Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

[SOLVED] VM als Fileserver

Alles zum Thema vSphere 6.5, ESXi 6.5 und vCenter Server.

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[SOLVED] VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 11.12.2018, 14:52

Servus,
ich habe bislang einen physischen Windows Server 2012 als Fileserver betrieben. Nun spiele ich mit dem Gedanken, den Fileserver zu virtualisieren. Hierbei stellt sich mir allerdings die Frage, wie sicher es ist, eine virtuelle Festplatte mit 3TB als Datengrab zu verwenden? Der Datastore ist ein direct attached Storage, kann also vom ESXI Host direkt angesprochen werden (ohne Netzwerkkomponenten) dazwischen.

Wie ist es in so einem Szenario mit ESXI? Ist das etwas, das ohne Probleme funktioniert, oder gibt es eventuelle "Fallstricke"?

Danke!

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon rprengel » 11.12.2018, 19:07

mcdaniels hat geschrieben:Servus,
ich habe bislang einen physischen Windows Server 2012 als Fileserver betrieben. Nun spiele ich mit dem Gedanken, den Fileserver zu virtualisieren. Hierbei stellt sich mir allerdings die Frage, wie sicher es ist, eine virtuelle Festplatte mit 3TB als Datengrab zu verwenden? Der Datastore ist ein direct attached Storage, kann also vom ESXI Host direkt angesprochen werden (ohne Netzwerkkomponenten) dazwischen.

Wie ist es in so einem Szenario mit ESXI? Ist das etwas, das ohne Probleme funktioniert, oder gibt es eventuelle "Fallstricke"?

Danke!

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon irix » 11.12.2018, 19:20

Ich habe Kunden mit VMs mit bis zu 10TB an vDisks in Form von VMDKs. Die groesste von denen ist 5TB. Sofern moeglich teile die Dater aber auf moeglichst viele vDisks auf. Des Weiteren sollte man wann immer es moeglich ist Microsoft DFS verwenden.

Gruss
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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 11.12.2018, 21:23

@irix: MS DFS, ist das nicht zur Lastverteilung über mehrere Server?
Aufteilung ist tlw. möglich ggf. kann ich das auf 3 vDisks splitten.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon irix » 11.12.2018, 21:36

DFS bringt mehrere Vorteile. Auch ein nur einzelner Server kann ja seine verschiedenen Shares in den DRS Stamm einbringen.

Gruss
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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 11.12.2018, 21:38

@irix: uh, das übersteigt momentan meinen Horizont... noch nie gemacht / gehört.


BTW. könnte man einen Windows Server 2016 als zusätzlichen iSCSI Datastore verwenden (Anbindung 10GBIT), oder ist das dann eher Pfusch, sobald MS im Spiel ist :twisted:

Ein NAS wäre hier sicher die bessere Variante.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon irix » 11.12.2018, 21:44

Also ich meinte natuerlich DFS und nicht DRS.

JA man kann ein iSCSI Target machen
Ja man kann ein NAS nehmen
Ja man kann ein SAN mit Fileservers nehmen
Ja man kann alles in die CLOUD schmeissen

ALso ja man kann viel machen. Gibt fuer alles Grunde dafuer und auch dagegen.

Ich kann nur sagen das ich 10TB Fileserver hab und nen Exchange DAG wo ein Knoten auch fast so Gross ist. Es sind alles VMs mit vDisks.

Wenn du die Daten extern lagern tust und dann einbinden dann
- muessen die Externen Systeme fuer Redundanz und Sicherheit sorgen
- Bei einem VM Snapshot sind sie nicht mehr mit erfasst
- Das Thema VM Backup braucht dann einen anderen Ansatz

Gruss
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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 11.12.2018, 22:02

Servus Jörg,
ok - DFS ;-)

Im Grunde habe ich hier (im Verhältnis zu dir) eine Kindergartenumgebung. Das kann man nicht vergleichen.

Ich überlege mir nur gerade, was ich nebst dem DAS, noch (sinnvoll!) als Datastore verwenden kann. Alles in einem LAN (keine externe Lagerung).

LG

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon irix » 11.12.2018, 22:05

Ich habe auch Kunden mit nur einem Host und 1-2 VMs :)

Wenn dein DAS genug Speicher hat dann mach da ein Datastore drauf und lege passende vDisk in der entsprechenden Groesse an. Punkt fertig aus.

Dein NAS oder so kannst du verwenden um ein Replikat oder auch Backups drauf abzulegen.

Gruss
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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 13.12.2018, 16:10

irix hat geschrieben:JA man kann ein iSCSI Target machen


spricht jetzt also nichts Gravierendes gegen ein ISCSI Target auf einem Windows 2k16 Server? (Las gerade vorhin,dass es nicht supported wird von VMWARE)

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon irix » 13.12.2018, 16:28

Oeh... ich hatte dich so verstanden das du ein iSCSI ins GuestOS machen willst. Korrekt ist das ein iSCSI Target als ESXi Datastore nicht supportet wird. Warum willst du das auch tun weil dann musst du ja wieder eine vmdk drauf tun und das ist doch das was du in Frage gestellt hattest.

Gruss
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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 13.12.2018, 17:08

Hey,
nein, da hast du mich falsch verstanden.

Angenommen der DAS wird voll und ich habe z.b. einen physischen Windows Server 2016 der eigentlich nur Fileserver spielt. (und sich langweilt).

Ich kann dort ja einen NFS - Server oder iSCSI einrichten.

Nachdem dorthin eine 10GBIT Anbindung besteht, könnte man eben diesen Fileserver auch als NFS-Datastore verwenden?
Z.b. um eine zusätzliche VMDK (Platte für z.B. Bildarchiv) dort abzulegen und diese dann in eine bestehende VM (die am DAS läuft) einbinden?

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon Dayworker » 14.12.2018, 01:12

Bezüglich sicherer Grösse einer VMDK würde ich mit "continuum" Rücksprache halten. Da er sich mit VMDK-Datenrettung täglich beschäftigt, kennt er inzwischen fast alle möglichen Fallstricke und bei einigen Design-Entscheidungen bezüglich VMFS hat VMware wohl eher ein Schwarzes Händchen bewiesen...

Das Thema NFS per Windows dürfte ja ausgehend von deinem anderen Thread auch durch sein. Wie man an meiner Signatur sieht, läuft hier das bereits erwähnte Nappit als AiO-Appliance mit durchgereichtem HBA samt angeschlossener HDDs. Klar ist das ein SPOF zumal ich hier nicht mal redundante Nics habe, aber eine Downtime war und ist für mich weiterhin kein Beinbruch.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 14.12.2018, 07:46

Hey,
hm... ok werd ich machen. Jetzt hast du mich noch zusätzlich verunsichert. ;-) Schwarzes Händchen beim VMDK-Design... :oops:

Ich hab betreffend VMDKs schon einiges gelesen. Die Meinungen gehen teilweise (naturgemäß) sehr stark auseinander. Thin provisioning scheint wohl u.a immer wieder für Probleme zu sorgen. (Mach ich aber i.d.R. eh nicht).

NFS per Windows: Wenn es instabil läuft, hilft es nicht. Sofern es aber stabil hinhaut, wäre es eine Option. Was hältst du von NFS per Windows? Wäre iScsi per Windows "besser"?

LG

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon Dayworker » 14.12.2018, 12:54

Man muß hier klar zwischen VMDK als ganz normale Datei und VMFS als das ESXi-Dateisystem unterscheiden.

NFS und Windows gehen in meinen Augen nicht wirklich zusammen, kann aber funktionieren. NFS hat auch den unbestreitbaren Vorteil, daß es als Netzwerk-Dateisystem auch mal nicht erreichbar oder schwankend in der Latenz sein darf, ohne das zumindest der ESXi gleich seine APD-Meldung (all paths down) wirft. Der ESXi bindet eine NFS-Freigabe auch eigenständig ein, wenn diese wieder verfügbar ist. iSCSI benötigt da meines Wissens weiterhin Handarbeit.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon stahly » 14.12.2018, 15:18

Interessanter Beitrag :D

Wir designen gerade unseren Fileserver-Cluster (2 Nodes) um. Viele kleine 2TB Partitionen (LUNs) und entsprechend Windows-Laufwerken, werden auf 10TB LUNs migriert (eigentlich innerhalb Windows kopiert :) ). Pro Node werden es jeweils 4x 10TB.

File-System ist NTFS (nicht ReFS). OS ist Windows 2012 R2.

Bin mal gespannt...

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon Dayworker » 14.12.2018, 16:24

Neben "UrsDerBär" traue auch ich NTFS mehr zu als ReFS trotz seiner steten Verbesserung. Die Hauptgründe dafür sind, daß die Verbesserungen durch ReFS standardmäßig nicht aktiviert sind (Hinweis von M$ wegen der Performance...) und bei ReFS auch einige bei NTFS vorhandene Funktionen schlichtweg nicht vorhanden sind. Da muß man schon genau hinschauen, welche Funktionen man wirklich nutzt und was davon ReFS überhaupt noch anbietet. Das NTFS "nur" 256TB adressieren kann, ist zumindest in meinem Universum auf eine sehr lange Sicht absolut kein Problem.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 16.12.2018, 12:54

stahly hat geschrieben:Interessanter Beitrag :D

Wir designen gerade unseren Fileserver-Cluster (2 Nodes) um. Viele kleine 2TB Partitionen (LUNs) und entsprechend Windows-Laufwerken, werden auf 10TB LUNs migriert (eigentlich innerhalb Windows kopiert :) ). Pro Node werden es jeweils 4x 10TB.

File-System ist NTFS (nicht ReFS). OS ist Windows 2012 R2.

Bin mal gespannt...


D.h. du verwendest einen Server 2012 R2 im Zusammenspiel mit ESXI?

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon stahly » 17.12.2018, 10:42

mcdaniels hat geschrieben:D.h. du verwendest einen Server 2012 R2 im Zusammenspiel mit ESXI?


Ja, warum nicht?

vSphere 6.5 (aktuellste Version) mit 2x Windows 2012 R2 VMs im MS-Cluster.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 17.12.2018, 18:21

Ok, du hast 2 Windows Server VMs, alles klar. Aber keinen Windows Server als Datastore.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon stahly » 18.12.2018, 13:40

mcdaniels hat geschrieben:Ok, du hast 2 Windows Server VMs, alles klar. Aber keinen Windows Server als Datastore.


Die LUNs kommen vom Storage (8x 10TB). Dort sind die Platten als VMDKs abgelegt.

Oder was meinst Du? :?

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon Dayworker » 18.12.2018, 20:48

Ich habe ihn dahingehend interpretiert, daß du mit Win-Server2k12 Plattenplatz per NFS an den ESXi reichst.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon stahly » 19.12.2018, 10:30

Dayworker hat geschrieben:Ich habe ihn dahingehend interpretiert, daß du mit Win-Server2k12 Plattenplatz per NFS an den ESXi reichst.


Nein, kein NFS! :D

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon mcdaniels » 19.12.2018, 16:40

Vlt. als Ergänzung:
https://communities.vmware.com/thread/563433

Entsprechend dem O-Ton hier: NFS @ Windows = es funktioniert NICHT

Auf jeden Fall besser ist hier wohl eine QNAP, Synology etc.

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Re: VM als Fileserver

Beitragvon Dayworker » 20.12.2018, 19:08

QNAP, Synology & Co verwenden auch etwas mehr oder minder Linux-artiges als OS, auch wenn die für Storage vorgesehenen OS-Produkte von Winzigweich stellenweise für kleines Geld von den NAS-Herstellern eingekauft werden könnten. Ein NAS soll einfach funktionieren und wird nicht früher oder später mit einer unaufschiebbaren, als normales Update getarnten, neue OS-Version in den halbgaren Beta-Zustand versetzt...


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