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VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

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VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

Beitragvon RalphT » 15.07.2022, 06:30

Moin,

ich hatte eine VM (Debian) auf einem ESXi 6.7 erstellt. Nun wollte ich die VM auf einen ESXi 6.0 verschieben, was so nicht funktioniert.

Gibt es eine Möglichkeit, diese VM auf 6.0 zu verschieben?

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Re: VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

Beitragvon JustMe » 15.07.2022, 08:45

Grundsaetzlich koennte man antworten: Nein, weil die virtuelle Hardware-Version, mit der die VM unter 6.7 erstellt wurde, von 6.0 nicht unterstuetzt wird.
Und solange die VM eingeschaltet bleibt, ist das tatsaechlich das Ende der Fahnenstange.

Dann kommt jedoch das "aber": Abhaengig von der tatsaechlich in der VM verwendeten virtuellen Hardware kann man versuchen, die VM durch Anpassung der Information zur v.HW in der Beschreibungsdatei *.vmx "downzugraden". Das geht am schnellsten auf der ESXi-Commandline, wenn die VM heruntergefahren und deregistriert ist, und mit dem Editor vi. Eine passende HW-Version sucht man sich z.B. hier aus.

Dann schaut man per erneuter Registrierung und Start der VM, ob das Gastbetriebssystem mit dem so veraenderten "HW-Unterbau" klarkommt, oder eben nicht.

Wenn alles gut ging, sich die Hardware der beiden beteiligten Hosts nicht signifikant unterscheidet (Prozessorgenerationen), und/oder EVC im Cluster aktiviert ist, sollte danach auch ein vMotion der (ggfs. auf dem 6.0er Host) eingeschalteten VM klappen.

Sicherheitshalber fuehrt man solche Schritte selbstverstaendlich nur durch, wenn ein verifiziert zuverlässiges und wiederherstellbares Backup der VM zur Verfuegung steht.

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Re: VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

Beitragvon RalphT » 15.07.2022, 08:59

Hallo JustMe,

danke für deine Info.

Ich hatte die Tage mal gegoogelt, aber keine passende Lösung gefunden.
Heute morgen hatte ich nochmal einen neuen Suchbegriff eingegeben und tatsächlich kam dabei etwas zu Tage.
Genau die Lösung, die du beschrieben hast.

Ich habe mal eben schnell einen Test-Linux aufgesetzt. Dann habe ich die VM heruntergefahren und per WinSCP die VMX-Datei editiert. Hier habe ich die Hardwareversion von 14 auf 11 verändert. Das reichte aber noch nicht. ESXi meckerte noch, dass er Debian10-64 nicht unterstützt. Also habe ich in der VM noch das GuestOS von debian10-64 auf debian8-64 verändert.

Dananch habe ich Kiste migriert. Anschließend eingeschaltet und mir mal so die shell angesehen. Scheint alles zu laufen.

Ich werde jetzt die beiden VMs vorher mit Veeam sichern und entsprechend verfahren. Ich denke, dass wird wohl funktionieren.

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Re: VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

Beitragvon RalphT » 15.07.2022, 09:12

Eine Frage dazu habe ich aber noch:

Wenn ich eine neue VM erstelle, dann kommt die Frage nach dem Betriebssytem. In diesem Falle hatte ich Debian 10-64 eingegeben. Was hat das für Auswirkungen? Wozu wird diese Information verwendet?

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Re: VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

Beitragvon JustMe » 15.07.2022, 09:23

Soweit ich weiss:
Hauptsaechlich wird darueber gesteuert, welches VMwareTools.iso verwendet wird beim "automatischen" installieren der Tools per vSphereClient.
Ebenso wird es wichtig, wenn beim Ausrollen von VMs aus Vorlagen/Templates Gastanpassungen/Customisations angewendet werden sollen.

Grundsaetzlich ist es selbstverstaendlich auch moeglich, dass VMware darueber "Optimierungen" bei der Ausfuehrung der VM anstellt. Das ist mir persoenlich aber nicht explizit bekannt.

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Re: VM Downgrade von 6.7 auf 6.0

Beitragvon Dayworker » 15.07.2022, 15:54

Darüber können auch Optimierungen gefahren werden, indem beispielsweise die CPU-Maske manipuliert wird. Das war/ist gerade für sehr alte Windows-Versionen auf neuerer HW wichtig, weil diese nur 2 Feature-Register vorgesehen hatten. Neuere CPUs kommen aber mit einem wesentlich grösseren Feature-Set daher und einige CPU-Funktionen können auch zum OS-Absturz führen, weil das OS damit nix anfangen kann.
In älteren Desktopprodukten hatte man beispielsweise "vmkernel" als GuestOS verwenden, damit man den ESXi virtuell betreiben konnte. Leider gibt es meines Wissens nirgendwo eine Liste, wo die Unterschiede im Einzelnen festgehalten wurden. Man kann für neuere OS, die Probleme machen und keine bestimmte CPU-Funktion abfragen, aber sinngemäß auch einfach WinNT4.0 als GuestOS eintragen. Der Hypervisor fängt dann alle für das Gast-OS unbekannten Funktionen ab.


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