Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

Umstellung auf vSAN

Alles zum Thema vSphere 6.7, ESXi 6.7 und vCenter Server.

Moderatoren: irix, continuum, Dayworker

Member
Beiträge: 4
Registriert: 21.05.2020, 13:38

Umstellung auf vSAN

Beitragvon planteck » 21.05.2020, 17:05

Hallo in die Runde,

folgende Infrastruktur besteht:
2 x ESXi 6.7 Host (pro Host 6 x 1,2 SSD und 256 GB RAM),
laufen in einem vCenter-Cluster.

Jetzt kommt die Idee aus dem lokalen Speicher der 2 Hosts ein vSAN aufzubauen.
Hintergrund ist die Ausfallsicherheit zu erhöhen (fällt ein Host aus sollen die
VMs möglichst unterbrechungsfrei weiterlaufen).

Die grundsätzlichen Fragen sind:
Was passiert mit den bestehenden VMs?
Kann ich die VMs im ersten Schritt auf dem lokalen Speicher lassen, mit den freien Platten
das vSAN aufbauen und die VMs dann entsprechend verschieben?

Vielleicht hat da jemand Erfahrung und kann uns einen Tipp geben.

Viele Grüße

King of the Hill
Beiträge: 12189
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon irix » 21.05.2020, 21:05

Ein vSAN besteht als Minimum immer aus 3 Nodes. Wo ist dein dritter bzw. die Whitness?

Member
Beiträge: 4
Registriert: 21.05.2020, 13:38

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon planteck » 21.05.2020, 21:57

Hallo irix,

der Hinweis ist natürlich berechtigt.
Die witness-appliance hatte ich jetzt nicht
mit aufgeführt, gehört natürlich dazu!

MIr geht es grundsätzlich um einen Lösungsansatz.
Vielleicht hat jemand Erfahrung oder Tipps bei der beschriebenen Konstellation auf vSAN umzustellen.

King of the Hill
Beiträge: 12189
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon irix » 21.05.2020, 22:15

Sind deine SSDs zu einem RAID zusammen gefasst?

Das vSAN braucht ein Cache und ein Capacity Device. Du must als in jedem Host 2 Devices frei bekommen. Dazu kommt dann das es nicht supportet ist an ein und dem selben Controller ein vSAN und ein VMFS Datastore zu haben. Der Controller muss die Disks auch im Passtrough betreiben.

Was hast du da eigentlich als HBA, NIC und das du Lizenzen brauchst weist du ja?

Gruss
Joerg

Member
Beiträge: 4
Registriert: 21.05.2020, 13:38

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon planteck » 22.05.2020, 09:28

Hi Jörg,

ja, die SSDs laufen im RAID50.
Das heißt ich könnte pro Host 2 Platten frei bekommen.

HBA: HPE Smart Array P408i-a SR Gen10
guter Hinweis "nicht supportet ist an ein und dem selben Controller ein vSAN und ein VMFS Datastore"

NIC: 2 x 10G + 4 x 1G

Lizenzen ist natürlich auch noch ein Thema ... und kein günstiges, denke ich mal.

Grüße
Paul

King of the Hill
Beiträge: 12189
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon irix » 22.05.2020, 10:01

Wie willst du die SSDs aus dem RAID herausloesen - Degraden?

Guck mal auf die HCL ob der Kontroller und Rest von deiner HW auf der HCL fuer vSAN steht. Wenn der Kontroller kein Passtrough kann must du RAID0 fuer jede einzelne Disks machen und Caching deaktivieren.

Pruefe deine SSDs. Das sind doch bestimmt alles gleiche und wenn es ReadIntensive/Mixed Used sind dann ist diese SSD als Cache im vSAN nicht geeignet. Da bis Dato im AFA vSAN die Cache disk eh auf 800GB limitiert war/ist waere deine 1.92TB eh Verschwendung. Du solltest dann 2 geeignete SSDs kaufen.

Was Lizenzen angeht so kann ich dir bei Bedarf gerne ein Angebot machen. ABER aus meiner Erfahrung und weil ich kein FAN von 2-3 Node vSAN Cluster bin kann ich dir sagen das ein Shared SAS SAN (die hat HPE ja nun auch) fuer die meisten die bessere Loesung ist. Wer die Preise der internen Server SSDs + vSphere + vSAN Lizenzen vergleicht mit einer MSA (ich bin Dell Partner und somit ME4 oder SC) der merkt das kein riesiger Unterschied ist was den Preis angeht.

Beim 2 Nodes (auch Direct Connect Cluster) geht VMware davon aus
- das die Whitness in der Firmenzentrale laeuft
- Fuer den normalen Admin wird vSAN ueber das vCenter GUI verwaltet. Das vCenter laeuft nicht auf vSAN welchen es managed bzw. nicht auf den 2 Nodes
- Wenn in der 2 Node Loesung ein Host wegen Wartung/Update neu gestartet wird gibts keine Storageredundanz fuer den Zeitraum

Ich habe zwei vSAN hier im Haus und kann eigentlich nur gutes berichten.

Gruss
Joerg

Member
Beiträge: 4
Registriert: 21.05.2020, 13:38

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon planteck » 22.05.2020, 12:58

ja, degraden hatte ich im Hinterkopf. Aber ich denke das wird schon ein showstopper sein.

Die SSDs sind alle gleich, da müssten 2 Neue angeschafft werden.
Umso so weiter wir das hier vertiefen komme ich auch zu dem Punkt ein shared storage einzusetzen.
Mein Hintergedanke zum Einsatz von vSAN war ja die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Fällt ein Host aus
gehts halt immer noch weiter. Die Redundanz ist für den Ausfallzeitraum
natürlich dann erst einmal weg. Aber die VMs laufen weiter.

Das shared Storage müsste als HA aufgebaut werden... sonst bekommen wir mit Ausfallsicherheit wieder ein Thema
Deine Erfahrung ist mir natürlich sehr wichtig. Die shared SAS SAN Lösung wird wohl wirklich in diesem Fall die
sinnvollere Lösung sein.
Um mal die Lösungsansätze preislich darzustellen würde ich dein Angebot zu Preisen für die vSAN Lizenzen gern annehmen.

Noch einmal zu der 2 Node Lösung:
"Das vCenter laeuft nicht auf vSAN welchen es managed bzw. nicht auf den 2 Nodes"
Womit hängt das zusammen, mit der Anzahl der Nodes?

Grüße
Paul

King of the Hill
Beiträge: 12189
Registriert: 02.08.2008, 15:06
Wohnort: Hannover/Wuerzburg
Kontaktdaten:

Re: Umstellung auf vSAN

Beitragvon irix » 22.05.2020, 13:54

planteck hat geschrieben:..
Das shared Storage müsste als HA aufgebaut werden... sonst bekommen wir mit Ausfallsicherheit wieder ein Thema


Jein. Alle diese Einstiegssysteme haben redundante Controller, Luefter usw. Je nach Hersteller 4 oder 5 Neunen. Mehr gibts dann erst eine Stufe weiter.

In 12 Jahren hab ich schaetzungsweise >90(EqualLogic, MD3, SC) von solchen Einheiten bei uns und unseren Kunden aufgestellt. Bei keiner gabs einen katastrophalen Datenverlust oder Totalausfall. Ja bei FW Upgradea hat durchaus mal gerumpelt und es gibt Systeme wo nach X Tagen Uptime der Controller neugestartet ist. Aber nichts was sich nicht durch einen Neustart oder Support durch den Hersteller haette nicht behoben worden ist.

Ein gespiegeltes Storage mach nur richtig Sinn wenn man 2 Brandabschnitte hat. Primaer geht ja hier um die vermeidung von ungeplanten Downtimes und das kann ein extr. Shared Storage sehr einfach.

Gruss
Joerg


Zurück zu „vSphere 6.7“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google Feedfetcher und 2 Gäste