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Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

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Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon MarroniJohny » 23.01.2021, 03:10

Hi

Ich habe in meinen ESXi eine neue 500GB SSD eingebaut und an napp-it gehängt. Napp-it gibt davon 450GB als NFS an vSphere zurück, 50GB hatte ich als Überlaufschutz, welchen ich nun auf 10GB runter genommen habe.

Auf dem Share habe ich zwei vmdk angelegt. 50 GB für ein Debian mit Nextcloud, 350GB für die Daten von Nextcloud. Ich hatte zwei Snapshots gemacht, einmal nach der Grundinstallation und einmal nach dem anhängen der Datenplatte und einrichten der Nextcloud. Dummerweise hatte ich vergessen, die Datenplatte als unabhängig zu markieren. Die Datenplatte habe ich bereits mit ~200GB gefüllt.

Nun wollte ich die beiden Snapshots löschen. Den zweiten konnte ich löschen, allerdings nicht mehr konsolidieren da zuwenig Platz auf dem Datenträger vorhanden war. Dann wollte ich den ersten Snap löschen, da hat er stundenlang bei 75-80% rum gerödelt. In dem Zuge habe ich noch den Überlaufschutz auf 10GB runter genommen. Als dann bei 80% wieder nichts mehr ging, habe ich im Host Client bei den aktuellen Tasks unten auf Konsolidieren abbrechen geklickt. Nun geht gar nichts mehr, d.h., ich kann mich nicht einmal mehr beim host Client anmelden. Der lädt jetzt ewig die Anmeldeseite. Die Gäste laufen aber noch.

Wie gehe ich jetzt am besten vor?

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Re: Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon MarroniJohny » 23.01.2021, 05:32

hmm, nach längerer Gedenkpause konnte ich mich wieder einloggen und die Datenpartition löschen. Ich glaube, ich kriege es selbst hin jetzt, nur muss ich die ganzen Daten halt nochmals rein kopieren. :?

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Re: Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon Dayworker » 23.01.2021, 12:57

Ich mache ja viel mit Docker unter Debian, aber selbst unter Docker würde ich mir Nextcloud nicht antun wollen. Nextcloud halte ich persönlich für eine prima Beschäftigungstherapie für Menschen mit viel Zeit. Da schwirrt weiterhin zuviel alter Code von Owncloud drin rum und anstatt die vom Maintainer damals beim Fork monierte alte Code-Basis zu bereinigen, wurden weitere Funktionsmodule drangepappt...
Da du ja schon auf ZFS bist, warum dann nicht gleich minIO?

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Re: Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon MarroniJohny » 24.01.2021, 07:55

Hi

Ja danke. Minio habe ich mittlerweile getestet. Aber ich brauche das schon mehr groupware mässig, da sollen die Nutzer auch selbstständig Sachen dauerhaft freigeben und ich selbe verschieben können. So was ich gesehen habe, muss man da schon die meisten Tasks per Konsole ausführen.

Ich habe jetzt wieder nextcloud aufgesetzt, und rechtzeitig frisch eingerichtet ohne Snapshots ein Backup gezogen. Da habe ich ein paar Fragen dazu:

    - ich habe jetzt eine VMDK auf napp-it für die Daten. Würde ich das besser irgendwie per NFS oder SMB share direkt auf napp-it anlegen?
    - dann frage ich mich ernsthaft wegen der Geschwindigkeit beim kopieren:
    - Firefox genehmigt sich auch mal 30% CPU Last beim rauf laden, ist das normal?:

Ich habe eine Firewall für OpenVPN auf dem Server. Da drauf auf der DMZ liegt nextcloud. Ich kopiere nun über VPN auf die nextcloud. Das ist aber mehr oder minder langsam, sprich das wird im Durchschnitt verdächtig genau mit der Uploadgeschwindigkeit von meinem Modem rauf geladen. Der VPN Adapter von der Quelle (mein Desktop) macht immer Sprünge von 250Mbit/s und 0 Mbit/s, der genehmigt sich also immer wieder mal 30s Pause. Beregelt ist das über meine Zywall, sprich da hängt der openVPN Server und die VPN Connection hinter NAT an meiner öffentlichen IP. Kann das sein, dass da mein Cablemodem die Bandbreite regelt, obwohl ich am VPN Adapter eine private IP habe? Und wenn ja, wieso pulst das so?

30mbits1.PNG

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Re: Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon Dayworker » 24.01.2021, 21:39

Ich würde die VMDK nicht auf Nappit packen, sondern für die Daten eher einen separaten Pool oder nur ein weiteres ZFS-Dateisystem freigeben. Damit wäre man flexibler vor allem mit ZFS-Snapshots, weil diese im Windowsumfeld jederzeit als Schattenkopien erreichbar sind. Allerdings sind die Windows-ACLs für "normale" Desktopanwender keine ganz so einfache Sache, wenn es um mehr als Read/Write oder Read-only und erst recht um Vererbung von ACLs geht.

Hinsichtlich deiner Beobachtung in FF ist vermutlich all seinen Anwendern die Webseite https://support.mozilla.org/de/kb/hoher-systemressourcen-und-speicherverbrauch bekannt. Rein persönlich bin ich jedoch der Meinung, daß FF inzwischen kaum ein Schatten seiner erfolgreicheren Vergangenheit ist. Ich habe selten einen Browser gesehen, der sich mit unter 10 offenen Tabs und ohne weitere Webseiten-Interaktion soviel mit sich selbst beschäftigt, daß innerhalb von 30 Minuten locker über 2 GB RAM belegt sind. Einfach mal eine umfangreiche Tab-Session erneut zu öffnen, wird gleichfalls zur nervigen Warterei. FF meint allen Ernstes, alle Tabs vorzuladen, anstatt wie bei deutlich älteren Versionen nur den gerade aktiven Tab, wäre eine gute Idee. Ich könnte ja noch damit leben, wenn solche Trivialitäten wie bei den deutlich älteren Versionen einfach über den normalen Einstellungsdialog erreichbar wären. Sind sie jedoch nicht mehr, sondern tief vergraben irgendwo in about//:config samt vorgeschalteter Warnungsseite.
In deinem Fall dürfte daher eine der vielen, nicht über den normalen Einstellungsdialog erreichbaren Preload-Einstellungen für die hohe FF-Auslastung verantwortlich sein. Richtig nervig daran ist der Umstand, daß Mozilla dieses Preloading als Voreinstellung definiert hat. Mozilla optimiert den FF schon länger nicht mehr auf wenig Speicherverbrauch und verschwendet damit reichlich Ressourcen. Chrome hier in Form des Chromium-Nachbaus "Iron" ist da deutlich genügsamer und selbst auf einem Chromebook belegen aktuell 79 Tabs "nur" 6GB RAM. Wofür Chrome ganze 77MB pro Tab braucht, entzieht sich meiner Kenntnis, der Verbrauch schwankt aber auch über längere Zeit nur geringfügig.

Die beschriebenen Sprünge dürften mit einem Dateisystem-Cache zusammenhängen und OpenVPN ist auch nicht gerade für sparsamen Ressourcenverbrauch bekannt. Wer die umfangreichen Möglichkeiten von OpenVPN nicht benötigt, sondern nur eine sichere Verbindung ins Heimnetz braucht, sollte sich Wireguard genauer ansehen. Dessen Fußabdruck ist unter anderem deutlich geringer und gleichzeitig performanter, weil keine unbedingte Abwärtskompatibilität eingehalten werden müßte und weil die Funktionalität auf das Wesentlich reduziert wurde.

Die Kabelanbieter sind zumindest in Deutschland leider nicht für breitbandigen Upload bekannt. Beispielsweise bei Vodafone.de beträgt das Verhältnis von Down- zu Upload 10:1, wenn man die 50er mit 5MBit und die 1000er mit 50MBit nicht einrechnet.

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Re: Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon MarroniJohny » 01.02.2021, 14:02

Supi, danke.

Wie würdest Du denn den Speicher, d.h. ZFS Filesystem, unter Linux mounten? Wird das überhaupt einfach nach /media gemountet? Das habe ich auf meiner Test nextcloud SSD einfach mal so gemacht. 2 vmdk per NFS.

Das wären zwei VMs, einmal Plesk Hostingpanel /wwwdaten, und einmal nextcloud /Daten. Die beiden VMs sollten auch auf die SSD, die dann per NFS und vmdk. Die brauchen aber wohl nicht allzu viele Ressourcen.

Daten direkt auf Storage? Per smb oder nfs?

Weil sicherungstechnisch würd das schon Sinn machen auf dem Filer. Sonst müsste ich ja immer die komplette vmdk sichern.

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Re: Konsolidieren abgebrochen - Kein Zugriff mehr auf Host

Beitragvon Dayworker » 01.02.2021, 16:54

Bild

Für Linux bietet sich NFS an. Ich würde daher einfach eine oder auch mehrere ZFS-Dateisysteme im/in Pool/Pools deiner Wahl anlegen und diese dann als NFS-Freigaben an Linux verfüttern. Damit Snapshotest du nur die wirklichen Daten und keine VMDK(s).


[edit]
19.12b12 ist schon etwas älter, aktuell müßte noch 19.12b14 oder b15 sein.


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