Konfiguration nicht so pralle. Das geht dann weiter, wenn man eine neue NIC steckt, dass sich die Adapterbezeichnungen ändern, und man alles neu konfigurieren darf. Kann auch bei einem einfachen Distupdate passieren. Das selbe Spiel, wenn man an einer Plattenkonfiguration was ändert. Aber das ist ein allgemeines Linux Thema. Jetzt vom PVE 8 auf 9 hoch ziehen hatten wieder einige Probleme mit den verschiedenen Kerneln und so. Scheint also nicht ganz so pflegeleicht zu sein wie vSphere.
Was auch schade ist, dass die Config Files nicht zusammen mit den VMs gespeichert werden. Sprich wenn man einen Gast mal nicht mehr registriert hat, kann man den nicht einfach so bequem wieder einhängen wie bei ESXi über den Datastore Browser. Da heisst es erst mal Backup einspielen oder neue VM anlegen und die bestehende virtual Disk anhängen.
Bevor Du da also bei Kunden irgendwas migrierst, würde ich mal ein komplexeres Setup im Lab aufziehen. Da gibt es so einiges was anders läuft bei proxmox. Schade, das Konzept würde mir gefallen. Aber für meinen Anwendungsfall mit 3D Gameclients in den Gästen taugt vSphere halt einfach viel besser.
Habe allerdings 2 freie ESXi, keine Lizenz. Wieso hast Du das denn lizenziert? Wegen veeam? Ich nutze keine Backuplösung, mache das auf Storage Seite. Habe zwei ESXi mit je einem napp-it als ZFS Filer. Und den Grossteil der Weisheiten hier habe ich, weil ich ganz gerne mal bei den Proxmox Leuten mitlese.
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irix
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Re: Broadcom im SMB Umfeld
Moin,
ich sitze im gleichen Boot.... evtl. ein tickchen Groesser aber ich habe knapp 200 Kunden hin zu vSphere Essentials gefuehrt in den letzten 17 Jahren. Die andern 150 waren dann die groesseren Editionen. Viele sind hier ueber das Forum gekommen.
Mittlerweile hab ich micht eingegrovved was das Thema Qoutes und Laufzeiten angeht. Die "Un"Faehigkeit eines Distributors aus Muenchen spielt da eine nicht ganz unbedeutende Rolle.
Ich kenne Proxmox nur vom hören sagen... mangels Zeit und Interesse. Da ich nicht mehr ganz so viele Jahre vor mir habe hoffe ich das ich noch ueber die Runden komme.
Ja die 16 Cores kosten knapp 700,- im EK inkl. 24/7 Production Support welcher oftmals nicht mehr von VMware erbracht wird. Auf der Website von Proxmox wuerde das vergleichbare Supportbundle 1060,- kosten beim letzten male gucken. Allerdings kippt es bei mehr Cores und dem ein oder anderen reicht ja auch das mittlere Paket. Achja... Proxmox kann und will keinen 24/7 bieten. Daran scheiterte die evtl. Kooperation mit einem grossen HW Hersteller.
Bei ESXi hattest du halt seit ueber nen Jahrzehnt das Gottvertrauen das es mit deiner Hardware von Dell,HPE usw. einfach tut. Ja auch ich habe PSOD gesehen
Die mittleren un grossen Kunden machen alle Weiter mit VMware. Solange die HW nicht getauscht werden muss bleibt es bei VMware. Auch kleinere Zahlen die 700,-. Andere lassen es weiterlaufen weil Support hatten sie vorher ja auch keinen und einzig keine Patches ist nun ein Problem.Aber das haben die meisten dieser kleinen Kunden auch vorher nicht so auf dem Schirm.
Aber als jemand der garantiert knapp 1000 Hosts installiert bzw. aktualisiert hat und Geburtshelfer fuer knapp 10K an VMs war bzw. Rumschubschen bei Migrationen musste man sich selten sorgen machen. Ansonsten half Tante Google mit "VMware KB <eng._fehlermeldung>" und man sah Licht am Ende des Tunnels.
Im Rest der Welt kann schon kein vSphere 8 Std. bezogen werden und hier in EU ist das Ende dann in 2027 mit dem Supportende von vSphere 8.
Um nen Vollstaendiges VCF zu deployen brauchst du ja fast nen 5 Mann Team. Mein vSphere und ESX und bischen Aria(Ops und Logs) hab noch alleine hinbekommen.
So.. zeit um Trauern ist dann rum. Alle anderen sei gesagt guckt euch um... geht in die Cloud oder sucht euch was anderes.
Ich war neulich zu spaet zum Broadcom Webinar aber ich meine die Huerde fuer die kleinen Select Partner wurde vom Faktor 3 angehoben was die Umsaetze angeht.
Gruss
Joerg
ich sitze im gleichen Boot.... evtl. ein tickchen Groesser aber ich habe knapp 200 Kunden hin zu vSphere Essentials gefuehrt in den letzten 17 Jahren. Die andern 150 waren dann die groesseren Editionen. Viele sind hier ueber das Forum gekommen.
Mittlerweile hab ich micht eingegrovved was das Thema Qoutes und Laufzeiten angeht. Die "Un"Faehigkeit eines Distributors aus Muenchen spielt da eine nicht ganz unbedeutende Rolle.
Ich kenne Proxmox nur vom hören sagen... mangels Zeit und Interesse. Da ich nicht mehr ganz so viele Jahre vor mir habe hoffe ich das ich noch ueber die Runden komme.
Ja die 16 Cores kosten knapp 700,- im EK inkl. 24/7 Production Support welcher oftmals nicht mehr von VMware erbracht wird. Auf der Website von Proxmox wuerde das vergleichbare Supportbundle 1060,- kosten beim letzten male gucken. Allerdings kippt es bei mehr Cores und dem ein oder anderen reicht ja auch das mittlere Paket. Achja... Proxmox kann und will keinen 24/7 bieten. Daran scheiterte die evtl. Kooperation mit einem grossen HW Hersteller.
Bei ESXi hattest du halt seit ueber nen Jahrzehnt das Gottvertrauen das es mit deiner Hardware von Dell,HPE usw. einfach tut. Ja auch ich habe PSOD gesehen
Die mittleren un grossen Kunden machen alle Weiter mit VMware. Solange die HW nicht getauscht werden muss bleibt es bei VMware. Auch kleinere Zahlen die 700,-. Andere lassen es weiterlaufen weil Support hatten sie vorher ja auch keinen und einzig keine Patches ist nun ein Problem.Aber das haben die meisten dieser kleinen Kunden auch vorher nicht so auf dem Schirm.
Aber als jemand der garantiert knapp 1000 Hosts installiert bzw. aktualisiert hat und Geburtshelfer fuer knapp 10K an VMs war bzw. Rumschubschen bei Migrationen musste man sich selten sorgen machen. Ansonsten half Tante Google mit "VMware KB <eng._fehlermeldung>" und man sah Licht am Ende des Tunnels.
Im Rest der Welt kann schon kein vSphere 8 Std. bezogen werden und hier in EU ist das Ende dann in 2027 mit dem Supportende von vSphere 8.
Um nen Vollstaendiges VCF zu deployen brauchst du ja fast nen 5 Mann Team. Mein vSphere und ESX und bischen Aria(Ops und Logs) hab noch alleine hinbekommen.
So.. zeit um Trauern ist dann rum. Alle anderen sei gesagt guckt euch um... geht in die Cloud oder sucht euch was anderes.
Ich war neulich zu spaet zum Broadcom Webinar aber ich meine die Huerde fuer die kleinen Select Partner wurde vom Faktor 3 angehoben was die Umsaetze angeht.
Gruss
Joerg
Re: Broadcom im SMB Umfeld
MarroniJohny hat geschrieben:
Was auch schade ist, dass die Config Files nicht zusammen mit den VMs gespeichert werden. Sprich wenn man einen Gast mal nicht mehr registriert hat, kann man den nicht einfach so bequem wieder einhängen wie bei ESXi über den Datastore Browser. Da heisst es erst mal Backup einspielen oder neue VM anlegen und die bestehende virtual Disk anhängen.
..
Habe allerdings 2 freie ESXi, keine Lizenz. Wieso hast Du das denn lizenziert? Wegen veeam? Ich nutze keine Backuplösung, mache das auf Storage Seite. Habe zwei ESXi mit je einem napp-it als ZFS Filer. Und den Grossteil der Weisheiten hier habe ich, weil ich ganz gerne mal bei den Proxmox Leuten mitlese.
Ich finde es auch schade, dass die VM Config Files in /etc/pve gespeichert sind und nicht mit der VM. Will man eine VM unter Proxmox wiederherstellen, muss man die virtuellen Platten und die VM Config in /etc/pve wiederherstellen. Kann man mit leben wenn man das beachtet. In meinem aktuellen napp-it cs habe ich die ZFS Autosnap Funktion so erweitert, so dass man den Inhalt eines Ordners wie /etc/pve mit jedem Snap aktualisieren kann.
Proxmox mit ZFS ist ansonst genial. Ein Crash beim Schreiben beschädigt ZFS nicht wegen Copy on Write. Ein ZFS Pool wächst einfach durch Hinzufügen weiterer Vdevs, man hat Snap Versionierung, kann Hybrid Pools mit special vdev anlegen wobei man je ZFS Dateisystem festlegen kann, ob nur Metadaten, kleine Dateien oder alle Dateien auf hd oder flash sollen. Mit zfs rewrite kann man Daten hin und herschieben. ZFS sync write schützt den Schreibcache so wie eine BBU bei Hardwareraid. Replikation syncronisert ZFS Dateisysteme übers Netz unerreicht schnell.
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