Das Forum wurde aktualisiert. Wurde höchste Zeit. Wenn etwas nicht funktioniert, bitte gerne hier jederzeit melden.

Defekte VMDK u. NTFS Partition nach Platten defekt

Tips und Hinweise zur Datenrettung bei defekten VMs oder unlesbaren Datastores

Moderatoren: Dayworker, continuum, Tschoergez, irix

Member
Beiträge: 61
Registriert: 09.07.2005, 17:59

Defekte VMDK u. NTFS Partition nach Platten defekt

Beitragvon fingifon » 19.10.2015, 19:37

Hi,

haben ganz seltsames Phänomen

bei einem unserer ESX Server ist eine Platte aus dem RAID10 mit 4 Platten rausgefallen. Wir haben die Platte auf dem darauffollgenden Tag auch ausgewechselt und dabei eine böse Überraschung gemacht:

Eine Windows Server 2012R2 VM hat innerhalb einer Daten VOLUME (in Windows) einen Inkonsistenten Zustand aufgewiesen was nur mittels Checkdisk behoben wurde. Hierbei ist uns eine Datei auch kaputte gegangen was nicht repariert werden konnte. Zum zweiten hat auch die VMDK dieses Windows Volumes ein Defekt aufgewiesen was ich mittels vmkfstools reparieren musste.

Server ist ein Lenovo Thinkserver mit LSI RAID Controller. RAID Cache als auch DISK Cache waren alle deaktiviert.

Hat jemand auch so einen Fall schonmal gehabt bzw. sieht ihr irgendwo ein Konfigurationsproblem??

Für Anregung u. guten Rat bzw. ähnliche Erfahrung wäre ich dankbar

Viele Grüße
Fingifon

King of the Hill
Beiträge: 12344
Registriert: 01.10.2008, 12:54
Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...

Beitragvon Dayworker » 20.10.2015, 06:22

Hmm. Ist die auf dem Raid10 liegende VMDK im Thin-Format angelegt?

Member
Beiträge: 61
Registriert: 09.07.2005, 17:59

Beitragvon fingifon » 20.10.2015, 19:17

Dayworker hat geschrieben:Hmm. Ist die auf dem Raid10 liegende VMDK im Thin-Format angelegt?



Nein alles FLAT.

Versuche Thinbereitstellungen generell zu umgehen.

Mein nächster Versuche wäre beim Controller hersteller zu klingeln und ein Call aufzumachen..

Experte
Beiträge: 1300
Registriert: 30.03.2009, 17:13

Beitragvon UrsDerBär » 21.10.2015, 01:58

Also der wahrscheinlichste Fall ist meiner Meinung nach, dass der Controller ein paar Sektorfehler nicht erkannt/gemeldet hat. Ist vor allem bei den Pseudo-RAID-Controller/Software-Controller der Fall. Je nach Wichtigkeit der Daten kann nun eine Odysee von zum Beispiel folgender Art gestartet werden oder auch auch nicht:

Ungefähres vorgehen:
- Sector-To-Sector Copy auf ne neue gleiche Disc aller RAID-Partner
- Bad-Sector's herausfinden (Controller, Disc-Tool, Sector-To-Sector Copy Tool)
- Bad-Sector's von defekten HD's auslesen und per Hex-Editor in die "Gute" Disc übertragen (das beste wäre von der kopierten Disc, sofern möglich, nur falls ein professionelles unternehmen ran soll wens nicht klappt)
- Unter umständen erzwingen, dass das RAID-Set vom controller online genommen wird
- sich hoffentlich über "gesunde" Volumes freuen, eine Garantie ists nicht. Die Chance am grössten wens noch ned allzu viele Änderungen gegeben hat.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, der Lerneffekt ist gross, der Lerneffekt zwecks Vorbeugung/Backup hoffentlich auch und der Aufwand enorm.

King of the Hill
Beiträge: 12344
Registriert: 01.10.2008, 12:54
Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...

Beitragvon Dayworker » 21.10.2015, 17:38

Ist das Raid aus SAS- oder SATA-Platten aufbaut?
Nur bei SAS-Platten kann jede Übertragung mit Prüfsummen abgesichert werden. Bei SATA kann es daher zu einem nicht entdeckten Übertragungsfehler gekommen sein oder die Platte hatte vor ihrem Ausfall schon Müll in Richtung Controller gemeldet.

Experte
Beiträge: 1300
Registriert: 30.03.2009, 17:13

Beitragvon UrsDerBär » 22.10.2015, 08:55

Das ist natürlich auch möglich. Diese "Spässe" sind aber eher bei den günstigen Platten zu finden und nicht jenen, die man in nen RAID verbaut. Der Controller bedankt sich dann gerne mit eigentlich unerklärlichem Abhängen von Platten.


Zurück zu „Datenrettung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast